PangV auch bei B2B?

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PangV auch bei B2B?

Beitrag von hkhk » 14. Dez 2017 17:17

Ich ärgere mich derzeit über paketoutlet bzw. DHL.
Bei ca. jedem 10. Paket wird ein Codeierentgelt nachberechnet. Auch wenn das nur (brutto) 39 cent oder dann umgelegt 4 cent pro Paket sind, es ärgert mich. Wenn eine Adresse nicht dem dubiosen Datenbestand von DHL entspricht, könnte doch gleich bei der Paketscheinerstellung darauf hingewiesen werden. Ist überhaupt eine nachträgliche Belastung zulässig? Die PangV schreibt ja vor, dass sämtliche Preisbestandteile detailiert aufgeführt werden müssen. Das tun sie aber in diesem Fall nicht.


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(Wetterprognose auf "Bayern 5" vom 5. Februar 2013)

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Re: PangV auch bei B2B?

Beitrag von miezekatze » 14. Dez 2017 17:29

https://www.it-recht-kanzlei.de/Thema/p ... ml?#sect_0" onclick="window.open(this.href);return false;
Der Anwendungsbereich der PAngV beschränkt sich nach § 1 Abs. 1 S. 1 i.V.m. § 9 Abs. 1 Nr. 1 PAngV auf Angebote und Preiswerbung gegenüber privaten Letztverbrauchern. Darunter sind Personen zu verstehen, die die Ware oder Leistung nicht weiter umsetzen, sondern für sich verwenden (vgl. BGH, Urteil vom 29.04.2010, Az. I ZR 99/08).

Dagegen sind gemäß § 9 I Nr. 1 PAngV die Vorschriften der Preisangabenverordnung gerade nicht einschlägig bei Angeboten oder Werbung gegenüber Letztverbrauchern, die die Ware oder Leistung in ihrer selbständigen beruflichen oder gewerblichen oder in ihrer behördlichen oder dienstlichen Tätigkeit verwenden. Aus dem Grund sind etwa Preisangaben im Verhältnis zum Groß- und Einzelhandel nicht von den Regelungen der PAngV umfasst.

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Re: PangV auch bei B2B?

Beitrag von fossi » 14. Dez 2017 17:43

Ärgerlich, aber mach mal die Gegenrechnung.
Lohnt der Aufwand mit Rechnungsstellung & Nachbelastung wegen ein paar Cent?
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Re: PangV auch bei B2B?

Beitrag von hkhk » 14. Dez 2017 17:51

Dachte ich mir, leider.
Es ist halt nur in meinen Augen WILLKÜR von DHL, weil man es nicht nachvollziehen kann.
Und wenn eine Sendung nicht leitcodiert ist, weil die Adressangabe z.B. Hans-Meyer-Str. angegeben ist, im DHL System aber Hans Meyer Straße heißt, dann kann das doch bereits bei der Eingabe geprüft werden. Oder wenn der Kunde PLZ Ortsteil angibt aber es richtig PLZ STADT heißen muss (Kommt erstaunlich oft vor!)

Die Nachberechnung lohnt sich wohl... für DHL. Ich DARF den Kunden natürlich nichts nachberechnen.

Da ich Pakete hauptsächlichnur zur Weihnachtszeit habe, sonst nur sporadisch, werde ich ab 2018 eben auf DPD (privat) umstellen. Da kosten meine kleinen Pakete sogar weniger als bei Paketoutlet. Und DHL dann nur als kostenpflichtige Zusatzoption.
Hatte DHL eigentlich nur wegen der (gefühlt) höheren Kundenakzeptanz trotz teuerer Preise angeboten. Außerdem musste ich da nicht extra zu einem DPD Shop gehen, sondern konnte das Pakte mit den Briefen in der Filiale einliefern. Aber diese Fisimatenten von DHL mache ich nicht mehr mit! Ja, ich bin Prinzipienreiter!
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