Auslandsüberweisung - nur mehr mit Spesenteilung möglich?

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roman
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13. Mär 2018 12:20

Bislang konnte man bei Nicht-SEPA-Länder (konkret: England) auswählen dass man Absenderspesen und Empfängerspesen der Überweisung trägt.
Meine Bank hat dafür insgesamt 20 Euro genommen, wenn der Überweisungsbetrag niedriger als 10.000 Euro war.

Zumindestens meine Bank bietet das nicht mehr an und beruft sich auf irgendeine neue EU-Regelung die das seit kurzer Zeit nicht mehr erlaubt.

Jetzt dürfen nur mehr die Absenderspesen von mir getragen werden, die Empfängerspesen muß der Zahlungsempfänger selbst tragen.

Zwar kostet mir die Überweisung jetzt nur mehr 10 Euro statt 20 Euro, jedoch weiß ich nicht ob die Empfängerbank sich dann 0 Euro, 10 Euro oder vielleicht sogar 50 Euro Spesen (oder noch mehr oder weniger) abzieht.

Konkret geht es um die HSBC Bank in U.K.
Hat da vielleicht jemand Erfahrungswerte?


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koshop
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13. Mär 2018 13:13

Äh...

Großbritannien ist ein SEPA Land. Ich überweise dort regelmäßig Geld hin und bekomme Geld und bezahle dafür weder in die eine oder andere Richtung zusätzliche Gebühren.

https://de.wikipedia.org/wiki/SEPA" onclick="window.open(this.href);return false;

Du konntest in der Vergangenheit trotzdem eine normale Auslandsüberweisung in SEPA Länder machen und dort dann OUR, SHARE oder BEN auswählen. Das war aber ehrlich gesagt dann rausgeschmissenes Geld und du hast völlig grundlos Bankgebühren generiert. Möglicherweise bietet das deine Bank nicht mehr an, weil es ein völlig überflüssiger Dienst ist.

SEPA ist nicht auf den Euroraum und auch nicht auf die EU begrenzt. Selbst die Schweiz gehört zu SEPA und man kann dort ohne zusätzliche Auslandsgebühren Geld überweisen und empfangen.
Zuletzt geändert von koshop am 13. Mär 2018 13:16, insgesamt 1-mal geändert.


buysellonline
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koshop hat geschrieben:Äh...

Großbritannien ist ein SEPA Land. Ich überweise dort regelmäßig Geld hin und bekomme Geld und bezahle dafür weder in die eine oder andere Richtung zusätzliche Gebühren.
... nützt aber nichts, wenn die Zahlung in GBP ist.


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koshop
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13. Mär 2018 13:17

... schon, aber England hat keinen EUR als Landeswährung.
Die Währung spielt für SEPA überhaupt keine Rolle.


buysellonline
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13. Mär 2018 13:22

Hier sind echt nur Finanzexperten unterwegs.

Vielleicht glaubst Du der Deutschen Bundesbank?

https://www.bundesbank.de/Redaktion/DE/ ... /sepa.html" onclick="window.open(this.href);return false;


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koshop
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13. Mär 2018 13:27

Ach ok, jetzt hab ichs kapiert. Er will als Zielwährung die andere Währung angeben anstatt selbst umzurechnen.


roman
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13. Mär 2018 14:08

koshop hat geschrieben:Großbritannien ist ein SEPA Land. Ich überweise dort regelmäßig Geld hin und bekomme Geld und bezahle dafür weder in die eine oder andere Richtung zusätzliche Gebühren.
Sorry, hatte mich nicht ganz präzise ausgedrückt:

U.K. ist natürlich ein SEPA-Land. Aber da es um eine Überweisung in Pfund geht, ist die Zahlung nicht - wie sonst in Euroland meist üblich - kostenlos.
Hätte gehofft dass aufgrund der Fragestellung/Problematik eh klar ist was ich meinte ;-)

Die Überweisung selbst umrechnen bringt nicht viel, denn dann hat 1. der Empfänger ja wieder Spesen - in nicht abschätzbarer Höhe - an der Backe (da der Empfänger ein Pfundkonto hat, schlagen bei ihm voll die Bankgebühren ein), 2. kann ich nicht voraussehen welchen Kurs die Empfängerbank am Tag des Geldeingangs für die Umrechnung von Euro in Pfund verwenden wird.


costumes
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14. Mär 2018 09:12

Ich überweise GBP nur über Transferwise.com
Der Wechselkurs und die Gebühren sind viel günstiger als bei meiner Bank.
Der Empfänger erhält den genauen Betrag und muss keine Gebühr zahlen.


roman
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14. Mär 2018 11:24

Habe jetzt bei einer zweiten Bank angefragt. Dort das selbe, auch keine komplette Spesenübernahme mehr möglich, sondern bloß Spesenteilung.

@costumes
Habe ich dann auch gemacht. Leider dauert der (2-stufige) Verifizierungsprozess für Geschäftsüberweisungen relativ lange, daher warte ich noch immer dass das Geld dem Empfänger ausbezahlt wird.

