Neue Studie zur Zukunft des Einzelhandels

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fossi
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Neue Studie zur Zukunft des Einzelhandels

Beitrag von fossi » 4. Okt 2019 16:27

Bain&Company hat eine Studie zum Thema "Zukunft des Einzelhandels" durchgeführt und ein paar Ergebnisse / Vorschläge für Einzelhändler veröffentlicht.

"Traditionelle Einzelhändler müssen ihren Kunden heute mehr bieten:
eine unverwechselbare Produktpalette, kanalübergreifende Services, eine ansprechende Marke."


> Weitere Ideen auf der Themenseite: Studie zur Zukunft des Einzelhandels <


Sehe das ähnlich: Konsequentes Handeln tut Not.
Mit "einfach Dasein" oder "Tradition - uns gab es schon immer" und ziellosem "aber wir sind doch lokal" werden viele Einzelhändler auf Dauer ihre Daseinsberechtigung verlieren.

Wie sieht es bei euch aus? Was sagen Eure Innenstädte?
Habt ihr bereits Leere-Schaufenster-Wüsten, eine Ansammlung großer Filialketten, oder geben sich die kleinen Betriebe in eurer Region noch Mühe?

Bei uns ist es eine Mischung aus Allem.
Es gibt einige "alte Familienbetriebe", aber die Fluktiation und Leerstände haben in den letzten 3 Jahren deutlich zugenommen und viele Einzelhändler ruhen sich noch auf ihrem "aber uns gab es immer" aus. Da wird lieber über das Internet gemeckert, statt den eigenen Betrieb zu betrachten oder Irgendwas zu ändern...


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Wolkenspiel
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Re: Neue Studie zur Zukunft des Einzelhandels

Beitrag von Wolkenspiel » 4. Okt 2019 17:11

Sogar in der Heidelberger Fußgängerzone, Deutschlands längste Fußgängerzone mit jährlich 11 Mio Touristen, die da durchlatschen, gibt es mittlerweile Leerstände. Selbst die Ketten mieten sich nicht mehr ein. Dazu kommt eine fast schon unerträgliche Gängelung der Einzelhändler durch die Stadt mit einer fast 50 Jahre alten Werbeanlagensatzung, die einem quasi fast alles verbietet. Außerdem investieren die Ladenlokalbesitzer NULL in ihre Immobilien. Sie verfallen und werden nur noch gemolken. Dort steht halt auch alles unter Denkmalschutz und Renovierungen und Instandhaltung sind teuer.
Geschäfte von Einzelkämpfern, die sich keine Angestellten leisten können oder wollen, schließen abends um 18 Uhr, das ist dem Erfolg natürlich auch nicht gerade zuträglich.
Ich selbst bin wohl einer der ganz, ganz wenigen inhabergeführten Läden, die wirklich was abwerfen, obwohl 7 Ladies da drinstehen. Hat was mit Alleinstellungsmerkmal zu tun, mit dem angeschlossenen Onlinevertrieb und dem hochwertigen Ambiente, der Kompetenz meiner Mitarbeiter im Laden usw.

Trotzdem gibt es einige Läden, die sich gut halten können, weil sie investieren: in gute Schaufenster Deko, in Social Media, in Werbemaßnahmen vor Ort usw. Der Rest vegetiert dahin, die Seitenstraßen der Fußgängerzone sind quasi tot.
Der jährliche Heidelberger Herbst, ein riesiger Kunsthandwerker- und Flohmarkt in Fußgängerzone und Altstadt, früher ein Garant für hohen Umsatz und Kunden ohne Ende - heute ein Trauerspiel. Die Leute gehen nur noch zum Saufen und Bands anhören dorthin, einen Standplatz zu mieten lohnt sich nicht mehr.
Die Stadt redet sich alles schön, es ist alles in Ordnung. Na, dann gehts ja.

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Re: Neue Studie zur Zukunft des Einzelhandels

Beitrag von bocksbox » 4. Okt 2019 17:23

Wolkenspiel hat geschrieben:
4. Okt 2019 17:11
die Seitenstraßen der Fußgängerzone sind quasi tot.
Weil die zumindest hier in Dortmund in den 1b Lagen den Hals nicht vollkriegen, was die Mieten angeht. Und alleine die Bilder zeigen schon, wie töt es da ist.
https://www.immobilienscout24.de/expose ... nstadt-ost#/

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Re: Neue Studie zur Zukunft des Einzelhandels

