Posts by fuzzy

    Dein Suchbegriff ist "Digital Signage Displays".

    Ein Raspberry Pi funktioniert, wenn du da einen Zero / Zero 2 nimmst, kannst du ihn vielleicht sogar über einen USB-Port des Displays mit Strom versorgen.
    Alternativ kannst du auch nach gebrauchten BrightSign-Geräten schauen, meist bekommt man welche für ~100 EUR.

    Also wenn ich mir die Listen bei den DHL-Versteigerungen so anschaue (aktuell z.B. https://www.auktionshausweidler.de/de/termine/202…ppi_23.Juli.php), gibts da keine Riesenmengen ungeöffneter Kleinsendungen, sondern alles ist vorher geöffnet worden und die wertvolleren Inhalte werden bereits vorsortiert angeboten.

    Man kann also davon ausgehen, dass die in den Automaten verkauften Pakete höchstens aus Versehen mal etwas wirklich Wertvolles enthalten, zu 99,999% wird das genau der Schrott sein, der auch in den ganzen YouTube-Videos zu sehen ist.

    Ein interessanter Punkt.

    Der Chinese ist schon mal nicht Inverkehrbringer, denn er verschickt die Sendungen ja gerade so, dass jeder der Millionen Kunden selbst importiert. Wenn der Automatenbetreiber die Sendung direkt von einem Postdienst erwirbt, ist auch der Postdienst nicht Inverkehrbringer. Damit wird der Automatenbetreiber zum ersten EU-Händler, der die Ware innerhalb der EU bereitstellt, also zum Inverkehrbringer.

    Anders sieht es aus, wenn noch ein Zwischenhändler eingeschaltet ist, der die Sendungen beim Postdienst kauft und dann z.B. palettenweise weiterverkauft. Das scheint zumindest bei dem Betreiber aus dem Galileo-Beitrag der Fall zu sein. Dann ist der Zwischenhändler der Inverkehrbringer (für Sendungen, die direkt aus China kommen - bei Retouren sieht das natürlich anders aus).

    In keinem Fall könnte der Automatenbetreiber die Sendungen ungeöffnet verkaufen, weil er ja als Händler sicherstellen muss, dass z.B. CE-pflichtige Artikel auch korrekt gekennzeichnet sind.

    Das ist so eine Schnapsidee, die im Kleinen nicht lohnt und im Großen nicht funktioniert. Ein Automat macht den Kohl nicht fett, sobald der aber anfängt, mehrere Automaten zu betreiben, werden ihm die Behörden oder Konkurrenten ganz schnell den Stecker ziehen. Wenn er Ware aus chinesischen Paketen verkauft, ist er stets selbst der Inverkehrbringer, außerdem muss er für Sachmängel haften. Das kann er gegenüber Verbrauchern gar nicht ausschließen. Ein Kapitel aus der Reihe "Ich war jung und dumm".

    Schick!

    Ich selbst batch-kommissioniere und drucke die Zettel für den ganzen Batch schon beim Picken auf dem A4-Laser aus, das ist für mich deshalb nicht zeitkritisch.

    Allgemein gehe ich davon aus, dass Amazon immer eine Lösung nahe am Optimum verwendet, und die drucken den Lieferschein stark verkleinert auf Thermopapier.
    So gesehen liegst du mit deiner Idee bestimmt nicht ganz falsch. Es kommt auch darauf an, was deine Kunden erwarten und was die Software unterstützt. Denkbar wäre z.B. ein Kassen-Thermodrucker, mit dem du den Lieferschein wie einen Supermarktbon druckst. Also eher Epson TM als Zebra. Der TM-T88VI schafft laut Datenblatt 35 cm pro Sekunde.
    Oder in die Sendung generell nur ein kleiner Zettel mit Absender- und Empfängeradresse und einem QR-Code mit Link zum Download des Lieferscheins.

    1. Von einer Preisstabilität war ja nicht die Rede, das ist sehr schlecht für mich mit meinen Ultraleicht und ultraflach Sendungen. Aktuell ist die WAPo 1 Euro günstiger als das Hermes Paket ohne Vertrag mit 100er Coupons.

