Umweltministerin Schulze plant Verbot von Plastiktüten in Läden

Spezielle Themen zum Handel "vor Ort" - Ladeneinrichtung, Diebstahlschutz, Beschallung...
amaseller
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Re: Umweltministerin Schulze plant Verbot von Plastiktüten in Läden

Beitrag von amaseller » 8. Sep 2019 23:07

Wolkenspiel hat geschrieben:
8. Sep 2019 20:56
... die Regierung und den gesamten demokratischen Staatsapparat komplett für unglaubwürdig und
inkompetent zu erklären (mit den Grundsätzen der Volkswirtschaft), und damit ganz nebenbei ebenfalls die eigene Verantwortung abzuschieben.
Ach, du hältst die Regierung für glaubwürdig und kompetent? O.k., das ist ein völlig neuer Ansatz, darüber muss ich erst mal nachdenken. :lol:
Nix für ungut... :wink:
Du darfst gerne noch einmal lesen, was ich geschrieben habe. Aber deine pauschale Abwertung der Regierung (die ich übrigens ebenso wie vermutlich du auch nicht gewählt habe, und bei der ich mit sehr vielen Dingen nicht zufrieden bin) sagt zumindest etwas über dein Demokratieverständnis aus.

Deine Aussage über den Kunden, der "verarscht werden will", und den Du so schätzt, dass Du ihm den Gefallen tust, sagt noch mehr aus. Abgesehen davon, daß Du über das Recycling nichts Neues berichtest, machst Du hier genau, was Du eben noch der Regierung vorgeworfen hast. Du bist ignorant und schiebst die Schuld auf deine Kunden. Faktisch will nicht der Kunde verarscht werden, sondern du willst ihn, zum persönlichen Vorteil verarschen. So wäre es wohl ehrlich, anders klingt es natürlich besser.



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Re: Umweltministerin Schulze plant Verbot von Plastiktüten in Läden

Beitrag von amaseller » 8. Sep 2019 23:32

ReginaSF hat geschrieben:
8. Sep 2019 20:04
Was ist ein »normaler Stromverbrauch« unter welchen Bedingungen? Unser Steuersystem ist deshalb so kompliziert, weil es eine ähnliche Quadratur des Kreises versucht.

Vielleicht sollte man mal überlegen, wie man die Menschen bei diesem Vorhaben abholt und sie in der Breite involviert anstatt ständig mit neuen Verboten und Vorschriften den Missmut zu schüren und dabei doch nur im Kleinklein hängen zu bleiben. Könnte auch gesellschaftlich eine ganz neue Erfahrung sein.
Der normale Stromverbrauch eines Haushaltes sollte festlegbar sein, ohne Heizung und Warmwasser wird es bei 1000-1350 kWh pro Person im Jahr liegen. Es handelt sich auch um einen recht einfachen Vorschlag, über den ich nicht lange nachgedacht habe. Mir gefällt aber der Gedanke, eine große Zahl Menschen praktisch sofort zu entlasten. So würden sich stromsparende Maßnahmen auch auszahlen. Und es sollte mein Beitrag zum Diskurs sein.

Ich wäre sehr gespanntauf deine Vorschläge über das Abholen und Mitnehmen der Menschen, das du bislang nur abstrakt umschreibst.

Der Missmut, den du beschreibst, halte ich gar nicht unbedingt für eine Folge von Verboten oder Vorschriften. Meiner bescheidenen Meinung nach ist es eine Folge der langen Wohlstandsphase. Je länger es jemandem gut geht, desto weniger Anlass braucht es, um ihn unzufrieden zu machen. Man kann über alles und jeden meckern, weil es aus diesem Zustand immer schwieriger wird, noch etwas zu verbessern.

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Re: Umweltministerin Schulze plant Verbot von Plastiktüten in Läden

Beitrag von Technokrat » 9. Sep 2019 01:17

Da setze ich fröhlich meinen Anton darunter!

Mit der Wohlstandsphase und der Unzufriedenheit hat das seine Berechtigung, ist ja quasi ein Oberbegriff für erodierende Städte, Infrastruktur, persönlichem Umfeld durch Wegzug und allen voran Perspektive.

