keine Waren mehr in Post Briefen erlaubt international

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Lisa54
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Re: keine Waren mehr in Post Briefen erlaubt international

Beitrag von Lisa54 » 15. Jan 2019 20:03

Hallo zusammen!
Ich bin Kleinunternehmer und habe im Jahr nur gelegentliche Auslandssendungen. Wie es scheint, verpflichtet man sich 5 mal Warenpost International im Quartal abzunehmen. Was ist, wenn ich mal in einem Quartal keine Warenpost International versende oder nur 3 oder nur eine? Und wenn das Versandetikett ausgedruckt und sofort bezahlt werden muss und ich brauche es in diesem Quartal nicht, kann ich es dann evtl. auch ein anderes Mal verbrauchen? Kann ja sein, dass ich im nächsten Quartal 7 oder 8 Auslandssendungen habe.



roman
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Re: keine Waren mehr in Post Briefen erlaubt international

Beitrag von roman » 15. Jan 2019 21:08

@Lisa54
Ob es Sanktionen seitens der Post gibt ist Spekulation. Erfahrungswerte gibt es ja noch keine.
Würde vermuten dass rein gar nichts passieren wird, bzw. vielleicht im Account die Warenpost vielleicht wieder abgeschaltet wird o.ä.

Die "originale" Warenpost International von der Postwebsite ist mittels harmonized label personalisiert, daher ist Empfänger, Adresse, Land und ggf. Zollerklärung bereits eingedruckt, diese kann daher kaum auf Vorrat gekauft werden. Kann daher nur an diesen Empfänger gesendet werden (mal von irgendwelchen Überklebungsexperimenten abgesehen). Von daher wird es Dir schwer fallen den später zu verwerden, oder sendest Du immer an die selben Empfänger?
Auf der Postwebsite sind lediglich untracked auch ohne Empfängereindruck erhältlich. Ich würde behaupten die gelten solange bis sich das Porto ändert.

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Re: keine Waren mehr in Post Briefen erlaubt international

Beitrag von Lisa54 » 16. Jan 2019 10:33

Vielen Dank für diese Auskunft! Wenn ich also diese 5 mal Warenpost International im Quartal nicht erreichen kann, dann bleibt mir nur meine Ware als überteuertes Päckchen zu verschicken, für das ich noch nicht einmal einen Nachweis habe, denn dazu nochmal eine Versicherung zu kaufen würde einen unzumutbaren Versandkostenpreis für meine internationalen Kunden darstellen. (-S

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Re: keine Waren mehr in Post Briefen erlaubt international

Beitrag von maddinsen » 16. Jan 2019 10:41

Wann kommt der Reseller für WPI auch an privat?

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Re: keine Waren mehr in Post Briefen erlaubt international

Beitrag von Esperanto » 16. Jan 2019 10:54

Lisa54 hat geschrieben:
16. Jan 2019 10:33
....., dann bleibt mir nur meine Ware als überteuertes Päckchen zu verschicken, ......
na klar muss es teurer sein. Ist ja auch länger mit dem Schiff unterwegs. Kannst es auch nach Österreich bringen. Dort wurde der Versand kleinerer Artikel seitens deren Postgesellschaft nicht verboten. Die Versandkosten sind auch günstiger. Leider auf dem Luftweg viel schneller unterwegs.

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Re: keine Waren mehr in Post Briefen erlaubt international

Beitrag von roman » 16. Jan 2019 11:10

Esperanto hat geschrieben:
16. Jan 2019 10:54
Kannst es auch nach Österreich bringen. Dort wurde der Versand kleinerer Artikel seitens deren Postgesellschaft nicht verboten. Die Versandkosten sind auch günstiger.
Max. 0,5 kg, L+B+H=90, Länge Seite: 60cm, Priority, in die USA: Kostete in DE als Brief, bzw. jetzt als Warenpost EUR 3,70

Kostet in Österreich: EUR 24,20 (die längste Seite darf sogar nur 50cm sein, dafür schwerer möglich).
Einschreiben ist mit EUR 2,85 auch teurer.

Dass dann auch Waren drinnen sein dürfen ist bloß ein schwacher Trost.

