Aufwandkosten auf EK oder VK aufschlagen?

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nukular
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Aufwandkosten auf EK oder VK aufschlagen?

Beitrag von nukular » 13. Aug 2019 14:54

Hi,

es ist wohl beides möglich.
Mich würde interessieren wie Ihr das macht.

Zum Beispiel...

Variante 1 - vom Einkaufsvolumen.
Einkaufvolumen = 1 mio Euro
Kosten (Löhne, Miete, Verpackungsmaterialien) = 200.000 Euro

Ergibt 20% Kostenanteil für dieses Einkaufsvolumen.

Somit würde ich in der Kalkulation auf den Artikel Einkaufspreis 20% aufschlagen.


Variante 2 - vom Verkaufsvolumen.
Verkaufsvolumen = 2 mio Euro
Kosten (Löhne, Miete, Verpackungsmaterialien) = 200.000 Euro

Ergibt 10% Kostenanteil für dieses Verkaufsvolumen.

Somit würde ich in der Kalkulation auf den Artikel Verkaufspreis 10% aufschlagen.


Welche Variante nutzt ihr bei euch?



regalboy
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Re: Aufwandkosten auf EK oder VK aufschlagen?

Beitrag von regalboy » 13. Aug 2019 14:55

Bei Variante 2 meinst du sicherlich 10% aufschlagen.

Ist aber auch für mich eine ziemlich unsinnige Variante, weil der Verkaufspreis ja immer vom Einkaufspreis abhängt und du irgendwie den Verkaufspreis ja bilden musst.

nukular
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Re: Aufwandkosten auf EK oder VK aufschlagen?

Beitrag von nukular » 13. Aug 2019 15:08

regalboy hat geschrieben:
13. Aug 2019 14:55
Bei Variante 2 meinst du sicherlich 10% aufschlagen.

Ist aber auch für mich eine ziemlich unsinnige Variante, weil der Verkaufspreis ja immer vom Einkaufspreis abhängt und du irgendwie den Verkaufspreis ja bilden musst.
da warst du schneller als ich es verbessert habe ;)

ja 10% meine ich.

Sehe es auch so, dass Variante 2 eher Unsinn ist.

nukular
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Re: Aufwandkosten auf EK oder VK aufschlagen?

Beitrag von nukular » 14. Aug 2019 12:17

Irgendwie rechnet sich das meiner Meinung nach besser, wnen man das nicht prozentual sondern in fetsen Werten aufschlägt.

regalboy
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Re: Aufwandkosten auf EK oder VK aufschlagen?

Beitrag von regalboy » 14. Aug 2019 12:23

nukular hat geschrieben:
14. Aug 2019 12:17
Irgendwie rechnet sich das meiner Meinung nach besser, wnen man das nicht prozentual sondern in fetsen Werten aufschlägt.
Klappt aber nur wenn man vergleichbar(e) teure Artikel hat.

Wenn du einen Durchschnittsaufschlag von 5,- Euro hast, soll dann auf jeden 1,- Euro Schalter, jedes 500,- Euro Handy und jede 10.000,- Euro Rolex 5,- Euro aufgeschlagen werden?

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Re: Aufwandkosten auf EK oder VK aufschlagen?

Beitrag von nukular » 14. Aug 2019 12:40

das ist klar...

ich hab jetzt aber mal gerechnet...
Bei Variante 1 müsste ich rund 26% auf den EK aufschlagen um die firmeninternen Kosten zu decken. Da sind noch keine Plattformgebühren und noch kein DHL dabei.

Zum Vergleich habe ich mal unsere aktuellen Kosten von 2019 durch die verkaufte Stückzahl an Artikeln verkauft...
Danach müsste ich rund 0,86 Euro aufschlagen um die Kosten zu decken (hier auch ohne Gebühren und DHL).

Wenn ich nun ein EK von 20 Euro nehme sind 26% Aufschlag 5,20 Euro.
Nach der anderen Rechnung eben nur 86 cent.

Also mir kommt diese prozentuale Variante extrem zu hoch vor.

Vielleicht hab ich auch irgendwo n Fehler?

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Re: Aufwandkosten auf EK oder VK aufschlagen?