Mir fällt da ein Beispiel ein: Eine gute Freundin von uns kommt aus dem ländlichen Osten. Sie sagt, sie hat mittlerweile selbst Probleme nach Hause zu fahren, weil sie bei den Gesprächen nicht mithalten kann und auch nicht will. Da geht es zum Beispiel um einen Stadtpark, den nie jemand wirklich genutzt hat. Aber seit 2015 sitzen da eben Ausländer drin. Nun regt man sich darüber auf, dass da Ausländer sitzen und man den Park nicht mehr nutzen kann - den man vorher gar nicht nutzen wollte. Nun macht man mobil gegen die Ausländer, dass die nicht auch noch den Park wegnehmen - es schlägt einerseits die blanke Angst um die eigene finanzielle Lage durch, die sich gegen alles was eine Fremdbestimmung sein könnte richtet, sowie ein Seelenbalsam im gemeinsamen Wettern gegen "Oben", ein Zugehörigkeitsgefühl. Ich denke da ist es relativ wurscht, was von da "oben" kommt. Das muss weg, egal was.

Dazu gibt es meiner Meinung nach einen nicht gerade kleinen Teil bei den Wessis, der aus den gleichen Gründen argumentiert, oder der einfach nur Lust an der Sensation bzw. Niedergang hat (Brexit, tretet endlich aus, wir wollen es sehen). Eine Kindheitsfrage von mir blieb unbeantwortet bis kürzlich zufällig die Antwort im Radio kam: Warum wird eigentlich immer nur über negative Dinge berichtet, sehr selten über positive Sachen? Mittlerweile war´s zwar klar: die negativen Nachrichten erzeugen mehr Aufmerksamkeit.

Da mache ich nach wie vor auch die Technik mit einem Hochleistungsrechner in der Hosentasche dafür verantwortlich, dass man sich in den negativen Nachrichten auch so richtig suhlen kann, um sich zwar ständig informiert, aber noch schlechter zu fühlen. Ich kann mir zumindest vorstellen, dass das Wachstum an psychischen (Stress) Erkrankungen auch in der eigenen Nutzung begründet liegt.

Die Idee, mit der Energie Anreize zu schaffen, gefällt mir selbst ausgesprochen gut. Hätte u.U. den Anreiz, dass sich die Leute z.T. gesünder bewegen. U.a. fahre ich auch gerne mit einem Spritschlucker in die Halle. Allerdings dieses Jahr auch fast 1000 km mit dem Fahrrad. Ich hab es nicht wegen der Kosten gemacht, aber mal ausgerechnet, da bleibt schon was hängen - und mir geht es wegen der Bewegung gut.

Wäre eben aber auch die wichtige Frage, wie z.B. Pendler den Energieverbrauch abrechnen können, Leute auf dem Land haben weniger Licht als in der Stadt, also höheren Verbrauch - und wie zuletzt lässt es sich vermeiden, dass Energie nicht zum Statussymbol wird, und daraus auch wieder Unzufriedenheit oder gar Neid entsteht?

Ich denke - wie man es macht, ist es verkehrt. Dann schreit die Wirtschaft, dann schreit der Abgehängte, dann wandert das Kapital ab, dann schreit wieder wer. Ja ich. Weil keiner mehr da ist. Juhu :)

Das Problem sehe ich tatsächlich in der Kommunikation. Vielleicht ist es aber auch eine Chance. Wer den Weg findet, eine Maßnahme allen Lagern zu verkaufen, hat gewonnen. Vielleicht braucht es dafür auch Hilfe von außen - also der Natur.

