Umstieg auf BIO

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fonprofi
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Re: Umstieg auf BIO

Beitrag von fonprofi » 12. Jul 2015 20:45

wolle hat geschrieben:MHD und Verbrauchsdatum
Für bezahltes Essen erwarte ich frische Ware. Egal ob im Restaurant oder in der Mensa.
Zu Hause kann jeder selber entscheiden obs noch geht oder nicht.



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hkhk
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Re: Umstieg auf BIO

Beitrag von hkhk » 12. Jul 2015 20:52

wolle hat geschrieben:
hkhk hat geschrieben:Dass die Qualität abnimmt, je weiter das MHD erreicht wird, z.B. Vitaminverlust etc wurde ja von Nahrungsmittelexperten belegt.

Und dass niemand dies absichtlich macht? Ich glaube, wir reden dann wohl von verschiedenen Sendungen.
Du vermischst, wie die meisten Verbraucher, anscheinend MHD und Verbrauchsdatum.

Ein Verbrauchsdatum darf man gesetzlich gesehen nicht überschreiten. Das ist verboten und da gibts auch keine Grauzone. Deswegen macht das sicher auch keiner absichtlich, planvoll und in großem Umfang, wenn er nicht kriminell ist.

Und dass Lebensmittel frisch besser sind, sehen glaube ich alle so. Aber dass sie mit erreichen des MHD schlagartig schlechter werden, ist sicher quatsch. Das ist eine willkürliche Grenze, sonst nix.
Das Verbrauchsdatum ist das, was ich oben mit VERZEHRDATUM angesprochen habe. Der genaue Begriff lag mit nicht auf der Zunge.

Niemand hat gesagt, dass es SCHLAGARTIG schlechter wird. Aber die Qualität nimmt stetig ab.
Solange es hell ist, kann die Sonne scheinen
(Wetterprognose auf "Bayern 5" vom 5. Februar 2013)

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Re: Umstieg auf BIO

Beitrag von Ralf » 12. Jul 2015 20:59

Das MHD wird von den Herstellern teilweise aber auch bewusst kurz angesetzt, weil dadurch mehr verkauft wird.
"Das Leben wird nicht an der Anzahl unserer Atemzüge gemessen, sondern an den Momenten, die uns den Atem rauben." George Carlin

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Re: Umstieg auf BIO

Beitrag von wolle » 12. Jul 2015 21:00

hkhk hat geschrieben:Niemand hat gesagt, dass es SCHLAGARTIG schlechter wird. Aber die Qualität nimmt stetig ab.
Klar. Dass frisch besser ist als kurz vor dem Verderb, bestreitet niemand. Aber dass Lebensmittel knapp über dem MHD in der Regel noch gut sind und nach entsprechender Prüfung völlig unbedenklich, ist doch klar. Und deswegen ist es polemisch, daraus einen Skandal zu machen.

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Re: Umstieg auf BIO

Beitrag von 4now » 12. Jul 2015 23:07

der Handel könnte das Fleisch (2 Tage vor Ablauf) auch mit -50% anbieten, stattdessen schmeissen sie das Biofleisch aber in die Tonne um sich nicht selbst das Preisniveau zu ruinieren.
Das könnte man gesetzlich problemlos regulieren - genauso wie das wegwerfen am Feld.
Was dann passiert ist das die großen Agrarfabriken nicht mehr soviel produzieren müssen - einige davon wohl auch überflüssig sind - es erfolgt ein Gesundschrumpfen mit Qualitätsverbesserung des Produktes und Reduktion der Umweltschäden.
Das vernichten von Brot und Fleisch kostet übrigens 0,5€/kg und das zahlen wir natürlich laufend mit den enormen Preisen beim Kauf.
Fair trade Kuscheltiere Kuscheldir Handgestrickt und echt Fair. Mit gutem Gewissen Dein Begleiter für Reise und Outdoor.
Im liebsten Etsy-Shop LoveKnitsToys

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Re: Umstieg auf BIO

Beitrag von miezekatze » 12. Jul 2015 23:10

Âlso sowohl unser Lidl als auch Edeka hier bieten MHD Ware ~2 Tage vorher mit 30% Preisnachlass an.

