Konditionen, Produkteinführung und Vertrieb

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Re: Konditionen, Produkteinführung und Vertrieb

Beitrag von Kunstfehler » 7. Nov 2019 14:27

Die du meinst, sind die kleinsten für Verbraucher welche gehyped werden aus Gründen die ich teilweise schon Ansprach. Nun wir sind schon in der Produktion von Branding-Kühlschränken, haben auch neu kalkuliert, verhandelt, umgestellt, strategisch teils umgeplant usw., dank der kritischen Anmerkungen hier.



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Re: Konditionen, Produkteinführung und Vertrieb

Beitrag von Kunstfehler » 7. Nov 2019 16:07

Da kommt mir übrigens spontan die Idee, ob mein zukünftiger Onlinevertragshändler die Konsumentendinger Beautyfridge, nicht gleich selbst ordert B2B bzw. produziert und im Shop anbietet und wir unterstützend das gleich synergetisch, werbetechnisch gleich mit vermarkten. Schnappsidee? Kenne international keine VK Zahlen von den Dingern? Wir wollen ja nur Kosmetik an Mann & Frau bringen.

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Wolkenspiel
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Re: Konditionen, Produkteinführung und Vertrieb

Beitrag von Wolkenspiel » 9. Nov 2019 22:36

Bau doch erst mal eine Marke auf und mach Dir einen Namen. Das ist schwierig bis unmöglich genug. Dann kannst Du Dir darüber Gedanken machen, ob irgendjemand Deine Kühlschränke kauft, weil sie mit Branding cool sind.

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Re: Konditionen, Produkteinführung und Vertrieb

Beitrag von Kunstfehler » 9. Nov 2019 23:29

Was Markenbildung betrifft stimme ich dir vollkommen zu, in der heutigen Zeit wo es alles gibt ist es ein kommen und gehen vieler Startups. Mit den Schränken hast mich Missverstanden, ich hab nur recherchiert und festgestellt das die bzw. das Thema Beautyfridge noch nicht Deutschland wirklich erreicht hat. Wer da nun in D sowas anbieten möchte zum Verkauf nur zu. Selber solche Dinger zu verkaufen, auch nicht mit Branding, gehört nicht zu mein Unternehmenszielen. Aber man weiß ja nie....

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Re: Konditionen, Produkteinführung und Vertrieb

Beitrag von kreien » 10. Nov 2019 11:23

Kunstfehler hat geschrieben:
9. Nov 2019 23:29
Was Markenbildung betrifft stimme ich dir vollkommen zu, in der heutigen Zeit wo es alles gibt ist es ein kommen und gehen vieler Startups.
Du hast deine Wortmarke in der Markenrolle des Deutschen Patent- und Markenamtes (DPMA) in folgende Nizza-Klassen eingetragen:
Klasse(n) Nizza 16: Bilder [Gemälde], gerahmt oder ungerahmt
Klasse(n) Nizza 25: Bekleidungsstücke
Klasse(n) Nizza 42: Design von Einrichtungsgegenständen

Wie wäre es denn, wenn du deine Wortmarke erst mal passend schützt, wenn du jetzt - nach vielen anderen Stationen - auch in Kosmetik machst?

Nun ist es so, dass du nach Eigendarstellung nicht nur Betreiber von diversen branchenspezifischen Fachportalen im Internet bist, darunter Social Media- und Youtubekanäle, sondern auch in anderen Bereichen mit Unternehmen aktiv bist, namentlich Kunsthandel, Kultur, Gestaltung, Malerei, Design, Kosmetikherstellung und Vertrieb, Haushaltshilfenservice und Maklertätigkeiten mit Auslandsimmobilien in der Türkei. Das ist schon eine ganze Menge.

Zunächst einmal erwarte ich von einem Unternehmer, der seit Jahren erfolgreich u. a. einen Fachverlag und eine Medienagentur betreibt, dass er eine Webseite im Bereich Kosmetik auf die Beine stellt, die sowas von State of the Art und von einem Mediengestalter so perfekt im Design ist, dass dadurch Maßstäbe in der Branche gesetzt werden. Das ist bei deiner Webseite leider noch nicht gegeben, der Markt verkauft aber auch Emotionen und will High-end sehen, da musst du noch mal ran.