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Re: Umweltministerin Schulze plant Verbot von Plastiktüten in Läden

Beitrag von ReginaSF » 9. Sep 2019 07:07

amaseller hat geschrieben:
8. Sep 2019 23:32
Der Missmut, den du beschreibst, halte ich gar nicht unbedingt für eine Folge von Verboten oder Vorschriften. Meiner bescheidenen Meinung nach ist es eine Folge der langen Wohlstandsphase. Je länger es jemandem gut geht, desto weniger Anlass braucht es, um ihn unzufrieden zu machen. Man kann über alles und jeden meckern, weil es aus diesem Zustand immer schwieriger wird, noch etwas zu verbessern.
Missmut als Ergebnis von Wohlstand? Nun ja. Ich bin ja auch der Meinung, dass die Leute nicht wissen, wie gut es ihnen geht und dass viel zu viel als selbstverständlich hingenommen wird. Aber Missmut kommt nicht daher, dass man ein gutes Leben hat, sondern daher dass man das Gefühl hat, es nicht selbstbestimmt leben zu können und hilflos in Abhängigkeiten zu stecken, die dieses gute Leben gefährden. Und dieses Gefühl wird durch Verbote, Verordnungen und Verteuerungen noch befördert.

Wie man Wandel organisiert? Nun, ich empfehle für den Anfang ein Buch über Change Management. Da gibt es endlose Anregungen, die allerdings mit härterer Arbeit verbunden sind als das Ausschreibungsverfahren für einen Burggraben um den Bundestag. Bürger aktiv einbinden (wurde nicht gerade Kretschmer dafür gefeiert, spontan, bevor einem klar wurde, dass das viel harte Arbeit ist), mit den Leuten reden, einen strukturierten Prozess der Auswertung und der Rückmeldung aufsetzen, ein positives Kommunikationskonzept erarbeiten das die Bürger erreicht, positiv motivierende Ansprache und direkt spürbarer persönlicher Nutzen (nein, kein "deine Enkel störben sonst") statt Katastrophenszenario und so weiter und so fort. Alles das, was man halt so macht, wenn man Menschen mitnehmen will. Ist keine Raketenwissenschaft, nur aufwendig - und sicher nichts, wo der Werkzeugkasten des Verwaltungsapparats zielführend ist.

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Re: Umweltministerin Schulze plant Verbot von Plastiktüten in Läden

Beitrag von kreien » 9. Sep 2019 09:20

Hallo,
Scienceticker hat geschrieben:
8. Sep 2019 11:16
Sehe ich auch so. Und letztendlich muß man endlich auch dafür sorgen, daß wirklich recycelt wird.
Müllvermeidung, Klimaschutz und Recycling fängt bei jedem selbst an, wenn ich aber neuerdings ständig daran gehindert und verarscht werde, weil nämlich ein Business unter dem Deckmantel des Klimaschutzes daraus gemacht wird, dann nervt mich das.

Hier in Offenbach sind die Grünen durchaus nicht unwichtig bei politischen Entscheidungen und in einer solchen Stadt werden Sperrmüllhaufen von Müllermittlern des Ordnungsamtes observiert. In https://www.op-online.de/offenbach/offe ... 02848.html ist nachzulesen, dass das zu erwartende Bußgeld für die Wegnahme der Waschmaschine und des Geschirrspülers sich im unteren dreistelligen Bereich bewegen wird. Künftig wird dort der Sperrmüll eingehaust, vgl. https://www.op-online.de/offenbach/offe ... 73989.html.

Soviel zum Thema Recycling und Müllvermeidung. Auf dass sich bloß nicht die ärmeren Bevölkerungsschichten aus den Wertstoffen im Sperrmüll bedienen oder Geräte ein zweites Leben in Osteuropa haben. Das gehört im Rahmen geregelter Entsorgung alles vernichtet. Das ist auch formaljuristisch völlig korrekt so, denn es gibt gemäß Kreislaufwirtschaftsgesetz eine Abfallüberlassungspflicht und die Abfallsatzung quasi jeder Stadt verbietet es, sprich es ist eine Ordnungswidrigkeit. Wäre das nicht so, würden dem kommunalen Entsorger Einnahmen entgehen, sprich es geht nicht um Recycling, Klimaschutz oder Müllvermeidung, sondern es ist schlichtweg ein Business, und zwar gewollt ohne Wettbewerber, denn gewerbliche Sperrmüllsammlungen sind ohnehin gemäß KrWG nicht mehr so ohne Weiteres drin (vgl. https://www.ingenieur.de/technik/fachbe ... ftsgesetz/).