Klar, ist ein Extrembeispiel. Aber insgesamt sind die Auslandsbrieftarife in Österreich im Schnitt DEUTLICH teurer als in DE.

Auslandspakete sind teilweise ein bisschen billiger ggü DE. Aber auch das kann man nicht pauschal sagen da sich die Tarifstruktur und die Maximalmaße der beiden Länder insgesamt unterscheiden.
Zuletzt geändert von roman am 16. Jan 2019 11:13, insgesamt 2-mal geändert.

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Re: keine Waren mehr in Post Briefen erlaubt international

Beitrag von Esperanto » 16. Jan 2019 11:11

maddinsen hat geschrieben:
16. Jan 2019 10:41
Wann kommt der Reseller für WPI auch an privat?
Frag die Bundesnetzagentur <verbraucherservice-post@bnetza.de>

Sie schrieb:

"Die Bundesnetzagentur geht im Rahmen ihres Auftrags, eine flächendeckende Grundversorgung mit Postdienstleistungen sicherzustellen, Unregelmäßigkeiten bei der Postbeförderung und -zustellung nach. Ziel ist es, etwaige anhaltende und strukturelle Defizite bei dieser Versorgung zu erkennen und auf eine zügige Abhilfe durch den betroffenen Postdienstleister hinzuwirken.
Seit dem 1. Januar 2019 bietet die Deutsche Post AG den internationalen Versand von Warensendungen in Groß- oder Maxibriefen nicht mehr an. Die Änderungen stützen sich auf Vorgaben des Weltpostvereins zur Verzollung von Waren im Zusammenhang mit E-Commerce. Die Deutsche Post AG kann diese Änderungen ohne vorherige Genehmigung durch die Bundesnetzagentur vornehmen. Der Sachverhalt wird von der Bundesnetzagentur untersucht."


Ich meine, wenn diese Agentur den Auftrag hat eine flächendeckende Grundversorgung mit Postdienstleistung sicherzustellen, dann sollte sie nicht nur die Höhe des Briefportos im Blick haben. Wie kann man es dem Vorstand eines Daxunternehmens überlassen, ob es künftig weiterhin möglich ist aus Deutschland keinere Gegenstände/Geschenke zu versenden oder nicht?

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Re: keine Waren mehr in Post Briefen erlaubt international

Beitrag von roman » 16. Jan 2019 16:06

Test mit Zebra 420D (ab ca. 260 Euro):

Habe 2 Etikettentypen getestet (jeweils tatsächliche Etikettengröße, daher ohne Trägerpapier):
1. DHL 910-300-610-Etiketten, ca. 198 x 103 mm
2. GLS Etiketten, ca. 150 x 100 mm

Die Größe der GLS-Etiketten wäre besser geeignet (wenn man sich die fette GLS-Markierung wegdenkt ;-) ), denn da passt das Label mit CN22 ideal drauf, und das Label ohne CN22 ist halt 1/3 zu groß.
Die Größe der DHL-Etiketten ist eigentlich viel zu groß. Da würden (ohne CN22) schon locker 2 Labels auf ein Etiketten draufpassen (was man vermutlich nicht schafft gemeinsam auszudrucken ... man hat daher 50% unnützen Etikettenmist).

Im Gegensatz zum Druck auf A4, wo oft viele Änderungen in der PDF-Software angeklickt werden müssen bevor das Label auch nur halbwegs korrekt rauskommt, kann man beim Etikettendrucker fast nichts falschmachen. Klappt eigentlich auf Anhieb.

Generelles Druckbild:
Die größeren Schriften sind insgesamt gut lesbar, machen aber einen leicht verwaschenen Eindruck (merklich schlechter als mit einem Laserdrucker).
Der große Barcode unten am harmonized label konnte mehrmals problemlos per Handscanner gelesen werden.
Das waren die guten Nachrichten.

