Magento wird vom Adobe aufgekauft

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Claudius
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Magento wird vom Adobe aufgekauft

Beitrag von Claudius » 22. Mai 2018 16:12

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cashew
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Re: Magento wird vom Adobe aufgekauft

Beitrag von cashew » 15. Okt 2018 09:46

Als Magento 1 User (wir müssen definitiv umziehen.- Aber haben nicht vor auf Mage2) finden wir das beunruhigend. Wir vermuten, dass früh oder später Magento2 fallengelassen wird und Adobe sich nur noch auf die "Profitable" Enterprise Geschichte fokussiert. Die Community dann evtl. in die Cloud "verbannt" und nur noch gegen teures Geld wie jetzt deren Ihre Lizenzen verkauft werden, umgeswichted wird.

Daher die Frage hier - hat schon jemand Magento auf ein anderes umgeswitched ? Shopare schauen wir uns an, finden es aber im Vergleich zu Magento "teuer". JTL Shop wäre auch eine Alternative.

Was denken die anderen Insassen hier ?

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Woody-HH
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Re: Magento wird vom Adobe aufgekauft

Beitrag von Woody-HH » 15. Okt 2018 15:50

Dieser "Insasse" meint immer noch und entgegen aller Schlechtrederei dass xt-Commerce 5.1 einen Blick wert ist.

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Re: Magento wird vom Adobe aufgekauft

Beitrag von Casper » 15. Okt 2018 21:10

Woody-HH hat geschrieben:
15. Okt 2018 15:50
Dieser "Insasse" meint immer noch und entgegen aller Schlechtrederei dass xt-Commerce 5.1 einen Blick wert ist.
Es ist sicher einen Blick wert, aber wenn man xt und die forks kennt und danach mit Magento gearbeitet hat, kommt einem xt wie ein Rückschritt vor.

Bei der Kassenzone gab es letztens ein guten Beitrag mit R. Neitzel zum Thema Adobe und Magento. Ebenfalls lesenswert der Beitrag bei t3n.
Es steht noch nicht fest was mit Magento1 passiert. Vielleicht kommt eine Agentur die groß genug ist und nimmt sich dieser Version nach Juni 2020 an. Ich halte das für warscheinlich. Ansonsten, Magento hat gerade einen offiziellen patch für M1 und PHP 7.2 rausgegeben. Der kommt ursprünglich auch von einer Argentur. Adobe ist die Entwickler Community nicht egal, aber 1,68 Mrd. Euro gibt man natürlich nicht zum Spass aus.

Alternative falls sonst nichts auftaucht ist Sylius, sofern man Web-Affin ist.

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Re: Magento wird vom Adobe aufgekauft

Beitrag von cmayr@descartes.com » 16. Okt 2018 17:30

Huh? Shopware im Vergleich zu Magento 'teuer' ..? Wie darf man(n) das denn verstehen ..?

Also, Shopware kann ich als Community Edition für 'kostnix' ziehen, dann hole ich mir irgendwo 'n kleines Hosting-Paket für'n paar Taler im Monat, schubse per FTP das Shopware-Paket hoch, richte 'ne SQL-Datenbank ein und starte das Installationsprogramm und 4-5 Minuten später habe ich einen lauffähigen, fix- und fertigen Shop und kann nun Extensions/Plugins installieren und mich mit der Template-Engine vertraut machen oder mir für'n paar weitere Taler 'n hübsches Design holen und das in p'shop nach meinen Wünschen anpassen. Läuft. Und das Backend - ich zitiere mal einen Interessenten von letzter Woche - 'ist ja selbsterklärend einfach'.

Magento 1.x oder 2.x hingegen hat i.d.R. riesigen Hunger auf Ressourcen, die Datenbank ist eine Wissenschaft für sich und wenngleich ich mit den Templates gerade noch zurecht kommen würde, würde ich bei der Implementierung von Plugins am liebsten 'ne Agentur anheuern, weil ich zu viele Möglichkeiten sehe, da etwas falsch zu machen. Und hoffentlich habe ich bei der Erst-Installation nicht versehentlich die klassische Magento-Variante installiert und nicht die lokalisierte, deutsche Version (die ferner auch von einer Agentur und nicht vom Hersteller für die 1.xer umgesetzt wurde), denn dann freuen sich die Kunden über Steuer-Chaos.

Ja, ist subjektive Wahrnehmung, aber ich halte Magento für wesentlich komplexer, komplizierter und wartungsunfreundlicher und teurer als Shopware, selbst wenn ich auf die kostenfreie Magento-Version gegangen wäre. Zeigt sich auch ganz gern am Preisniveau seriöser Agenturen. Gefühlt darf man pauschal einen Aufschlag verlangen, wenn man sich mit Magento auskennt.

