Was das Deutschsein heute bedeutet

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Was das Deutschsein heute bedeutet

Beitrag von Technokrat » 8. Sep 2018 00:02

BUH! :shock: :besserwiss: wegrenn



euromann
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Re: Was das Deutschsein heute bedeutet

Beitrag von euromann » 8. Sep 2018 00:33

3 von 3 der letzten Posts von Technokrat nach 23 Uhr deuten auf mindestens 1,8 Ischias hin.

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Re: Was das Deutschsein heute bedeutet

Beitrag von Technokrat » 8. Sep 2018 01:32

Da dachte ich mir, stelle ich einen provokanten Titel hin und mache was ganz anderes als sonst. Keine Textarien, sondern nur Blödsinn - der doch auch ein bissel eine Aussage hat. Ich denke eine vernünftige gemeinsame Lösungsfindung wäre immer noch das beste Mittel.

War ein Fehler von mir, ich wollte nur schauen wer drauf anspringt. Das warst jetzt halt Du. Mit dem ich doch fast ein Biertrinken verabredet hätte. 1.8 ist eine glatte Lüge, das ist MEHR. Oh je, bitte keine Sprechchöre.

Wenn Du mal objektiv rangehst, geht´s Dir nicht auch so, dass reden besser wäre als zu eskalieren?

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Re: Was das Deutschsein heute bedeutet

Beitrag von ReginaSF » 8. Sep 2018 06:23

Weltoffen und tolerant sein.
Positiv denkend die Chancen von Vielfalt erkennen.
Verwaltermentalität hinter sich lassen.

Sollte es zumindest sein, wenn wir unseren Lebensstandard erhalten möchten und den Erfolg unserer Shops.

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Re: Was das Deutschsein heute bedeutet

Beitrag von Casper » 8. Sep 2018 08:30

ReginaSF hat geschrieben:
8. Sep 2018 06:23
Weltoffen und tolerant sein.
.....
Weltoffen an sich ist kein Wert, da die Welt ziemlich viel zu bieten hat, Gutes wie auch Schlechtes.
Gleiches gilt für Toleranz. Es gibt Grenzen für alles, sonst ist alles was übrig bleibt, Chaos.
ReginaSF hat geschrieben:
8. Sep 2018 06:23
Positiv denkend die Chancen von Vielfalt erkennen.
.....
Positiv denken ist grundsätzlich gut. Positiv denken alleine, reicht aber nicht aus. Es gehört auch Erfahrung, Wissen und pragmatischer Sachverstand dazu.

Grundsätzlich bedeuted Deutschsein, die Deutsche Sprache können und die Deutsche Geschichte und Kultur kennen. Nicht mehr und nicht weniger.
Der Rest des "Deutschseins" entwickelt sich dann automatisch von selbst oder auch nicht. Es besteht keine Notwendigkeit, sein Dasein mit anderen Notwendigkeiten, als der jedes anderen Menschen zu belasten, nur weil man Deutsch ist.
Alle anderen Dinge sind eher eine Frage von: "Was bedeuted es ein guter Mensch zu sein".
Diese Frage füllt die gesamte Menschheitsgeschichte und ist sicher keine, die in naher Zukunft eine einfache Formel als Antwort finden wird.

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Re: Was das Deutschsein heute bedeutet

Beitrag von Technokrat » 8. Sep 2018 09:17

Für sich selbst zufrieden sein. Einfach so.

Gestern hat sich eine ältere Dame wohl unwissentlich an der Theke vorgedrängelt. Dafür habe ich ihr die Würschtle hinterher getragen, die sie vergessen hat. Es ist doch egal, ob man an der Theke ein paar Minuten verliert. Besser, als sich einen halben Tag darüber aufzuregen.

