ehem. Munitionsbunker als Lagerhalle

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dipling
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ehem. Munitionsbunker als Lagerhalle

Hallo zusammen,

wir platzen aus allen Nähten, jedoch hauptsächlich auf Grund diverser Anschaffungen in Richtung Kartonagen, sonst. Verpackungsmaterial sowie bei größeren Lieferungen, die jedoch oft nicht innerhalb weniger Monate sondern eher innerhalb ca. 1 Jahres abverkauft sind. Ist aber auf Grund der Lagerbarkeit und den Einkaufskonditionen so wirtschaftlicher.

Jetzt möchten wir uns eine Art Zwischen- Puffer oder Auffülllager "anschaffen" bzw. anmieten. Auf Grund der Geschichte in der Region gab es bei uns viele Einrichtungen der US-Army nach dem WW2, die dann nach dem Abzug der Truppen an Privatleute verkauft wurde. Dazu gehört auch ein ehem. Munitionsdepot mit etlichen ehem. Munitionsbunkern. Diese sind in/unter Erde bzw. halb darunter und mit Bäumen/sonst. Vegetation bewachsen aus dicken Stahl-Betonmauern inkl. Belüftung (1x oben, 2x unten links und rechts diagonal gegenüber), großem Stahltor und ca. 100m², ca. 4m hoch. Das wäre für unsere Belange optimal um z.B. auch mit Palettenlagern zu arbeiten. Leider gibt es dort nur Strom per PV-Anlage mit Akkuspeicher für die Beleuchtung. Würden fürs Umschlagen/Abladen unseren mechanischen Hochhubwagen dort hinstellen bzw. auch mal in Richtung Gas-Gabelstapler schielen. Bunker ist auf einem bewachten Gelände, super erreichbar, in Autobahnnähe, bezahlbar und wenn es mal für Munition gut war, denke ich kann es für Karton & Co. nicht so verkehrt sein. Bis sich diese unglaubliche Masse stark erwärmt oder abkühlt, ist der Sommer bzw. Winter wieder rum. So meine Denkweise bzgl. dem Klima innen, wenn man nicht gerade den ganzen Tag das Tor offen stehen lässt.

Meine Frage:
Hat jemand Erfahrung damit, was man beachten muss? Gerade in Hinblick auf unsere Kartonagen, usw. was die Feuchtigkeit angeht. Wir haben unsere Kartonagen bislang in unserer beheizbaren (aber nicht durchgehend beheizten) Halle inkl. Keller gelagert. Da waren es unten gut und gerne locker 80% rel. Feuchte bei ca. 5°C bzw. im EG in der knackigen Zeit vor Weihnachten jetzt auch mal knapp über 0°C, wenn man den Frostwächter der Heizung (Gebläse-Wärmepumpe) nicht aktiviert hatte.
Wir hatten bislang aber keine Probleme mit Schimmel oder feuchten Kartons, o.ä. Auch lagern wir dort größere Artikelkartons (befüllt mit Ware), die ebenfalls nicht feucht oder gar schimmlig sind/wurden.

Ich bin leider kein Bauingenieur, deshalb habe ich da immer etwas Bedenken, weil 80-90% doch ja nahezu Außenklima ist. Evtl. kann hier jemand etwas ins Detail gehen und uns aufklären, wir schauen das Lager diese Woche an.


Gruß
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monami
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Re: ehem. Munitionsbunker als Lagerhalle

dipling hat geschrieben: 9. Jan 2023 16:20 Ich bin leider kein Bauingenieur, deshalb habe ich da immer etwas Bedenken, weil 80-90% doch ja nahezu Außenklima ist. Evtl. kann hier jemand etwas ins Detail gehen und uns aufklären, wir schauen das Lager diese Woche an.
Kannst Du ggf andere Mieter in Erfahrung bringen, die dort so einen Bunker gemietet haben? Oder direkt beim Vermieter nachfragen? Ansonsten kannst Du in den Bunker nochmal nen Container reinstellen, der dann von den Umwelteinflüssen doch etwas abschirm. Doof weil zweimal umbaut, könnte aber gehen....
“Klar kann ich das! Ich hab's nur noch nie gemacht.”
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dipling
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Re: ehem. Munitionsbunker als Lagerhalle

Ja der Vermieter sagt, dass andere Mieter z.B. auch Baumaterial, Betonsäcke, usw. lagern. Wenn ich dann Palettenweise Schimmelkartons habe, ersetzt er mir die natürlich trotzdem nicht=)
Läuft leider über einen Gewerbemakler, die Prov. kommt also auch noch drauf, aber bleibt trotzdem interessant.

Dachte halt dass wir hier gerade im Bereich Berlin & Co. Kollegen haben, die auch sowas als Lager nutzen. Also echte ehem. Lager- bzw. Munitionsbunker.