Nun habe ich als Kind im Sperrmüll viele tolle ausrangierte Spielzeuge und vor allem Bücher gefunden, das war damals was ganz Normales und wurde auch von Erwachsenen bewundernd zur Kenntnis genommen. In meinem Leben gab es auch Epochen, in denen ich so richtig klamm war. Meine erste Bosch-Waschmaschine ist auch vom Sperrmüll, und die hat locker zehn Jahre gute Dienste geleistet. Die Ersatzteile für meinen Backofen kommen auch vom Sperrmüll, da dort ein baugleiches AEG-Gerät stand. Heute werden in einer Gemeinde mit der Sperrmüllabfuhr so Aufkleber verteilt, siehe hier: https://www.buxtehude.de/buergerservice ... 023-0.html.

Ich habe meinem Kind gestern aus dem Kinderbuch "Ein Schultag voller Abenteuer" (Leserabe, 1. Lesestufe, ISBN 978-3-473-36389-6, http://d-nb.info/993688527) vorgelesen. In der Geschichte auf Seite 4 "Die Schultasche" wird beschrieben, wie Tims Mama seufzt, dass Schultaschen teuer sind. Tim selbst tut sich schwer etwas Passendes zu finden und sieht im Sperrmüll eine schöne gebrauchte Schultasche in seiner Lieblingsfarbe mit Raumschiffen drauf. Er nimmt sie mit und alle sind glücklich. Beim Vorlesen habe ich gedacht, das Buch ist schon etwas älter, früher war das in der Tat völlig okay - heute wird ein massiv rechtswidriger Vorgang in der Geschichte beschrieben, denn heute ist das eine Straftat, zumindest eine Ordnungswidrigkeit. Die Geschichte selbst ist in diesen Zeiten dann wohl quasi eine Anstiftung zu Straftaten oder? Egal, der Gesetzgeber will es so, es ist aber Schwachsinn und jeder weiß es.

Man müsste die Geschichte im Kinderbuch nach alledem umschreiben, sodass Tim sich besser aus einer Gift Box engagierter Bürger bedient, denn von der Kommunalpolitik kann der entmündigte Bürger diesbezüglich gar nichts erwarten. Ich traue mich es fast gar nicht zu schreiben, aber das Kinderbuch ist auch vom Sperrmüll. Ja, wir sind so bescheuert, es lässt sich manchmal nicht mehr in Worte fassen, aber was solls - wenn es zu schlimm wird, gehe ich ins Ausland. Anders als früher können die Kinder ja heutzutage alle zum Glück fließend Englisch, es ist also heute nicht alles schlecht, zumal ich die Kids bewusst auf eine internationale Schule geschickt habe.

Viele Grüße
Michael

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Re: Umweltministerin Schulze plant Verbot von Plastiktüten in Läden

Beitrag von koshop » 9. Sep 2019 09:50

@kreien

So negativ würde ich das nicht sehen - heute wird ja vieles was früher weggeworfen worden wäre - obwohl es noch gut war - über Ebay Kleinanzeigen abgegeben.
Also von daher gibt es auch positive Entwicklungen.
Da geht es zum Beispiel um einen Stadtpark, den nie jemand wirklich genutzt hat. Aber seit 2015 sitzen da eben Ausländer drin. Nun regt man sich darüber auf, dass da Ausländer sitzen und man den Park nicht mehr nutzen kann - den man vorher gar nicht nutzen wollte
In dem kleinen Ort wo ich früher meine Firma hatte, hat sich ein größerer Konzern angesiedelt. Die Gewerbesteuereinahmen sind explodiert. Also hat man einen schönen Park angelegt - eigentlich völlig überdimensioniert. Am Anfang war da auch nicht viel los - bis die Leute aus den Nachbarorten den Park entdeckt haben. Und schon ging das Geschrei los. Sei viel zu voll, die Auswärtigen würden ihren Müll rumliegen lassen, alles zuparken und wären völlig rücksichtslos, würden die Einheimischen verdrängen usw.... Wohlgemerkt keine Migranten - nur Leute aus den Nachbarorten... :lol:

Wenn es Besitzstände zu verteidigen gibt mutiert plötzlich jeder "Fremde" zum Bösewicht - ob er aus Syrien, Schwaben oder nur aus dem Nachbardorf kommt.