Auf der Webseite gibt es vermeidbare juristische Fallstricke
Die PayPal-Entgelte "Paypal (Paypal Gebühren +2,49% Kaufsumme + 0,35 Euro pro Transaktion)" werden bei dir auf den Käufer umgelegt. Das ist nicht nett und zum einem aufgrund der EU-Zahlungsmittelrichtlinie kritisch, aber auch PayPal selbst schließt es in seinen AGB aus: „Sie sind als Händler nicht berechtigt, ein Zahlungsmittelentgelt für die Nutzung der PayPal-Services als Zahlungsmethode in Ihrem Online-Shop zu erheben ('Surcharging')“.

Die Vorher-Nachher-Bilder im YouTube-Clip sind in Deutschland außerhalb der medizinischen Fachkreise aufgrund des ausgesprochen strengen Heilmittelwerbegesetzes so dermaßen hochkritisch, dass du den Clip besser sofort rausnehmen und - wenn überhaupt - die weitere werbliche Nutzung nach Beratung durch einen spezialisierten Fachanwalt klären solltest.


Aus der Perspektive eines Handelsvertreters oder deiner potenziellen Kunden

Was ist eigentlich die schlüssige Story hinter deinen Anti-Aging-Kosmetika?

Was sind die USP?

Was ist das Alleinstellungsmerkmal beim Produkt?

Warum versagen andere Kosmetikriesen bei Anti-Aging, sodass dringend dein Produkt ran muss, um die Schönheit im deutschen Land zu retten?

Warum soll ich beim Gülcan kühlpflichtige Anti-Aging-Produkte kaufen?


Kritik
[Disclaimer: Ich werde dich jetzt hier vor versammelter Mannschaft etwas anmachen, dies deswegen, um ehrlich und ohne viel Gelaber auf Detailschwächen deines Konzepts hinzuweisen. Das kann nicht jeder so spontan ab. Ich tue das nicht, um dir zu nahe zu treten oder dich bloßzustellen, sondern, weil ich es gut mit dir meine, auch kommen wir aus der gleichen Stadt.]

Ich kann weder feststellen, dass der Firmensitz ein pharmazeutisches Unternehmen, Apotheke ist oder zumindest ein Ladenlokal mit Überschneidungen zur Schönheitsbranche. Ich komme aus Bremen, Entelmann Immobilien und Finanzberatung stand bei meinem letzten Besuch da draußen dran, die Werbung am Zaun sieht absolut hässlich aus. Wenn deine Kunden persönlich vorbeikommen, sollte an der Außenrepräsentation des Gebäudes noch erheblich gearbeitet werden. Schau mal wie der Laden "Hören und Sehen" auf der anderen Straßenseite aussieht. Bei Kosmetik müsstest du eigentlich noch eine Schippe drauflegen. Ein eigenes kleines aber feines Ladenlokal in Bremen wäre als Showroom und für das Endkundengeschäft wichtig, das Roland-Center ist gleich nebenan, vielleicht ergibt sich dort die Möglichkeit was passendes und überschaubares zu mieten.

Dann hätte ich schon eine Hochschulausbildung im Bereich Pharma, Chemie, Gesundheit, Medizin oder Ähnlichem, gepaart von Jahrzehntelanger Berufserfahrung, von jemandem erwartet, der sich zutraut Kosmetika zu entwickeln, herzustellen und zu vertreiben. Wenigstens ein Hinweis auf die Produktionsstätte wäre schön oder eine Benannte Person, die als Fachmann mit wissenschaftlicher Expertise beratend mit im Boot ist. In welcher Produktionsstätte diese Kosmetika schlussendlich hergestellt werden, weiß der Kunde nicht. Gerade bei so Bio-Geschichten und Kosmetik ist aber eine lückenlose Nachverfolgbarkeit essenziell. Ich erwarte von einem Kosmetikhersteller und -anbieter beispielsweise, dass dieser seit Jahrzehnten in dem Bereich tätig ist und u. a. ausgebildete Pharmazeuten/Apotheker/Chemiker beschäftigt, sonst kann es passieren, dass der Kunde (z. B. eine Apotheke) mehr und besser ausgebildetes Personal vorhält als der deutsche Hersteller/Inverkehrbringer. So ein Kosmetikhersteller hat selbstverständlich auch ein Labor zur Qualitätskontrolle und ist nach ISO 9000 zertifiziert.