    Kannst du nicht per Brief verschicken? Mit den Matrixcode-Briefmarken kann man die doch auch basis-sendungsverfolgen und bekommt sogar noch eine nette Info zur verwendeten Briefmarke (https://www.deutschepost.de/de/s/sendungsv…0016A028B77C7CD).

    Aber bitte nicht so kompliziert machen wie fuzzy: Sondern jedes Pakert einzeln scannen, dann die Wertmarke und dann abschließen, also pro Paket eine Quittung, und auf der steht dann auch die Nummer der entwerteten Wertmarke drauf mit bezahlhöhe 0,0 Euro.

    Das geht definitiv, aber wenn du mal 10+ Pakete bringst, hast du schnell das Problem von dem Forumsmitglied neulich, das bei der Paketshoptankstelle nicht mehr bedient wird, weils zu lange dauert. Die Einzelerfassung dauert bestimmt 20 Sekunden länger pro Paket, das summiert sich.

    Ich hab es mir jetzt so zusammengereimt, dass nur die Fahrer einen Scanner haben, der diese Matrixcodes scannen kann - was mir aber nicht weiter hilft, wenn ich keine kostenpflichtige Abholung dazubuchen möchte.

    Das ist tricky und tatsächlich überfordert es 99% der Paketshopmitarbeiter. Ich kann das Hermes-Gerät inzwischen besser bedienen als die und sage ihnen genau, was sie machen müssen. Die Leute in meinem Stammpaketshop habe ich natürlich perfekt trainiert.

    So ungefähr sieht der Paketschein aus: https://www.paket.net/wp-content/upl…paketschein.jpg

    1. "Privatkunden-/Internetpaket" wählen (nicht "Retoure"!)
    2. Großen Barcode an der kurzen Seite scannen.
    3. Kleinen Barcode scannen.
    4. Wenn weitere Pakete vorhanden sind: Großen Barcode am zweiten Paket scannen. Dann kommt eine Abfrage, ob man separate Belege für die Pakete haben will. Ich will das nicht, also "Nein" (roter Button). Dann kleinen Barcode am zweiten Paket scannen. Dann großen Barcode am dritten Paket, kleinen Barcode am dritten Paket, etc., bis alle Pakete gescannt sind.
    5. Unten auf den Pfeil nach rechts tippen.
    ACHTUNG: Danach tippt der untrainierte Mitarbeiter automatisch und sofort auf "Quittung". Das wäre bei Paketen ohne Coupons richtig, aber das beendet den Vorgang sofort und die Coupons können nachträglich nicht mehr erfasst werden. Es bleibt nur die Stornierung aller Pakete und die komplette Neuerstellung aller Paketscheine. Also den untrainierten Mitarbeiter gleich am Anfang auf die Coupons hinweisen und ihm sagen, dass er AUF GAR KEINEN FALL auf "Quittung" tippen darf, solange da nicht als Betrag "0,00 EUR" steht.
    ----------- Ende Teil 1, alle Pakete sind im System, nun werden die Coupons erfasst ----------
    6. Den großen Barcode eines beliebigen Pakets erneut scannen.
    7. Auf dem Gerät die Schaltfläche mit dem abgebildeten QR-Coupon wählen.
    8. Jetzt den QR-Coupon ganz normal und ohne weitere Eingabe mit dem Laserscanner einscannen. Das Gerät zeigt als offenbar einzige Option die Möglichkeit, den Code mit der eingebauten Kamera zu scannen, das ist aber unnötig kompliziert und langsam. Da also auf keinen Fall irgendwas tippen, selbst wenn das Gerät einen geradezu dazu auffordert, sondern ganz dumpf den QR-Code mit dem Laserscanner abscannen.
    9. Bei mehreren Paketen zurück zu 6. und den großen Barcode am nächsten Paket scannen.
    10. Sind alle Pakete/Coupons erfasst, prüfen, ob die Gesamtsumme 0,00 EUR ist. Wenn ja => Schaltfläche "Quittung" wählen, das war's.