Frankierungszone des harmonized labels (rechts oben) - sehr problematisch:
Der kleine QR-Code (ca. 0,5 x 0,5cm) ist meiner Meinung nach unscanbar und viel zu klein für den Thermodrucker.
Zur Info: Dieser QR-Code ist dafür da damit die Post prüfen kann ob das Label überhaupt bezahlt wurde und ob es eh nicht doppelt verwendet wird.
Normal ist dieser QR-Code auf den Internetmarken 1x1 cm groß, und da habe ich schon fallweise Briefe zurückbekommen (wenn der Toner am Ende war und das Druckbild nicht mehr so gut), weil die Post ihn nicht lesen konnte. Jetzt ist er noch viel kleiner und verwaschen. Das kann sicher keiner mehr scannen.
Der Wert des QR-Codes steht daneben zwar auch noch ausgeschrieben. Diese Buchstaben-Zahlenkombination ist aber viel zu klein. Das kann man auf dem Thermolabel - auch mit Phantasie - nicht mehr entziffern.
Auch der kleine Barcode dort oben, der nochmals die Sendungsnummer enthält, ist zu klein um gescannt zu werden. Auch die übrigen Angaben in der Frankierungszone (Deutsche Post, Warenpost Int S, Tracked Priority P.P. ...) sind nur mehr schlecht lesbar.

Das ist sehr unangenehm und enttäuschend.
Eine Lösung wäre evtl. einen Thermodrucker mit höherer Auflösung. Der bessere Zebra 430T kostet jedoch ungefährt das doppelte, beginnt also bei ca. 550-600 Euro. Dieser hätte statt 203dpi dann 300 dpi. Vermutlich würde das für ein besseres Druckbild sorgen.

Hinweis: Mein Test erfolgt mit einem geborgten und somit gebrauchten Zebradrucker. Möglicherweise hätte ein fabrikneues Gerät ein besser Druckbild. Auf ein gutes Druckbild fehlte bei meinem Test allerdings ein ziemlich großes Stück.

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Re: keine Waren mehr in Post Briefen erlaubt international

Beitrag von Max001 » 16. Jan 2019 17:49

Ich habe heute das erste Problem mit der Warenpost International nach Italien, der Kunde hat die Adresse seiner Mutter angegeben wollte dann einen Tag später die Adresse auf seine eigene ändern da war die Bestellung aber schon unterwegs, jetzt wurde die Bestellung als Tracked versendet und der Kunde behauptet das die Ware nicht angekommen ist, laut Sensungverfolgung wurde geliefert aber es gibt keinen Nachweis keine Ahnung wie das ausgeht warscheinlich darf ich nochmal, wie ist das jetzt wenn als Einschreiben versendet wird, gibt es da die Möglichkeit sich die Unterschrift des Empfängers anzusehen, bei Hermes kann ich das machen aber bei der Post konnte ich immer nur Verlustmeldungen senden und nach 6-8Wochen habe ich dann einen Brief erhalten, das nützt auch nichts wenn Paypal nach 4 Wochen das Geld zurück an den Kunden zahlt.

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Re: keine Waren mehr in Post Briefen erlaubt international

Beitrag von roman » 16. Jan 2019 19:18

@Max001
Ja, wenn man per Einschreiben versendete kann man eine Nachforschung eröffnen.

Ich kenne bislang 3 Arten der Nachforschungserledigung:

1. Man bekommt per Post einen Brief. Auf diesem stehen die Empfängerdaten drauf die man bei der Nachforschung eingegeben hat und die Info an welchem Tag die Sendung an einen "Empfangsberechtigten" ausgefolgt wurde. So ein Brief könnte möglicherweise einen Konflikt positiv beeinflussen.

2. Selbiges wie 1., jedoch nicht per Post sondern per E-Mail. Außerdem fehlen in dieser E-Mail dann auch die Empfängerdaten, was natürlich noch ungünstiger für die Weiterverwendung in einem Konfliktfall ist.

3. Man bekommt per Post einen Brief. Wie bei 1. stehen auf dem Brief die Empfängerdaten drauf und das Datum wann die Sendung an einen Empfangsberechtigten ausgefolgt wurde. Zusätzlich liegt noch ein Ausdruck aus dem Empfängerland (in der dortigen Sprache) mit einem Scan der Empfänger-Unterschrift und der Legitimationsart (z.B. Reisepass, Führerschein etc.) bei. Hatte ich bislang aber NUR bei Sendungen nach Frankreich, und auch noch relativ neu.