Der Weltoffenheit und Toleranz Grenzen setzen zu wollen bedeutet imho Unzufriedenheit, weil es ja jemanden geben müsste, der die Grenzen zieht. Zumal es ja mittlerweile recht ausgeklügelte Regelwerke aufgrund der Geschichte und Kultur gibt. Was ja für einige ein Problem darstellt.

Vorschlag: Das gute Wetter heute nutzen, rausgehen und freundlich zu den Leuten sein. Einfach so. Handy & Co. Zuhause lassen und erst heute Abend wieder reinschauen. :winken:

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Re: Was das Deutschsein heute bedeutet

Beitrag von ReginaSF » 8. Sep 2018 09:40

Deutschsein beinhaltet offensichtlich auch, positive Dinge sofort einschränken zu müssen. Na ja, wenn's Spaß macht (Mist, schon wieder so ein positives Wort).

amaseller
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Re: Was das Deutschsein heute bedeutet

Beitrag von amaseller » 8. Sep 2018 10:59

Meines Erachtens gibt es kein "Deutschsein".
Der Begriff an sich ist ohnehin, durch unsere lieben Freunde aus der rechten Ecke, nicht mehr wirklich positiv zu belegen.
Es gibt Eigenschaften und Macken, die hier und da auf der Welt dem "Deutschen" zugeschrieben werden, die aber wohl zum Großteil inzwischen eher Legenden sind.
Es gibt Eigenschaften, die manche sich selbst zuschreiben und für "deutsch" halten, welche aber letztendlich nur als Begründung dafür dienen sollen, weshalb andere nicht "deutsch" sind oder sein können.
Selbstverständlich ist Weltoffenheit ein Wert, ebenso wie Toleranz. Und selbstverständlich hat jeder "Wert" auch individuelle Ober- und Untergrenzen.
Wenn man "Weltoffenheit" und andere Werte nur auf das Gute daran beschränkt, wird man niemals wirkliche Lebenserfahrung und auch niemals Weltoffenheit erleben. Unser derzeitiger immenser Wohlstand baut fast vollständig auf unserer Weltoffenheit auf, die Zusammenhänge sind eigentlich sehr einfach zu erkennen und zu belegen.

Ich für mich persönlich nutze mein "Deutschsein" dafür, in diesen unruhigen Zeiten, in denen man sich immer öfter fragt, ob der technische Fortschritt vielleicht Teile der Menschheit verdummt oder einfach nur überfordert, grundlegende Errungenschaften der zivilisierten Welt, die eine Welt wie wir sie heute haben erst möglich machten, wie zum Beispiel Humanität, Empathie, Toleranz und Selbstverantwortung zu verteidigen. Wenn auch nur in einem recht kleinen Rahmen.

Mir fällt kein Land auf diesem Planeten ein, das durch Abschottung und Egoismus erfolgreich wäre. Die, die momentan als Beispiel genannt werden, wie z.B. Ungarn, leben schlicht von der Toleranz der anderen Länder, die irgendwann Grenzen hat. Die Türkei ist ebenfalls ein gutes Beispiel.

Grundsätzlich wird "Deutschsein" für mich momentan von den Mitbürgern belegt, die sich selbst ständig benachteiligt fühlen, Schuld grundsätzlich woanders suchen, keine Eigenverantwortung übernehmen möchten und sich mit einfachsten Mitteln, nach Edward Bernays Grundlagen, von Populisten steuern lassen.

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Re: Was das Deutschsein heute bedeutet

Beitrag von euromann » 8. Sep 2018 11:15

Technokrat hat geschrieben:
8. Sep 2018 01:32
Da dachte ich mir, stelle ich einen provokanten Titel hin und mache was ganz anderes als sonst. Keine Textarien, sondern nur Blödsinn - der doch auch ein bissel eine Aussage hat. Ich denke eine vernünftige gemeinsame Lösungsfindung wäre immer noch das beste Mittel.