Dein Nachname ist türkisch, du hast Erfahrung mit Auslandsimmobilien in der Türkei und sicherlich beste Voraussetzungen für einen guten Zugang zur türkischen Community in Deutschland. Ich sehe deine Produkte im ersten Aufschlag eher bei solchen Friseuren, Nagelstudios und Kosmetiksalons erfolgreich platziert, die türkisch geprägt sind und das sind sicherlich eine ganze Menge. Diese sind sicherlich auf offener für solche Sonderlocken wie Kühlschrank & Co. als der eingefahrene stationäre urdeutsche Einzelhändler.

Ich wünsche dir viel Erfolg mit deiner Kosmetik-Linie.

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Re: Konditionen, Produkteinführung und Vertrieb

Beitrag von Kunstfehler » 10. Nov 2019 12:42

Hallo kreien,

erst einmal großes Lob an das kritische, konstruktive Feedback mit viel Input.
Ich versuche mal die Punkte abzuarbeiten bzw. Stellung zu nehmen.

Die Marke steckt in der Neubeantragung diverser Klassen, also in Arbeit.
Über die Kritik zum Webdesign: Muss ich so annehmen, mir ankreiden und wohl nochmal definitiv ran.

Bzgl. Adresse in Bremen, Bezahlung Paypal etc., wird noch alles entfernt, da ich nicht beabsichtige von nem Gewerbebüro aus an Endkunden zu verkaufen.

Bei dem Youtubevideo bin ich mir rechtlich sehr unsicher, kläre ich nochmal, weil das Video nicht unser Produkt bewirbt, sondern in der Aufführung von Rohstoffen, eine Wirkungsweise eines einzelnes Rohstoffs aufzeigt….


Zu den USP sollte der Text eigentlich erkennbar hergeben, aber auch daran wird noch optimiert.

Produktionsangaben, Zertifizierungen usw. sind unter unsere Rohstoffe angegeben, aber ja das könnte evtl. noch deutlicher präsentiert werden auch mit der Nennung unser Partnerlabore, Lieferanten, Erzeuger etc.

Aber bitte nur eines zur Klarstellung, ein Produkt , eine Branche etc. von einem Nachnamen abhängig machen? Zitat „warum soll ich bei den Gülcan kaufen?“ Ein Produkt ethnisch vermarkten, weil es damit auch noch meist negativ politisch assoiziert wird? Ich bin geborener Hamburger, mit deutschen Eltern und wurde mit 12 Vollwaise, bin in einer türkischstämmigen Pflegefamilie groß geworden und in einer Jugend-WG, habe dann aus Liebe vor 25 Jahren eingeheiratet, soll ich deshalb nun diese Schiene fahren wie empfohlen, statt breit gefächert? Ich sehe leider schon das aktuelle Vorurteile berechtigt oder unberechtigt sich nicht gerade positiv auswirken, soll ich jetzt eine Namensänderung beantragen?

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Re: Konditionen, Produkteinführung und Vertrieb