Ich gehe fest davon aus dass die Post gar nicht wirklich nachforscht, sondern eh einfach die Infos aus dem Tracking übernimmt. Wenn daher im Tracking steht dass die Sendung am Tag X zugestellt wurde, dann wird das einfach in das Nachforschungsergebnis übernommen. Ist daher bereits eine Zustellung im System hinterlegt, bekommt man entsprechend schnell das Nachforschungsergebnis zugeschickt (daher schon nach 1-2 Wochen).

Lediglich wenn laut Tracking noch keine Zustellung erfolgte wird tatsächlich nachgeforscht, wobei in der Praxis auch bloß gewartet wird bis die Sendung ein Zustelltracking hat, und diese Zustellung wird dann so auf die Verständigung übernommen. Daher dauert es bis zu 10 Wochen, weil die Post ebenso solange wartet und hofft dass es noch zugestellt wird. Erst wenn nach gut 2 Monaten noch kein Zustelltracking da ist, sieht die Post die Sendung als verloren an und schickt das entsprechende Ergebnis (inklusive Entschädigungsantrag) raus. Den Entschädigungsantrag muß man ausfüllen und zur Post zurückschicken, dann wird wenige Wochen später die Entschädigungssumme ausbezahlt. Falls jedoch während der Bearbeitung des eingesendeten Entschädigungsantrags die Sendung doch noch ankommen sollte, wird nichts ausgezahlt (die prüfen vor der Auszahlung daher nochmals das Tracking).

Crux an der Sache:
Wenn der Kunde bestreitet eine zugestellte Einschreibesendung erhalten zu haben schaut man - trotz Einschreiben - blöd aus der Wäsche.
Denn man erfährt bei der Post (außer in Fall 3) nur dass die Sendung an einen "Empfangsberechtigten" ausgefolgt wurde. Man erfährt keinen Namen, man erhält keine Unterschrift (beides liegt bei der Deutschen Post ja im Regelfall nicht auf). Ich hatte schon mehrere solche Fälle und hatte mich über verschiedene Kanäle an die Post gewandt. Meine diesbezüglichen Eingaben wurden ausnahmslos nichtmal beantwortet.
Im Zweifelsfall müsste man daher das Geld erstatten. Denn es ist ja nicht ausgeschlossen dass der Briefträger einen Fehler gemacht hat und die Einschreibsendung falsch/woanders zustellte.

Das ganze gilt für Einschreiben. Bei Warenpost Unterschrift/Einschreiben läuft das sicherlich exakt gleich.

Bei Warenpost Tracked läuft es dagegen wie bei einem Einwurfeinschreiben. Die Post bestätigt lediglich dass die Sendung als "zugestellt" markiert wurde. Das kann z.B. heißen dass es in den Briefkasten eingeworfen wurde, oder vor die Tür gelegt wurde oder ähnliches.
Klarerweise sind Reklamationen hier noch zweckloser als bei Einschreiben.

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Re: keine Waren mehr in Post Briefen erlaubt international

Beitrag von Max001 » 16. Jan 2019 20:13

Bei Warenpost Tracked läuft es dagegen wie bei einem Einwurfeinschreiben. Die Post bestätigt lediglich dass die Sendung als "zugestellt" markiert wurde. Das kann z.B. heißen dass es in den Briefkasten eingeworfen wurde, oder vor die Tür gelegt wurde oder ähnliches.
Klarerweise sind Reklamationen hier noch zweckloser als bei Einschreiben.
Danke für deine ausführliche Nachricht, das ist glaube ich das Problem mit dem Tracked, beim Einschreiben muss wenigstens jemand unterschreiben aber beim Tracked kann das Paket liegen wo es will und wenn es vor der Tür ist und jemand anderes es mitnimmt, es merkt ja keiner. Ich glaube ich stell auf Einschreiben um, das mach so keinen Sinn.