Ich empfehle jedem mal das Buch "Kalte Heimat" zu lesen. Rassismus von Deutschen gegen Deutsche nach dem zweiten Weltkrieg. Wer heute Beifall klatscht wenn gegen Migranten gehetzt wird merkt da schnell, das die gleichen Leute ihm ebenfalls eins über die Rübe ziehen würden wenn er in Not wäre, da mag er noch so Deutsch sein.
Zitat: "Die ostpreußischen Flüchtlinge sind eine Mulattenzucht, sie gehören nicht zu unserer germanischen blonden Rasse und gefährden unsere schleswig-holsteinische Eigenart" " Die drei großen Übel, das sind die Wildschweine, die Kartoffelkäfer und die Flüchtlinge. "
Oder ein Gedicht hier aus Schwaben aus dem Jahre 1946: „Herrgott im Himmel, sieh unsere Not / wir Bauern haben kein Fett und kein Brot / Flüchtlinge fressen sich dick und fett / und stehlen uns unser letztes Bett / Wir verhungern und leiden große Pein / Herrgott, schick das Gesindel heim.“

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Re: Umweltministerin Schulze plant Verbot von Plastiktüten in Läden

Beitrag von Gaertner » 9. Sep 2019 10:12

Da geht es zum Beispiel um einen Stadtpark, den nie jemand wirklich genutzt hat. Aber seit 2015 sitzen da eben Ausländer drin. Nun regt man sich darüber auf, dass da Ausländer sitzen und man den Park nicht mehr nutzen kann - den man vorher gar nicht nutzen wollte
Auch wenn es jetzt hier nicht wirklich reingehört, wir haben auch so einen Park, der wurde genutzt. Mittlerweile immer weniger weil er zu einem "Görlitzer Park" wurde. Aber sicher sehe ich das nur zu eng, so wie das in Berlin geregelt wird ist es sicher toll für alle!

Bezüglich Wärmepumpen wundert mich das immer noch nicht die DV-Wärmepumpen weiter in den Blickpunkt gerückt sind :gruebel:
Bestimmt weil dies der Kälteanlagenbauer macht und nicht die Heizungsfirmen, welche eventuell durch die großen Hersteller mehr Lobby besitzen?

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Re: Umweltministerin Schulze plant Verbot von Plastiktüten in Läden

Beitrag von Vio » 9. Sep 2019 11:27

Gaertner hat geschrieben:
9. Sep 2019 10:12
Auch wenn es jetzt hier nicht wirklich reingehört, wir haben auch so einen Park, der wurde genutzt. Mittlerweile immer weniger weil er zu einem "Görlitzer Park" wurde. Aber sicher sehe ich das nur zu eng, so wie das in Berlin geregelt wird ist es sicher toll für alle!
Auch wenn es jetzt hier nicht wirklich reingehört, wir haben auch so einen Park, der wurde genutzt. Mittlerweile immer weniger weil er seit einigen Jahren zum örtlichen Drogen- und Obdachlosentreff für "Biodeutsche" verkommen ist. Als einzig logische Konsequenz wurden die Sitzbänke im Park entfernt.

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Re: Umweltministerin Schulze plant Verbot von Plastiktüten in Läden

Beitrag von Wolkenspiel » 9. Sep 2019 13:22

amaseller hat geschrieben:
8. Sep 2019 23:07

Aber deine pauschale Abwertung der Regierung (die ich übrigens ebenso wie vermutlich du auch nicht gewählt habe, und bei der ich mit sehr vielen Dingen nicht zufrieden bin) sagt zumindest etwas über dein Demokratieverständnis aus.