Beitrag von kreien » 10. Nov 2019 14:36

Kunstfehler hat geschrieben:
10. Nov 2019 12:42
Aber bitte nur eines zur Klarstellung, ein Produkt , eine Branche etc. von einem Nachnamen abhängig machen? Zitat „warum soll ich bei den Gülcan kaufen?“ Ein Produkt ethnisch vermarkten, weil es damit auch noch meist negativ politisch assoiziert wird? Ich bin geborener Hamburger, mit deutschen Eltern und wurde mit 12 Vollwaise, bin in einer türkischstämmigen Pflegefamilie groß geworden und in einer Jugend-WG, habe dann aus Liebe vor 25 Jahren eingeheiratet, soll ich deshalb nun diese Schiene fahren wie empfohlen, statt breit gefächert? Ich sehe leider schon das aktuelle Vorurteile berechtigt oder unberechtigt sich nicht gerade positiv auswirken, soll ich jetzt eine Namensänderung beantragen?
Da bin ich von einer anderen Ausgangslage ausgegangen und bitte dies zu entschuldigen. Ich möchte dies näher erläutern: Meine Frau ist Filipina, die knüpfen z. B. irgendwelche - für Langnasen unergründliche und unlogische - schier unendlichen großen lose Netzwerke und kennen sich irgendwie alle, zig von denen machen Avon Beratung, Tupper oder andere Dinge innerhalb ihrer Netzwerke (leider auch so einen Müll, wie MLM oder komplexe Immobilienbeteilungen à la Time-Sharing - wohlwissend, dass Immobilienerwerb auf den Philippinen legal für Ausländer nicht so ohne Weiteres geht). So eine Konstellation wäre vertriebstechnisch eine zusätzliche gute Ausgangssituation. Wer ethnisch (hier türkisch) in einer ähnlichen Community gut vernetzt ist, hat eine Ausgangslage, die er (zusätzlich) positiv nutzen kann - sehe dies als Geschenk und nicht als negative Konnotation.

Ich wohne in einer Großstadt im Rhein-Main-Gebiet mit ca. 60 % Ausländeranteil, davon ca. 11 % der 100.000 Einwohner türkischstämmig. Wir haben hier ganz viele Geschäfte im stationären Einzelhandel, die von Türken betrieben werden, im Bereich Kfz, Friseure, Gastro und Nahversorger haben diese hier ein totales Alleinstellungsmerkmal, darunter aber auch zig Apotheken, die in der Landessprache beratend tätig sind. Und wenn der sympathische Gülcan kommt, dann öffnen sich die Herzen der inhabergeführten türkischstämmigen Einzelhändler hier und so schließt sich der Kreis. Das ist ein denkbarer Vertriebskanal von vielen, du hast ja auch Immobilien in Istanbul gemacht, weil du bzw. dein Kreis da diesbezüglich besondere Expertise hat.

Du kommst aus der Kreativbranche, uns fehlt immer noch eine richtig tolle Story zur Produktlinie. Natürlich weißt du, dass es immer drauf ankommt, was man draus macht. Breit gefächert ist immer klug - ethnospezifische Alleinstellungsmerkmale zu kennen und für sich positiv zu nutzen ist so eine Art Schlüssel, und so möchte ich diesen Ratschlag verstanden wissen.

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Re: Konditionen, Produkteinführung und Vertrieb

Beitrag von Kunstfehler » 6. Dez 2019 22:00

Nabend und noch süßen Nikolaus. Sorry das ich mich jetzt erst wieder melde, mein Projekt kam ziemlich ins Stocken, weil meine Schwägerin leider letztens jung verstorben ist (39)Krebs und da das auch noch die Lieblingstante meiner Kids war, hat das jene und natürlich den Rest schwer mitgenommen. In der Zeit wo ich etwas freien Kopf hatte, habe ich weiter gearbeitet und nach besten Gewissen und Fleiß an diversen Punkten gearbeitet, die mir Dank euch vor Augen geführt wurden.

Zumindest hab ich heute angefangen regional schon mal die ersten Ads zu schalten zur Händler- bzw. Vertriebsakquise. Ich wünsche trotz der Onlineplatzhirsche jedem Seller ein erfolgreiches Weihnachtsgeschäft, besinnliche Feiertage und macht euch bitte nicht zuviel Stress, Gesundheit ist Luxus.

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Re: Konditionen, Produkteinführung und Vertrieb

Beitrag von mwp » 6. Dez 2019 23:08

Hi, ich hab mir jetzt hier nicht alles durchgelesen, aber einen Klick auf deine Seite gewagt. Schon das Logo hat mich dermaßen abgeschreckt, dass ich gar nicht weiter gesurft habe. Das sieht aus wie mit Word oder sowas erstellt. Passt für mich überhaupt nicht zu professioneller Kosmetik.

