Konditionen, Produkteinführung und Vertrieb

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Kunstfehler
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Re: Konditionen, Produkteinführung und Vertrieb

Beitrag von Kunstfehler » 7. Nov 2019 14:27

Die du meinst, sind die kleinsten für Verbraucher welche gehyped werden aus Gründen die ich teilweise schon Ansprach. Nun wir sind schon in der Produktion von Branding-Kühlschränken, haben auch neu kalkuliert, verhandelt, umgestellt, strategisch teils umgeplant usw., dank der kritischen Anmerkungen hier.



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Kunstfehler
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Re: Konditionen, Produkteinführung und Vertrieb

Beitrag von Kunstfehler » 7. Nov 2019 16:07

Da kommt mir übrigens spontan die Idee, ob mein zukünftiger Onlinevertragshändler die Konsumentendinger Beautyfridge, nicht gleich selbst ordert B2B bzw. produziert und im Shop anbietet und wir unterstützend das gleich synergetisch, werbetechnisch gleich mit vermarkten. Schnappsidee? Kenne international keine VK Zahlen von den Dingern? Wir wollen ja nur Kosmetik an Mann & Frau bringen.

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Wolkenspiel
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Re: Konditionen, Produkteinführung und Vertrieb

Beitrag von Wolkenspiel » 9. Nov 2019 22:36

Bau doch erst mal eine Marke auf und mach Dir einen Namen. Das ist schwierig bis unmöglich genug. Dann kannst Du Dir darüber Gedanken machen, ob irgendjemand Deine Kühlschränke kauft, weil sie mit Branding cool sind.

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Kunstfehler
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Re: Konditionen, Produkteinführung und Vertrieb

Beitrag von Kunstfehler » 9. Nov 2019 23:29

Was Markenbildung betrifft stimme ich dir vollkommen zu, in der heutigen Zeit wo es alles gibt ist es ein kommen und gehen vieler Startups. Mit den Schränken hast mich Missverstanden, ich hab nur recherchiert und festgestellt das die bzw. das Thema Beautyfridge noch nicht Deutschland wirklich erreicht hat. Wer da nun in D sowas anbieten möchte zum Verkauf nur zu. Selber solche Dinger zu verkaufen, auch nicht mit Branding, gehört nicht zu mein Unternehmenszielen. Aber man weiß ja nie....

kreien
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Re: Konditionen, Produkteinführung und Vertrieb

Beitrag von kreien » 10. Nov 2019 11:23

Kunstfehler hat geschrieben:
9. Nov 2019 23:29
Was Markenbildung betrifft stimme ich dir vollkommen zu, in der heutigen Zeit wo es alles gibt ist es ein kommen und gehen vieler Startups.
Du hast deine Wortmarke in der Markenrolle des Deutschen Patent- und Markenamtes (DPMA) in folgende Nizza-Klassen eingetragen:
Klasse(n) Nizza 16: Bilder [Gemälde], gerahmt oder ungerahmt
Klasse(n) Nizza 25: Bekleidungsstücke
Klasse(n) Nizza 42: Design von Einrichtungsgegenständen

Wie wäre es denn, wenn du deine Wortmarke erst mal passend schützt, wenn du jetzt - nach vielen anderen Stationen - auch in Kosmetik machst?

Nun ist es so, dass du nach Eigendarstellung nicht nur Betreiber von diversen branchenspezifischen Fachportalen im Internet bist, darunter Social Media- und Youtubekanäle, sondern auch in anderen Bereichen mit Unternehmen aktiv bist, namentlich Kunsthandel, Kultur, Gestaltung, Malerei, Design, Kosmetikherstellung und Vertrieb, Haushaltshilfenservice und Maklertätigkeiten mit Auslandsimmobilien in der Türkei. Das ist schon eine ganze Menge.

Zunächst einmal erwarte ich von einem Unternehmer, der seit Jahren erfolgreich u. a. einen Fachverlag und eine Medienagentur betreibt, dass er eine Webseite im Bereich Kosmetik auf die Beine stellt, die sowas von State of the Art und von einem Mediengestalter so perfekt im Design ist, dass dadurch Maßstäbe in der Branche gesetzt werden. Das ist bei deiner Webseite leider noch nicht gegeben, der Markt verkauft aber auch Emotionen und will High-end sehen, da musst du noch mal ran.


Auf der Webseite gibt es vermeidbare juristische Fallstricke
Die PayPal-Entgelte "Paypal (Paypal Gebühren +2,49% Kaufsumme + 0,35 Euro pro Transaktion)" werden bei dir auf den Käufer umgelegt. Das ist nicht nett und zum einem aufgrund der EU-Zahlungsmittelrichtlinie kritisch, aber auch PayPal selbst schließt es in seinen AGB aus: „Sie sind als Händler nicht berechtigt, ein Zahlungsmittelentgelt für die Nutzung der PayPal-Services als Zahlungsmethode in Ihrem Online-Shop zu erheben ('Surcharging')“.