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Re: keine Waren mehr in Post Briefen erlaubt international

Beitrag von roman » 16. Jan 2019 21:15

@Max001
Wirtschaftlich gesehen würde ich das nicht verallgemeinern. Kommt auf Warenwert, Kundengruppe, Sortiment etc. an.
"Tracked" hat auch einen Vorteil: Die Sendung wird evtl. zugestellt obwohl niemand zuhause ist. Das hat den Vorteil dass der Kunde happy ist wenn er am Abend heimkommt und die Sendung vorfindet (anstatt sie irgendwo mühsam abzuholen). Auch sinkt das Risiko "versehentlicher" Rücksendungen die nicht abgeholt wurden weil der Kunde es nicht wußte/vergaß etc.

Mal ins blaue kalkuliert:
- 100 Sendungen "Tracked" statt Einschreiben = 25 Euro Ersparnis
- 1 von 100 Sendungen kommt nicht zurück weil nicht abgeholt = 15 Euro Ersparnis/Verdienstentgangsvermeidung
= 40 Euro Ersparnis
Zusätzlich wurden noch einige Sendungen zugestellt obwohl niemand zuhause war. Der Kunde ersparte sich somit den Weg zur Post. Diese Kundenzufriedenheit kann man halt schwer im Geld umrechnen

Jedoch ist vielleicht aufgrund "Tracked" um 1 von 100 Sendungen mehr "verloren" gegangen (warum auch immer) als das bei Einschreiben. War es ein niedriger Wert, hat das 15 Euro gekostet. Ergibt somit immer noch 25 Euro Gewinn.

Ist jetzt eine Phantasiekalulation, aber so KÖNNTE es tatsächlich aussehen.

Wenn man beispielweise dann noch Sendungen nur bis zu einer gewissen Dicke (ca. 2,5 cm; denn diese passen in fast jeden Briefkasten) als Tracked versendet (und alles darüber als Einschreiben), kann man die Risikokalkulation möglicherweise noch positiv beeinflussen. Denn bei Sendungen die in den Briefkasten passen ist davon auszugehen dass es weniger Zustellprobleme gibt. Größere Sendungen dagegen werden eher vor die Türe gelegt, oder oben auf den Briefkasten draufgelegt, wo sie schonmal verschwinden können.

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Re: keine Waren mehr in Post Briefen erlaubt international

Beitrag von maddinsen » 16. Jan 2019 21:29

Bei mir geht nichts ohne Einschreiben raus.

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Re: keine Waren mehr in Post Briefen erlaubt international

Beitrag von fuzzy » 17. Jan 2019 03:19

@roman
Ich habe meine ersten Warenpost-International-Labels auf einem Zebra 2844 gedruckt (203 dpi, 10x15 cm). Gleiche Erfahrung mit extrem schlechter Lesbarkeit der Frankatur gemacht, aber die Sendungen wurden trotzdem problemlos transportiert.Ich gehe davon aus, dass die QR-Code-Leser der Post einfach extrem gut sind und der Code über eine entsprechende Redundanz verfügt.

Grundsätzlich setzt die Post aber 300 dpi voraus, weshalb ich mir Ende Dezember einen gebrauchten 300 dpi-Thermodrucker zugelegt habe. Mit dem sehen natürlich alle Labels besser aus, auch die normalen DHL-Paketlabels, und ich bin jetzt dazu übergegangen, die DHL-Paketmarken ebenfalls auf 10x15 cm verkleinert zu drucken, so dass ich für alle Thermoetiketten nur noch einen Drucker und eine Etikettengröße brauche. Klappt einwandfrei, ich kann auch mit meinem eigenen Barcodescanner den QR-Code auf der Warenpost erfolgreich scannen.

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Re: keine Waren mehr in Post Briefen erlaubt international

Beitrag von roman » 17. Jan 2019 10:08

@fuzzy
Ich versende ja schon seit vielen Jahren alle Briefe mit der Internetmarke. Da ist der Barcode 1x1 cm.
Und wenn der Druck schlechter ist (meist wenn der Toner am Ende war) dann kam es EXTREM selten vor dass der Brief zurückkam.
Das war so max. 1x von 1.000 Marken.
Wobei der Code daneben ja wohl auch schriftlich angedruckt ist, die Postler diesen daher eintippen könnten (worauf sie wohl nicht immer Lust haben). Auf diesen Internetmarken-Ausdrucken war der schriftliche Code aber problemlos lesbar. Jetzt bei der Warenpost ist er definitiv unslesbar.