War ein Fehler von mir, ich wollte nur schauen wer drauf anspringt. Das warst jetzt halt Du. Mit dem ich doch fast ein Biertrinken verabredet hätte. 1.8 ist eine glatte Lüge, das ist MEHR. Oh je, bitte keine Sprechchöre.

Wenn Du mal objektiv rangehst, geht´s Dir nicht auch so, dass reden besser wäre als zu eskalieren?
Sorry, in den Burschenschaften und Chaptern, in denen ich engagiert bin, wäre das nicht als Provokation aufgefasst worden. Wir verlassen halt selten unsere Filterblase, da kann man mal verlernen mit weltoffenen, toleranten, vielfältigen Gesprächspartnern zu kommunizieren.

Mea Culpa

Klar ist Reden besser, allerdings bist du hier der Einzige, der an einem offenen Diskurs interessiert ist. Sozusagen der Boris Palmer des Sellerforums.

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Re: Was das Deutschsein heute bedeutet

Beitrag von amaseller » 8. Sep 2018 12:33

euromann hat geschrieben:
8. Sep 2018 11:15


Sorry, in den Burschenschaften und Chaptern, in denen ich engagiert bin, wäre das nicht als Provokation aufgefasst worden. Wir verlassen halt selten unsere Filterblase, da kann man mal verlernen mit weltoffenen, toleranten, vielfältigen Gesprächspartnern zu kommunizieren.

Mea Culpa

Klar ist Reden besser, allerdings bist du hier der Einzige, der an einem offenen Diskurs interessiert ist. Sozusagen der Boris Palmer des Sellerforums.

Ich habe mir gerade kurz die Mühe gemacht, deine 375 Beiträge zu überfliegen (die letzten 40 davon natürlich intensiver) und kann deine Aussage, zumindest auf dich selbst bezogen, tatsächlich bestätigen.
Insgesamt beschränkst du dich häufig auf Floskeln (Deutschland am Ende, pauschale Unintegrierbarkeit, "Staatsratsvorsitzende" etc.), die an sich schon nichts mehr mit der Realität zu tun haben. Auf Argumente, zum Beispiel von Technokrat, bist du praktisch gar nicht eingegangen.

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Re: Was das Deutschsein heute bedeutet

Beitrag von fca » 8. Sep 2018 14:15

Ich glaube es war Richar Wagner, der mal gesagt hat:
"Deutsch sein heißt eine Sache um ihrer selbst willen zu tun."

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Re: Was das Deutschsein heute bedeutet

Beitrag von ReginaSF » 8. Sep 2018 19:08

euromann hat geschrieben:
8. Sep 2018 11:15
Sorry, in den Burschenschaften und Chaptern, in denen ich engagiert bin, wäre das nicht als Provokation aufgefasst worden. Wir verlassen halt selten unsere Filterblase, da kann man mal verlernen mit weltoffenen, toleranten, vielfältigen Gesprächspartnern zu kommunizieren.
Hast Du die Punkte jetzt wirklich als persönliche Kritik an Dir wahrgenommen in der Art, dass Du diese nicht hättest? War nicht so gemeint. Oder findest Du sie so unmöglich, dass Du sie ironisieren musst?
euromann hat geschrieben:an einem offenen Diskurs interessiert ist. Sozusagen der Boris Palmer des Sellerforums.
Lustig finde ich allerdings immer die Reaktionen, wenn man rechtskonservativ vorgetragenem Gedankengut genauso bestimmt entgegen tritt. Da kommt gerne mal Mimimi. Warum eigentlich? Wenn alle der gleichen Meinung sind, ist es kein Diskurs mehr.

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Re: Was das Deutschsein heute bedeutet

Beitrag von Technokrat » 8. Sep 2018 22:40

euromann hat geschrieben:
8. Sep 2018 11:15
Sorry, in den Burschenschaften und Chaptern, in denen ich engagiert bin, wäre das nicht als Provokation aufgefasst worden. Wir verlassen halt selten unsere Filterblase, da kann man mal verlernen mit weltoffenen, toleranten, vielfältigen Gesprächspartnern zu kommunizieren.