Zurück zum Thema: Selbst _wenn_ Adobe den Support und die Entwicklung von Magento mittelfristig einstellen würde, heißt das nicht, dass man damit auch Angst um seinen Shop zu haben braucht. Sofern das System störungssicher ist und über keine Datenlecks verfügt, kann man das auch noch sehr lange laufen lassen und sich damit in aller Ruhe um die Migration zu einem anderen Shop-System kümmern. Und Shop-Systeme unterliegen auch dem Wandel der Zeit:

Gab's früher eigentlich _nur_ osCommerce, entstand dann der eingedeutschte xt-Klon und daraus dann zahlreiche Forks, dann hat sich Oxid extrem etabliert und wer die Ultra-Professionalität wollte, hat sich 'hybris' geholt (im übrigen ja auch aufgekauft und weiterhin erfolgreich), 'Intershop' war irgendwie nur als Marke bekannt für die ganz großen Brands, ePages und Websale dümpelten irgendwie vor sich hin und dann hat sich Shopware zunehmend stärker etabliert, während in jüngster Zeit nun WooCommerce wie auch Shopify immer beliebter werden. Es gilt, auch hier die Anforderungen und Wünsche mit der Leistungsfähigkeit und Skalierbarkeit der Systeme abzugleichen. So mancher Mono-Brand mit 5-6 Artikeln im Sortiment kann nichts besser machen, als auf Woo zu setzen, andere hingegen haben komplexe Algorithmen und Logiken, Mehrsprachigkeit und Mehrwährungsfähigkeit, Produkt-Konfiguratoren bis hin zu Dropshipping-Features als Anforderung und da würde Woo dem Kragen platzen, dazu braucht man ein anderes System. Oder eines der hier genannten Systeme kommt an die Kapazitätsgrenze, was die effiziente Verwaltung der Produktdaten betrifft oder knickt selbst auf 'nem vernünftigen Server und unter Clustering mehrerer Maschinen in der Saison ein - dann muss man zeitnah handeln und ein anderes System nutzen (einem unserer Kunden passiert, der mittlerweile tatsächlich auf den berühmten Exoten 'Intershop' setzt).

Also, ne, kurzum, ich würde jetzt einfach mal durchatmen und mir vorerst keine Sorgen machen, zumal - wie hier auch angesprochen - Adobe jetzt nicht DHD ist und mal fix Geld verbrennt und ein Produkt morgen vom Markt nimmt. Und selbst wenn es so wäre, das Produkt per se läuft ja trotzdem weiter und viele Agenturen werden auch noch im Verlauf der kommenden Jahre bei Sicherheits-Patches helfen können und sich damit ihren Lebensunterhalt sichern, wenn in offizieller Support eingestellt werden würde. Also, ruhig bleiben, zwar in die Zukunft blicken und planen, aber wenn Magento heute den Anforderungen Genüge trägt, gibt's keinen Grund, heute schon an den Wechsel zu denken. Und bei dem Wechsel können dann Agenturen helfen oder man nutzt ein PIM wie TB'One oder Brickfox, zapft einmal den Shop an, extrahiert die Sortimentsdaten (beispielsweise) und füttert dann damit das neue System. Und Kundendaten sollten im Idealfall ja ohnehin in der WaWi liegen.
;)

(P.S. So sehr JTL hier auch beliebt ist und zu recht viele Nutzer begeistert, bitte vorher prüfen, wie kompliziert es werden würde, die bestehenden Systeme (WaWi, FiBu/Faktura, Dispostion, CRM/Ticket. etc.pp?) an einen JTL-_Shop_ anzubinden, denn der scheint mir nicht ganz so schnittstellenfreundlich zu sein wie das WMS und die WaWi. Zumindest wurde mir das so auch durch den Hersteller mitgeteilt und etwa über Druck-Funktionen (!) Bestellungen in die WaWi zu importieren, ist auch nicht so der komfortabelste Weg, sofern ihr nicht die hauseigene WaWi einsetzt - da scheint dann alles aus einem Guss zu sein)

cashew
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Re: Magento wird vom Adobe aufgekauft

Beitrag von cashew » 17. Okt 2018 09:58

Vielen Dank für die interessante und ausführliche Erläuterung. Weiss ich sehr zu schätzen zumal die "eigentliche" Arbeit dabei auf der Strecke bleibt.

Wir werden jetzt nun bis Mitte / Ende 19 den shop(Umzug) verschieben. Wir sind nicht sooo groß mit "nur" 700 Artikeln daher könnte lt. erste Abschätzung einer Agentur das ganze in ca. 30-50 MannTage abgeschlossen werden.

Magento finde ich desewegen interessant, da es eine sehr große Auswahl an Modulen hat die von anderen nicht geboten werden (auch wenn man sie nicht braucht) sowie nicht diese monatliche Lizenzgebühren hat für jedes Modul. Vielleicht auch eine Milchmädchenrechnung da ein Magento shop auf eine Laufzeit 5-10 Jahren gerechnet mehr oder weniger genau so viel kostet wie eine Shopware mit den Lizenzen.

Die große Angst bei Magento1 ist eben diese update mit dem Patches und Sicherheitslücken. Daher die erste Panikattacke schon vor paar Monaten und glücklicherweise nun kein Herzinfarkt bis Mitte 2020.

Weiterer Vorteil eben auch durch die große Anzahl der Community Mitglieder. Bei shopware und JTL ist man ja (mehr oder weniger) an den Anbieter gebunden. Und wer möchte sich gerne "fix" binden.

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