Business Rechnung

Verkauf mit Eigenversand oder Versand durch Amazon (FBA)
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kerska
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3. Aug 2018 14:31

Hallo zusammen,

wir würden uns gerne für "Business Rechnung" anmelden, um gerade gewerblichen Käufern den Nettopreis anzeigen zu lassen und deutlich zu machen, dass Sie eine "ordentliche" Rechnung mit Ust usw bekommen.
Beim Durchlaufen der Anmeldung, steht aber dann ziemlich gegen Ende, dass wir dann keine eigene Rechnung mehr an die Kunden senden sollen.
Das möchten wir allerdings nicht. Daher meine Frage, gibt es die Möglichkeit, sich dafür anzumelden und die Rechnungen nicht automatisch von amazon erstellen zu lassen?


eluno
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3. Aug 2018 14:40

Nein.


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Repricing
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3. Aug 2018 14:51

kerska hat geschrieben:
3. Aug 2018 14:31
Hallo zusammen,

wir würden uns gerne für "Business Rechnung" anmelden, um gerade gewerblichen Käufern den Nettopreis anzeigen zu lassen und deutlich zu machen, dass Sie eine "ordentliche" Rechnung mit Ust usw bekommen.
Beim Durchlaufen der Anmeldung, steht aber dann ziemlich gegen Ende, dass wir dann keine eigene Rechnung mehr an die Kunden senden sollen.
Das möchten wir allerdings nicht. Daher meine Frage, gibt es die Möglichkeit, sich dafür anzumelden und die Rechnungen nicht automatisch von amazon erstellen zu lassen?
Der Sinn hinter Amazon VCS ist ja, dass Amazon die Rechnung in Eurem Namen ausstellt für den Kunden.
Wenn Ihr jetzt aber selbst eine Rechnung erstell, aus Eurem System - wenn technisch möglich, dann bekommt der Kunde für ein- und den gleichen Auftrag 2 unterschiedliche Rechnungen mit unterschiedlichen Rechnungsnummern - das ist nicht erlaubt.

Entweder Ihr nutzt Amazon B2B mit dem Rechnungsservice oder ohne - das geht, aber mit und selbst Rechnungen ausstellen geht nicht und solltet Ihr auch nicht ausprobieren.
Bei JTL-Software und Plentymarkets ist das Erstellen in dem Fall von eigenen Rechnungen technisch nicht mehr möglich, was auch gut ist.


xMerchant
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3. Aug 2018 15:00

Einfach abwarten, es läuft gerade ein Pilotprojekt, bei dem Händler eigene Rechnungen hochladen können. Die Rechnungsstellung durch Amazon eignet sich sowieso nur für Einzelunternehmer, die keine zusätzlichen rechtlichen Informationen auf der Rechnung angeben müssen. Für alle, die z.B. Handelsregisternummer, Geschäftsführer, WEEE, Öko-Nummer, ... angeben müssen, eignet sich der Dienst nicht, da man diese Infos nicht angeben kann.


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trendbox24
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3. Aug 2018 15:42

xMerchant hat geschrieben:
3. Aug 2018 15:00
Einfach abwarten, es läuft gerade ein Pilotprojekt, bei dem Händler eigene Rechnungen hochladen können. Die Rechnungsstellung durch Amazon eignet sich sowieso nur für Einzelunternehmer, die keine zusätzlichen rechtlichen Informationen auf der Rechnung angeben müssen. Für alle, die z.B. Handelsregisternummer, Geschäftsführer, WEEE, Öko-Nummer, ... angeben müssen, eignet sich der Dienst nicht, da man diese Infos nicht angeben kann.
Oh, na das klingt doch endlich mal interessant. Für mich wäre das ein Grund, es endlich mal auszuprobieren und dann auch die betreffende Steuer über Amazon zu machen.


kerska
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3. Aug 2018 16:21

ja, genau das wäre die Option, die für uns in Frage käme.
Wie sind denn sonst eure Erfahrungen mit dem Programm? Schlägt sich die Teilnahme/Nichtteilnahme auf den Umsatz nieder?
Gibt es andere Probleme?


Dekodi
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6. Aug 2018 08:10

Hallo,

eine wichtiges Problem in Verbindung mit der Rechnungschreibung über Amazon liegt darin, dass eine rechtskonforme Buchhaltung meines Erachtens nach nur sehr schwer (bzw. gar nicht) erstellt werden kann. Der Bericht mit den geschriebenen Rechnungen enthält nämlich keine Kunden-Namen. Diese gehören aber zur Grundaufzeichnungspflicht. Man kann die Rechnungen dann zwar verbuchen, aber eben alles nur auf ein einziges Kundenkonto (damit ist der gesetzlich geforderte Nachweis des Geschäftsvorfalls im Einzelnen nicht mehr gegeben). Wir haben diesbzeüglich auch mit Amazon gesprochen. Dort sagte man uns, es sei ja problemlos möglich, einen weiteren Bericht mit den Bestellungen herunterzuladen applaus . Diesem Bericht könne man die Kundendaten dann ja entnehmen. Mal abgesehen von dem Aufwand, der da entsteht: Der Bericht ist nur 30 Tag lang verfügbar. JTL und Afterbuy können die in Amazon geschriebenen Rechnungen abbilden - so dass man diese von dort aus verbuchen könnte. Das ist aber auch nicht sauber, weil es ja nicht die Originaldaten sind.
Außerdem ist es derzeit nicht möglich, die geschriebenen Rechnungen gesammelt von Amazon herunter zu laden und zu archivieren. Man ist also hinischtlich der Aufbewahrungsverpflicht von 10 Jahren auf Amazon angewiesen.
Amazon hat einigen unserer Händler diese 10 Jahre zugesagt, eine schriftliche Aussage lässt sich indess nirgends finden.
Fazit: Man sollte sich die Teilnahme an Amazon Business gut überlegen und auf jeden Fall mal mit dem Steuerberater sprechen.