Mea Culpa

Klar ist Reden besser, allerdings bist du hier der Einzige, der an einem offenen Diskurs interessiert ist. Sozusagen der Boris Palmer des Sellerforums.
Wenn ich Dich irgendwo beleidigt haben sollte, war das nicht meine Absicht. Ich drücke mich auch nicht immer wahnsinnig präzise aus, vielleicht gibt´s ein Missverständnis.

Ich kann ja mal erzählen, wie ich zum Eingangspost kam:
Auf Deine Frage neulich zu den Beweisen für eine Hetzjagd habe ich, wie andere vielleicht auch auf youtube geschaut. Youtube habe ich bislang lediglich sporadisch zum Musikhören genutzt. Da lernte ich doch einige neue Gesichter kennen, wie z.B. Martin Sellner, der übrigens auch bei der AfD mitgelaufen ist, Oliver Fleisch, der sich mit seinen Leuten über den Kumpel "Dunkelhäutiger Pakistaner zerlegt Medienlandschaft" gefreut hat, "der immer so geiles Zeug erzählt", oder Anabel Schunke, bei deren Art ich allerdings nicht lange zuhören/schauen konnte. Aber im Prinzip kennt man ja die Aussage und die Argumentation nach 10 Minuten.
Oliver Flesch hat mit seinen Leuten den kompletten "Trauerzug" der AfD (bei anderen Sendern) abgefilmt und kommentiert. Habe ich mir angesehen.
Ach ja - und einen Mann mit Hut habe ich kennengelernt, der Klartext redet. Halleluja.

Wären allerdings Beweise für eine Straftat direkt auf Youtube auffindbar und rechtlich verwertbar, könnte man auch wirklich den nächsten Kanzler per Youtube-Likes ermitteln, wie Roman hier ironisch vorschlug :)

Neulich habe ich in einer Doku Menschen gesehen, die zwar lauthals protestierten, dass die Zustände so furchtbar schlimm sind, als sie aber nach eigenen Berührungspunkten selbst oder Bekannte gefragt wurden, gar keine hatten. Sondern nur "dass man immer so hört". Dass die paar Hanseln nicht repräsentativ sind, ist mir klar. Dennoch habe ich mich gefragt, was diese Leute so weit bringt, dass sie auf die Straße gehen und "Haut ab" brüllen.

Da habe ich die Befürchtung, dass sich in deren Leben gar nichts ändern wird, selbst wenn Gauland Kanzler ist und alle Ausländer "entsorgt" wurden. Die eigentliche eigene Misere wird bleiben. Was machen die Menschen dann?
Dieses "dass man immer so hört" kommt imho durch sehr hohen und inhaltlich immer gleichen Medienkonsum zustande, der mittlerweile Meinungsbildend ist. Nicht ohne Grund gibt es ja die Youtuber, die Influencer, die zu jeder neuen Meldung, auch wenn sie eigentlich noch so unwichtig ist ein Statement abgeben und direkt deuten.

Ich weiß es ehrlich gesagt nicht, denke mir aber dass auf der linken Seite ebenso viel Material erzeugt wird. Ich habe mir die Tage wegen der Diskussion hier nur die rechte angesehen. Ich bin mir auch recht sicher, dass die linke Seite die Dinge ebenfalls genau nach ihrem Geschmack interpretiert und auslegt - rechts, links, sind alles Menschen. Vermutlich geht die eigentliche und sicherlich breite Mitte darin unter - oder erzeugt schlicht kein Material, weil sie viel zu beschäftigt mit dem Alltag ist. Das waren jetzt allerdings Vermutungen.

