Als Selbständiger nebenbei ganz normale IHK Ausbildung machen - möglich?

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Rex
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Als Selbständiger nebenbei ganz normale IHK Ausbildung machen - möglich?

Beitrag von Rex » 12. Dez 2018 16:26

Bevor ich mich morgen bei der IHK mit meiner Frage zum Löffel mache, wollte ich mal nach eurer Meinung fragen:
(Fragen warum wollen Sie das, werden wahrscheinlich sowieso kommen)

Kann man als Selbständiger eine normale IHK Ausbildung machen, sich quasi im Praxisteil selbst ausbilden?
Und sonst ganz normal im 1.Lehrjahr 2 Tage, ab 2.Lehrjahr 1 Tag an der Berufsschule teilnehmen?


Mich würde das erstens einfach mal theoretisch interessieren und auch persönlich ganz konkret:
Denn bei uns in Sachsen gibt es die Kaufmann im E-Commerce Ausbildung von 3 auf 2 Jahre verkürzt und im 3 Jahr erwirbt man direkt noch den Fachwirt im E-Commerce, der normal alleine auch 18 Monate dauert in 12 Monaten.

Ich erhoffe mir von der Ausbildung einen Erkenntnisgewinn für unseren parallelen Aufbau Onlinehandel und zweitens ist dies an sich eigentlich eine ziemlich runde Sache, nach dem vom Bundesministerium für Wirtschaft und Forschung den sogenannten einheitlichen Deutschen Qualifikationsrahmen wird der Fachwirt IHK mittlerweile mit einem Bachelorabschluss gleichgesetzt.
Und ich weiß ja nie was in den nächsten 30 Jahren mal passiert, wenn der Laden irgendwann nicht mehr läuft ist so eine doppelte zusätzliche Qualifikation sicher auch nicht verkehrt.

Also hat irgendjemand von euch schon einmal etwas ähnliches gemacht?
Vielleicht direkt nach der Schule komplett ohne Ausbildung selbständig und dann trotzdem noch 1 Beruf bei der IHK gelernt?
Normal dürfte doch nichts dagegen sprechen als Selbständiger trotzdem ganz normal eine IHK Berufsausbildung zu machen, auch wenn der Weg sicher ungewöhnlich ist. Oder habe ich etwas übersehen?

Viele Grüße und danke schonmal für eure Tipps.
Rex



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fossi
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Re: Als Selbständiger nebenbei ganz normale IHK Ausbildung machen - möglich?

Beitrag von fossi » 12. Dez 2018 16:30

Rex hat geschrieben:
12. Dez 2018 16:26
Kann man als Selbständiger eine normale IHK Ausbildung machen, sich quasi im Praxisteil selbst ausbilden?
Genau an dem Punkt wird die IHK eventuell streiken.
Selbstständigkeit neben der Ausbildung ist generell kein Problem, aber "sich selber ausbilden"?! :gruebel:

Frag doch einfach mal den für Ausbildungen Zuständigen deiner IHK.
Der wird dir sicherlich genauere Auskünfte dazu geben können was machbar ist, oder eben nicht.
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wurzel64
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Re: Als Selbständiger nebenbei ganz normale IHK Ausbildung machen - möglich?

Beitrag von wurzel64 » 12. Dez 2018 16:35

Du bauchst einen Ausbilder im Betrieb, der einen "Ausbilderschein" hat (keine Ahnung wie das Dingen heute heisst). Geht auch mit Ausnahmegenehmigung vom RP, wenn entsprechende Fach- und Sachkunde nachgewiesen werden kann. Um den ADA-Kurs kommt derjenige in der Regel aber nicht herum.

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Re: Als Selbständiger nebenbei ganz normale IHK Ausbildung machen - möglich?

Beitrag von koshop » 12. Dez 2018 16:37

Du kannst dich nicht selbst ausbilden. Denn als Ausbildungsbetrieb musst du bestimmte Anforderungen erfüllen. Ausbildereignung, Mitarbeiterzahl usw. Wenn du als Ausbilder geeignet bist, dann brauchst du natürlich logischerweise die Ausbildung nicht mehr. Da beißt sich die Katze in den Schwanz. Du kannst höchstens irgendwo anders als Azubi anfangen, oder du stellst jemanden ein der als Ausbilder geeignet ist und dich ausbildet.