Die Vorher-Nachher-Bilder im YouTube-Clip sind in Deutschland außerhalb der medizinischen Fachkreise aufgrund des ausgesprochen strengen Heilmittelwerbegesetzes so dermaßen hochkritisch, dass du den Clip besser sofort rausnehmen und - wenn überhaupt - die weitere werbliche Nutzung nach Beratung durch einen spezialisierten Fachanwalt klären solltest.


Aus der Perspektive eines Handelsvertreters oder deiner potenziellen Kunden

Was ist eigentlich die schlüssige Story hinter deinen Anti-Aging-Kosmetika?

Was sind die USP?

Was ist das Alleinstellungsmerkmal beim Produkt?

Warum versagen andere Kosmetikriesen bei Anti-Aging, sodass dringend dein Produkt ran muss, um die Schönheit im deutschen Land zu retten?

Warum soll ich beim Gülcan kühlpflichtige Anti-Aging-Produkte kaufen?


Kritik
[Disclaimer: Ich werde dich jetzt hier vor versammelter Mannschaft etwas anmachen, dies deswegen, um ehrlich und ohne viel Gelaber auf Detailschwächen deines Konzepts hinzuweisen. Das kann nicht jeder so spontan ab. Ich tue das nicht, um dir zu nahe zu treten oder dich bloßzustellen, sondern, weil ich es gut mit dir meine, auch kommen wir aus der gleichen Stadt.]

Ich kann weder feststellen, dass der Firmensitz ein pharmazeutisches Unternehmen, Apotheke ist oder zumindest ein Ladenlokal mit Überschneidungen zur Schönheitsbranche. Ich komme aus Bremen, Entelmann Immobilien und Finanzberatung stand bei meinem letzten Besuch da draußen dran, die Werbung am Zaun sieht absolut hässlich aus. Wenn deine Kunden persönlich vorbeikommen, sollte an der Außenrepräsentation des Gebäudes noch erheblich gearbeitet werden. Schau mal wie der Laden "Hören und Sehen" auf der anderen Straßenseite aussieht. Bei Kosmetik müsstest du eigentlich noch eine Schippe drauflegen. Ein eigenes kleines aber feines Ladenlokal in Bremen wäre als Showroom und für das Endkundengeschäft wichtig, das Roland-Center ist gleich nebenan, vielleicht ergibt sich dort die Möglichkeit was passendes und überschaubares zu mieten.

Dann hätte ich schon eine Hochschulausbildung im Bereich Pharma, Chemie, Gesundheit, Medizin oder Ähnlichem, gepaart von Jahrzehntelanger Berufserfahrung, von jemandem erwartet, der sich zutraut Kosmetika zu entwickeln, herzustellen und zu vertreiben. Wenigstens ein Hinweis auf die Produktionsstätte wäre schön oder eine Benannte Person, die als Fachmann mit wissenschaftlicher Expertise beratend mit im Boot ist. In welcher Produktionsstätte diese Kosmetika schlussendlich hergestellt werden, weiß der Kunde nicht. Gerade bei so Bio-Geschichten und Kosmetik ist aber eine lückenlose Nachverfolgbarkeit essenziell. Ich erwarte von einem Kosmetikhersteller und -anbieter beispielsweise, dass dieser seit Jahrzehnten in dem Bereich tätig ist und u. a. ausgebildete Pharmazeuten/Apotheker/Chemiker beschäftigt, sonst kann es passieren, dass der Kunde (z. B. eine Apotheke) mehr und besser ausgebildetes Personal vorhält als der deutsche Hersteller/Inverkehrbringer. So ein Kosmetikhersteller hat selbstverständlich auch ein Labor zur Qualitätskontrolle und ist nach ISO 9000 zertifiziert.

Dein Nachname ist türkisch, du hast Erfahrung mit Auslandsimmobilien in der Türkei und sicherlich beste Voraussetzungen für einen guten Zugang zur türkischen Community in Deutschland. Ich sehe deine Produkte im ersten Aufschlag eher bei solchen Friseuren, Nagelstudios und Kosmetiksalons erfolgreich platziert, die türkisch geprägt sind und das sind sicherlich eine ganze Menge. Diese sind sicherlich auf offener für solche Sonderlocken wie Kühlschrank & Co. als der eingefahrene stationäre urdeutsche Einzelhändler.

Ich wünsche dir viel Erfolg mit deiner Kosmetik-Linie.

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Re: Konditionen, Produkteinführung und Vertrieb

Beitrag von Kunstfehler » 10. Nov 2019 12:42

Hallo kreien,

erst einmal großes Lob an das kritische, konstruktive Feedback mit viel Input.
Ich versuche mal die Punkte abzuarbeiten bzw. Stellung zu nehmen.

Die Marke steckt in der Neubeantragung diverser Klassen, also in Arbeit.
Über die Kritik zum Webdesign: Muss ich so annehmen, mir ankreiden und wohl nochmal definitiv ran.