    Hinweis:
    Es ist wichtig, dass die Coupons den korrekten Paketnummern zugeordnet sind. Das stellt der obige Vorgang sicher. Man kann auf dem Hermes-Gerät auch kreuz und quer zuordnen, dann flucht aber der Abholer, weil der nochmal scannen und sich dann Pakete und die passenden Coupons zusammensuchen muss. Hermes-Paketshopmitarbeiter sind leider oft nicht die hellsten Kerzen auf der Torte. Such dir welche, die sich trainieren lassen und nicht "Jaaa, ich kann das schon!" sagen und dann alles falsch machen. Oder die vor lauter Candy Crush wirklich reflexartig sofort auf jede Schaltfläche tippen, die aufpoppt. Es gibt welche, die haben es beim zweiten oder dritten Mal verstanden, und es gibt welche, denen muss man auch nach Wochen jeden Schritt einzeln ansagen. Wenn jemand einen Praxisbeweis für die fortschreitende Verdummung der Bevölkerung (und besonders der Jugend) haben will, hier ist er. An diesem Prozess ist alles schlimm, von der Hermes-Software bis zu den vielen Blödis in den Hermes-Paketshops, aber wenn man es mal kann, funktioniert es ganz gut.

    Zu "Qualitätsversprechen":

    Wenn ich meine Ware, für die es im Prinzip nur noch in Asien überhaupt die benötigten Lieferketten gibt, hier in Europa produzieren lassen würde - selbst in Osteuropa - würde das eine Endkunden-Preissteigerung um ungefähr den Faktor 4-5 bedeuten. Niemand würde diesen Preis zahlen, auch der qualitätsbewussteste Verbraucher nicht.

    Sehr schön kann man das an der Pleitewelle bei Unverpackt-Läden sehen. Gerade die ach-so-qualitätsbewusste Öko-Kundschaft lässt einen gnadenlos im Regen stehen, sobald das Geld auch nur etwas knapp wird. Wenn ich in die Stadt gehe, ist die Kassenschlange bei TEDi, Woolworth und Primark am längsten, "Qualitätsanbieter" Galeria ist zum dritten Mal insolvent. Der Kunde nimmt Qualität, wenn sie nicht oder nur unwesentlich teurer ist. Sonst kauft er lieber Ramsch, Hauptsache billig. Natürlich gibt es immer die anekdotische Oma, die sich gern persönlich bei ihrem Lieblingskaufmann vor Ort beraten lässt und dann jeden Preis bezahlt, aber die allein ernährt niemanden.

    Mir kann auch niemand erzählen, die Kunden wüssten nichts von den Qualitätsproblemen der Billiganbieter. Sie wissen es, und sie kaufen trotzdem. Vielleicht, weil es auf die Qualität gar nicht ankommt, weil der Endorphinkick des Kaufens viel wichtiger ist. Die Chinesen verkaufen doch nicht einfach Ramsch, die verkaufen Einkaufserlebnis, Spannung, Vorfreude, und das alles zu einem Preis, den auch der Bürgergeldempfänger bezahlen kann. Nicht nur ein Mal im Jahr, sondern mehrmals in der Woche, eine willkommene Abwechslung im tristen Alltag.

    IMHO ist der verlinkte Artikel einfach nur inhaltsleerer Beraterquatsch.

    Quote

    Durch eine konsistente und hohe Qualität mit einer Spezialisierung auf die Pain Points und Bedürfnisse der Kunden kann auf Social Media noch alles erreicht werden.

    Ach was! Und natürlich soll man die Agentur des Autors engagieren, um sich für viel Geld noch mehr Gemeinplätze erzählen zu lassen. Next!

    Du meinst: Welchen Broker? Das hängt von deinem Transaktionsvolumen und der Transaktionshäufigkeit ab. Bei kleineren Transaktionsbeträgen kannst du es verkraften, auf einer "Schattenbörse" wie Tradegate oder L&S vom Market Maker beschissen zu werden und dafür keine oder sehr niedrige Transaktionsgebühren zu zahlen. Die fairsten Kurse bekommst du da, wo das größte Volumen ist - auf Xetra, da werden die Gebühren halt nicht in den Kursen versteckt.

    Gleiche Sache bei der Häufigkeit. Machst du Daytrading mit x Transaktionen pro Tag, oder handelst du 2x im Jahr?

