Mystery Packs – Retouren-Automat

There are 40 replies in this Thread which has previously been viewed 2,183 times. The latest Post (July 15, 2024 at 10:25 PM) was by Allwissender.

  • Auf dem Außengelände des hiesigen Einkaufsmarkts gibt es was Neues: Ein Warenverkaufsautomat der für 10 €/Stück Retouren als Mystery-Packs anbietet. Mit dabei sind Umschlage von Aliexpress und Hermes-Retouren, sehr merkwürdig das:

  • Auf dem Außengelände des hiesigen Einkaufsmarkts gibt es was Neues: Ein Warenverkaufsautomat der für 10 €/Stück Retouren als Mystery-Packs anbietet. Mit dabei sind Umschlage von Aliexpress und Hermes-Retouren, sehr merkwürdig das:

    Da würd mich ja wirklich interessieren wie sich dieser Händler bei sämtlichen Regulierungen die es so gibt aus der Verantwortung stiehlt.

    Aber gut, ist ja nicht online, da wird das schon passen...

  • Ansich ist das ja eine geniale Lösung für diejenigen, die eine Retoureadresse in Deutschland benötigen, diese aber aus Kostengründen nicht haben. Früher hat man einfach irgendeine Adresse angegeben, woraufhin irgendwelche Privatleute mit Retouren zugekarrt worden sind. Jetzt werden die Retouren sogar wahrscheinlich noch gewinnbringend verkauft.

  • Das ist so eine Schnapsidee, die im Kleinen nicht lohnt und im Großen nicht funktioniert. Ein Automat macht den Kohl nicht fett, sobald der aber anfängt, mehrere Automaten zu betreiben, werden ihm die Behörden oder Konkurrenten ganz schnell den Stecker ziehen. Wenn er Ware aus chinesischen Paketen verkauft, ist er stets selbst der Inverkehrbringer, außerdem muss er für Sachmängel haften. Das kann er gegenüber Verbrauchern gar nicht ausschließen. Ein Kapitel aus der Reihe "Ich war jung und dumm".

  • Wenn er Ware aus chinesischen Paketen verkauft, ist er stets selbst der Inverkehrbringer,

    Weiß nicht... Er importiert in keiner Weise, er bietet die Ware nicht erstmalig an, er verkauft die Ware nicht erstmalig.

    In den meisten Anwendungsfällen/Rechtsgebieten könnte er damit nicht der Inverkehrbringer sein.

  • Ein interessanter Punkt.

    Der Chinese ist schon mal nicht Inverkehrbringer, denn er verschickt die Sendungen ja gerade so, dass jeder der Millionen Kunden selbst importiert. Wenn der Automatenbetreiber die Sendung direkt von einem Postdienst erwirbt, ist auch der Postdienst nicht Inverkehrbringer. Damit wird der Automatenbetreiber zum ersten EU-Händler, der die Ware innerhalb der EU bereitstellt, also zum Inverkehrbringer.

    Anders sieht es aus, wenn noch ein Zwischenhändler eingeschaltet ist, der die Sendungen beim Postdienst kauft und dann z.B. palettenweise weiterverkauft. Das scheint zumindest bei dem Betreiber aus dem Galileo-Beitrag der Fall zu sein. Dann ist der Zwischenhändler der Inverkehrbringer (für Sendungen, die direkt aus China kommen - bei Retouren sieht das natürlich anders aus).

    In keinem Fall könnte der Automatenbetreiber die Sendungen ungeöffnet verkaufen, weil er ja als Händler sicherstellen muss, dass z.B. CE-pflichtige Artikel auch korrekt gekennzeichnet sind.

  • Quote

    In keinem Fall könnte der Automatenbetreiber die Sendungen ungeöffnet verkaufen

    Wie geht das dann mit den Paketen/Koffern? Das Auktionshaus schaut doch auch nicht in jedes Paket rein und pruft ob der Inhalt in der EU verkauft werden darf, CE besitzt, etc. Da sind ja auch oft China-Sendungen dabei.

  • Wie geht das dann mit den Paketen/Koffern? Das Auktionshaus schaut doch auch nicht in jedes Paket rein und pruft ob der Inhalt

    Vielleicht nicht das Auktionshaus, aber jemand muss ja reinschauen, allein ob Drogen drin sind.

    Ist das jetzt modernes Schrottwichteln oder gar eine Lootbox mit Glückspielpotenzial – dann wäre das kritisch, wenn Kinder das für sich entdecken.

    Ist es denn für Kinder erlaubt, dann müsste ja noch mehr kontrolliert werden?

  • hab ich auch schon in der Presse und youtube gesehen

    lustig fand ich O-Ton Händler: es kann z.B. ein wertvolles handy sein oder ein weniger wertvolles t-shirt - alles ist möglich.

    ich wette: kaufe 100 Teile und du kommst garantiert nicht in den grünen Bereich - absoluter Nepp ! - ähnlich der Flughafen-Koffer-Versteigerungen - da könnte auch wertvoller Schmuck drin sein - die Leute sind wie magnetisiert und steigern und steigern. Diese Erfahrung macht die Kasse des Händlers voll

  • Vielleicht nicht das Auktionshaus, aber jemand muss ja reinschauen, allein ob Drogen drin sind.

    bei dem Film, wo ich gesehen habe: großer Tisch - Mitarbeiterin nimmt Teile aus Kartons (Rückläufer usw. und steckt sie in eine neue Tüte - Aufkleber drauf und fertig O-Ton - defekte und wertlose Sachen werden entsorgt - aber die vielen neuen handy und der Schmuck kommt alles nach Prüfung in den Automaten

  • defekte und wertlose Sachen werden entsorgt - aber die vielen neuen handy und der Schmuck kommt alles nach Prüfung in den Automaten

    Bin ich der einzige, der hier einen gigantischen Interessenskonflikt auf Seiten des Händlers sieht? Ich meine "wertloses entsorgen wir auf unsere Kosten, wertvolles geben wir gerne gerne günstig ab" - es tut schon fast weh wenn man versucht das zu glauben...

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