[Partnerartikel] Weihnachtsrabatte: So gewinnst du Käufer und vergraulst Abmahner!

Die Schokoladenweihnachtsmänner stehen schon länger in den Supermarktregalen. Aber spätestens, wenn die Temperaturen fallen und auch die letzten Kürbisse verschwunden sind, wird sie eingeläutet – die Weihnachtszeit. Ob man sie liebt oder hasst, weder Verbraucher noch Händler kommen an ihr vorbei. Besonders in diesem Jahr spielt der Online-Handel eine noch größere Rolle, denn der gemeinsame Stadtbummel samt Weihnachtsmarktbesuch ist momentan undenkbar.

Die Weihnachtszeit kann vor allem aber auch Eines: Die Herzen der Schnäppchenjäger höher schlagen lassen. In kaum einem Shop gibt es in den nächsten Monaten keine Sonderaktionen oder tolle Deals, um Saisonartikel noch an den Mann oder an die Frau zu bringen. Doch der Grinch, sprich Gesetzgeber, lauert an allen Ecken und Enden. So kann die weihnachtliche Rabattschlacht im Online-Shop schnell zur rechtlichen Schlitterpartie für dich werden.
Wir geben dir fünf Tipps mit in die Weihnachtszeit:

Tipp 1: Werbung mit Black Friday
Den Auftakt zum Weihnachtsshopping-Marathon macht in den USA alljährlich der Black Friday, der Donnerstag nach dem Erntedankfest (Thanksgiving). Auch in Deutschland ist der Begriff mittlerweile fest in den Kalendern verankert, um auf Geschenkejagd zu gehen. Möchtest du den Begriff Black Friday in den kommenden Wochen ebenfalls nutzen, um etwa Werbung für deinen Online-Shop zu machen oder Aktionen zu starten, läufst du Gefahr, abgemahnt zu werden.

Vielleicht wusstest du es noch nicht, aber es handelt sich bei den Worten um eine eingetragene Marke. Die Gefahr einer markenrechtlichen Abmahnung ist groß, wenn mit der Marke geworben wird, ohne dass du über eine Lizenz verfügst. Vor diesem Risiko schützt nur, die Marke überhaupt nicht zu nutzen, also den Begriff nicht zu nennen, oder entsprechende Nutzungslizenzen zu erwerben.


Tipp 2: Sonderangebote rechtssicher gestalten
Eigentlich fast Standard ist eine eigene Rubrik „Sonderangebote“, „Weihnachtsaktion“, „Angebote“ oder vergleichbar in vielen Shops. Das ist insoweit auch kein Problem, solange du klarstellst, um welche Art eines werblichen Angebotes es sich handelt. In der Weihnachtszeit wird es dabei weniger um Restposten gehen, sondern vielmehr um zeitlich befristete Sonderaktionen. Beispielhaft für zeitlich befristete Aktionen: „Dezember Angebot 2020“ oder „Weihnachtsangebot für die 51. KW 2020“. So kannst du diese dann auch nennen und die Kategorien und Tabs in deinem Shop beschriften.

Wichtig ist in jedem Fall, dass der Zeitraum des Angebotes genau bestimmbar ist. Formulierungen wie „Angebot der Woche“ oder „Weihnachtsangebot“ sind nicht ausreichend, da nicht hinreichend bestimmbar ist, welche Woche gemeint ist oder wann das Angebot endet.


Tipp 3: Streichpreise abmahnsicher nutzen
Wo Sonderangebote lauern, sind auch die sogenannten. Statt-Preise nicht weit. Ist die Preisangabe nicht eindeutig einer Rubrik „Sonderangebote“ oder vergleichbar zugeordnet, ist unklar, worauf sie sich vergleichend bezieht. Meint der durchgestrichene Preis den früheren Preis oder die UVP? Wird der frühere Preis durchgestrichen und durch einen neuen, niedrigeren Preis ersetzt, muss ein Hinweis erfolgen, worauf sich der durchgestrichene Preis vergleichend (z. B. „Unser bisheriger Preis“) bezieht.


Tipp 4: Gutscheincodes einsetzen, aber richtig!
Viele Händler gehen das Ganze auch anders an und streuen in den sozialen Medien Rabattcodes, die beispielsweise eine versandkostenfreie Lieferung garantieren oder einen pauschalen, prozentualen Rabatt gewähren. Auch wenn es für dich vielleicht selbstverständlich klingt, muss der potenzielle Kunde informiert werden,
● welche Höhe bzw.welchen Wert der Gutschein-Code hat (z. B. „5 Euro“, „20 Prozent auf alle reduzierten Artikel“, „Heute: Versandkostenfreie Lieferung“),
● in welchem Zeitraum der Rabatt eingelöst werden kann,
● ob es spezielle Modalitäten zum Einlösen des Rabattes gibt (z. B. „Gültig nur für reduzierte Waren“, „Einlösbar ab einem Warenkorbwert von 50 Euro“).

Selbstredend sollte das Vorgenannte auch tatsächlich in deinem Bestellablauf funktionieren und der Kunde die Schritte zum Einlösen leicht umsetzen können.

Tipp 5: Widerrufsrecht gewährleisten
Zu viel des Guten, so meinst du vielleicht, dürfe man den Kunden aber auch nicht zugestehen. In Geschäften liest man deshalb oft, dass rabattierte Artikel vom Umtausch/der Rückgabe ausgeschlossen sind. Du als Online-Händler hast es da aber schwerer. Es ist zwar richtig, dass nicht für alle online bestellten Waren ein gesetzliches Widerrufsrecht besteht. Reduzierte Produkte oder Angebotswaren fallen jedoch nicht unter die Ausnahmen vom Widerrufsrecht. Daher müssen auch rabattierte Produkte innerhalb der gewährten Widerrufsfrist zurückgenommen und der Kaufpreis erstattet werden. Nur der stationäre Handel darf reduzierte Artikel vom Umtausch oder der Rückgabe ausschließen.


Der Händlerbund hilft!
Klingt ganz schön kompliziert, oder? Dabei würde sich wohl jeder Händler lieber den zahlreichen Bestellungen widmen, statt beim Rechtsanwalt über der erhaltenen Abmahnung zu brüten. Damit das nicht passiert, greift dir der Händlerbund noch rechtzeitig unter die Arme. Mit einer zielgerichteten Rechtsberatung kannst du alles, was du wissen willst, vorher abklären oder deinen Shop gleich komplett checken lassen. Auch rückwirkend, wenn es doch schon zu spät sein sollte, lässt dich der Händlerbund nicht im Regen (oder Schnee) stehen. Komm einfach zu uns und profitiere mit dem Rabattcode Seller25. Damit erhältst du
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Yvonne Bachmann
Yvonne Bachmann Händlerbund


Über die Autorin
Yvonne Bachmann ist als Juristin seit 2013 für den Händlerbund tätig.
Dort berät sie Online-Händler in allen für den Online-Handel relevanten Rechtsfragen und berichtet auf dem Infoportal OnlinehändlerNews regelmäßig zu Rechtsthemen, welche die E-Commerce-Branche bewegen.