Ich nehme zwar ein Hygrometer mit, aber es bleibt die Ungewissheit.
Gruß
Wollomo
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Re: ehem. Munitionsbunker als Lagerhalle

Ich hätte jetzt keine großen bedenken, warum auch?
Ich kann mir den Bunker jetzt nicht bildlich vorstellen. Nach deiner Beschreibung, könnte ich mir zur Sicherheit einen kleinen Lüfter vorstellen der irgendwie über eine einfach Balkon PV Anlage läuft vorstellen. Das würde dir ein wenig Luftzirkulation verschaffen.

Bei meinen Lehrbetrieb haben wir in einer alten aber sauberen Scheune ca. 50 Paletten Kartonagen gelagert. Das Gebäude war dicht aber nicht isoliert. Ich kann mich an keine Probleme erinnern.
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dipling
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Re: ehem. Munitionsbunker als Lagerhalle

Ich nehme an die waren blank und nicht in Folie & Co wegen Schwitzwasser?
Gruß
p.albrecht
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Re: ehem. Munitionsbunker als Lagerhalle

Moin,
da wir derzeit vor einer ähnlichen Herausforderung stehen (ausschließlich Verpackungsmittel) hänge ich mich hier einmal mit rein.

Hast du als Alternative mal die Lagerung in (gebrauchten) Seecontainern durchgespielt? Sofern es sich um "identische" Ware in großen Mengen handelt, mit denen zumindest ein halber Container (20 Fuß) gefüllt werden kann, sollte es neben den Einmal-Kosten eine ziemlich preiswerte Nummer werden. Eine Freifläche zum Abstellen sollte sich in jeder Region Deutschlands finden (auch verkehrsgünstig, sofern notwendig).

Viele Grüße,
Peter
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dipling
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Re: ehem. Munitionsbunker als Lagerhalle

Haben wir schon des öfteren, allerdings ist genau die Stellfläche das Problem. Geeignete Stellen sind teilweise so sehr am **ach der Welt, dass du trotzdem länger unterwegs bist + meist unwegsameres Gelände, eher nix für ne vernünftige LKW-Entladung, Staplerfahrweg, etc.

Und dann ist es nicht unbedingt soviel gleichartige Ware, dass man sich den Platz im 6m Container zu stellt. Side-Door Container sind wieder wesentlich teurer und der Platzbedarf davor, macht die Suche zusätzlich schwer.
Es ist wirklich nicht einfach, auch mal nur 100-150m2 Kaltlager zu finden.
Gruß
p.albrecht
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Re: ehem. Munitionsbunker als Lagerhalle

Und wenn ihr diese (temporären) Überschüsse bei einer Spedition einlagert? 120 - 150m2 sind ja noch einigermaßen überschaubar. Dann müsstet ihr euch auch nicht um irgendwelche Gerätschaften, Vor-Ort-Personal etc. kümmern (und habt je nach dem auch die Shuttle zu euch preiswert drin).
Übliche Abrechnung ist dann pro Beladung, Entladung und (zumindest bei uns) eingelagerte Palette pro angefangenen Monat - andere rechnen dann pro Werktag ab.

Sorry dass ich vom eigentlichen Thema etwas abweiche, aber hier in der Region sind mir keine alten Munitionslager bekannt :winken:
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dipling
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Re: ehem. Munitionsbunker als Lagerhalle

Ja das haben wir nicht weit von uns. Allerdings wollen wie immer eigenen Zugang und nicht alles auf Palette verschnüren. Ist wirklich unterschiedlichste Ware und je nachdem auch ein paar Betriebsmittel, die wir nur benötigen wenn bestimmte Ware eintrifft. Das ist einfach zu viel hin und her, soll schon was "eigenes" sein.
Gruß
fuzzy
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Re: ehem. Munitionsbunker als Lagerhalle

Ich habe Kartonagen sowohl in einer unbeheizten Halle als auch in einem unbeheizten Weltkriegsbunker (EG) gelagert, bislang noch keine Probleme mit Schimmel. Meine Lagerflächen haben allerdings keine Außenwand.
Außerdem habe ich noch eine unbeheizte UG-Lagerfläche, da ebenfalls kein Schimmel.

Ich lagere das Zeug allerdings nicht jahrelang, nach einigen Monaten sind die Kartonagen weg und durch neue ersetzt.
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Re: ehem. Munitionsbunker als Lagerhalle

Vor einer "Anschaffung" würde ich mich noch mal bzgl. evtl. Bodenverunreinigungen schlau machen. Wer weiß, was da wie gelagert wurde ...
Wollomo
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Re: ehem. Munitionsbunker als Lagerhalle

dipling hat geschrieben: 9. Jan 2023 17:22 Ich nehme an die waren blank und nicht in Folie & Co wegen Schwitzwasser?
Teilweise! Entweder Blank und nur umreift oder in Strechfolie gewickelt.
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