Bzgl. Adresse in Bremen, Bezahlung Paypal etc., wird noch alles entfernt, da ich nicht beabsichtige von nem Gewerbebüro aus an Endkunden zu verkaufen.

Bei dem Youtubevideo bin ich mir rechtlich sehr unsicher, kläre ich nochmal, weil das Video nicht unser Produkt bewirbt, sondern in der Aufführung von Rohstoffen, eine Wirkungsweise eines einzelnes Rohstoffs aufzeigt….


Zu den USP sollte der Text eigentlich erkennbar hergeben, aber auch daran wird noch optimiert.

Produktionsangaben, Zertifizierungen usw. sind unter unsere Rohstoffe angegeben, aber ja das könnte evtl. noch deutlicher präsentiert werden auch mit der Nennung unser Partnerlabore, Lieferanten, Erzeuger etc.

Aber bitte nur eines zur Klarstellung, ein Produkt , eine Branche etc. von einem Nachnamen abhängig machen? Zitat „warum soll ich bei den Gülcan kaufen?“ Ein Produkt ethnisch vermarkten, weil es damit auch noch meist negativ politisch assoiziert wird? Ich bin geborener Hamburger, mit deutschen Eltern und wurde mit 12 Vollwaise, bin in einer türkischstämmigen Pflegefamilie groß geworden und in einer Jugend-WG, habe dann aus Liebe vor 25 Jahren eingeheiratet, soll ich deshalb nun diese Schiene fahren wie empfohlen, statt breit gefächert? Ich sehe leider schon das aktuelle Vorurteile berechtigt oder unberechtigt sich nicht gerade positiv auswirken, soll ich jetzt eine Namensänderung beantragen?

kreien
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Re: Konditionen, Produkteinführung und Vertrieb

Beitrag von kreien » 10. Nov 2019 14:36

Kunstfehler hat geschrieben:
10. Nov 2019 12:42
Aber bitte nur eines zur Klarstellung, ein Produkt , eine Branche etc. von einem Nachnamen abhängig machen? Zitat „warum soll ich bei den Gülcan kaufen?“ Ein Produkt ethnisch vermarkten, weil es damit auch noch meist negativ politisch assoiziert wird? Ich bin geborener Hamburger, mit deutschen Eltern und wurde mit 12 Vollwaise, bin in einer türkischstämmigen Pflegefamilie groß geworden und in einer Jugend-WG, habe dann aus Liebe vor 25 Jahren eingeheiratet, soll ich deshalb nun diese Schiene fahren wie empfohlen, statt breit gefächert? Ich sehe leider schon das aktuelle Vorurteile berechtigt oder unberechtigt sich nicht gerade positiv auswirken, soll ich jetzt eine Namensänderung beantragen?
Da bin ich von einer anderen Ausgangslage ausgegangen und bitte dies zu entschuldigen. Ich möchte dies näher erläutern: Meine Frau ist Filipina, die knüpfen z. B. irgendwelche - für Langnasen unergründliche und unlogische - schier unendlichen großen lose Netzwerke und kennen sich irgendwie alle, zig von denen machen Avon Beratung, Tupper oder andere Dinge innerhalb ihrer Netzwerke (leider auch so einen Müll, wie MLM oder komplexe Immobilienbeteilungen à la Time-Sharing - wohlwissend, dass Immobilienerwerb auf den Philippinen legal für Ausländer nicht so ohne Weiteres geht). So eine Konstellation wäre vertriebstechnisch eine zusätzliche gute Ausgangssituation. Wer ethnisch (hier türkisch) in einer ähnlichen Community gut vernetzt ist, hat eine Ausgangslage, die er (zusätzlich) positiv nutzen kann - sehe dies als Geschenk und nicht als negative Konnotation.

Ich wohne in einer Großstadt im Rhein-Main-Gebiet mit ca. 60 % Ausländeranteil, davon ca. 11 % der 100.000 Einwohner türkischstämmig. Wir haben hier ganz viele Geschäfte im stationären Einzelhandel, die von Türken betrieben werden, im Bereich Kfz, Friseure, Gastro und Nahversorger haben diese hier ein totales Alleinstellungsmerkmal, darunter aber auch zig Apotheken, die in der Landessprache beratend tätig sind. Und wenn der sympathische Gülcan kommt, dann öffnen sich die Herzen der inhabergeführten türkischstämmigen Einzelhändler hier und so schließt sich der Kreis. Das ist ein denkbarer Vertriebskanal von vielen, du hast ja auch Immobilien in Istanbul gemacht, weil du bzw. dein Kreis da diesbezüglich besondere Expertise hat.

Du kommst aus der Kreativbranche, uns fehlt immer noch eine richtig tolle Story zur Produktlinie. Natürlich weißt du, dass es immer drauf ankommt, was man draus macht. Breit gefächert ist immer klug - ethnospezifische Alleinstellungsmerkmale zu kennen und für sich positiv zu nutzen ist so eine Art Schlüssel, und so möchte ich diesen Ratschlag verstanden wissen.

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