Wir "kennen" uns übrigens aus dem Abakus Forum und hatten 2008 mehrmals Kontakt. Das waren noch Zeiten :-)

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Re: Konditionen, Produkteinführung und Vertrieb

Beitrag von Kunstfehler » 6. Dez 2019 23:15

Schmunzel...ja 2008 war mitten in der Online-Goldgräberstimmung. Logo sicher Geschmackssache, zumal ich mit verschiedenen arbeite, allerdings schon einige Jahre aufm Buckel. Manche mögen Botox, manche mögen nicht zum Kühlschrank laufen man wird nie jeden Geschmack treffen können.

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Re: Konditionen, Produkteinführung und Vertrieb

Beitrag von Wolkenspiel » 7. Dez 2019 09:13

Auf dem Produktbild sind ja nun die Inhaltsstoffe zu sehen - wie ich mir anfangs schon dachte: eine Ölmischung mit ein paar Extrakten. Du solltest wirklich überlegen, DAS muss man nicht kühlen, das bekommt eigentlich jeder Hersteller ohne Kühlung hin. Ist wirklich kein Hexenwerk.
Das Logo vermittelt nicht den Eindruck, dass es sich um Naturkosmetik handelt, aber wenn du das gut findest, ist es ja in Ordnung. Nur muss es halt dem Kunden gefallen. Und die Emotionen, die bei NK nunmal verkauft werden, kommen hier überhaupt nicht rüber. Momentan assoziiert man damit eher ein PC-Spiel der 90er. (In den USA ist das laut google eine registrierte Marke im Bereich Telekommunkation). Ein Logo ist nie Geschmackssache.

Die 100 ml kosten 40 Tacken - kann man machen. Aber was ist das für eine Angabe in Klammern, die 7,58 Euro? Erst dachte ich, das soll der Grundpreis pro 100 ml sein, aber in der Flasche sind ja nur 100 ml.
Desweiteren rate ich Dir dringend, Deine Seite auf Werbung mit Selbstverständlichkeiten zu untersuchen. Die Fertigung nach GMP usw. - das ist doch gesetzlich vorgeschrieben, damit kannst Du nicht werben. Auch die Rechtschreibung und die Interpunktion sind prüfungswürdig.
Wenn ich nach Koozal google (was natürlich kein Kunde tun wird, die Suchbegriffe sind andere, von daher egal), kommt als erstes prominent eine Kunstgalerie. Das bist auch Du. Noch weiter unten, aber auch auf der ersten Seite der Suchergebnisse, erscheint eine Seite Cyberscan, die in Zusammenhang mit Deiner Seite von Datenlecks berichtet.
Dann fragst Du 2014 in einem Forum nach einer Möglichkeit, deine Kunstseite nach vorne zu bringen mit einem Text, der gar nicht geht, der aber auf der zweiten Seite von Google zu finden ist:
Hallo werte Mitglieder,
wir ( ein Haufen brotloser Künstler ;-) ) bräuchten mal objektive und konstruktive Tipps, Meinungen und Kritik. Unter der eingetragenen Marke kooZal, möchten wir versuchen unsere Kunst, Produkte und Dienstleistungen regional anzubieten, siehe http://www.koozal.de/
das geht dann noch ewig so weiter. Die Kritik, die dir damals dort entgegen schlug, ist dieselbe die man hier lesen kann in Bezug auf die Qualität deiner Seite.

Irgendwo weiter hinten kommt dann eine Senioren-Seite, auf der du einer Userin erklärst, warum du die "absoluten Qualitätsprodukte" nicht verschicken kannst (Kühlkette). Dieser Thread hier ist natürlich auch zu finden.
Ich an deiner Stelle würde dringend den Markennamen ändern. Aus verschiedenen Gründen.