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Re: Umstieg auf BIO

Beitrag von Technokrat » 13. Jul 2015 00:28

4now hat geschrieben:Das vernichten von Brot und Fleisch kostet übrigens 0,5€/kg und das zahlen wir natürlich laufend mit den enormen Preisen beim Kauf.
Dabei findet man das Zeug dann 40 Jahre später in irgendeiner Lagerhalle :D

Vor der ganzen Anstrengung, so gesund wie möglich zu leben, sollte aber auch das Leben nicht vergessen werden. Was bringt es, sich gesund zu ernähren, wenn auf einmal die Kinder groß sind - und man das gar nicht gemerkt hat vor lauter Kalorienzählerei und Stress im Job?

Ein Bio-Verfechter hier, schrieb schon einmal, er habe vor lauter Stress doppelt gesehen. Da bringt auch Bio nix mehr. Ganz in Echt.

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Re: Umstieg auf BIO

Beitrag von hkhk » 13. Jul 2015 08:14

wolle hat geschrieben:
hkhk hat geschrieben:Niemand hat gesagt, dass es SCHLAGARTIG schlechter wird. Aber die Qualität nimmt stetig ab.
Klar. Dass frisch besser ist als kurz vor dem Verderb, bestreitet niemand. Aber dass Lebensmittel knapp über dem MHD in der Regel noch gut sind und nach entsprechender Prüfung völlig unbedenklich, ist doch klar. Und deswegen ist es polemisch, daraus einen Skandal zu machen.
Niemand bestreitet, dass die Ware nach ABlauf des MHD noch "genießbar" ist. Inhaltsstoffe oder Vitamine etc sind aber weiter abgebaut als im frischeren Zustand. Die Nährwertqualität leidet also darunter.
Darum möchte ich als Verbraucher aufgeklärt sien, wenn Lebensmittel nahe oder über dem MHD verwertet wurden.
Auf der einen Seite findest du es skandalös, dass dir Eier aus Käfighaltung angeboten wurden, auf der anderen Seite findest du Verarbeitung dieser (fast) MHD abgelaufenen Nahrungsmittel ok.
Ich möchte nun niemals in einem deiner Hotels nächtigen!
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Re: Umstieg auf BIO

Beitrag von fonprofi » 13. Jul 2015 09:02

hkhk hat geschrieben:Inhaltsstoffe oder Vitamine etc sind aber weiter abgebaut als im frischeren Zustand
Deshalb essen wir schon lange Gemüse aus der Region (vom lokalen Bauern) frisch, alles andere Bio-TK-Ware. Selbst Frisch-Fisch ist laut Berichten bis zu 2 Wochen auf Achse vom Fang bis zum Verbraucher. Es sei denn man wohnt an der Küste. Auch deshalb ist TK-Fisch - schonend aufgetaut - dem Frischfisch vorzuziehen.

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Re: Umstieg auf BIO

Beitrag von Ralf » 13. Jul 2015 09:32

Technokrat hat geschrieben:Vor der ganzen Anstrengung, so gesund wie möglich zu leben, sollte aber auch das Leben nicht vergessen werden. Was bringt es, sich gesund zu ernähren, wenn auf einmal die Kinder groß sind - und man das gar nicht gemerkt hat vor lauter Kalorienzählerei und Stress im Job?
Was hat gesunde Ernährung mit Kalorienzählerei und Stress im Job zu tun? :gruebel:
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Re: Umstieg auf BIO

Beitrag von Mitleser » 13. Jul 2015 09:50

Ralf hat geschrieben:
Technokrat hat geschrieben:Vor der ganzen Anstrengung, so gesund wie möglich zu leben, sollte aber auch das Leben nicht vergessen werden. Was bringt es, sich gesund zu ernähren, wenn auf einmal die Kinder groß sind - und man das gar nicht gemerkt hat vor lauter Kalorienzählerei und Stress im Job?
Was hat gesunde Ernährung mit Kalorienzählerei und Stress im Job zu tun? :gruebel:
Ich interpretiere seine Aussage so, dass er meint, dass man aufgrund des mehraufwandes der für die scheinbar gesündere Ernährung betrieben wird, die Lebensqualität sinkt und man nicht all - oder einen großen Teil - seiner Kraft darauf verwenden sollte, sondern auch einfach mal leben sollte. Ein Tag mit Kind und Kegel, dafür mal auf eine fahrt zum Bio-Lügen-Markt oder zum Bauern wegfallen lassen, dafür ne Schale Rot-Weiß, perfekt.

