Bedarfskalkulation - wie macht ihr das?

Technische Fragen zu reinen Wawi`s und FiBu`s:
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koshop
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Bedarfskalkulation - wie macht ihr das?

Beitrag von koshop » 27. Nov 2018 16:55

Bisher hab ich den voraussichtlichen zukünftigen Bedarf für meine Artikel auf lokad.com kalkulieren lassen. Die haben jetzt aber ihr System umgestellt und benutzen jetzt irgendeine selbstentwickelte Skriptsprache mit der man die Reports generieren muss, oder man kann ein Schweinegeld für ein gemanagtes System bezahlen.Das ist mir dann doch ein bisschen zu komplizert bzw. zu teuer. Das gute war, das deren System saisonale Schwankungen berücksichtigt hat und den Bedarf prognostiziert hat und nicht nur einen Durchschnitt berechnet hat.

Wie macht ihr das? Einfach den Durchschnitt der letzten X Tage berechnen?
Grade bei Saisonartikeln ist es ja ein bisschen blöd.
Nach dem Motto: im November und Dezember wurden 500 Adventskalender verkauft, dann bestellen wir für Januar gleich nochmal 250...
Oder weil im Januar, Februar, März keine Sonnencreme gekauft wurde, brauchen wir ja für den Sommer auch nix bestellen.

Oder nutzt ihr irgendwelche externen Dienstleister oder Tools, bzw. kann jemand was empfehlen?



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koshop
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Re: Bedarfskalkulation - wie macht ihr das?

Beitrag von koshop » 28. Nov 2018 09:12

Na gut dann schreib ich mir halt selber ein Skript. Vielleicht könnt ihr mir ja sammeln helfen was man berücksichtigen sollte. Auf der Liste hab ich bis jetzt:
- Bedarfsteigerungen durch im Zeitablauf erhöhte Nachfrage. Oder Bedarfssenkungen.
- Saisonale Schwankungen, vielleicht könnte man da einen Durchschnitt der letzten drei Monate des Vorjahres machen und die mit den drei folgenden Monaten im Vorjahr vergleichen und prüfen ob Abnahme oder Zunahme.
- Ausreißer Bestellungen, d.h. wenn z.B. ein Produkt immer nur einmal bestellt wird und plötzlich ein einzelner Kunde 10 bestellt, dann sollte man die Bestellung rausfiltern.

Tony
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Re: Bedarfskalkulation - wie macht ihr das?

Beitrag von Tony » 28. Nov 2018 11:41

Interessanter Gedanke, den ich überhaupt nicht auf dem Schirm habe. Bestellt wird, was die Wawi vorschlägt und vom Einkäufer werden die Artikel sporadisch kontrolliert, ob also die Mindestbestände oder Bestellmengen geändert werden müssen. Saisonale Produkte haben wir nicht, daher kommen wir so ganz gut klar.
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koshop
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Re: Bedarfskalkulation - wie macht ihr das?

Beitrag von koshop » 28. Nov 2018 11:46

Bestellt wird, was die Wawi vorschlägt
Hat eure Wawi da einen Berechnungsalgorithmus oder schlägt die einfach nur anhand der eingepflegten Mindestbestände vor?

cashew
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Re: Bedarfskalkulation - wie macht ihr das?

Beitrag von cashew » 28. Nov 2018 11:50

Ich hatte mal wo ich vor vielen Jahren mal in einer großen Firma gearbeitet hatte, mit Bedarfs-Disposition zu tun. Teures SAP Modul damals. Auch dieses Modul konnte man die Jahresgewichtungen % anpassen. Aber hat den Disponenten nicht davor befreit, sich Listen (am Bildschirm Dispo LIste) sich anzeigen zu lassen um händisch einzugreifen. Das machen heute Disponenten, Produktmanager, Einkäufer - name it - und auch bei anderen Unternehmen das gleiche : Immer selbst machen und nicht die Maschine - anhand der eingestellten Mindestbestellmengen und der Jahresplanung (die man bei den Budgetplanungen etc selbst dann eingestellt hat.)

Unterjährig dann die Feinplanung - immer manuell - Entweder den Vorschlag der Maschine akzeptiert oder angepasst. Dann hat die Software das sich wiederum selbst anhand der Mindestmengen und Prognosen (Jahresprognose vom Vorjahr) wieder selbst angepasst

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Re: Bedarfskalkulation - wie macht ihr das?

Beitrag von Gardenandmore » 28. Nov 2018 12:07

Ich bin auch der Meinung, dass sich diese Prolematik nicht immer durch "Maschinen" oder nur durch extrem teure und aufwendig gepflegte "Maschinen" lösen lässt. Vorschlagen lassen - ok, vielleicht eine Art Quartalsverkaufszahlen anzeigen lassen oder so, aber nicht entscheiden lassen. Saison gibt es ja nicht nur unterjährig, sondern bspw. bei Deutschland - Fahnen auch alle 4 Jahre zur WM usw.
Wir haben das Problem ja ähnlich. Zur saisonalität kommen bei uns noch modesorten, eine Vielfalt an verschiedenen Größen und Qualitäten usw. dazu.