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Re: Konditionen, Produkteinführung und Vertrieb

Beitrag von Kunstfehler » 7. Dez 2019 10:43

Danke für dein Statement und der Suche nach der Nadel im Heuhaufen (Reputationsmanagement). Und ich hatte so gehofft dich als Online-Händler zu gewinnen :-)
Wie du schon sagtest, es wird sicher kein Kunde nach dem Begriff koozal alleine suchen und wenn wissen die meisten ja wo die Suche aufhört, spätestestens auf Seite 1, besonders in der aktuellen Ausgabe von Search Mobil/Desktop. Altlasten , negative Kundenbewertungen etc. hat jeder, auch Großkonzerne, sonst wäre Reputationsmanagement als Dienstleistung nicht erfolgreich geworden über die Jahre. Zudem gibts noch nicht viel zu koozal oder koozal Naturkosmetik, was ja nun erst angegangen wird, je mehr Content, Pressemeldungen usw., verschieben sich auch Altlasten noch weiter nach hinten, wobei wie gesagt es immer noch wenig Zusammenhang mit dem Kosmetik Projekt gibt.

Zum Etikettenlogo, ist so bewußt gewählt worden, ich möchte auch die männliche und jüngere Zielgruppe ansprechen und ich erwähnte ja, ich arbeite mit verschiedenen Designs, kein Coperate Design sondern im Wechsel in den verschiedenen Werbeformaten etc.

Zur Rezeptur, da sind Stoffe drin die bis unter 5+Grad gekühlt werden müssten und per Liter mehr als 2,5K kosten, was unser Labor auf +8 erhöhen konnte und allgemein hat eine gekühlte Kosmetika aus diversen , nachgewiesenen Gründen seine Vorteile. Wenn es jeder Hersteller/ Konzern besser machen kann, warum macht ers denn nicht einfach? Stattdessen sehe ich überall Werbung aktuell von Bigplayern, wie z.B paar 1-2ml Sollbruchampullen in x Umverpackung zum umgerechnet hohen Preis per ml, mit bissl Hyaloron drin, oder Peptide wo keine Wirksamkeit bis jetzt nachgewiesen wurde, oder Vitamin C Vermarktung? Und der Markt strotzt vor ähnlichen oder noch fragwürdigeren Produkten.

Du kannst noch so oft unser Produkt als Gemisch abwerten, mit unseren Partnern die auch für 2 große Marken produzieren hat die Zusammenarbeit nicht zum Spaß so lange gedauert.

Den Kritikpunkt das ich die Webseite noch kein Lektorat unterzog nehme ich an, da kam wie gesagt ein wenig dazwischen.

Nur mal so als Denkanstoß allgemein, da viele in ihren Meinungsbild im Laufe ihrer Berufsjahre festgefahren sind. z.B. Werbeagenturen die immer allen Design predigen, aber so dermaßen um Kunden kämpfen, das auch schon viele dicht gemacht haben. Mein Kumpel hat jetzt letzte Jahre große wie kleine Unternehmen massiv mit Leads oder Traffic versorgt, von He....über Za...
Selbst meine Kleinigkeit hat bis 2018 mit mehreren Millionen Traffic im Monat x Riesen in den Serps hinter sich stehen lassen, allerdings war ich so schlau meine Gewinne in Auslandsimmobilien zu verbrennen.
Wenn Design z.B. alles ist, gibts da solch weise Zitate wie: Warum wurde Harry Potter 450Mio. mal verkauft, sicher wegen der Umverpackung.

Das ich in einen neuen Projekt noch stolpere und mir noch ein wenig in manchen Bereichen Erfahrung oder Manpower fehlt, da stehe ich zu. Jeder hat mal angefangen oder fängt mal wieder neu an. Die Disziplin aber durchzuhalten und immer wieder aufzustehen, meine persönliche berufliche Entwicklung (Angestellt oder Selbständig), nach Franchisepartnerschaft, nach 3 Läden, nach diversen beendeten oder laufenden Gewerbemodellen, trägt natürlich dazu bei Probleme aus dem Weg zu räumen.
Zuletzt geändert von Kunstfehler am 7. Dez 2019 11:08, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Konditionen, Produkteinführung und Vertrieb

