Wie mit solchen Kunden umgehen?

Textvorschläge für Reklamationen, Erstkontakt, Versandmails, etc.
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Mozartkugel
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Wie mit solchen Kunden umgehen?

Beitrag von Mozartkugel » 6. Jul 2018 22:52

Ihr kennt diese Masche bestimmt auch, deshalb die Frage wie ihr mit solchen Kunden umgeht?

Wir erstellen z.T. Produkte nach Kundenwünschen, Widerruf geht also nicht. Außerdem versenden wir per Brief, also ohne Nachweis. Es lohnt sich einfach nicht, da es meistens im Verkauf 10.- Euro Artikel sind. So, Kunde kauft, wir liefern... nach ca. 2 Wochen meldet sich der Kunde "Artikel kam nicht an". Er musste in der Zwischenzeit natürlich woanders bestellen und braucht deshalb keine Ersatzlieferung etc. Worauf es hinausläuft... er möchte seine Kohle wieder haben.

Kommt im Monat so ca. 1-2x vor. Vielleicht lohnt es sich nicht aktiv zu werden, aber wie geht ihr mit so einer Situation um?

Gruß



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Scienceticker
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Re: Wie mit solchen Kunden umgehen?

Beitrag von Scienceticker » 6. Jul 2018 23:05

Erstatten. Vergessen.

shoppy39
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Re: Wie mit solchen Kunden umgehen?

Beitrag von shoppy39 » 7. Jul 2018 08:31

Mal zur Probe 1-2 Monate auf den Umschlägen einen Fake-Tracking-Code drauf kleben.

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Re: Wie mit solchen Kunden umgehen?

Beitrag von boschi147 » 7. Jul 2018 09:26

Erstatten, trotz des Gefühls, betrogen wurden zu sein.
Aber Ihr könnt es halt nicht beweisen...

Mozartkugel
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Re: Wie mit solchen Kunden umgehen?

Beitrag von Mozartkugel » 7. Jul 2018 13:56

fake tracking machen wir schon längst...das hat schon deutlich geholfen. Ein paar wenige hardcore Schlawiner schreckt es aber offensichtlich nicht ab.

mwp
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Re: Wie mit solchen Kunden umgehen?

Beitrag von mwp » 7. Jul 2018 14:35

Wie schon geschrieben: Erstatten. Fertig. Was willst du auch anderes machen?

Wir verschicken auch einiges an Maxibriefen und leider ist es auch so, dass manche Briefe über eine Woche unterwegs sind, in den falschen Briefkasten gesteckt werden, etc. Bei uns hat der "Schwund" auch etwas zugenommen, aber ich vermute, dass der Hauptanteil an der Post liegt.

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Re: Wie mit solchen Kunden umgehen?

Beitrag von eluno » 7. Jul 2018 20:12

Ich verkaufe ebenfalls personalisierte Geschenke und würde in dem Fall ebenfalls mit einem schlechten Gefühl erstatten.

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Re: Wie mit solchen Kunden umgehen?

Beitrag von bocksbox » 7. Jul 2018 20:16

wenns zuviel wird, vielleicht mal über "Prio" nachdenken.

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Re: Wie mit solchen Kunden umgehen?

Beitrag von Dog-Toy » 7. Jul 2018 23:27

Wir haben je nach Zusteller teilweise die Post des halben Gewerbegebietes bei uns im Briefkasten. Zu Hause auch schonmal Sendungen für Fremde. Im Gegenzug fehlten bei uns schon Arztrechnungen und andere Sendungen. Von daher würde ich nicht immer sofort auf Betrug gehen. Solange es in Grenzen bleibt die normal sind. Bei uns sind es und 1% Reklamationen bei Sendungen nicht angekommen. Gefühlt mehr, aber anhand der Zahlen ist es nicht mehr.
Wenn die Kunden behaupten, dass Sie Ersatz beschafft haben, bei personalisierten Gegenständen, würde ich mal höflich nachfragen ... Foto? Haben Sie mehr bezahlen müssen....
Wir fragen immer nach der Adresse - und lassen die uns nochmal bestätigen. Von 1/3 der Anfragen hört man dann nichts mehr. Wir schicken dann aber auch immer eine PDF der verwendeten Internetmarke mit.

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Re: Wie mit solchen Kunden umgehen?

Beitrag von welpe » 8. Jul 2018 08:30

Mozartkugel hat geschrieben:fake tracking machen wir schon längst...das hat schon deutlich geholfen. Ein paar wenige hardcore Schlawiner schreckt es aber offensichtlich nicht ab.
Man braucht doch nur ein bisschen Hirn.

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Re: Wie mit solchen Kunden umgehen?

Beitrag von jenspeterb » 12. Aug 2018 17:37

Ich schicke denen immer ein Formular "Eidesstattliche Versicherung" und bitte die, mir das Ding auszufüllen und zuzusenden. In 9 von 10 Fällen bekomme ich am nächsten Tag eine Nachricht "Sendung ist heute angekommen" .....

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Re: Wie mit solchen Kunden umgehen?

Beitrag von Rex » 13. Aug 2018 07:11

shoppy39 hat geschrieben:
7. Jul 2018 08:31
Mal zur Probe 1-2 Monate auf den Umschlägen einen Fake-Tracking-Code drauf kleben.
Mozartkugel hat geschrieben:
7. Jul 2018 13:56
fake tracking machen wir schon längst...das hat schon deutlich geholfen. Ein paar wenige hardcore Schlawiner schreckt es aber offensichtlich nicht ab.
Wie genau macht ihr das? Einfach einen Strichcode von einer Kellogspackung eingescannt und als Klebelabel ausgedruckt?
Wenn man es zu postähnlich macht, dann verwirrt es doch sicher die Zusteller, welche es vergeblich versuchen zu Scannen.