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Re: Umstieg auf BIO

Beitrag von wolle » 13. Jul 2015 09:58

Und ich interpretiere das (zusammen mit anderen Postings) so, dass dieses Biogedöns keine religösen Züge annehmen sollte. Die meisten Leute in Deutschland haben keinerlei Mangelerscheinungen, weil das Essen sehr nahrhaft ist. Im Gegenteil sind die meisten Leute ja überversorgt. Und ob sich Kalorien jetzt in Form von Pommes Schranke oder handmassiertem Kobe-Rind auf die Hüften setzen, dürfte den Koronararterien ziemlich egal sein. Mit handgesegneter Biohirse wird man vielleicht nicht so schnell fett, aber wenn man 120kg auf die Uhr bekommt, dann hat man halt trotz allem ein Herzinfarkt-Risiko.

Wie gesagt, ich find Bio gut. Aber vor allem in Bezug auf Fleisch, und da nicht aus ernährungstechnischen Gründen, sondern aus ethischen, weil Bio halt auch etwas damit zu tun hat, dass man das Tier nicht als Sache, sondern als Lebewesen sieht. Bevor man es schlachtet und aufisst.

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Re: Umstieg auf BIO

Beitrag von Ralf » 13. Jul 2015 13:15

Gesunde Ernährung hat ja grundsätzlich auch nichts mit BIO zu tun. Selbstverständlich kann man sich rein mit BIO ungesunder ernähren als komplett ohne BIO.

Es hat aber auch nichts mit Kalorien zählen oder Stress zu tun, sondern ist ganz einfach eine Sache der Lebenseinstellung.
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Re: Umstieg auf BIO

Beitrag von Vio » 13. Jul 2015 13:23

Ralf hat geschrieben:Gesunde Ernährung hat ja grundsätzlich auch nichts mit BIO zu tun. Selbstverständlich kann man sich rein mit BIO ungesunder ernähren als komplett ohne BIO.

Es hat aber auch nichts mit Kalorien zählen oder Stress zu tun, sondern ist ganz einfach eine Sache der Lebenseinstellung.
Da möcht ich unterschreiben.

Und noch was hinzufügen: Es gibt imho nicht _die eine, einzig wahre_ "gesunde" Ernährung, die für alle gleich gut ist.
Es gibt so viele unterschiedliche Grundvoraussetzungen, gesundheitliche Konstitutionen, Erfordernisse, Anforderungen etc. wie jemand seine Ernährung zusammensetzen kann, wie man das optimieren kann... das muss man für sich selbst rausfinden und am besten vorher alle Dogmen, sog. Lehren, Studien und Gegenstudien über Bord schmeißen.