Ich habe mir jetzt den Brother QL1100 bestellt. Der hat 300 DPI, mal sehen ob es mit dem besser klappt.
Es gab auch einige andere Druckermodelle die in Frage kamen, jedoch erschien mir dieses Modell die beste Mischung (günstiger Preis, relativ günstige Etiketten, und vor allem für die "kurzen" Warenpostlabels besser geeignet). Wobei diese Wertung nur gilt wenn man für WPI einen eigenen Drucker möchte. Würde ich DHL und WPI am selben Drucker drucken wollen, wäre die Wahl auf ein anderes Modell gefallen.

Ich vermute dass ich da überreagiere. Aber wenn man schon die Chance hat es von Anfang an perfekt zu machen, dann möchte ich das tun.

Insgesamt jedenfalls dämlich dass die Post hier ein Label verwendet bei den manches definitiv zu klein ist. Denn auch wenn es mit 300 DPI-Drucker hoffentlich besser läuft, es ist einfach zu klein. Als "Post" sollte man ja auch berücksichtigen dass nicht jeder den perfekten Drucker hat, und daher einwenig Reserve einbauen. So wie es jetzt aussieht ist man ja bloß mit einem perfekten Drucker nur "grade so" im grünen Bereich.

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Re: keine Waren mehr in Post Briefen erlaubt international

Beitrag von roman » 17. Jan 2019 13:02

Sehr eigenartig:

Wir haben am Dienstag etwa 20 Warenpost Tracked aufgegeben (alle auf einmal in einer Postagentur).

- 1 Sendung wurde am Wochenende erstellt: Tracking funktioniert!
- 9 Sendungen wurden am Montag erstellt: Tracking "defekt"
- 11 Sendungen wurden am Dienstag erstellt: Tracking funktioniert!

Daher exakt die, die am Montag gedruckt wurden, funktionieren im Tracking nicht. Alle anderen funktionieren ausnahmslos.

Es ist nicht so dass das Tracking gar nichts anzeigt, sondern es wird angezeigt: "Leider können wir Ihnen über das Internet keine Informationen über Ihre Sendung bereitstellen. Bitte wenden Sie sich an unser Callcenter."
Die Sendung ist also im Post-System (denn sonst würde dortstehen dass es die Sendungsnummer nicht gibt), aber irgendwie klappt es trotzden nicht so richtig.

Die Aufgabebelege habe ich mir angesehen. Alle wirken korrekt ohne Auffälligkeiten.

Kennt das jemand?

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Re: keine Waren mehr in Post Briefen erlaubt international

Beitrag von Philbert » 17. Jan 2019 14:31

Lisa54 hat geschrieben:
16. Jan 2019 10:33
Vielen Dank für diese Auskunft! Wenn ich also diese 5 mal Warenpost International im Quartal nicht erreichen kann, dann bleibt mir nur meine Ware als überteuertes Päckchen zu verschicken, für das ich noch nicht einmal einen Nachweis habe, denn dazu nochmal eine Versicherung zu kaufen würde einen unzumutbaren Versandkostenpreis für meine internationalen Kunden darstellen. (-S
Du kannst die Warenpost Internetmarken verwenden. ZB über das MS-Word Plug-In "ePorto". Bezahlt wird über die "Portokasse".
Die Angabe von Adress- und Absenderdaten sind da optional. Du kannst die Marke also "leer" drucken (Etikett 30mm) und ein Adressetikett drunter kleben.
Falls Export in Drittländer kommt dann halt noch CN22 mit drauf.
Ich kann mir nicht vorstellen, dass das über diesen Weg irgendwie kontrolliert wird, wieviel du monatlich versendest. ich würde da keine Marken auf Vorrat drucken.... möglich wäre es aber. Allerdings steht das Erstellungsdatum auf der Marke.
roman hat geschrieben:
17. Jan 2019 10:08
Ich versende ja schon seit vielen Jahren alle Briefe mit der Internetmarke. Da ist der Barcode 1x1 cm.
Auf diesen Internetmarken-Ausdrucken war der schriftliche Code aber problemlos lesbar. Jetzt bei der Warenpost ist er definitiv unslesbar.
Du kannst das mit der Internetmarke vorerst durchaus beibehalten. Das letzte Update des ePorto Plug-Ins hat ja die Warenpost mit dabei. Die werden das wohl kaum implementiert haben, wenn man die so erstellten Marken nicht verwenden dürfte. Bei der Post konnte ich sie auch problemlos abgeben.
Das Plug-In ist nicht in der Lage größere Etiketten zu bedrucken, bzw. harmonized Labels zu verwenden.
Bei mir werden die Sachen - wie zuvor auch - einfach über einen Standard (QL-570) Etikettendrucker gedruckt.
Der einzige Nachteil den ich sehe, ist, dass die erstellten Marken im ePorto Journal ohne Trackingnummer eingetragen sind. Tracking funktioniert aber. Ich vermute das ist ein Fehler der hoffentlich mit dem nächsten Update beseitigt ist. Hier muss ich also die Nummern noch vom Etikett abschreiben. Bei meinem Aufkommen von 10-20 int. Warenpost pro Monat ist das aber durchaus machbar...