Beitrag von Ramrod » 15. Aug 2019 13:35

Warum sollte da ein Fehler drinn sein, wenn auch die laufenden Kosten vom Betrieb aufgeschlagen werden?
Verkaufsprovision ist ja bekannt und muss aufgeschlagen werden, das ergibt sich ja von selbst.
Ist zwar eine sehr komische Berechnung aber kann natürlich auch so gemacht werden.
Versand wird entweder extra vom Kunden bezahlt oder ist im Artikelpreis drinne, wo sollte denn da ein Problem sein.

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Re: Aufwandkosten auf EK oder VK aufschlagen?

Beitrag von nukular » 15. Aug 2019 14:13

ja iss mir klar ;)

ich verstehe nur nicht den brutalen Unterschied zwischen den 86 cent und den 26% als Aufschlag. 26% ist den den allermeisten Fällen deutlich mehr als 86 cent.

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Re: Aufwandkosten auf EK oder VK aufschlagen?

Beitrag von Bene » 15. Aug 2019 16:49

Ich würde das Pro "1Euro" EK Rechnen.
Klingt im Ersten Moment zwar Doof aber so lassen sich die Fixkosten besser verteilen.
Also ein kleinpreisiges Produkt deckt weniger Fisxkosten ab als ein hochpreisiges.
Was natürlich von der Spreizung der Warengruppen abhängt.
Bei mir geht das von 6€ bis 2000€ EK.

Auf der anderen Seite stellt sich natürlich die Frage was man verlangen kann.
Ich habe ein paar Artikel die kann ich zum 4fachen es EK verkaufen. juhu
Und andere der gleichen Warengruppe mit gerade mal 10% Aufschlag. :durchdreh:

Aber um eben die Fixkosten einpreisen zu können, fahre ich so sehr gut.
Mit einer Excel Tabelle ist das auch kein Hexenwerk.

Mfg B.

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Re: Aufwandkosten auf EK oder VK aufschlagen?

Beitrag von AndreM93 » 16. Aug 2019 07:37

nukular hat geschrieben:
14. Aug 2019 12:40
Wenn ich nun ein EK von 20 Euro nehme sind 26% Aufschlag 5,20 Euro.
Nach der anderen Rechnung eben nur 86 cent.

Also mir kommt diese prozentuale Variante extrem zu hoch vor.

Vielleicht hab ich auch irgendwo n Fehler?
Dann dürfte dein durchschnittlicher EK wohl bei ~ 3,30 € liegen. Ansonsten haste dich irgendwo verrechnet...

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Re: Aufwandkosten auf EK oder VK aufschlagen?

Beitrag von nukular » 16. Aug 2019 08:44

Das könnte als Durchschnitts EK sogar hinkommen.

Verrechnet eher nicht... wenn dann generell was falsch gemacht.

Ich kann jedenfalls bei nem EK von 20 Euro keine 5,20 Euro aufschlagen. Dazu kämen ja dann noch Verkaufsgebühren, Versand usw... Das ergäbe utopisch hohe Mondpreise.

Natürlich wäre ein % Wert viel besser als Aufschlag, eben wegen der unetrschiedlich hohen EKs usw... aber wie gesagt 26% oder sogar 15% sind viel zu viel.

Ich wüsste aber nicht wo mein Fehler liegt.

Bei Variante 1 habe ich unsere Kosten durch das netto EK Volumen geteilt. Das ergibt dann den prozentualen Wert.

Bei der 3. Variante habe ich die Kosten durch die verkaufte Stückzahl an Artikeln geteilt. Das gibt dann den festen Euro Wert als Aufschlag.

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Re: Aufwandkosten auf EK oder VK aufschlagen?

Beitrag von Ramrod » 16. Aug 2019 12:35

Warum ergibt das Mondpreise?
Wenn der EK so ist, dann muss halt der VK dann so sein.
5,20€ halte Ich sogar noch für zu niedrig, bei Versandgebühren von ca. 3,50€ + Provision und dann noch Gewinn, bleibt ja gar Nix übrig für andere Ausgaben.

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Re: Aufwandkosten auf EK oder VK aufschlagen?

Beitrag von nukular » 16. Aug 2019 12:41

Ramrod hat geschrieben:
16. Aug 2019 12:35
Warum ergibt das Mondpreise?
Wenn der EK so ist, dann muss halt der VK dann so sein.
5,20€ halte Ich sogar noch für zu niedrig, bei Versandgebühren von ca. 3,50€ + Provision und dann noch Gewinn, bleibt ja gar Nix übrig für andere Ausgaben.
wie gesagt... der Aufschlag ist OHNE Versandkosten und ohne Plattformgebühren

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