Ansonsten würd ich mir entsprechende Qualifikationen selbst aneignen und wenn du unbedingt noch einen Zettel brauchst wo irgendwas draufsteht dann mach eben ein Fernstudium. Irgend eine Ausbildung oder Studium hast du doch vermutlich schon, vielleicht kannst du da noch irgendwelche Zusatzqualifikationen dranhängen.

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Rex
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Re: Als Selbständiger nebenbei ganz normale IHK Ausbildung machen - möglich?

Beitrag von Rex » 12. Dez 2018 17:08

wurzel64 hat geschrieben:
12. Dez 2018 16:35
Um den ADA-Kurs kommt derjenige in der Regel aber nicht herum.
AdA-Schein hab ich selbst - also zumindest aus der Sicht dürfte einer "Selbstausbildung" nichts im Wege stehen
koshop hat geschrieben:
12. Dez 2018 16:37
Irgend eine Ausbildung oder Studium hast du doch vermutlich schon, vielleicht kannst du da noch irgendwelche Zusatzqualifikationen dranhängen.
Hab einen Bachelor BWL. Das mit den Zusatzqualifikationen hab ich mir auch schon überlegt, einfach nochmal an der Uni einschreiben oder Fernstudium.
Allerdings denke ich mit absolutem Grauen ans Studium zurück. Das war der größte theoretische Scheiß. Alleine in Rechnungswesen/Buchhaltung wurde soviel theoretisch nutzloses Wissen vermittelt, Buchen wie vor 50 Jahren, aber nichts praxisnahes bzgl. wie man es heute anwendet.
Ich sehe halt die Gefahr das ein Studium mir da aktuell kaum weiteren praktischen Nutzen bietet.
Und die Ausbildung Kaufmann E-Commerce ist speziell auf Betrieb Onlineshop/Onlinehandel ausgerichtet. Sehe da aktuell mehr anwendbares Wissen.
fossi hat geschrieben:
12. Dez 2018 16:30
Frag doch einfach mal den für Ausbildungen Zuständigen deiner IHK.
Der wird dir sicherlich genauere Auskünfte dazu geben können was machbar ist, oder eben nicht.
Ja das werde ich auf jeden Fall machen, wollte mich nur vorher hier mal umhören, ob damit schon jemand Erfahrungen hat.

Werde bei der IHK anfragen und auch hier berichten.

Habt ihr allgemein noch 1 Tipp zu meinem Vorhaben, macht das überhaupt Sinn?
Oder gibt es deutlich bessere Wege sich in der Thematik Onlinehandel zum Experten zu machen?
Mit 3 Jahre lang wöchentlich 1-2 Tage Berufsschule lässt es sich ja eigentlich ganz gut "leben", "ausbilden" und nebenbei dennoch Geld verdienen.

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Re: Als Selbständiger nebenbei ganz normale IHK Ausbildung machen - möglich?

Beitrag von ReginaSF » 12. Dez 2018 17:43

Rex hat geschrieben:
12. Dez 2018 17:08
Habt ihr allgemein noch 1 Tipp zu meinem Vorhaben, macht das überhaupt Sinn?
Nö.
Rex hat geschrieben:
12. Dez 2018 17:08
Oder gibt es deutlich bessere Wege sich in der Thematik Onlinehandel zum Experten zu machen?
Ja. Tun.
Rex hat geschrieben:
12. Dez 2018 17:08
Mit 3 Jahre lang wöchentlich 1-2 Tage Berufsschule lässt es sich ja eigentlich ganz gut "leben", "ausbilden" und nebenbei dennoch Geld verdienen.
Wenn dich Soll an Haben schon so stört, also der Versuch ein Verständnis für die Zusammenhänge und das Zustandekommen des Zahlenwerks zu vermitteln: Warum sollte Berufsschule weniger theoretisch sein als Studium? Sie ist dazu da, das theoretische Grundlagenwissen zu vermitteln und das zu versuchen, woran unter Umständen viele Jahre allgemeinbildende Schulen gescheitert sind (Rechnen, Schreiben, Lernen).

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Re: Als Selbständiger nebenbei ganz normale IHK Ausbildung machen - möglich?

Beitrag von Vio » 12. Dez 2018 17:47

Ich weiß nicht, ob man das übertragen kann, aber ich hab Industriekauffrau IHK gelernt und das Schulwissen hatte mit der Arbeitspraxis in einem mittelständischen Betrieb erstaunlich wenig zu tun. Ob das beim E-Commerce-Kfm genau so ist, weiß ich natürlich nicht.