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Re: keine Waren mehr in Post Briefen erlaubt international

Beitrag von Philbert » 17. Jan 2019 14:41

Max001 hat geschrieben:
16. Jan 2019 20:13
Bei Warenpost Tracked läuft es dagegen wie bei einem Einwurfeinschreiben. Die Post bestätigt lediglich dass die Sendung als "zugestellt" markiert wurde. Das kann z.B. heißen dass es in den Briefkasten eingeworfen wurde, oder vor die Tür gelegt wurde oder ähnliches.
Klarerweise sind Reklamationen hier noch zweckloser als bei Einschreiben.
Danke für deine ausführliche Nachricht, das ist glaube ich das Problem mit dem Tracked, beim Einschreiben muss wenigstens jemand unterschreiben aber beim Tracked kann das Paket liegen wo es will und wenn es vor der Tür ist und jemand anderes es mitnimmt, es merkt ja keiner. Ich glaube ich stell auf Einschreiben um, das mach so keinen Sinn.
Nachdem ich damals schon beim Einwurf-Einschreiben festgestellt habe, dass das einfach zu oft nicht funktioniert wundert mich das gleiche Ergebnis bei der Warenpost "tracked" überhaupt nicht.
Die Zusteller sind vermutlich einfach zu faul oder zu verpeilt oder zu uninformiert die Sachen beim Einwurf zu scannen. Mit Unterschrift sieht das ganz anders aus...

roman
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Re: keine Waren mehr in Post Briefen erlaubt international

Beitrag von roman » 17. Jan 2019 15:04

Philbert hat geschrieben:
17. Jan 2019 14:31
Du kannst die Warenpost Internetmarken verwenden. ZB über das MS-Word Plug-In "ePorto".
Ich glaube, auch wenn man über eine externe Schnittstelle arbeitet muß man beim ersten mal irgendwo den Mindestmengenpassus bestätigen.
Jedenfalls haben hier ja mehrfach Leute berichtet die ebenfalls externe Schnittstellen nutzten (=also nicht direkt die Postshopwebsite) dass es nicht "einfach so" ging. Erst als das unter Dach und Fach war.

Philbert hat geschrieben:
17. Jan 2019 14:31
Du kannst das mit der Internetmarke vorerst durchaus beibehalten. Das letzte Update des ePorto Plug-Ins hat ja die Warenpost mit dabei.
Es könnte, wenn die Postaussage stimmt (in einigen Ländern Verzögerung ohne HL), durch die Verwendung des harmonized labels Vorteile geben, z.B. bei der Zollabwicklung. Diese möchte ich mir nach Möglichkeit nicht verbauen.
Auch gibt es die Aussage eines Betreibers einer externen Schnittstelle dass Warenpost Int. ohne harmonized label nur noch während einer Übergangsphase angeboten wird.
Ich hätte halt gerne gleich alles gescheint eingerichtet und muß dann nicht in ein paar Monaten wieder alles umdrehen (wobei die Verwendung von Blanko-Prepaid-Labels in der Tat verlockend wäre).
Philbert hat geschrieben:
17. Jan 2019 14:31
Der einzige Nachteil den ich sehe, ist, dass die erstellten Marken im ePorto Journal ohne Trackingnummer eingetragen sind.
Das hatte ich früher auch nicht gemacht. Hatte mir z.B. 500 Stück EUR 3,70 Labels auf Vorrat ausgedruckt. Zu diesen dann ggf. noch ein Einschreiben-Prepaidlabel (aus den 50er Blocks) dazugeklebt. Nummer mußte in der Tat händisch in der WaWi hinterlegt werden, was ich aber nie störend fand.