Bei uns gibt es "easy - Artikel", die immer gleich groß, immer in der gleichen Sorte bestellt werden. Die werden auch ganzjährig ungefähr gleichviel gebraucht. Diese können einfach nachbestellt werden. Aber das meiste, auch die ganze Jungware zur Eigenproduktion, und die Großpflanzen, usw. Das ist immer Chefsache. Da braucht man Gefühl, Mut und Erfahrung.
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Re: Bedarfskalkulation - wie macht ihr das?

Beitrag von cmayr@descartes.com » 28. Nov 2018 12:07

Einige unserer Kunden nutzen seit vielen Jahren wirklich sehr gern Netstock: Wir haben eine direkte, bi-direktionale Schnittstelle zu Netstock und deren System kann wohl auch mit saisonalen Schwankungen umgehen, hat anscheinend eine integrierte ABC-, XYZ- und LMS-Analyse an Bord und die Inbetriebnahme, so berichten unsere pixi*-Kunden, war kinderleicht. Preis richtet sich anscheinend nach Lagerwert, ist zumindest transparent auch auf der Seite zu finden:
https://netstock-europe.com/tour/klassifizierung/
https://netstock-europe.com/preise/
Gruß, Chris

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Re: Bedarfskalkulation - wie macht ihr das?

Beitrag von Bene » 28. Nov 2018 12:19

Schwieriges Thema.

Dank der Markttransparenz kann man sich da uch mal vertun.
Kauft man etwas ein, aber Mittbewerber ist einfach billiger kann es einem trotz Bestellvorschlag liegen bleiben.

Ich mache aktuell nur noch über die Mindestbestände und 2x im Jahr zur sicheren Saison eine Bevorratung.
Ich verdiene an einem Artikel lieber ein paar Euro weniger bevor er mir ewig im Lager liegt.
Sprich öfter kleinere Bestellungen.

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Re: Bedarfskalkulation - wie macht ihr das?

Beitrag von Tony » 28. Nov 2018 12:33

koshop hat geschrieben:
28. Nov 2018 11:46
Bestellt wird, was die Wawi vorschlägt
Hat eure Wawi da einen Berechnungsalgorithmus oder schlägt die einfach nur anhand der eingepflegten Mindestbestände vor?
Nein, keine Berechnung. WaWi arbeitet nur anhand Mindestbestand.
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Re: Bedarfskalkulation - wie macht ihr das?

Beitrag von qds1 » 28. Nov 2018 12:34

Bei Saisonware bietet es sich an nicht den Durchschnitt de letzten Monate zu nehmen, sondern den Durchschnitt der Saisonmonate der letzten Jahre.
Also Saison wäre z.B. Dezember, dann den Durchschnitt der Dezembermonate der Jahre 2017, 2016, 2015 nehmen.
Das wäre jetzt so meine Überlegung.

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Re: Bedarfskalkulation - wie macht ihr das?

Beitrag von Tony » 28. Nov 2018 12:58

koshop hat geschrieben:
28. Nov 2018 09:12
Na gut dann schreib ich mir halt selber ein Skript. Vielleicht könnt ihr mir ja sammeln helfen was man berücksichtigen sollte. Auf der Liste hab ich bis jetzt:
- Bedarfsteigerungen durch im Zeitablauf erhöhte Nachfrage. Oder Bedarfssenkungen.
- Saisonale Schwankungen, vielleicht könnte man da einen Durchschnitt der letzten drei Monate des Vorjahres machen und die mit den drei folgenden Monaten im Vorjahr vergleichen und prüfen ob Abnahme oder Zunahme.
- Ausreißer Bestellungen, d.h. wenn z.B. ein Produkt immer nur einmal bestellt wird und plötzlich ein einzelner Kunde 10 bestellt, dann sollte man die Bestellung rausfiltern.
Gute Idee. Ist doch eigentlich keine Raketenwissenschaft!?
Sowas könnte ich mir auch selber bauen.

Mir fällt noch ein:
- Durchschnittliche Lieferzeit des Lieferanten berücksichtigen
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Re: Bedarfskalkulation - wie macht ihr das?

Beitrag von eluno » 28. Nov 2018 13:24

Ich nutze die Bestellvorschläge der Warenwirtschaft und schaue mir nochmals jeden einzelnen Artikel vor dem Bestellen an, ob es hier z.B. Schwankungen gab durch einen größeren Kunden u.s.w

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