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Re: Umstieg auf BIO

Beitrag von johannes_a » 13. Jul 2015 20:20

4now hat geschrieben:der Handel könnte das Fleisch (2 Tage vor Ablauf) auch mit -50% anbieten, stattdessen schmeissen sie das Biofleisch aber in die Tonne um sich nicht selbst das Preisniveau zu ruinieren.
Das könnte man gesetzlich problemlos regulieren - genauso wie das wegwerfen am Feld.
Was dann passiert ist das die großen Agrarfabriken nicht mehr soviel produzieren müssen - einige davon wohl auch überflüssig sind - es erfolgt ein Gesundschrumpfen mit Qualitätsverbesserung des Produktes und Reduktion der Umweltschäden.
Ohje noch eine Vorschrift. Das sehe ich als Hersteller von Lebensmitteln anders. Die extreme gesetzliche Regulierung bei den Lebensmitteln trägt einen guten Teil dazu bei, dass man als kleines Unternehmen nicht konkurrenzfähig ist. Ich sehe das natürlich auch so, dass die Sicherheit von Lebensmitteln gewährleistet sein muss, aber auf der anderen Seite sorgt die enorme Regulierung auch für enorme Fixkosten, die man über den Produktpreis erst wieder hereinholen muss. Eine eigene Schlachtung ist z.B. für kleinere Betriebe jetzt schon praktisch unmöglich. Noch stärkere Regulierung führt mEn eher dazu, dass noch mehr Lebensmittel von den großen Konzernen produziert (bzw. verkauft) werden, die können dann auch Mitarbeiter bezahlen, die sich den ganzen Tag nur mit sowas beschäftigen. Ob das die Qualität verbessert, wage ich zu bezweifeln.

Was der Gesetzgeber aber auch aus meiner Sicht gerne ändern dürfte, ist der Umstand, dass es immer noch steuerlich günstiger ist, Lebensmittel zu entsorgen, als diese an die Tafel zu spenden.
hkhk hat geschrieben:Der Verbraucher ist nicht willens, einen fairen Preis zu bezahlen.
So sieht's aus, ja. Die Verbraucher sagen zwar, sie wollen Qualität, zahlen aber nur so wenig, dass das unmöglich drin sein kann, was sie gerne hätten. Selbst wenn man ihnen vorrechnet, warum ein Produkt in der gewünschten Qualität so viel mehr kosten muss (selbst die Industrie muss bei den Zutaten schummeln, damit sie derart niedrige Preise machen kann), sind nur sehr wenige bereit, dann auch tatsächlich mehr zu bezahlen. Aus irgendeinem Grund sind die Deutschen bei Lebensmitteln viel preis-sensibler als bei Autos oder Smartphones - auch viele, die sich's leisten könnten.

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Re: Umstieg auf BIO

Beitrag von roemerhaardesign » 13. Jul 2015 22:34

Vio hat geschrieben:........Es gibt imho nicht _die eine, einzig wahre_ "gesunde" Ernährung, die für alle gleich gut ist.
Es gibt so viele unterschiedliche Grundvoraussetzungen, gesundheitliche Konstitutionen, Erfordernisse, Anforderungen etc. wie jemand seine Ernährung zusammensetzen kann, wie man das optimieren kann... das muss man für sich selbst rausfinden und am besten vorher alle Dogmen, sog. Lehren, Studien und Gegenstudien über Bord schmeißen.
applaus ......und jetzt komm mir nicht wieder komisch...;-)
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Re: Umstieg auf BIO

Beitrag von Vio » 14. Jul 2015 09:07

Und wieder hast Du anscheinend nicht mal ansatzweise erfasst, worum es geht und vor welchem Hintergrund ich diese Aussage treffe. Du hast keine Ahnung...

Lass doch einfach dieses dämliche Gemobbe, es bringt Dir eh nichts. Ist ja peinlich.

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Re: Umstieg auf BIO

Beitrag von wolle » 14. Jul 2015 09:29

Vio hat geschrieben:Es gibt imho nicht _die eine, einzig wahre_ "gesunde" Ernährung, die für alle gleich gut ist.
Es gibt so viele unterschiedliche Grundvoraussetzungen, gesundheitliche Konstitutionen, Erfordernisse, Anforderungen etc. wie jemand seine Ernährung zusammensetzen kann, wie man das optimieren kann... das muss man für sich selbst rausfinden und am besten vorher alle Dogmen, sog. Lehren, Studien und Gegenstudien über Bord schmeißen.
Das halte ich für fundamental falsch. Ein "gutes Gefühl" ersetzt nicht die wissenschaftliche Evaluation von Vorgehen. Ich würde doch nicht das Rückgrat meines Lebens (und man ist nunmal, was man isst) danach ausrichten, ob ich das subjektiv gut finde. Jede extreme Ernährungsform kann Mangelerscheinungen auslösen, die in einer zivilisierten Gesellschaft eigentlich gar nicht mehr vorkommen (siehe B12-Mangel bei Veganern). Und Lehren sind nichts schlechtes, sondern, sofern sie seriös gemacht sind, das Destillat aller hierzu jemals von der Menschheit objektiv erhobenen Daten. Das ist jetzt nicht unbedingt die schlechteste Entscheidungsgrundlage.