Beitrag von Wolkenspiel » 7. Dez 2019 11:00

Ich werte es nicht ab. Aber ich habe die Inhaltsstoffe gesehen, die Du auf der Flasche ausweist und ich frage mich, was genau da das Problem ist. Wenn Du da wirklich was ganz neues, innovatives, tolles und hochwertiges drin hast, was im Verbund immer noch gekühlt werden muss, nehme ich alles zurück. Aber ich kann nichts sehen. :gruebel: Was ist es denn? Ist das so geheim, dass Du es nicht sagen darfst? Keine Angst, ich habe kein Interesse an Deiner Rezeptur, aber deklarieren musst Du es ja sowieso. Auch auf Webseiten, auf denen du es zum Verkauf anbietest. Von daher sind Inhaltsstoffe ja nie geheim.
Dein Partner ist ein Lohnhersteller, die arbeiten eigentlich fast immer mit den ganz Großen zusammen. Ich arbeite auch mit Lohnherstellern zusammen, die für die Großen arbeiten. Sind halt Lohnhersteller.
Kunstfehler hat geschrieben:
7. Dez 2019 10:43
Und ich hatte so gehofft dich als Online-Händler zu gewinnen :-)
Ich bin immer offen für gute, neue Produkte. Kein Thema. Aber gekühlt geht halt nicht.

Harry Potter ist ein Buch. Eine Geschichte. Ein Märchen. Eine Welt, in die man flüchten kann. Du verkaufst Kosmetik (und somit auch Emotionen). Da ist Design nunmal der halbe Verkauf. Kannst Du glauben oder nicht. Ändert nichts an der Tatsache.

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Re: Konditionen, Produkteinführung und Vertrieb

Beitrag von welpe » 7. Dez 2019 11:19

Wolkenspiel hat geschrieben:
7. Dez 2019 11:00


Harry Potter ist ein Buch. Eine Geschichte. Ein Märchen. Eine Welt, in die man flüchten kann.
Du zerstörst gerade meine Welt!

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Re: Konditionen, Produkteinführung und Vertrieb

Beitrag von bauti » 7. Dez 2019 15:27

Wolkenspiel hat geschrieben:
7. Dez 2019 09:13
Auf dem Produktbild sind ja nun die Inhaltsstoffe zu sehen - wie ich mir anfangs schon dachte: eine Ölmischung mit ein paar Extrakten. Du solltest wirklich überlegen, DAS muss man nicht kühlen, das bekommt eigentlich jeder Hersteller ohne Kühlung hin. Ist wirklich kein Hexenwerk.
Da du dich ja mit den Kosmetik wirklich gut auskennst gehe ich mal davon aus dass du recht hast und das Zeug nicht gekühlt werden muss. Man könnte daraus nun schlussfolgernd das dies dem OP ebenso bekannt sein müsste und es sich bei der Kühlung lediglich um einen Marketing Gag handelt um sich von anderen Produkten abzuheben und dem Kunden zu suggerieren dass es sich um ein ganz besonders tolles innovatives Produkt handelt. In Wirklichkeit ist es vielleicht einfach nur aus billigen Rohstoffen zusammen gemixt und es wird versucht das Produkt mit dem Marketinggag überteuert zu verkaufen. Wenn es so ist kann OP das aber natürlich nicht zugeben.

PS.: Wollte mir die Webseite ansehen, nachdem die Seite ca. 5 Min ohne Fortschritt geladen hat, habe ich aufgegeben.

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Re: Konditionen, Produkteinführung und Vertrieb

Beitrag von Wolkenspiel » 8. Dez 2019 08:58

Ich glaube nicht, dass dem so ist. Und dass es im Bereich Kosmetik hohe Margen gibt, ist auch nicht verwerflich.

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Re: Konditionen, Produkteinführung und Vertrieb

Beitrag von Kunstfehler » 8. Dez 2019 10:37

Nach Bautis Vermutung bzw. Unterstellung wollte ich mich eigentlich nicht rechtfertigen, aber ganz kommentarlos nun auch nicht stehen lassen.

Und danke erst einmal Wolkenspiel für ihr Kommentar.