Philbert hat geschrieben:
17. Jan 2019 14:41
Die Zusteller sind vermutlich einfach zu faul oder zu verpeilt oder zu uninformiert die Sachen beim Einwurf zu scannen. Mit Unterschrift sieht das ganz anders aus...
Im konkreten Fall gibt es ja einen Zustellscan.
Warum der Kunde trotzdem sagt dass er die Sendung nicht erhalten hat, ist freilich Spekulation: Hat es der Briefträger in den falschen Briefkasten gesteckt, hat es der Briefträger gestohlen, wurde es aus dem Briefkasten rausgestohlen, hat es ein Mitbewohner/Kollege angenommen und dem Empfänger nichts gesagt, der Empfänger streitet den erfolgten Versand ab. Man weiß es nicht ...

Aber wie gesagt, bei Einschreiben mit Unterschrift ins Ausland kann man trotz Zustellung auch nicht viel gegen den Kunden ausrichten, wenn dieser den Erhalt bestreitet.

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Re: keine Waren mehr in Post Briefen erlaubt international

Beitrag von Rex » 17. Jan 2019 15:36

Hab diese Woche 2x in einer Geschäftspostannehmestelle eingeliefert und die Mitarbeiter dort sind von dem Produkt ziemlich begeistert. Soll wohl auch bald Softwaremäßig was neues kommen. Irgend eine Post-Schnittstelle fit für "Harmonized Label" oder so.

Was ihr auf den vorherigen Seiten beim Einliefern von wegen langes rumfummeln bei Länderauswahl geschrieben habt, war nach Aussage der Mitarbeiter beim normalen Brief International Einschreiben vorher wohl genauso.

Das Einzige was mir aufgefallen ist, dass die geübten Postmitarbeiter dort direkt irgendwelche Tastenkürzel verwendet haben.
Also wenn man in normaler Filiale einliefert, dann machen die ja in der Regel mit Maus und Suchsystem bis der richtige Button gefunden ist.
In der Geschäftspostannahme hat die Mitarbeiterin gescannt, 2x irgendwelche Tastenkürzel gedrückt, nächstes gescannt, 2x Tastenkürzel gedrückt, nächstes gescannt usw...ging ratzfatz. Ich würde sagen 12x WaPI "tracked" pro Minute, also 5 Sec pro Sendung.
Nur die Sendungen mit exotischen Ländern, da hat es etwas länger gedauert (vermute da kannte Sie die Tastenkürzel nicht auswendig).
Aber USA, Canada, FRA, UK, ITA, CH, ... ging schnell.

Ich denke wir liefern ab jetzt 1x pro Woche (Di) in der Geschäftspostannahme ein, solange bis es das Softwareupdate gibt und es dann auch in den normalen Filialen fix geht. Mo machen wir normal unsere Inlandssendungen und Pakete, Di gehts mit den vielen WaPI's vom Wochenende zur Geschäftspostannahme und die restlichen Wochentage wenn es meist nur 5-10 Internationale sind, die müssen dann halt in den normalen Filialen mit durch...

Aber wenn ich mit unseren oft ~40-50 WaPI's vom langen Wochenende (Fr-Mo) in einer normalen Filiale auftauche, dann bin ich dort bestimmt nicht mehr lange gern gesehen :lol: Das würde dann die behutsam aufgebaute Beziehung zu den netten Postlern hier wohl nachhaltig stören :cry:

(Ist zwar Offtopic, aber DHL ist momentan auch unterirdisch. Von Mo (abgeholt) und Di (eingeliefert) bisher fast nichts zugestellt. Bauen die fleißigen Postler wohl noch ihre Überstunden vom Weihnachtsgeschäft ab... :| )

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