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Re: Umstieg auf BIO

Beitrag von Vio » 14. Jul 2015 11:04

Ich stimme Dir zu, aber ich meine das anders, als Du es aufgefasst hast:

Das Problem mit der "evidenzbasierten Ernährungswissenschaft" ist leider ihre oft mehr als schmale Basis. Menschen sind keine Versuchstiere und leben nicht unter Glas - es ist somit leider oft schwer bis unmöglich echte kausale Zusammenhänge herzustellen zwischen einer bestimmten Ernährungsform und körperlichen Effekten. Es geht also oft mehr um Korrelationen, die dann auch noch von den unterschiedlichen "Glaubensrichtungen" vereinnahmt und in ihrem Sinne gedeutet werden.
Die oft gepriesene Gesundheit von Vegetariern könnte ihre Ursache eben auch in dem haben, was sie stattdessen essen (= mehr Gemüse als andere) und nicht nur in dem, was sie weglassen (= Fleisch). Darüber hinaus pflegen diese Leute meist einen komplett anderen, gesünderen Lebensstil; Sport, Entspannung, ausreichend Schlaf, wenig Junkfood, wenig Zucker usw. Das wir daber in den Studien nicht abgebildet.

Es gibt eher wenige sauber geführte Studien - und gegen die ist nichts zu sagen - aber der Rest macht es eben kompliziert: Da wird geschätzt, gefragt ohne zu kontrollieren, Statistiken werden schöngerechnet; das ist leider alles andere als wissenschaftlich.

Und bitte: Wer liest denn die Studien? Beziehen wir unser Ernährungswissen nicht überwiegend aus Quellen wie Zeitschriften oder meinetwegen auch populärwissenschaftlichen Büchern?

Mit "für sich selbst herausfinden" meine ich nicht, dass jemand etwas subjektiv gut findet. Ich find Weißbrot mit Nutella auch subjektiv gut. :wink:
Was ich damit meine: Wenn man keine Rohkost verträgt, oder keinen Frischkornbrei, oder nur makrobiotisches Essen, oder Vollkorngetreide oder was-weiß-ich, dann sollte man es besser lassen, auch wenn Ernährungs-Guru XYZ es als die reine Lehre predigt.
Weiterhin gibt es persönliche gesundheitliche Konstitutionen, die einen in die Selbstverantwortung bringen: Bei Autoimmunerkrankungen kann es z.B. von Vorteil sein, auf Milchprodukte zu verzichten, muss es aber nicht. Wenn jemand einen Hashimoto-Thyreoiditis hat, dann sollte er selbst entscheiden, ob er "Super-Food"-Algen zu sich nimmt, mit deren Jodgehalt er evtl. seine Schilddrüse komplett ruiniert. Frauen mit erhöhtem Brustkrebsrisiko müssen abwägen, ob sie viele Sojaprodukte zu sich nehmen möchten, oder nicht.

Ich finde es schade, dass sich das allg. Bild so darstellt, dass die Rohkostanhänger die Normalesser verachten und die Veganer die Fleischesser und die Lowcarb-Anhänger die Highcarb-Anhänger und die Vegetarier die Pescetarier und die Paläo-Anhänger die Getreidefreaks usw usf und jeder nimmt für sich in Anspruch die allein gültige reine Lehre zu predigen.
Das ist anstrengend, kontraproduktiv, überflüssig.

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Re: Umstieg auf BIO

Beitrag von knoge » 14. Jul 2015 11:31

Vio hat geschrieben: jeder nimmt für sich in Anspruch die allein gültige reine Lehre zu predigen.
Das ist anstrengend, kontraproduktiv, überflüssig.

Nicht umsonst bezeichnen so mancher das bereits als Ersatzreligion :konfuzius:
same as usual
Lou mi sa.

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