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6. Aug 2018 10:33

Dekodi hat geschrieben:
6. Aug 2018 08:10
Hallo,

eine wichtiges Problem in Verbindung mit der Rechnungschreibung über Amazon liegt darin, dass eine rechtskonforme Buchhaltung meines Erachtens nach nur sehr schwer (bzw. gar nicht) erstellt werden kann. Der Bericht mit den geschriebenen Rechnungen enthält nämlich keine Kunden-Namen. Diese gehören aber zur Grundaufzeichnungspflicht. Man kann die Rechnungen dann zwar verbuchen, aber eben alles nur auf ein einziges Kundenkonto (damit ist der gesetzlich geforderte Nachweis des Geschäftsvorfalls im Einzelnen nicht mehr gegeben). Wir haben diesbzeüglich auch mit Amazon gesprochen. Dort sagte man uns, es sei ja problemlos möglich, einen weiteren Bericht mit den Bestellungen herunterzuladen applaus . Diesem Bericht könne man die Kundendaten dann ja entnehmen. Mal abgesehen von dem Aufwand, der da entsteht: Der Bericht ist nur 30 Tag lang verfügbar. JTL und Afterbuy können die in Amazon geschriebenen Rechnungen abbilden - so dass man diese von dort aus verbuchen könnte. Das ist aber auch nicht sauber, weil es ja nicht die Originaldaten sind.
Außerdem ist es derzeit nicht möglich, die geschriebenen Rechnungen gesammelt von Amazon herunter zu laden und zu archivieren. Man ist also hinischtlich der Aufbewahrungsverpflicht von 10 Jahren auf Amazon angewiesen.
Amazon hat einigen unserer Händler diese 10 Jahre zugesagt, eine schriftliche Aussage lässt sich indess nirgends finden.
Fazit: Man sollte sich die Teilnahme an Amazon Business gut überlegen und auf jeden Fall mal mit dem Steuerberater sprechen.
So ganz kann ich da nicht zustimmen.
Ich habe alles extra mit meinem Finanzamt vorher genau abgeklärt & dem Steuerbüro - ich arbeite mit JTL2Datev und da passen alle Buchungssätze mit den Rechnungen & Gutschriften von Amazon - das ist alles vollkommen i.O. - allerdings führe ich nicht für jeden Kunden in Datev ei eigenes Konto, was auch gar nicht möglich ist, da Datev nur eine bestimmte Anzahl möglich macht und wenn erreicht ist, hätte man eh ein Problem - deshalb ist das Arbeiten mit einem Sammelkonto gar nicht so verkehrt.

Auch kann man von Amazon alle PDF-Rechnungen der Kunden für einen Zeitraum X als PDF in Form einer Zip-Datei sauber runterladen und archivieren. Ich mach das jetzt jeden Monate 1x seit knapp 7 Monaten - das funktioniert super.


Dekodi
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6. Aug 2018 11:43

Hallo,

zunächst mal danke für die Info.
Das mit dem Sammelkonto war ein Missverständnis bzw. da habe ich mich falsch ausgedrückt: Ich meinte nicht, dass für jeden Kunden ein eigenes Konto benötigt wird, sondern dass der Name des Kunden in der Fibu ersichtlich sein muss (Stichwort "Grundbuchaufzeichnung"). Da z. B. JTL und Afterbuy die Ama-Business-Daten und die Ama-Bestellungen übernehmen, können diese Systeme natürlich die gesamte ama-Rechnung (einschl. Namen) abbilden. Allerdings erfolgt die Buchung dann nicht auf Grundlage des Originalbeleges (das wäre einzig und allein die Ama-Rechnungsdatei), sondern eben auf Grundlage der von JTL etc. aus Amazon übernommenen und zusammengestellten Daten. Das ist aber nicht der Originalbeleg.
Theoretisch kann es nun vorkommen, dass die WaWi aus der man die Daten holt aufgrund eines technischen Fehlers (sowas haben wir immer wieder), falsche Daten liefert und auf Basis dieser Daten falsche Buchungen erstellt werden.
Aber: Hilft ja nix, wenn Amazon die Daten nicht liefert, muss es eben anders gehen. Hier ist wichtig, dass der Prozess (welche Daten werden verwendet, wo komme diese her ...) genau dokumentiert wird. (Was hat dein Finanzamt zu diesem Thema gesagt?)
Das man die Rechnungen gesammelt herunterladen kann ist mir neu - auch hier danke für die Info.


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6. Aug 2018 13:42

Dekodi hat geschrieben:
6. Aug 2018 11:43
(Was hat dein Finanzamt zu diesem Thema gesagt?)
Ehrlich gesagt, nicht viel.
Sie meinten nur, dass sie das Problem quasi kennen und wissen, auch durch andere Finanzkunden, und wenn es keine andere Möglichkeit gibt, dann stellen die auch keine erhöhten Forderungen - das wurde meinem Steuerbüro so auch bestätigt. Das es nicht zu 100% sauber ist und so auch aktuell nicht anders geht, wissen die auch :)


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