Deine Aussage über den Kunden, der "verarscht werden will", und den Du so schätzt, dass Du ihm den Gefallen tust, sagt noch mehr aus. Abgesehen davon, daß Du über das Recycling nichts Neues berichtest, machst Du hier genau, was Du eben noch der Regierung vorgeworfen hast. Du bist ignorant und schiebst die Schuld auf deine Kunden. Faktisch will nicht der Kunde verarscht werden, sondern du willst ihn, zum persönlichen Vorteil verarschen. So wäre es wohl ehrlich, anders klingt es natürlich besser.
Eine Regierung als unglaubwürdig zu betiteln zu dürfen, IST Demokratie. Es IST unglaubwürdig, den Bürgern nahe zu legen, Elektroautos zu kaufen, ohne dafür zu sorgen, dass die Stromversorung überhaupt gewährleistet ist. Und das ist sie nun mal nicht, versuche mal, Aufladestellen an ein Mehrfamilienhaus anzubinden für alle Bewohner. Geht nicht (hier in der Gemeinde passiert). Nur so als kleines Beispiel.

Und was die Kunden angeht: weißt Du, ich versuche seit Jahren, diese aufzuklären. Ich erkläre jedem, der nachfragt, warum meine Produkte in Kunststofftiegeln sind, wie es wirklich ist. Das will aber keiner hören. Ich habe mich lange gewehrt, bestimmte Dinge in Glas abzufüllen, weil es ökologisch einfach Unfug ist. Das wird aber nicht akzeptiert, denn die Antwort auf Aufklärung ist immer: "Ja, aber trotzdem".
Gut, dann gibt es jetzt eben "trotzdem" zusätzlich Glastiegel und diese müssen bezahlt werden.
Das meine ich damit, wenn ich sage, der Kunde will verarscht werden. Man kann auch sagen: der Kunde möchte sein Bauchgefühl befriedigt wissen, er möchte sich besser fühlen. Fakten sind ihm egal. (Bestes Beispiel: die Stofftaschen). Nun denn.

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Re: Umweltministerin Schulze plant Verbot von Plastiktüten in Läden

Beitrag von welpe » 9. Sep 2019 14:07

Ich verstehe wirklich nicht wie man die aktuelle Regierung zum wiederholten Mal wählen könnte.

Wenn die Regierung wirklich mal was machen will dann hätten Sie es schon getan.

Stattdessen wird dann vermutlich wieder Monate darüber diskutiert und am Ende kommt nichts raus oder irgendwas damit jeder von uns mehr Steuer zahlen darf.

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Re: Umweltministerin Schulze plant Verbot von Plastiktüten in Läden

Beitrag von koshop » 9. Sep 2019 14:37

Eigentlich liegt ja das Problem in der Politik heute ganz woanders. Nämlich darin, dass wir hier alle online klugscheißen und über die doofen Politiker herziehen, anstatt in eine Partei einzutreten und es besser zu machen...

Letzendlich erwarten wir kompetentes politisches Personal, das unsere Probleme löst - 24/7 zur Verfügung steht - aber kosten darf es nix - denn wie wir alle wissen sind die alle faul und machen nix und sacken nur fette Diäten ein. Tatsächlich kriegen wir in etwa die Qualität, die wir bezahlt haben würde ich mal sagen. Ein Bundestagsabgeordner verdient weniger als ich mit meinem Kleinbetrieb. Da braucht man sich nicht wundern dass er sich Nebentätigkeiten sucht oder es mit der Qualität des Personals im Argen liegt...

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Re: Umweltministerin Schulze plant Verbot von Plastiktüten in Läden

Beitrag von Vio » 9. Sep 2019 14:50

koshop hat geschrieben:
9. Sep 2019 14:37
anstatt in eine Partei einzutreten und es besser zu machen...
Als wenn das so funktionieren würde... Leider, leider nicht.

Edit: Ich hab mir jahrelang den Popo aufgerissen, als ich noch politisch aktiv war. Re-si-gna-tion.