Jetzt gibt es die Hetzjagd-Diskussion - an der ich mich hier auch beteiligt habe und beteilige - und bei jeder neuen Meldung rollen die Meinungsvideos durch das Netz. Diese ganze Maschinerie von Bürgern und bürgerlichen Konsumenten, alleine auf Youtube, habe ich gestern (oh, war heute morgen ^^) als das zusammengefasst:
Technokrat hat geschrieben:
8. Sep 2018 00:02
BUH! :shock: :besserwiss: wegrenn
Jetzt ist der Text schon wieder so lang... Ein Journalist sagte mal: Lange Texte zu schwafeln ist einfach, die kurzen sind schwierig. Ich fürchte er hat Recht. Allerdings bin ich auch kein Journalist. Ich habe aber um die 12 Jahre mit denen zusammen gearbeitet und morgens auch immer einen Pressespiegel bekommen, in dem zusammengefasst so ziemlich alle täglichen Meinungen drinstanden. Toll, alle Quellen aufbereitet und schnell durchgelesen. Das vermisse ich ein wenig - den Rest nicht, was allerdings an der Unternehmensführung lag.

Übrigens saßen wir oft gemeinsam vorm Rechner und haben stundenlang an den Titelzeilen gefeilt. Hätten wir die Option gehabt, Merkel oder ein System anzurufen, hätten wir es sofort gemacht. Das Diktierte zu tippen und ein Bier trinken zu gehen, wäre deutlich einfacher gewesen. Ging aber nicht, wir feilten so lange daran, weil wir den Nerv unserer Leser bestmöglich treffen wollten, um zu verkaufen. Das ist das ganze "Geheimnis" der Medienlandschaft. Objektiv gibt´s nicht, es gibt imho nur gut recherchiert.

Facebook finde ich persönlich blöd, sinnlos und nutze ich privat so gut wie gar nicht, die Filterblase die Du mir gerne bescheinigst, die es auch gibt, resultiert eigentlich eher aus meinem Leben und den Erfahrungen, die ich draußen mit den Menschen mache. Deswegen denke ich, nach einigen Nächten drüber schlafen, ist Vio´s Gedanke, nicht im Netz, sondern im echten Umkreis aktiver zu werden die richtige Richtung. Oder sich wenigstens so gegenüber anderen zu benehmen, wie man sich das Benehmen von den anderen wünscht. Dazu braucht es auch keine Bibel und auch keinen Koran.

Unintegrierbar. Dazu hätte ich auch noch einen Absatz, der mit den Menschen von oben zu tun hat, die "hau ab" riefen:
Ich wohne im Westen. Der ausländische Anteil der Bevölkerung liegt bei mir im Kreis bei ca 25 % der Migrationshintergrund liegt bei ca. 44%. Der Ausländeranteil in Chemnitz liegt bei ca. 8 %, Migrationshintergrund weiß ich nicht.
Viele Probleme sind sicherlich nicht erfunden und viele Brennpunkte wird es in Echt geben, auch viel Kriminalität. Ich bewege mich hier allerdings völlig frei und ohne jeglicher Ängste durch einen mehr als dreifach so hohen Ausländeranteil wie in Chemnitz. Dass das nicht von ungefähr kommt, ist mir auch klar.

Die Integration kann aber die Politik nicht machen, Merkel schon gar nicht, die Politik kann nur die Weichen stellen.
Die Integration müssen die Menschen untereinander hinbekommen. Dafür habe ich ein schönes Beispiel unserer Grundschule.
Wir haben lange überlegt, welche Schule es sein soll, privat hier, privat da, die hiesige Grundschule hat einen Ausländeranteil von - halt Dich fest - fast 50 %. Die Schulleiterin hat es allerdings offenbar als ihre Aufgabe gesehen, diese Schule so aufzubauen, dass sie funktioniert - und sie hat sämtliche Töpfe und sämtliche Mittel abgegriffen, die es gibt und einen saugeilen Job hingelegt. Das ist eine Schule, in der individuell nach Leistung gefördert wird, In der Schule können Eltern kostenlos Deutschunterricht bekommen, es wird über die Religionen und gegenseitigen Respekt aufgeklärt, und nebenher eine Top Ausstattung und Lehrerteam geboten. In den Erzählungen meines Sohnes spielen Nationalitäten keine Rolle. Es sind Personen mit einem Namen.