Beitrag von schmucker » 4. Okt 2019 17:30

Heidelberger Herbst, lange Einkaufsnächte, Einkaufs-Sonntage, Events mit Gewinnspielen (das DHC in Heidelberg versucht da immer mal wieder was), lohnt sich alles nicht mehr. Da wollen und sollen die Städte und Einkaufscentren was bieten, um Kunden anzulocken.... die kommen auch, aber es wird nicht mehr gekauft.
Und warum länger, als bis 18:00Uhr öffnen, wenn es von der Kundschaft nicht angenommen wird?
Ja, ich weiß, die Kunden wünschen das alles so, nutzen die Einkaufsgelegenheiten aber nicht.
Wir sind verantwortlich für das, was wir tun, aber auch für das, was wir nicht tun.
Voltaire

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Re: Neue Studie zur Zukunft des Einzelhandels

Beitrag von Wolkenspiel » 4. Okt 2019 17:32

@bocksbox: In Heidelberg ist es einfach so, dass die Leute nicht in die Seitenstraßen gehen. Das hat auch den Grund, weil die Ladenbesitzer dort quasi nicht auf sich aufmerksam machen dürfen. Jedes größere Schild, was man von der Hauptstraße aus sehen könnte, ist verboten.
Und wie Schmucker schon sagt: selbst das Darmstädter Hof Centrum, eine kleine Mall in der Fußgängerzone, ist, was die Kaufkraft angeht, quasi gestorben.
Zuletzt geändert von Wolkenspiel am 4. Okt 2019 17:33, insgesamt 1-mal geändert.

Investor
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Re: Neue Studie zur Zukunft des Einzelhandels

Beitrag von Investor » 4. Okt 2019 17:32

bocksbox hat geschrieben:
4. Okt 2019 17:23
Wolkenspiel hat geschrieben:
4. Okt 2019 17:11
die Seitenstraßen der Fußgängerzone sind quasi tot.
Weil die zumindest hier in Dortmund in den 1b Lagen den Hals nicht vollkriegen, was die Mieten angeht. Und alleine die Bilder zeigen schon, wie töt es da ist.
https://www.immobilienscout24.de/expose ... nstadt-ost#/
Das ist hier auf dem Kaff ja auch so. Da steht massig leer, aber wenn man sich die gewünschten Mietpreise anschaut kommt man sich eher vor wie in Frankfurt oder München. Hier ist aber kein Frankfurt oder München, also bleibts halt leer. Merkwürdige Sichtweisen vieler Immobilienbesitzern.

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Re: Neue Studie zur Zukunft des Einzelhandels

Beitrag von Wolkenspiel » 4. Okt 2019 17:36

Es ist eine Spirale:
die hohen Mieten hindern schöne, inhabergeführte Läden mit interessantem Sortiment am Eröffnen. Und so lange die Städte nur noch mit Ketten, handyläden oder Starbucks gepflastert sind, gibt es ja auch keinen wirklichen Grund, reinzufahren. Drei schöne Läden reichen halt nicht, wenn der Rest Einheitsbrei ist.
Natürlich hat auch das Olineshoppen damit etwas zu tun. Aber nicht nur.

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Re: Neue Studie zur Zukunft des Einzelhandels

Beitrag von Investor » 4. Okt 2019 17:42

Wolkenspiel hat geschrieben:
4. Okt 2019 17:36
Es ist eine Spirale:
die hohen Mieten hindern schöne, inhabergeführte Läden mit interessantem Sortiment am Eröffnen. Und so lange die Städte nur noch mit Ketten, handyläden oder Starbucks gepflastert sind, gibt es ja auch keinen wirklichen Grund, reinzufahren. Drei schöne Läden reichen halt nicht, wenn der Rest Einheitsbrei ist.
Natürlich hat auch das Olineshoppen damit etwas zu tun. Aber nicht nur.
Ich meine ich gehe ja auch seit eh und je äusserst ungern offline shoppen, aber es ist auch eine merkwürdige Ansicht der Besitzer alles jahrelang leer stehen zu lassen. Ich vermiete auch keine Immobilie für 1000 wenn ich auch locker 1200 dafür bekommen kann. Aber wenn es für 1000 keiner will macht es vielleicht Sinn das ganze günstiger anzubieten? Dafür ist es doch auch völlig egal ob man die Immobilie bei der Bank abbezahlt oder ob einem die Kohle nur so aus dem Arsch fällt. Oder?

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Re: Neue Studie zur Zukunft des Einzelhandels

Beitrag von Wolkenspiel » 4. Okt 2019 17:51

Ja, kann man sich nur so erklären, dass die täglich mit einem Mieter rechnen.

Mozartkugel
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Re: Neue Studie zur Zukunft des Einzelhandels

Beitrag von Mozartkugel » 4. Okt 2019 18:01

Zukunft des Einzelhandels?

