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BeitragVerfasst: Di 19. Juni 2018, 00:02 
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Technokrat hat geschrieben:
Die Bild hat das Thema Retouren zu einem akademischen Grad erhoben - und kurzerhand den Retourenforscher erfunden:

https://www.bild.de/geld/wirtschaft/pak ... .bild.html


Ist bei der BILD doch normal :D


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BeitragVerfasst: Di 19. Juni 2018, 10:46 
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Hauptsache sich lustig machen - ist wohl der neue Zeitgeist :gruebel:

Der gute Mann "forscht" wirklich im Bereich Retourenmanagement:
https://www.uni-bamberg.de/pul/lehrstuh ... -asdecker/

Und er hat auch mehrere Bücher, sowie Artikel für Fachzeitschriften zu diesem Thema geschrieben.


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BeitragVerfasst: Di 19. Juni 2018, 10:54 
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Okay, wieder was gelernt. Ich hatte Google nicht bemüht. Retourenforscher!


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BeitragVerfasst: Di 19. Juni 2018, 13:50 
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Technokrat hat geschrieben:
obwohl auch hier viele Kinder in absolut armen Verhältnissen aufwachsen und sich vermutlich darüber freuen würden.

Na ja, selbst beim Thema Armut leben wir in Deutschland eigentlich im Luxus. Kleiderspenden (original verpackte, ungetragene Neuware, 2 Jahre alt) werden abgelehnt, weil "das zieht heutzutage doch keiner an, bingen Sie's doch in die Tonne", Sachspenden (Möbel, gut erhalten) werden ebenso abgelehnt oder mit "aber nur, wenn Sie's selbst vorbeibringen - wir können doch das Zeug nicht auch noch abholen" beschieden, von Geschirr ganz zu schweigen ("nur ohne Gebrauchsspuren und nur vollständige Sets"), oder gar einer Kiste voll Musik-CDs ("oooch, da müsten wir ja erst alles aussortieren, da ist ja so viel Mist dabei"), und die Liste lässt sich beliebig verlängern.
Klar, die Liste der Spendenbettler wird immer länger - und wir geben gerne und unterstützen viele mit Kondomspenden - aber immer häufiger kommt dann eben auch totales Unverständnis und Zurückweisung, wenn der Versand selbst bezahlt oder eine Abholung organisiert werden soll. Oder, wie aben erwähnt, man dann für seine Gutmütigkeit noch Steuern zahlen darf.
Dass man dann eben mehr wegwirft, ist die logische Folge.

_________________
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BeitragVerfasst: Di 19. Juni 2018, 23:07 
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@ Malik, da stimme ich Dir zu.

Vielleicht kann es in einem reichen Industrieland gar keine andere Lösung geben, als wegzuwerfen. Ich handle wirklich nicht mit Luxusgütern und bekomme schon oft Anfragen, die darauf schließen lassen, dass einfach nicht viel Geld zur Verfügung steht. Natürlich bediene ich damit die Zielgruppen, die sich teureres nicht leisten können.

In dem Moment vor der Tonne ist bei mir das Problem klar - ich habe keinen Abnehmer dafür, der es mir genauso einfach macht, wie das Teil wegzuschmeißen. Es geht dann auch um Beträge, bei denen es sich nicht lohnt, überhaupt Zeit darauf zu verwenden. Das ist meine Welt. Bei Amazon ist das natürlich extremst hochskaliert. Wenn es einen Anbieter gäbe, der die Vermittlung von Gütern auf einem Weg anbieten kann, der für Amazon oder andere große Händler einfach und vielleicht sogar günstiger als Vernichtung ist - why not?

Wenn Amazon mit Ämtern (DSGVO :-)) zusammenarbeiten würde und untere Einkommen sich auf Listen setzen lassen könnten - ohne dass Amazon Retouren auf Funktion prüfen muss, sondern den :shit: aus dem Lager hat - was ein möglicher Imagegewinn.

Es ist natürlich Spinnerei und vieles spricht dagegen. Wahrscheinlich trifft das zu, was Du beschreibst, dass das Zeug keiner haben will, weil es uns generell unbestritten sehr gut geht. Eigentlich ja ein für uns wunderbares Problem.

Ich warte ja darauf, dass die Meldung durch die Medien geht, wie viel Plastikmüll durch den Handel verursacht wird, nur dass der Kunde eine "unbefleckte" Verpackung sehen kann. Die ganzen Zwischenfolien und losen Verpackungs-Schutzfolien um jedes Cent-Produkt, die der Kunde niemals sieht. Das ist imho genauso absurd und monströs - aber auf der anderen Seite steht der Kunde, der das erwartet, weil er es so gewöhnt ist.

Frage dazu wäre natürlich überhaupt, ob Amazon da ein wirkliches Problem hat, und die Meldungen zur massenhaften Vernichtung von Gütern nicht nur Auflage bringt.


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BeitragVerfasst: Mi 20. Juni 2018, 06:10 
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Ich würde mir wünschen, dass anhand dieser Berichterstattung (das Thema selbst ist ja eher ein Alibi, das gibts schon immer, und solange man für Spenden Steuern zahlen muss, wird sich daran auch nichts ändern) mal die Diskussion aufkommt, wieso Retouren eigentlich immer kostenfrei sein sollen. Würden die Amajünger das nämlich bezahlen müssen, wäre die Hälfte der Retouren schon mal eingedämmt.
Wir erleben das täglich, die Nachfrage: ich will was zurück schicken, wie gehe ich vor? Äh, packs ein, frankiers und schicks zurück. Ach nee, dann doch nicht.
Viel schlimmer finde ich allerdings, dass wir zu Hause ständig elektrische Geräte entsorgen müssen, weil die Reparatur teurer als die Neuanschaffung oder gar nicht möglich ist. Da wandert täglich bestimmt genauso viel in den Müll.