Neulich habe ich im Radio von irgendeinem Fördertopf gehört, der irgendeine benachteiligte Sache stützen soll - das Geld ist da, es wird aber nicht abgerufen. Ich denke da fangen die eigentlichen Probleme an. Dass die bereitgestellten Werkzeuge nicht genutzt werden. Solange das nicht passiert und man meint, eine Merkel müsste das machen, wird man an seiner eigenen Position nichts verbessern können. Auch nicht mit einem Populist. Weil der macht das auch nicht. Kann er auch nicht, selbst wenn er wollte.

Übrigens würde ich die AfD gar nicht so kritisch sehen, sondern als eine willkommene Bereicherung, wenn sie sich vom Rechtsradikalismus distanzieren würde. Das macht sie aber nicht, sondern scheint auszutesten, wie weit in Richtung Rechtsradikalismus es denn ohne eigenen Schaden geht. Das beste Beispiel bisher war leider der Trauermarsch.

Und wenn Du gerne wissen willst, wie ich bei der nächsten Wahl wählen werde, hast Du genau die gleiche Frage wie ich. Ich sehe das Schauspiel gerade als Not gegen Elend mit einer Unwählbarkeit wegen fehlender Distanzierung, sondern bislang aktiver Richtung zur Zerstörung.

Amen und sorry für´s Seiten füllen.

Übrigens beim Texten für Google - möglichst viel Text - denke ich oft an den Journalisten.
Warum, wenn zwei Zeilen reichen würden. Ganz schön blöd noch - denke das wird sich auch ändern.
PS: Falls ich mich mit Zahlen vertan haben sollte, bitte berichtigen. Ich hab hier keinen Geheimdienst, sondern auch nur Google.

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Re: Was das Deutschsein heute bedeutet

Beitrag von Vio » 9. Sep 2018 14:58

Deutsch sein bedeutet für mich:
  • -
die Freiheit zu besitzen, meine Meinung zu äußern und mein Leben frei zu gestalten, ohne dass mir dafür jemand den Kopf abhackt, nur weil ich a) eine Frau bin oder b) meine Meinung evtl. nicht erwünscht ist oder c) jemand Interesse daran hat, dass ich unfrei in meinen Entscheidungen bin
  • -
das Privileg zu besitzen, frei von körperlicher sowie existentieller Not und Gewalt Leben zu können, gesund an Körper, Geist und in Abwesenheit von Hunger, Krankheit und Krieg
  • -
die Freiheit und das Privileg zu haben, mich nach Vorlage eines bordeauxroten Dokuments, welches zu besitzen mir einzig und allein deshalb möglich ist, weil meine Eltern zufällig auch so eines besitzen, in ein Flugzeug zu setzen und aus Jux und Dollerei in fast jedes beliebige Land der Welt zu reisen
  • -
mich bei all dem auf den rechtlichen Rahmen zu stützen, der verhindert, dass Gesetze in Zukunft von einem Geist geprägt sein könnten, der beinhaltet, mir im übertragenen Sinne den Kopf abzuhacken oder mir das Europa-3.0-Äquivalent eines Ganzkörperschleiers über den Kopf zu stülpen, damit ich die Fresse halte, malochen gehe und unnützes Zeug konsumiere


euromann hat geschrieben:
8. Sep 2018 11:15
Klar ist Reden besser, allerdings bist du hier der Einzige, der an einem offenen Diskurs interessiert ist.
Im anderen Thread habe ich in Anlehnung ans Protokoll zu verdeutlichen versucht, dass es eben kein offener Diskurs ist, wenn man bestimmte Themen vor dem Hintergrund bestimmter anderer Themen diskutiert oder diese miteinander verknüpft und so einen scheinbaren Zusammenhang herstellt.