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Re: Umweltministerin Schulze plant Verbot von Plastiktüten in Läden

Beitrag von Wolkenspiel » 9. Sep 2019 15:23

koshop hat geschrieben:
9. Sep 2019 14:37
Letzendlich erwarten wir kompetentes politisches Personal, das unsere Probleme löst - 24/7 zur Verfügung steht - aber kosten darf es nix - denn wie wir alle wissen sind die alle faul und machen nix und sacken nur fette Diäten ein. Tatsächlich kriegen wir in etwa die Qualität, die wir bezahlt haben würde ich mal sagen. Ein Bundestagsabgeordner verdient weniger als ich mit meinem Kleinbetrieb. Da braucht man sich nicht wundern dass er sich Nebentätigkeiten sucht oder es mit der Qualität des Personals im Argen liegt...
Wie kommst Du darauf, dass die nix verdienen? https://orange.handelsblatt.com/artikel/34490
Und ich erwarte keinen Einsatz 24/7, ich erwarte, dass die ihren Job machen, FÜR das Volk. Und nicht für sich und ihre Interessen oder Lobbyisten. Aber da sind wir wieder beim Thema Naivität.

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Re: Umweltministerin Schulze plant Verbot von Plastiktüten in Läden

Beitrag von koshop » 9. Sep 2019 15:33

9.542 Euro verdient ein Bundestagsabgeordneter pro Monat.
https://orange.handelsblatt.com/artikel/34490
Sag ich doch. Da verdient manch kleiner Online-Händler mehr. Und das ist ja brutto. Und dafür hat man als Abgeordneter 60-80 Stundenwoche und kaum freie Wochenenden.

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Re: Umweltministerin Schulze plant Verbot von Plastiktüten in Läden

Beitrag von Wolkenspiel » 9. Sep 2019 15:58

Äh, es gibt bestimmt auch viele, die mehr als ich verdienen, deshalb verdiene ich ja trotzdem nicht wenig.
Sie erhalten außerdem noch eine Aufwandsentschädigung in einer Höhe, die manch einer nicht im Monat bekommt, wenn er normal arbeiten geht: mehr als 4k.
Außerdem werden die Diäten seit kurzer Zeit automatisch jedes Jahr erhöht, damit es keiner mehr diskutieren muss und der Bürger sich daran nicht mehr stört. Wenn Du diese Monatseinkommen für eine Lapalie hältst und Dir mal den Bundestag anschaust, wie voll der Plenarsaal ist, wenn es eine Sitzung gibt, dann weeß ich es och nich.

Abgesehen davon: man weiß das ja auch vorher und wenn es einem zu wenig Gehalt ist, dann macht man halt was anderes. Aber schlechte Arbeit abzuliefern mit der Begründung, man bekommt zu wenig, das geht ja gaaar nicht.
Zuletzt geändert von Wolkenspiel am 9. Sep 2019 16:01, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Umweltministerin Schulze plant Verbot von Plastiktüten in Läden

Beitrag von Zierfischprofi » 9. Sep 2019 16:00

koshop hat geschrieben:
9. Sep 2019 15:33
9.542 Euro verdient ein Bundestagsabgeordneter pro Monat.
https://orange.handelsblatt.com/artikel/34490
Sag ich doch. Da verdient manch kleiner Online-Händler mehr. Und das ist ja brutto. Und dafür hat man als Abgeordneter 60-80 Stundenwoche und kaum freie Wochenenden.
Würde mich wirklich mal interessieren wie viele kleine Onlinehändler hier rumgeistern mit 9.542 Euro brutto, 4 Jahre sicherem Arbeitsplatz und Altersversorgung. Zusätzlich Büro, Mitarbeiter und Fahrdienst gestellt. Und nach 8 Jahren Onlinehandel erhält man eine Pension bis ans Lebensende. Bitte gebt Euch zu erkennen.

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Re: Umweltministerin Schulze plant Verbot von Plastiktüten in Läden

Beitrag von gato77 » 10. Sep 2019 22:30

Ich muss einigen hier, und voll und ganz Wolkenspiel in allen Punkten recht geben. Als ich meine Restmüll am Wertstoffhof abgeben musste, dürfe ich 1. einen neuen Plastiksack bezahlen (musste den bei denen kaufen, meiner den ich im Supermarkt schon bezahlt hatte gilt ja nicht), und wisst Ihr wohin das ging? In den SPERRMÜLL. Ach und die Müllverbrennungsanlagen, müssen Plastik usw. ankaufen, damit Sie den Müll überhaupt verbrennen können (von Mitarbeitern selbst gesagt). Da wird wieder alles gemischt. Zur Politik habe ich eh keine Worte mehr... somit /-(x)

