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BeitragVerfasst: Mi 22. November 2017, 13:46 
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Bild.de hat geschrieben:
Was noch vor Kurzem fast einen ganzen Tag dauerte, geht jetzt innerhalb von Sekunden: Sepa-Banküberweisung in ganz Europa.
Beim sogenannten Instant Payment soll der Überweisungsbetrag innerhalb von zehn bis 15 Sekunden auf dem Konto des Empfängers gutgeschrieben sein. Maximal können damit 15 000 Euro in (fast) Echtzeit den Besitzer wechseln.
Möglich ist es seit diesem Dienstag – allerdings haben einige Banken schon erklärt, für die Umstellung bräuchten sie etwas Zeit.

http://www.bild.de/geld/mein-geld/sepa/ ... 7104965761


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BeitragVerfasst: Sa 25. November 2017, 10:22 
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Ich selbst brauche auch noch einige Zeit zur Umstellung. Bei mir überschneiden sich leider am Ende des Monats oft Zahlungen, und ich rutsche im Rahmen einer "Buchungsinfernos" am Letzten des Monats tief in den ungenehmigten Bereich des Dispos. Das gleicht sich am Ende des Bankarbeitstags durch Zahlungseingänge dann durch den Tagesabschluss wieder aus.

Gäbe es diesen "Kassensturz" am Ende des Bankarbeitstags nicht mehr, könnte das bei mir knapp werden.

Ich sehe aber noch ein generelles Problem, das man aus der Regelungstechnik kennt: Schnelle Systeme neigen zum Schwingen, was zur Reglerkatastrophe führen kann. Bankseitige Fehler bei Softwareproblemen hätten nach dem neuen, schnellen hochdynamischen SEPA-Verfahren innerhalb kürzester Zeit ganz andere Auswirkungen. Ohne ein gedämpftes System (= wenige Buchungsläufe am Tag) werden Störungen erhebliche Auswirkungen im Zahlungsverkehr haben. Ich bin mal gespannt, ob wir in den nächsten Jahren Meldungen über irgendwelche Unregelmäßigkeiten beim Zahlungsverkehr mit Dominoeffekt lesen können.


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BeitragVerfasst: Sa 25. November 2017, 11:32 
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kreien hat geschrieben:
Ich selbst brauche auch noch einige Zeit zur Umstellung. Bei mir überschneiden sich leider am Ende des Monats oft Zahlungen, und ich rutsche im Rahmen einer "Buchungsinfernos" am Letzten des Monats tief in den ungenehmigten Bereich des Dispos. Das gleicht sich am Ende des Bankarbeitstags durch Zahlungseingänge dann durch den Tagesabschluss wieder aus.

Gäbe es diesen "Kassensturz" am Ende des Bankarbeitstags nicht mehr, könnte das bei mir knapp werden.

Ich sehe aber noch ein generelles Problem, das man aus der Regelungstechnik kennt: Schnelle Systeme neigen zum Schwingen, was zur Reglerkatastrophe führen kann. Bankseitige Fehler bei Softwareproblemen hätten nach dem neuen, schnellen hochdynamischen SEPA-Verfahren innerhalb kürzester Zeit ganz andere Auswirkungen. Ohne ein gedämpftes System (= wenige Buchungsläufe am Tag) werden Störungen erhebliche Auswirkungen im Zahlungsverkehr haben. Ich bin mal gespannt, ob wir in den nächsten Jahren Meldungen über irgendwelche Unregelmäßigkeiten beim Zahlungsverkehr mit Dominoeffekt lesen können.


du hättest deine eingänge aber schon am vortag...


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BeitragVerfasst: Sa 25. November 2017, 12:04 
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neimles hat geschrieben:
du hättest deine eingänge aber schon am vortag...


es wird anderen nicht anders gehen: Zum Beispiel bei mir: aktuell habe ich den einen lebenswichtigen dicken Eingang schon oft am Vortag, aber mein Gegenüber bucht derzeitig so, dass das Geld wahrscheinlich Ende des Monats bei mir ankommt. Nach derzeitigem System, kann er die Überweisungsdauer nicht mit letzter Sicherheit abschätzen und bucht sicherheitshalber meistens vorfristig. Nach neuem SEPA-Verfahren wird das Geld verlässlich am letzten Tag des Monats spät Abends gutgeschrieben sein. Und die Abgänge werden verlässlich früh morgens am letzten Tag des Monats runtergehen. Hoffentlich gibt es bei solchen Überschneidungen nicht irgendwelche Lastschriftrückgaben.