Hatte bei Kleinteilen in meinen ersten 2 Versandwochen mit Großbrief versendet. Da war die "Verlustquote" ~10%
Dabei etwa 3% der Sendungen wieder zurückgekommen wegen Adressfehler oder nicht abgeholt (wenn zu groß für Briefkasten)
Und bei 7% hat der Empfänger behauptet es wäre nichts angekommen...NAJA :evil:

Seitdem alles per Paket.
Aber mit so Faketracking wäre nochmal 1 Versuch Wert :)

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Re: Wie mit solchen Kunden umgehen?

Beitrag von hkhk » 13. Aug 2018 07:53

Rex hat geschrieben:
13. Aug 2018 07:11
Wie genau macht ihr das? Einfach einen Strichcode von einer Kellogspackung eingescannt und als Klebelabel ausgedruckt?
Nein, von Nutella!
Solange es hell ist, kann die Sonne scheinen
(Wetterprognose auf "Bayern 5" vom 5. Februar 2013)

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Re: Wie mit solchen Kunden umgehen?

Beitrag von Rex » 13. Aug 2018 08:08

hkhk hat geschrieben:
13. Aug 2018 07:53
Rex hat geschrieben:
13. Aug 2018 07:11
Wie genau macht ihr das? Einfach einen Strichcode von einer Kellogspackung eingescannt und als Klebelabel ausgedruckt?
Nein, von Nutella!
Dieses "Besserwisser" unter deinem Nicknamen passt sehr gut.

Meine Frage war durchaus Ernst gemeint. Verkauft jemand solche Fake Tracking Label oder hat ein passendes Angebot?
Ich habe bei meiner Suche gerade nur englischsprachige auf eBay und Amazon entdeckt -.-

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Re: Wie mit solchen Kunden umgehen?

Beitrag von qds1 » 13. Aug 2018 08:27

Wir hatten ähnliche Probleme. Deswegen versenden wir alles grundsätzlich versichert per Paket oder Einschreiben. Entweder der Kunde ist bereit die Versandkosten zu übernehmen, oder er kann wen anders bescheißen. Uns wurde es einfach zu bunt...

eluno
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Re: Wie mit solchen Kunden umgehen?

Beitrag von eluno » 13. Aug 2018 08:54

qds1 hat geschrieben:
13. Aug 2018 08:27
Wir hatten ähnliche Probleme. Deswegen versenden wir alles grundsätzlich versichert per Paket oder Einschreiben. Entweder der Kunde ist bereit die Versandkosten zu übernehmen, oder er kann wen anders bescheißen. Uns wurde es einfach zu bunt...
Handhabe ich genauso. Berechne 4.90 EUR / Paket innerhalb DE und sogar 12.90 EUR nach AT.

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Re: Wie mit solchen Kunden umgehen?

Beitrag von regalboy » 13. Aug 2018 10:42

qds1 hat geschrieben:
13. Aug 2018 08:27
Wir hatten ähnliche Probleme. Deswegen versenden wir alles grundsätzlich versichert per Paket oder Einschreiben. Entweder der Kunde ist bereit die Versandkosten zu übernehmen, oder er kann wen anders bescheißen. Uns wurde es einfach zu bunt...
Das ist aber sehr negativ ausgedrückt, bedenkt man dass das Zustellen auch unversichert in der Regel klappt.

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Re: Wie mit solchen Kunden umgehen?

Beitrag von qds1 » 13. Aug 2018 11:08

Du hast völlig recht, in der Regel klappt die Zustellung. Das Problem ist nur, dass du das nicht nachweisen kannst. Wenn ein Kunde dann sagt, die Ware sei nicht angekommen, bist du dann der Dumme. Blöderwesie musst du nachweisen, dass du verschickt hast und nicht der Kunde, dass es nicht angekommen ist, besonders wenn über ebay/Ama bestellt wurde oder auch per PayPal bezahlt. In der Regel wird für den Kunden entschieden.

Das war der Sachverhalt, den ich ausdrücken wollte. Das Risiko gehen wir schlicht nicht mehr ein.

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Re: Wie mit solchen Kunden umgehen?

Beitrag von Dog-Toy » 13. Aug 2018 11:19

Warum... es gibt Sie doch, die Kunden, die nur auf den eigenen Vorteil hinarbeiten. Das sind die Kunden, die bei Metzger 2 Scheiben Wurst für die Kids haben wollen.... Das Abschlussballkleid gebraucht zurückschicken... und halt behaupten, nix gekriegt zu haben.
Als Händler muß man halt abwägen, was geht, wie der Großteil der eigenen Kundschaft gestrickt ist... und darauf reagieren.
Bei uns gibt es auch Wochen, wo ich denke: Kann nicht sein... Verhältnismäßig tut sich dann aber doch nicht soviel.
Bei manchen Kunden ist es auch "Gefühl". Ich schick z.B. ehr an eine hotmail Adresse ein Paket... als an eine t-online Adresse ...

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Re: Wie mit solchen Kunden umgehen?

Beitrag von regalboy » 13. Aug 2018 11:36

qds1 hat geschrieben:
13. Aug 2018 11:08
... Blöderwesie musst du nachweisen, dass du verschickt hast und nicht der Kunde, dass es nicht angekommen ist...
Es ist sogar noch viel schlimmer:
Du musst nicht nur nachweisen, dass du es verschickt hast, sondern auch, dass der Kunde es bekommen hat.

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