Wenn alle ökologisch und so wie von der Politik gewollt agieren würden, würden wir untergehen. Wenn jeder elektro fahren würde, es sind ja auch schon Roller, Fahrräder und neumodische Fortbewegungsmittel die mittlerweile mit Strom fahren... dann hätten wir gar kein Strom mehr abgesehen davon, dass der ganze Strom den man benötigt mit erneuerbaren Energien gar nicht zu produzieren ist.
Nicht zu vergessen die Batterien (müssen produziert und irgendwann entsorgt werden), genauso wie die Solaranlagen.... usw. usf.

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Re: Umweltministerin Schulze plant Verbot von Plastiktüten in Läden

Beitrag von welpe » 11. Sep 2019 08:28

gato77 hat geschrieben:
10. Sep 2019 22:30

Wenn alle ökologisch und so wie von der Politik gewollt agieren würden, würden wir untergehen. Wenn jeder elektro fahren würde, es sind ja auch schon Roller, Fahrräder und neumodische Fortbewegungsmittel die mittlerweile mit Strom fahren... dann hätten wir gar kein Strom mehr abgesehen davon, dass der ganze Strom den man benötigt mit erneuerbaren Energien gar nicht zu produzieren ist.
Nicht zu vergessen die Batterien (müssen produziert und irgendwann entsorgt werden), genauso wie die Solaranlagen.... usw. usf.

Wir haben genug Strom. Wir geben sogar teilweise andere Länder Geld damit Sie unser Strom abnehmen.

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Re: Umweltministerin Schulze plant Verbot von Plastiktüten in Läden

Beitrag von Wolkenspiel » 11. Sep 2019 08:37

welpe hat geschrieben:
11. Sep 2019 08:28
Wir haben genug Strom. Wir geben sogar teilweise andere Länder Geld damit Sie unser Strom abnehmen.
Ähm - nein.
Das Problem ist, dass wir den Strom nicht wirklich speichern können. Wir produzieren teilweise zu viel Strom, wenn die Sonne scheint und der Wind weht. Dann geben wir der Schweiz Geld, damit sie unseren Strom abnimmt. Die Schweiz ist clever, sie pumpt mit diesem Strom Wasser auf die Berge. Dann gibt es irgendwann nicht genug Strom bei uns, weil keine Sonne und kein Wind (die bösen Atomkraftwerke und die Braunkohlekraftwerke liegen ja im Sterben). Also gehen wir wieder zur Schweiz und geben denen erneut Geld. Die Schweiz lässt dann das Wasser von den Bergen ab, produziert damit Strom und verkauft ihn uns.
Die Schweiz hat also das Perpettum mobile erfunden. Chapeau.
Wir haben für all die Elektropläne in D definitiv NICHT genug Strom.

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Re: Umweltministerin Schulze plant Verbot von Plastiktüten in Läden

Beitrag von gato77 » 11. Sep 2019 09:02

Das ist der Grund warum ich normalerweise nichts zu solchen Themen schreibe, es macht keinen Sinn aufzuzeigen wie die Lage tatsächlich ist... Keiner glaubten, die großen Medien und die Politiker sagen ja immer die Wahrheit. Man muss sich selbst mit Dingen beschäftigen, suchen, stöbern auch externe Nachrichten ansehen oder Nachlesen. Aber das macht zu viel Arbeit und man müsste sich ja eine eigene Meinung bilden (viel zu viel Aufwand). Die großen Schlagzeilen geben uns den Weg schon vor, und wenn die das sagen... Die dürfen ja nicht die Unwahrheit sagen oder sachen auslassen, oder Studien manipulieren. :konfuzius:

Man muss ewig, Ellen Lange Texte schreiben die dann als unwahr dargestellt werden da man noch nie so etwas gehört hat bzw. das Gegenteil glaubt. :roll: (-S

ich sage nur "Lämmer" :durchdreh:

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