Erst kürzlich war ich im Elektrofachmarkt und wollte mir etwas kaufen. Ich guck und guck, bedient werde ich aber nicht. Der zuständige Mitarbeiter flirtet lieber mit der Kollegin anstatt mich zu "beraten". Eine andere Mitarbeiterin tippt lieber in ihrem Smartphone rum,

Naja, schließlich musste ich aktiv werden und fragte nach dem Produkt. Eigentlich nichts spezielles, deshalb war ja mein Grundgedanke... ich fahre kurz mal hin und hol es mir, anstatt 2-3 Tage auf die Lieferung zu warten.

Ende vom Lied... "Tut mir Leid, haben wir derzeit nicht auf Lager, müsste ich Ihnen bestellen". :shock:

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Re: Neue Studie zur Zukunft des Einzelhandels

Beitrag von Investor » 4. Okt 2019 18:05

Wolkenspiel hat geschrieben:
4. Okt 2019 17:51
Ja, kann man sich nur so erklären, dass die täglich mit einem Mieter rechnen.
Ja wahrscheinlich. Aber merkwürdig, wenn auch schon nebenan alles leer steht. :lol:
(oder die hoffen das amazon in die Ladenlokale drängt und jeden Preis bezahlt. Hier im Kaff aber auch eher unwahrscheinlich :-} )

fuzzy
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Re: Neue Studie zur Zukunft des Einzelhandels

Beitrag von fuzzy » 5. Okt 2019 00:57

Ich glaube ja, dass viele Eigentümer die Immobilien geerbt haben, auf eine Vermietung finanziell nicht angewiesen sind und sich die "Was letzte Preis?"-Schnuffis mit schlechten Konzepten und wackliger Finanzierung nicht antun wollen.

Erst ab 1500€ lohnt sich der ganze Stress, und so lange wartet man eben.

ReginaSF
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Re: Neue Studie zur Zukunft des Einzelhandels

Beitrag von ReginaSF » 5. Okt 2019 07:38

Ein Mitarbeiter wollte sich kürzlich mal mit einem kleinen Laden selbständig machen. In einem kleineren Einkaufszentrum, 1b-Lage in einer für hiesige Verhältnisse mittelgroßen Stadt. War von der Theorie her ganz interessant, hätten sich gute Kooperationsmöglichkeiten ergeben. Ich bin fast vom Stuhl geflogen, als ich die Kalkulation mal mit ihm durchgegangen bin. Da sucht man sich andere Hobbies als ein Ladengeschäft.

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Re: Neue Studie zur Zukunft des Einzelhandels

Beitrag von Kaluna » 5. Okt 2019 08:00

Ich seh den Einzelhandel - weil selbst nur Onlineshop - im Grunde vorrangig als Käufer. Und bin dazu auch nur selten in Deutschland, daher fällt es mir vermutlich noch mehr auf. Es stehen unfassbar viele Läden leer, viele Geschäfte des Vorjahres gibt es gar nicht mehr, sind durch Ramschläden ersetzt oder werden zu Wohnraum umgebaut. Sinnigerweise werden in manchen Gegenden dann auch noch Einkaufszentren neu gebaut, wenn die alten bereits jahrelang leer stehen...

Ich weiss nicht, wann ich das letzte Mal in Aachen in der Stadt war - ist sicherlich 15 Jahre her - aber auch da lohnte sich der Weg durch die Einkaufspassage schon nicht mehr, weil es entweder Ramschläden waren, kein ansprechendes Angebot oder die Verkäufer quasi schreiend geflüchtet sind, sobald ein Kunde auch nur den Eindruck erweckte, den Laden betreten zu wollen. Aktuell fällt mir in allen Geschäften auf, dass die Verkäufer nur noch vor ihrem Smartphone hängen und oft kaum mitbekommen, dass ein Kunde den Laden betritt. Von Fachkompetenz, auch nur Kenntnis des zu verkaufenden Sortiments oder schlicht Kundenfreundlichkeit mag ich da mal gar nicht reden.

Von meinem letzten Deutschlandaufenthalt fällen mir genau zwei Verkäufer ein, die zumindest einen netten, freundlichen Eindruck gemacht haben und KEIN Smartphone im Gesicht kleben hatten... Die Smartphonenutzung während der Arbeitszeit im Kundenkontakt zu verbieten wäre sicherlich sinnig...