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BeitragVerfasst: Sa 25. November 2017, 12:18 
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kreien hat geschrieben:
..... Hoffentlich gibt es bei solchen Überschneidungen nicht irgendwelche Lastschriftrückgaben.


Da sollte doch ein Anruf beim Bankberater ausreichend sein, um das zu verhindern. Sollte das Geld wirklich nicht kommen, kann er ja auch noch am nächsten Tag zurückbuchen. Aber das passiert ja scheinbar nicht.

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BeitragVerfasst: Sa 25. November 2017, 12:34 
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roemerhaardesign hat geschrieben:
kreien hat geschrieben:
..... Hoffentlich gibt es bei solchen Überschneidungen nicht irgendwelche Lastschriftrückgaben.


Da sollte doch ein Anruf beim Bankberater ausreichend sein, um das zu verhindern. Sollte das Geld wirklich nicht kommen, kann er ja auch noch am nächsten Tag zurückbuchen. Aber das passiert ja scheinbar nicht.


Ohne das jetzt auf kreien zu beziehen:
Das kommt dann halt auch oft davon, wenn man seine Bank nach Gebühren vergleicht und sie auf die Rolle eines Zahlungsdienstleisters reduziert.

Ich kenn Leute, die sind seit 25 Jahren selbständig und da lassen die Banken Einzüge vom Hauptlieferanten platzen, weil das Konto nicht gedeckt ist. Ohne mit der Wimper zu zucken. Unvorstellbar.


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BeitragVerfasst: Sa 25. November 2017, 17:04 
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wird auch höchste Zeit. Warum eine Onlineüberweisung bislang 1-2 Tage gedauert hat, konnte ich nie so wirklich nachvollziehen. Selbstverständlich muss das in Echtzeit bzw. in wenigen Sekunden erfolgen.


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BeitragVerfasst: Sa 25. November 2017, 18:40 
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wolle hat geschrieben:
roemerhaardesign hat geschrieben:
kreien hat geschrieben:
..... Hoffentlich gibt es bei solchen Überschneidungen nicht irgendwelche Lastschriftrückgaben.


Da sollte doch ein Anruf beim Bankberater ausreichend sein, um das zu verhindern. Sollte das Geld wirklich nicht kommen, kann er ja auch noch am nächsten Tag zurückbuchen. Aber das passiert ja scheinbar nicht.


Ohne das jetzt auf kreien zu beziehen:
Das kommt dann halt auch oft davon, wenn man seine Bank nach Gebühren vergleicht und sie auf die Rolle eines Zahlungsdienstleisters reduziert.

Ich kenn Leute, die sind seit 25 Jahren selbständig und da lassen die Banken Einzüge vom Hauptlieferanten platzen, weil das Konto nicht gedeckt ist. Ohne mit der Wimper zu zucken. Unvorstellbar.


Doch, gut vorstellbar, und ich mache mir da gar keine Illusionen. These: Die Zukunft des Zahlungsverkehrs wird ein noch stärker in hoch automatisierten Standardprozessen laufendes Massengeschäft sein. Man wird sich dann von Kunden genauso automatisiert trennen, die sich in diesem Massengeschäft nicht innerhalb des standardisierten Prozesses sauber abbilden lassen. Seien es irgendwelche P-Konten, volatile Liquidität oder häufige Kreditlinienanpassungen. Wir kennen das heute von AGB-Änderungen bei Banken, da gibt es auch keinerlei Verhandlungsspielraum mit Einzelkunden. Auf den persönlichen Bankberater würde nicht setzen, diesen wird es nach einer Welle von Filialschließungen irgendwann nicht mehr geben, Ansprechpartner wird ein inkompetentes Call-Center sein. Ich habe privat bei der Consorsbank schon einen kleinen Vorgeschmack auf diese neue Welt genießen dürfen.

Die Sache mit den Filialschließungen trifft nicht nur das private Endkundengeschäft der großen Häuser. Bankhaus Neelmeyer in Bremen ist ein Beispiel dafür, wie es laufen kann:
https://www.weser-kurier.de/bremen/brem ... 41637.html

(Eine sehr angesehene Bank für Geschäftskunden und solvente Privatkunden.)


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