    Aber ich fürchte, bis es da einen OSS gibt sind die kleinen Händler schon weg vom Fenster.

    Leicht off-topic, aber zu EPR gibts gerade eine von eBay vorangetriebene Petition: https://www.ebaymainstreet.com/de/petition/emea-epr

    Ich lasse mich ungern vor den Karren von eBay oder Amazon sperren, aber hier sehe ich durch die Unterstützung von eBay eine Chance, in Brüssel zumindest ernstgenommen zu werden.

    Die Zeiten für Kistenschieber sind vorbei, das können Chinesen billiger. Was Markenprodukte angeht, kapieren die Hersteller so langsam (nach 25 Jahren), dass die notwendige Preiskontrolle nur zu erreichen ist, wenn man den Onlinehandel komplett selbst macht. Und warum auch nicht? Warum soll ein Hersteller eine Handelsmarge an Händler abgeben, die über Onlinemarketing oder aggressive Preise Kunden billiger beliefern, die sonst auch zu einem höheren Preis gekauft hätten? Der Kunde weiß doch in der Regel schon, was er will, bevor er sich den Händler aussucht.

    Die Zeiten für Private Label mit chinesischer Ware gehen auch ihrem Ende entgegen, die Chinesen machen das Endkundengeschäft lieber selbst. Wie der niedergelassene Handel sich schon lange die Frage stellen muss, welchen geldwerten Mehrwert er eigentlich bietet, muss das in zunehmendem Maße auch der hiesige Onlinehandel.

    Man kann schneller sein, man kann bequemer sein, man kann dem Kunden genauer auf ihn zugeschnittene Angebote machen. Aber da hat man als Kleiner irgendwann die Grenzen seiner Möglichkeiten erreicht. Schneller ist eben nur so schnell, wie DHL & Co. es ermöglichen, und da geht es im Moment nach meiner Wahrnehmung eher in die falsche Richtung. Bequemer ist auch nicht drin, was ist bequemer als Ein-Klick-Bestellung bei Amazon? Bessere Angebote? Nur, wenn man sich die Kosten für gutes personalisiertes Marketing leisten kann.

    In China ist Liveshopping das ganz große Geschäft, dazu muss man aber selbst eine Rampensau sein oder entsprechende Mitarbeiter haben. Außerdem wird man den Gatekeepern ordentlich Tribut entrichten müssen, sobald die Sache ordentlich läuft. Aber generell ist Bindung an die Person des Verkäufers eine Möglichkeit. Perfekt macht das der Held der Steine, der ja inzwischen sein Geld hauptsächlich mit YouTube/Twitch-Provisionen verdienen dürfte.

    Bleibt, etwas exklusiv zu verkaufen, was man woanders einfach nicht bekommt, was der Kunde aber trotzdem haben will. Eigene Produkte zu entwickeln, die nicht nur ein Logo auf einem fremden Produkt sind. Dazu braucht man Kapital und Know-How - und langfristig muss man sehr gute Produkte in einer möglichst gut zu verteidigenden Nische haben, denn der Wettbewerb beim Kampf um das verfügbare Kundeneinkommen hat tiefe Taschen. In die Hände spielen wird uns die technische Entwicklung, denn wenn Roboter und KI-Systeme billiger werden, wird man auch als Kleiner davon profitieren können, z.B. bei der Produktion von Kleinserien oder im Lager.

    Neu anfangen würde ich im Onlinehandel nicht mehr, jedenfalls nicht als klassischer Wiederverkäufer. Ich plane aktuell, meinen Shop in 5 Jahren zu schließen - oder früher, sollten die Umsätze unerwartet einbrechen. Aber dann war ich 25 Jahre im Geschäft und habe die goldene Zeit des kleinen Onlinehandels voll ausgenutzt.

    Hier kam vor ca. 3 Wochen die Anweisung, kleine Päckchen nicht mehr mit den Briefen, sondern mit den Paketen einzuliefern. Der Post-Mitarbeiter wusste keine konkreteren Details, vermutete aber, dass die Zusteller überlastet seien. Mir fällt dazu die China-Sendungsflut ein, vielleicht lenkt die Post die kleinen warentragenden Sendungen jetzt doch in Richtung Paketauslieferung.