Andererseits:
Rex hat geschrieben:
12. Dez 2018 17:08
Allerdings denke ich mit absolutem Grauen ans Studium zurück. Das war der größte theoretische Scheiß. Alleine in Rechnungswesen/Buchhaltung wurde soviel theoretisch nutzloses Wissen vermittelt, Buchen wie vor 50 Jahren, aber nichts praxisnahes bzgl. wie man es heute anwendet.
Ganz ehrlich: Das Buchen auf Papier mit dem guten alten T-Konto hat mir mehr über Buchhaltung beigebracht, als das pure googlen, dass man Amazon-Gebühren in einer EÜR auf Kto. 3125 buchen muss und nicht auf ein 4er-Konto.

Ich weiß aber nicht, womit Du handelst. Bei mir gibt es gefühlt so oft andere Anforderungen und Besonderheiten als bei dem Großteil der Neuwareverkäufer hier, dass ich als Buchverkäuferin gar nicht mal sagen würde, dass ich ab morgen problemlos bei einem Eisenwaren-/Hundefutter-/Kosmetik-Onlineshop anfangen könnte.
Ich hoffe, es ist halbwegs verständlich, was ich zum Ausdruck bringen will. Ich würde mich ehrlich wundern, wenn die IHK das vermitteln könnte. Aber ich mag die IHKen nicht besonders, vielleicht bin ich voreingenommen.

Edit: Wir hatten übrigens zwei Dual-Studierende BWL und beide hatten in der Berufsschule Schwierigkeiten. BWL ist nicht die Welt (ist schwer zu glauben für BWLer, ist aber ein klarer Fall von is so :-y )

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Re: Als Selbständiger nebenbei ganz normale IHK Ausbildung machen - möglich?

Beitrag von euromann » 12. Dez 2018 18:41

Wenn es dir nur um den „Titel“ geht:

Ja, nach der sog. Externenprüfung hast du eine abgeschlossene Ausbildung.

https://www.ihk-schleswig-holstein.de/b ... ng/1372082

Bei mir wäre Einzelhandelskaufmann, Großhandelskaufmann, Außenhandelskaufmann problemlos möglich gewesen, sofern ich eine Prüfung gemacht und bestanden hätte

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Rex
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Re: Als Selbständiger nebenbei ganz normale IHK Ausbildung machen - möglich?

Beitrag von Rex » 12. Dez 2018 18:47

Ok ihr beiden, ich hatte es etwas unklar formuliert. Mich hat das ganze Soll an Haben und Buchen auf Papier mit dem guten alten T-Konto damals gar nicht gestört, hab es sogar gern gemacht.
Ich hab erst deutlich später gemerkt, dass einfach die komplette Anwendung fehlt.
Wir hatten bis zum umfallen Skonten oder Rechnungskorrekturen auf Papier gebucht. Aber alles "moderne" was so Disagio bei eingehenden PayPal oder Kreditkartenzahlungen betrifft fehlte komplett. Was komplett fehlte war auch die praktische Anwendung, wie man es mit gängiger Software macht.
@Vio: Ich hab es auch dual studiert :wink: BWL - Fachrichtung Bank. War an sich schon ganz gut.
Es hat mich halt nur im Nachgang total geärgert, zumal es in anderen Bereichen auch anders ging.
Alles was Kalkulation, Kreditsicherheiten, Beleihungswert usw. anging, hatten wir direkt mit gängiger Software oder eigenen Exceltabellen verbunden. Da profitiere ich heute noch von mit teilweise gigantischen Exceltabellen die mir direkt für jedes Produkt die Zuschlags- oder Abschlagskalkulation ausspucken und unterschiedliche Preise für jeden Marktplatz und alles mögliche kalkulieren.
Das theoretische Rechnungswesenwissen dagegen nja...der größte Mehrwert war das ich mal jmd. in kfm. Ausbildung die Probleme darin hatte Nachhilfe geben konnte.

Aber zurück zum Thema, ich habe halt schon die Hoffnung, dass in dieser Kfm. E-Commerce Ausbildung großer Praxisbezug da ist. Man kann dies ja kaum auf Papier vermitteln.
Ich habe mir gerade mal die 2 gängigsten Lehrbücher bestellt:
Kaufmann und Kauffrau im E-Commerce ISBN: 3645606254
Kaufmann/Kauffrau im E-Commerce: 1. Ausbildungsjahr ISBN: 3427018652

Und die Umsetzungshilfen für Ausbilder und Berufschullehrer:
Kaufmann im E-Commerce/ Kauffrau im E-Commerce: Umsetzungshilfen und Praxistipps (Ausbildung gestalten) ISBN: 9783763959488

Ich denke da kann ich mir beim Querlesen schonmal ein grobes Bild machen, in welche Richtung die Ausbildung geht.