@ Technokrat
Ich hab Dein Posting mit einem "Danke" versehen, habe aber noch ein Quentchen Senf dazu:
Technokrat hat geschrieben:
8. Sep 2018 22:40
Übrigens würde ich die AfD gar nicht so kritisch sehen, sondern als eine willkommene Bereicherung, wenn sie sich vom Rechtsradikalismus distanzieren würde.
Ich hoffe, dass Dir noch mehr Kritik einfallen würde, wenn Du berücksichtigst, dass die AFD Positionen vertritt, wie z.B. einen Volksentscheid über Abtreibungen (Quelle: https://www.noz.de/deutschland-welt/pol ... abtreibung), ein Steuermodell, welches die Umverteilung von unten nach oben weiter vorantreibt und HartzIV-Empfänger zu einer Art Zwangsarbeit verdingen will. (Noch unter Lucke war mal im Gespräch, dass die Hartzis ihr Wahlrecht verlieren sollten, was daraus geworden ist, weiß ich nicht.)
Aber das nur am Rande.
Und wenn Du gerne wissen willst, wie ich bei der nächsten Wahl wählen werde, hast Du genau die gleiche Frage wie ich. Ich sehe das Schauspiel gerade als Not gegen Elend mit einer Unwählbarkeit wegen fehlender Distanzierung, sondern bislang aktiver Richtung zur Zerstörung.
Dito.
Beim Wahl-O-Mat kommt bei mir sowieso immer die MLPD raus. engel aetsch
"Demokratie in Bewegung" hörte sich ganz interessant an, vielleicht entwickelt sich da was.

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Re: Was das Deutschsein heute bedeutet

Beitrag von roemerhaardesign » 9. Sep 2018 15:22

Was das Deutschsein heute bedeutet.

Ich greife das noch mal auf, weil diese einfach zu beantwortende Frage ja inzwischen ein wenig in's Hintertreffen geraten ist.

Warum einfach? Weil der Verfasser ja nicht nach typisch oder vermeindlich deutschen Eigenheiten fragt, sondern nur nach dem Deutschsein.
Der Pass respektive PA macht dich per Definition deutsch oder eben französich englich oder mexikanisch..........

Völlig unanhängig von
-Geschlecht
-Hautfarbe
-Geburtsort
-Religion
-ethisch moralischen Grundsätzen
-der Zahl der vor dem Ertrinken geretteten Kindern
-dem Mord am Ehepartner
-..........oder was auch immer

Ein Kanadier wird nicht automatisch deutsch, weil er pünktlicher ist, als der Durchschnitt der Deutschen. Und ein Deutscher, der besonders leckere Schokolade macht, wird keinen Erfolg damit haben, an der schweizerischen Grenze zu behaupten, er sei damit automatisch Schweizer. Deutsche, denen das Grundgesetz nicht gefällt bleiben trotzdem Deutsche, ebenso wie die, die wegen eines Unwetters in Not Geratenen Unterschlupf anbieten. Letztere verkörpern dadurch nämlich nicht mehr oder ein anderes Deutschsein.

Mir persönlich ist es im Übrigen völlig egal, welche Nationalität jemand hat. Wenn ich ES mag, dann mag ich ES und das Arschloch ist ein Arschloch. Das fängt in der eigenen Familie an und endet im Zweifelsfall bei "Was auch immer" aus dem Sternbild Skorpion.

Edit: Alles, oder fast Alles von dem, was Vio oben schreibt ist richtig, aber nicht zwingend an das Deutschsein gebunden. Dazu muss man nicht deutsch sein. Es sind menschliche Errungenschaften, die allen in D lebenden zu Gute kommen sollten. Vieles davon kann man ja auch in sehr vielen anderen Staaten für sich in Anspruch nehmen.