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BeitragVerfasst: Mi 20. Juni 2018, 07:55 
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Ich hatte gestern einen Fall, wo etwas nicht funktionierte wie gedacht. Im Grunde nicht meine Schuld, aber auch nicht die des Kunden. Ich bot ein Rücksendelabel an, u.a. weil es ein Shopkunde war.

Es kam dann die Nachfrage, wie lange er denn das Produkt noch behalten könne, bis er es zurücksendet (WM) :-)

Die Menschen wurden ja genau zu dem Verhalten hinerzogen - mit teuren TV-Kampagnen und ständiger Praxis. Vielleicht war das auch nötig um den Online-Handel überhaupt alltäglich zu machen.
Mittlerweile finde ich die Auswüchse schon etwas absurd - auch wenn wir davon leben. Andererseits denke ich, dass ich mit meinem kleinen Shop nur anstinken kann, wenn ich Beratung und besseren Service biete als die Marktführer.

Die Sache mit der Paketverschickerei kann eigentlich nicht zukunftsfähig sein, wenn sie heute schon krankt. Ama hat meines Wissens nach ein Patent darauf, 3-D-Drucker in Lieferwägen zu haben, dass das Produkt auf dem Weg der Zustellung erst entsteht. Mit Kunststoffartikeln könnte das heute schon funktionieren, dass der Kunde einen Drucker Zuhause hat, und nur noch für den Ausdruck zahlt.

Gestern war ich in zwei Baumärkten, um Kehrspäne zu kaufen. In einem bekam ich bestätigt, dass die super seien, sie verwenden sie im Lager selbst. Sie werden im eigenen Baumarkt aber nicht verkauft. Im anderen kannte man die gar nicht. Ich habe sie gestern Abend online bestellt :-)

War jetzt etwas wirr - der zweite Kaffee läuft erst noch durch :-)

Edit: Um dem Ganzen eine Klammer zu geben: Zukunftsfähig sein, heißt geistiges Eigentum zu besitzen. Und Kaffee.


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BeitragVerfasst: Mi 20. Juni 2018, 08:58 
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Wolkenspiel hat geschrieben:
Viel schlimmer finde ich allerdings, dass wir zu Hause ständig elektrische Geräte entsorgen müssen, weil die Reparatur teurer als die Neuanschaffung oder gar nicht möglich ist. Da wandert täglich bestimmt genauso viel in den Müll.


Ist extra so. Waschmaschinen, Toaster und was es sonst noch gibt werden extra so gebaut das man es kaum reparieren kann (sehr umständlich um was auszutauschen) oder es keine Ersatzteile gibt. Zudem halten die Materialien meistens nur 2-3 Jahre.


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BeitragVerfasst: Mi 20. Juni 2018, 09:04 
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Wolkenspiel hat geschrieben:
Würden die Amajünger das nämlich bezahlen müssen, wäre die Hälfte der Retouren schon mal eingedämmt.


Zumindest hat Amazon die alte 40 Euro Grenze noch beibehalten. Kostet dann 3,50 Euro, wenn man es nicht selbst frankieren will.


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BeitragVerfasst: Mi 20. Juni 2018, 15:22 
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Was sicher helfen würde wäre eine "Restocking Fee" (Wiedereinlagerungsgebühr) wie in den USA/Kanada bei Onlineshops: 5-25% meist im Bereich 15% sind da üblich.

Überhaupt würde es helfen wenn der Gesetzgeber den Verbraucher nicht mehr als dümmsten annehmbaren Kunden sehen würde.
Der Onlinehandel ist im Endeffekt eine Mischung aus Verkauf und Dienstleistung (Versand, Spedition, usw.)

Somit sollte es wie bei jeder Dienstleistung sein, wer diese in Anspruch nimmt bezahlt diese auch.
In meinen Augen absolutes No Go, dass man bei Widerruf die ursprünglichen Hinsendekosten erstatten muss. :evil:
Diese Dienstleistung (Hinversand) wurde doch vollumfänglich erbracht

Auch die gesetzgeberische Argumentation: Der Verbraucher soll die gleiche Möglichkeit haben die Waren wie im Ladengeschäft zu prüfen ist in dem Zusammenhang Blödsinn.
-> Wenn ich als Verbraucher in die nächste Stadt fahre, dann habe ich auch meine Hinfahrt- und Rückfahrtkosten zu tragen, selbst wenn ich nichts kaufe.

Klar am Ende preist man es einfach ein. 8)
Verbraucherschutz heißt in meinen Augen aber auch, dass jeder eigenverantwortlich das zahlt was er beauftragt.
Aktuell bezahlt der Kaufkunde durch Quersubvention die Hinsendekostenerstattung des Widerrufskunden mit.

:evil: Das ist doch kein Verbraucherschutz! :evil: Das ist wirklich unfair dem Kaufkunden gegenüber :evil:

Mit Restocking Fee und Hin-/Rücksendekosten als Dienstleistung, die der Kunde immer zu bezahlen hat könnte die Retourenquote sicher stark verringert werden.


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BeitragVerfasst: Mi 20. Juni 2018, 15:35 
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Zumindest würden die Kunden vor dem Kauf einmal das Hirn einschalten, ob das wirklich der Artikel ist, den sie brauchen. Und nicht beim Auspacken merken, dass sie eigentlich was ganz anderes wollten.


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