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Re: Neue Studie zur Zukunft des Einzelhandels

Beitrag von Wolkenspiel » 5. Okt 2019 08:24

Das Problem bei der fehlenden Vielfalt in den Städten ist, dass die Stadt darauf keinen Einfluss hat. Wie auch? Die Vermieter vermieten, egal an wen. Es geht ja nicht um einen Schönheitspreis, sondern um Mieteinnahmen. Und wer kann sich diese Mieten leisten? Ketten und Starbucks und andere uninteressante Anbieter. (btw, in meinen Laden wollte noch nicht einmal eine Kette, weil zweigeschossig = zu hohe Personalkosten).
Selbst wenn die Stadt da Quoten für Fress- und Handybuden einführen würde, gäbe es die Leerstände, weil es keine anderen Interessenten gibt. Ein großer Schuhladen, der wirklich eine Bereicherung war (sitzt eigentlich in Mannheim) ist aus HD weggegangen, weil die Stadt ihm Werbemaßnahmen am eigenen Ladengeschäft verboten hat. Der Umsatz war bescheiden, man wollte auf sich aufmerksam machen. Keine Chance. Da ist jetzt ein Burgerladen drin.

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Re: Neue Studie zur Zukunft des Einzelhandels

Beitrag von bauti » 5. Okt 2019 12:52

Hab vor kurzem irgendwo gelesen dass in Rom oder Venedig (bin mir nicht ganz sicher) keine neuen Ramschläden, Souvenirläden und ähnliches im Zentrum genehmigt werden. Sondern nur noch hochwertige Antiquitätenläden, Markenläden, Kunstgalerien oder ähnliches. In Italien braucht man anscheinend eine Lizenz um ein Geschäft zu eröffnen und somit kann die Stadtverwaltung dort Einfluss nehmen.

Bei uns im Ort (ich habe selbst dort ein Ladengeschäft + Onlinehandel) gibt es aber so viel Leerstand, ich wäre auch über Ramschläden froh. Einfluss hätte die Stadtgemeinde nur in dem die Rahmenbedingungen stimmen. Also dass keine Steine in den Weg gelegt werden (z.B. so wie oben schon wer schrieb mit allen möglichen Auflage bezüglich Außenwerbung) und dass kostenlose Parkplätze verfügbar sind. Leider versteht dass die Stadtverwaltung bei uns nicht, oder will halt nicht auf die Einnahmen verzichten. Die wenigen kostenlosen Parkplätze die es bei uns am Stadtrand gibt werden alle paar Jahre reduziert...

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Re: Neue Studie zur Zukunft des Einzelhandels

Beitrag von Wolkenspiel » 5. Okt 2019 14:24

Aber was nutzt es denn, wenn die Stadt Einfluss nimmt und nur noch bestimmte Läden erlaubt? Wenn dann die Anbieter dieser Konzepte schlichtweg kein Geld haben, um die Mieten zu zahlen? Und wir leben ja nunmal nicht in der DDR, wo man die Mieten vorschreiben kann. Ein Dilemma, was nicht zu lösen ist.

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Re: Neue Studie zur Zukunft des Einzelhandels

Beitrag von Kaluna » 5. Okt 2019 14:47

Wolkenspiel hat geschrieben:
5. Okt 2019 14:24
Aber was nutzt es denn, wenn die Stadt Einfluss nimmt und nur noch bestimmte Läden erlaubt? Wenn dann die Anbieter dieser Konzepte schlichtweg kein Geld haben, um die Mieten zu zahlen? Und wir leben ja nunmal nicht in der DDR, wo man die Mieten vorschreiben kann. Ein Dilemma, was nicht zu lösen ist.
Wenn die Mieter in ihren Werbemaßnahmen nicht so stark reglementiert werden und Werbung machen können, die die Kundschaft auch anzieht, wäre die Wahrscheinlichkeit, dass sie die Miete auch dauerhaft zahlen können, deutlich höher. Und ein ausgewogeneres hochwertigeres Angebot zieht vermutlich grundsätzlich eher kaufkräftige Kunden an, als Telefon- und Ramschläden...

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Re: Neue Studie zur Zukunft des Einzelhandels

Beitrag von Nico-2012 » 5. Okt 2019 15:33

Wohne ja bekanntlich in Ostfriesland aber die Innenstädte hier locken mich persönlich nicht wirklich an.

Die nächst gelegene ist klein und eigentlich nur was für Touris, da wird auch noch mittag gemacht. Dann die etwas größere Ist für mich total uninteressant. Eine weitere gefällt mir zwar teilweise, aber Leerstand und parken trüben das ganze dann auch wieder, sprich wenn man einmal im Jahr da war hat man auch alles gesehen.

Früher als Kind wo ich noch in den Niederlanden gewohnt habe fand ich es immer schön durch die Innenstadt zu laufen. Gemütlich und eine schöne, Auswahl sowie Mischung an Läden.

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Re: Neue Studie zur Zukunft des Einzelhandels

Beitrag von online-beobachter » 5. Okt 2019 16:07

Früher gab es auch kein Internet, und zwangsläufig gab es für alles was man brauchte auch Läden.
Heute gibt es den Innenstädten nur noch Shoppingartikel zum Zeitvertreib. Also Mode, Beauty, Lifestyle / schöner Wohnen.

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