Warum benutzen Kosmetikkonzerne ungerne Naturöle? In erster Linie wegen ihrer Haltbarkeit, weil sie wissen das bei manchen Produkten eine Zugabe von Vitamin E nicht ausreichend ist. Das kann nur umgangen werden mit chemischen Verbindungen oder Nanotechnologie. Für Kosmetikriesen sind Regalmeter und Listung, in möglichst dem gesamten Einzelhandel zwecks Gewinnmaximierung wichtig und daher ist es rein logisch, das sie an Entwicklungen die gesonderte Lagerformen etc. benötigen nicht arbeiten bzw. veröffentlichen.

Es gibt Rohstoffe, Gamma/ Linol,- Omegasäuren, Moleküle die bei geringster Sauerstoffzufuhr oder Wärmezufuhr beginnen zu oxidieren, sich zersetzen, ranzig werden oder in ihrer Wirksamkeit oder Haltbarkeit eingeschränkt werden. Wer googelt wird sogar fündig, das empfohlen wird sämtliche Kosmetika wie Cremes, Seren, Gele möglichst im Kühlschrank zu lagern, da schon Sonnenlicht durch das Badefenster oder Wasserdampf durchs Duschen chemische Prozesse auslösen kann.

Ich kann jetzt unsere Rezeptur auf Molekularbasis bzgl. einer Kühlung hier ausführlich rechtfertigen und sämtliche Dokumentationen, Bewertungen & Tests etc. veröffentlichen, denke aber das ich mir das wohl sparen kann.

Zur Kalkulation: Ja die Margen in der Kosmetik sind höher als im Lebensmitellbereich z.B., aber von Aussagen über billigste Rohstoffe wie Bauti vermutet und ich eher in Rezepturen bei einigen Bigplayern finde, möchte ich Abstand nehmen.
Im B2B gewähre ich nun bis zu 65% Handelspanne, kalkuliere doch mal annähernd mein Produktionskosten, Rohstoffkosten (wir sind nicht soweit 10tausende zu produzieren, das jene Kosten geringer werden) etc. und meine übrige eigene Marge. Für den Endkunden mag ein erhöhter aber immer noch fairer Preis heraus kommen, gerade wenn diverse Wettbewerbsprodukte teils das 2-3 fache kosten, sicher ist auch das es immer wen geben wird der etwas billiger vielleicht macht, aber auch hier muss Inhalt, Menge, Wirksamkeit etc. erst mal verglichen werden.

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Re: Konditionen, Produkteinführung und Vertrieb

Beitrag von bauti » 8. Dez 2019 14:24

Ich hätte mir meinen Post wohl sparen sollen. Ist natürlich reine Spekulation von mir...

Hohe Margen sind natürlich auch in meinen Augen nicht verwerflich. Was ich schon verwerflich finde sind Aussagen über Produkte welche nicht zutreffen. Sollte ein Kühlung wirklich nötig sein ist ja auch dies nicht der Fall. Mich wundert aber das Wolkenspiel (in meinen Augen ein echter Experte auf dem Gebiet) der Meinung ist dass dies nicht nötig ist. Vielleicht hat ja dein letzter Post die Meinung von Wolkenspiel geändert.

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Re: Konditionen, Produkteinführung und Vertrieb

Beitrag von welpe » 8. Dez 2019 14:56

Ist doch egal ob es nötig ist oder nicht.

So lange es sich dadurch besser verkauft :)

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Re: Konditionen, Produkteinführung und Vertrieb

Beitrag von Jeff_Bezos » 8. Dez 2019 19:32

Kunstfehler hat geschrieben:
8. Dez 2019 10:37
Ich kann jetzt unsere Rezeptur auf Molekularbasis bzgl. einer Kühlung hier ausführlich rechtfertigen und sämtliche Dokumentationen, Bewertungen & Tests etc. veröffentlichen, denke aber das ich mir das wohl sparen kann.
Oh, Schade. Ich hätte wischenschaftliches Interesse dran. Vor allem, nach dem Bild, welches für die Zellenerneuerung verwendet wurde. Wissen Sie eigentlich was dieser Aufnahme darstellt? :shock: :-?

Ich denke ich werde das Produkt nicht in meinem Marktplatz aufnehmen.

Gruß

Jeff

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