Preislich war es allerdings nicht so der Bringer:

Bei meiner Bank hatte ich bislang 20 Euro (Absender+Empfängerspesen) bezahlt.
Bei Transferwise waren es - für meine Überweisungshöhe - rund 33 Euro, also 13 Euro Mehrkosten.

Kursunterschied war minimal, da habe ich mir bei rund 6.000 Euro mit Transferwise bloß 4 Euro erspart.
Also unterm Strich noch immer Mehrkosten von 9 Euro.

Da jedoch - deshalb auch dieser Thread - diese Komplettspesenübernahme nicht mehr möglich ist, habe ich trotzdem Transferwise genommen.

Möglicherweise wäre es günstiger wenn ich eine Überweisung gemacht hätte und meine eigenen Spesen (10 Euro) getragen hätte.
Falls die Empfängerbank dem Empfänger dann weniger als 19 Euro Spesen abgeknöpft hätte (die ich ja bei der nächsten Bestellung nachzahlen müsste), wäre ich mit der Überweisung günstiger gekommen.

Für kleine Überweisungen erscheint Transferwise mir eine sehr günstige Alternativ, da man eben prozentuell zahlt und keinen Fixbetrag.
Für höhere Überweisungen zahlt es sich aber kaum aus, vor allem wenn eine Bank (so wie meine) einen halbwegs guten Wechselkurs bietet und auch nicht allzu hohe Überweisungsgebühren verlangt.

Sehr lästig ist halt, dass bei der Überweisung vorab jetzt überhaupt nicht mehr bestimmt werden kann wie hoch die Empfängerspesen sein werden. Diese Ungewissheit spricht natürlich für Transferwise, speziell wenn es sich um einmalige Überweisungen handelt, und nicht um permanente Geschäftsbeziehungen.


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glickr
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14. Mär 2018 12:13

@roman

bei der Sparkasse (OÖ) kann ich bei GBP-Überweisungen nach GB auswählen zwischen
- Die Spesen werden geteilt
- Sie bezahlen alle Spesen selbst.
- Die Empfängerin bzw. der Empfänger zahlt die Spesen.

Ich überweise GBP immer mit Spesenteilung, dafür werden € 6,- Spesen und eine Provision iHv 2,5 ‰ berechnet.


roman
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14. Mär 2018 12:52

@glickr
Auswählen kann ich es auch (Bawag-PSK).
ABER: Wenn ich dann die Zahlung abschließen/speichern möchte, steht dort dass es nicht möglich ist und dass man statt dessen eine der beiden anderen Spesenvarianten wählen soll (sehr sinnvoll, auch da im nebenbei verlinkten Preisverzeichnis noch alle 3 Varianten enthalten sind).
Anruf bei der Telebanking-Hotline ergab: Dürfen sie seit Jänner nicht mehr anbieten, daher nicht mehr möglich.

Habe dann noch mit einem mir bekannten Filialleiter von der Oberbank gesprochen: Auch die Oberbank bietet es "aus gesetzlichen Gründen" nicht mehr an, wie er meinte.


Claudius
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14. Mär 2018 15:57

Innerhalb des Euroraums (egal ob EURO oder andere Währung wie hier GBP) gibt es die Gebührenregelung, das der Begünstigte alle Kosten trägt nicht mehr (ist verboten worden)

Gebührenteilung und alle Gebühren zu Lasten Auftraggeber gibt es weiterhin.

USA/CHINA usw. alles beim alten.


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glickr
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Claudius hat geschrieben:Innerhalb des Euroraums (egal ob EURO oder andere Währung wie hier GBP) gibt es die Gebührenregelung, das der Begünstigte alle Kosten trägt nicht mehr (ist verboten worden)
...
Klingt sinnvoll, ist aber genau das Gegenteil von dem was roman im Eingangspost schrieb :gruebel:


roman
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14. Mär 2018 16:32

@Claudius
@glickr
Da hast Recht :-)

Habe grade in meinem Onlinebanking nachgeprüft.
Wenn ich "alle Spesen zulasten Empfänger" wähle, kommt ebenfalls eine Fehlermeldung (diese ist nun ausführlicher geworden: "Bei Überweisungen in ein EU/EWR-Land ist nur 'Gebührenteilung' zulässig."

Zumindestens diese Bank hat also beide Optionen gestrichen, und läßt nur mehr Gebührenteilung zu.

Wer läßt sich sowas dämliches einfallen bitte?
Das treibt die Leute doch noch mehr weg von den Banken, hin zu alternativen Anbietern (Paypal, Transferwise etc.), wenn man nicht mehr steuern kann dass ein exakter Betrag beim Empfänger ankommen soll.


Claudius
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15. Mär 2018 16:02

Die EU hat das geregelt.
Als Auftraggeber darf man dem Empfänger der Zahlung nicht noch seine Kosten aufbrummen. (jedenfalls was die Bezahlung der Ware angeht)


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