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Re: Was das Deutschsein heute bedeutet

Beitrag von koshop » 9. Sep 2018 19:53

Um Menschen einzuteilen reicht eine Arschlochskala von 1-10. Ein 10er Arschloch wird mir nicht dadurch sympatischer weil es fließend hochdeutsch spricht. Und ein 1er Arschloch wird mir nicht unsympatischer nur weil es einen Akzent hat.

Und ne - 0 gibts nicht. Nichtmal bei kleinen Babys. Selbst die pinkeln einen manchmal an wen man die Windel wechselt und lachen einen aus dabei.

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Re: Was das Deutschsein heute bedeutet

Beitrag von buysellonline » 10. Sep 2018 08:06

Mir fallen beim Deutsch-Sein - denke heute zum ersten Mal seit ein paar Jahren drüber nach - fast nur negative Dinge ein. Und je mehr ich darüber nachdenke, desto eher bescheinige ich Leuten die sowas ernsthaft (!) fragen, ein sehr eingeschränktes Weltbild.

Wenn ich jemandem gegenüberstehe und mit ihm rede, jemanden als Freund will, die Arbeit eines anderen beurteile ode was auch immer, dann beurteile ich die Person die mir gegenüber steht und frage nicht nach seinem Pass.
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Re: Was das Deutschsein heute bedeutet

Beitrag von fossi » 10. Sep 2018 09:04

Typisch Deutsch?
Jammern, meckern, nölen! :besserwiss: :


Kaum eine Nation kann das so gut wie die deutsche!

Selbst wenn es einem persönlich ganz gut geht und keine Gründe da sind, dann müssen eben andere Meckerthemen her, oftmal mit total verdrehten Fakten und Wissen aus der BILD oder dem Netz.

Gemeckert wurde schon immer, aber langsam geht mir die Sache tierisch auf den Sender:
Es gibt Leute, denen geht es eigentlich richtig gut. Sie sitzen abends gemütlich in ihrer warmen Bude, dicke Karre vor der Tür, teures iPad in der Hand und dann wird stundenlang im Netz über die böse Regierung und Flüchtlinge hergezogen, Unsinn wie die Islamisierung Doitschlands propagiert, etc. Abend für Abend, ohne jeglichen Grund. Es nervt... :-x
-------------------------

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Re: Was das Deutschsein heute bedeutet

Beitrag von buysellonline » 10. Sep 2018 14:39

... und mit diesen Nörglern zu diskutieren,
das ist wie Schach spielen mit einer Taube.
Du kannst argumentieren so gut Du willst, am Ende schmeisst sie alle Figuren um,
kackt aufs Brett und stolziert herum, als ob sie gewonnen hätte.
Die Arbeit läuft Dir nicht davon, wenn Du Deinem Kind den Regenbogen zeigst. Aber der Regenbogen wartet nicht, bis Du mit der Arbeit fertig bist. Chinesisches Sprichwort

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Re: Was das Deutschsein heute bedeutet

Beitrag von WolferP » 10. Sep 2018 14:55

Was ist für mich deutsch sein.

Schaffen schaffen Häusle bauen.

Sowie Eigenschaften wie: Disziplin, Selbstkontrolle, Weitsichtig, Weiterentwicklung, Wissbegierig.

Darüber nachzudenke das uns an diese Punkt gebracht hat und irgendwelche dumme Fehler nicht wieder zumachen.

Darüber hinaus nicht Menschen verurteilen ob Rechts, Links, Ausländer usw.

Sich eine Eigene Meinung zu bilden und nicht ganz Medien gesteuert zu sein.
Sie kaufen asiatische Ware ?

Machen Sie dies über Großhandel, Dienstleister oder nutzen Sie hiefür internationale Portale ?

Hätten Sie Interesse an einem Importdienstleister der einfach und günstig ist?

Dann melden Sie sich doch einfach:
Importhandel.chenwolfer@gmail.com oder 00491732370010

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