Strategie für Domainkauf

Optimierung der organischen und bezahlten Suchmaschinenplatzierung bei Google und Bing.
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monami
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Strategie für Domainkauf

Hallo Gemeinde,

die .com Domain (fünf Zeichen) für eine neue Marke ist bereits seit 2004 registriert. Sie wird zum Verkauf angeboten. Die Abwicklung soll über SEDO stattfinden. Minimalgebot 3000 USD.

Wer hat Erfahrungen mit dem Kauf von Domains? Was wäre die beste Verhandlungsstrategie?

Merci.


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NEO123
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Re: Strategie für Domainkauf

wir haben schon einige Domains gekauft (erste letzte Woche eine im höheren 4 stelligen Bereich)

Bisher hab ich immer "einfach" ein Gebote abgegeben und abgewartet.
Bei 3k Mindestsumme für ich (wenn es günstig ist) 4k bieten
regalboy
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Re: Strategie für Domainkauf

Ich würde es für 2, 3 Tage mit dem Mindestgebot probieren und dann ggf. erhöhen.
kreien
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Re: Strategie für Domainkauf

Bei der Strategie kommt es darauf an, wie schlimm es ist, nicht zum Zuge zu kommen.

Beispiel: Ich habe 2019 eine "Nice-to-have"-Domain von so einem Domainparker gekauft, die eigentlich vierstellig kosten sollte. Nach einem richtig schlechten dreistelligen Anfangsgebot weit unter Mindestpreis und ca. sechs Monaten Sendepause war dies das Ende vom Lied:

Hallo […]!

Vielen Dank für Ihre Nachricht und für Ihr Gebot, ich habe ja schon mehrmals versucht den Verkaufspreis weiter zu senken, in Ihrem Fall sind wir aber schon an einem Punkt angekommen, wo hier wirklich nichts mehr geht. Ich muss ja mindestens bei 100 Euro netto abschließen, da unsere Mindestgebühr für Transfer und Escrow-Service 50 Euro Netto beträgt, da diese Gebühren vom Verkäufer übernommen werden, müssen diese durch den Verkauf zumindest gedeckt werden, in diesem Fall erhält der Verkäufer ebenfalls 50 Euro netto.

Der letzte Preis für [13-Buchstaben-Domain].de beträgt also 100 Euro zzgl. MwSt.

Ich hoffe, wir können uns einigen.


Ein anderer Domainhändler hat mich letztes Jahr höflich gebeten, über den Verkaufspreis bitte zu schweigen (war auch zweistellig), da das eigentlich nicht sein Preisniveau ist.

Ich glaube schon seit vielen Jahren nicht mehr, dass dieses Domain-Business der professionellen Wiederverkäufer besonders toll läuft und die aufgerufenen Mindestpreise irgendeine eine Relevanz haben. Wenn die Domain nicht unbedingt lebenswichtig und kein Bieterwettbewerb zu erwarten ist, würde ich deutlich unterhalb des Mindestgebots Kontakt aufnehmen/bieten.

Edit: Ich hatte leider "Sedo" überlesen. Bei Sedo werden Gebote unterhalb eines gesetzte Mindestgebots automatisch abgelehnt, deswegen sind bei Sedo das Mindestgebot oder eben Geduld gefragt, bis der Anbieter selbst runtergeht.
NEO123
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Re: Strategie für Domainkauf

Mein teuerster Kauf war gut 5 stellig....hat/wird sich aber brutal lohnen :-)
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monami
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Re: Strategie für Domainkauf

NEO123 hat geschrieben: 8. Mai 2023 10:16 Bei 3k Mindestsumme für ich (wenn es günstig ist) 4k bieten
Die Domain ist seit ca. einem halben Jahr für 3K USD zum Verkauf. Preis hat sich seitdem nicht verändert.
kreien hat geschrieben: 8. Mai 2023 12:45
Edit: Ich hatte leider "Sedo" überlesen. Bei Sedo werden Gebote unterhalb eines gesetzte Mindestgebots automatisch abgelehnt, deswegen sind bei Sedo das Mindestgebot oder eben Geduld gefragt, bis der Anbieter selbst runtergeht.
Okay. Seit einem halben Jahr bei Sedo für 3k USD. Ich habe keine Eile, aber wenn ich Marke anmelde, dann wird die Domain wahrscheinlich teurer.
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Ach
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Re: Strategie für Domainkauf

Einen Studenten privat kaufen lassen hat sich wohl bewährt.
Dann geht der Verkäufer von einer wesentlich niedrigeren Zahlungsbereitschaft und weniger Verhandlungsspielraum aus, als wenn ein Gewerbetreibender Interesse bekundet.
kreien
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Re: Strategie für Domainkauf

Ach hat geschrieben: 20. Mai 2023 12:32 Dann geht der Verkäufer von einer wesentlich niedrigeren Zahlungsbereitschaft und weniger Verhandlungsspielraum aus, als wenn ein Gewerbetreibender Interesse bekundet.
… oder ein großer deutscher Automobilkonzern [wir brauchen einen Smiley mit einem Dollarzeichen]:
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1f911.jpg (31.27 KiB) 1527 mal betrachtet


Kleiner Insiderwitz:

Die fragen gar nicht, sondern suchen zunächst die juristische Auseinandersetzung, um sich dann mit einem irre hohen Betrag zu vergleichen, der viel höher ist als der eigentliche Verkaufspreis, wenn man höflich gefragt hätte. Mit Arroganz werden der deutsche Autobauer und seine willige Gefolgschaft eines nicht so fernen Tages unter die Räder kommen. Das Mitleid wird sich in Grenzen halten.
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