/edit:
@euromann, danke für den Tipp. Das mit der Externenprüfung ist mir auch bekannt.
Aber mir geht es ja gerade nicht um den Titel, sondern ich will den Wissensinput. Weil E-Commerce sieht bei mir halt echt noch sehr dürftig aus. Also ich will in den nächsten ~3-5 Jahren zu einem E-Commerce Fachmann werden, ob nun Ausbildung oder selbst beigebracht ist eigentlich sekundär.

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Re: Als Selbständiger nebenbei ganz normale IHK Ausbildung machen - möglich?

Beitrag von xMerchant » 12. Dez 2018 19:06

Wenn man bereits einen BWL Abschluss hat, dann bringt eine Ausbildung im Handel nicht wirklich etwas. Das wäre etwas anderes bei einer ergänzenden Ausbildung im Handwerk. Viele Architekten machen das beispielsweise, die haben oft noch eine Ausbildung im Holzbereich.

Nach einem Berufsabschluss macht man dann eigentlich nur noch Fort- und Weiterbildungen mit entsprechenden Zertifikaten. Das interessiert neben der Berufserfahrung die Personaler auch viel mehr als jedes Abschlusszeugnis, dessen Lehrstoff meist nicht praxisrelevant und oft veraltet ist (egal ob Uni oder Ausbildung).

Frag Dich einfach, welche Qualifikationsnachweise bei einer Bewerbung im eCommerce-Bereich einer großen Firma gefragt sind, abhängig von Deinen Interessen. Projektmanagement ist immer ein Dauerthema, also da eine Weiterbildung machen, mit anerkanntem Zertifikat.

Geh einfach auf eine größer Jobmesse in der nächstgelegenen Universitätsstadt und frage da die Recruiter, auf welche Qualifikationen und Zertifikate sie bei Bewerbungen schauen. Oder frage direkt bei den großen eCommerce-Firmen an, ob sie eigene Recruitment-Tage veranstalten oder auf welche Jobmessen sie gehen. Ich würde da z.B. bei Otto oder Amazon anfragen, die sind regelmäßig auf Jobmessen.

Eine Ausbildung ist, wie ein Uniabschluss, nur die Grundlage und interessiert nur die ersten Berufsjahre bei einer Bewerbung. Interessant wird man durch Fachqualifikationen.

Wenn Du allerdings von der Selbständigkeit weg willst, dann warte nicht zu lange. Wenn Du zu lange als Einzelkämpfer gearbeitet hast, dann will Dich niemand in einer größeren Firma. Da fehlen dann die Softskills wie Teamfähigkeit aber auch die Durchsetzungsfähigkeit gegenüber den Kollegen und das Verständnis, wie so ein großes Schiff funktioniert oder ganz einfach, dass man Probleme hat die Anweisungen des Chefs zu akzeptieren.

Also erst mal schauen, ob man 10, 20 oder 30 Jahre eine Selbständigkeit aufbauen kann und wenn das dann nichts wird, in ein Angestelltenverhältnis wechseln, das wird nicht funktionieren. Ich würde sagen, dass nach 5, spätesten 10 Jahren Vollzeitselbständigkeit der Zug für einen interessanten Arbeitsplatz im Angestelltenverhältnis abgefahren ist.

Was natürlich immer geht, ist der Wechsel in eine eher kleine Firma. Da schaut man weniger auf verbriefte Qualifikationen, da kommt es mehr darauf an, dass man sich dem Chef als Macher präsentiert und dass man im Vorstellungsgespräch sympathisch rüber kommt. Wobei man da auch eine schlüssige Erklärung braucht, wieso man von der Selbständigkeit weg will. Erst mal wird der potentielle Arbeitgeber vermuten, dass es Probleme gibt (Gesundheit, Burn-Out, ...), das will sich dann auch niemand antun.

Ich kenne jemanden, der nach 15 Jahren Selbständigkeit wieder in ein Angestelltenverhältnis gewechselt ist. Er war damals 45 und musste zwar länger suchen, hatte aber mit der Wahrheit schlussendlich Erfolg: Er hatte keinen Bock mehr den ganzen Tag allein am Schreibtisch zu sitzen.

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