Arbeitsunfähig wegen Ohrenschmerzen

There are 19 replies in this Thread which has previously been viewed 741 times. The latest Post (March 4, 2024 at 7:39 PM) was by aro.

  • Hi,
    bei mir in Italien ist eine ganz neue Masche aufgetaucht:
    Kaum ist die Probezeit rum, ist die Mitarbeiterin erstmal ne Woche krank, auf Nachfrage "muss sie das nicht sagen was sie hat". Zwei Wochen spaeter wieder eine Woche krank, "muss sie nicht sagen" (naechstes Mal sage ich Sie muessen auch nicht bei mir arbeiten) - dem Werkstattleiter erklaert sie sie hat Ohrenschmerzen.

    Kurz darauf spaeter textet mir der Werkstattleiter er kommt nicht zur Arbeit, er habe in der Nacht "dreimal erbrochen" und auf dem Krankschein ueber 4 Arbeitstage steht dann aber auch Ohrenschmerzen. Am telefon merke ich ganz klar, das war gelogen der macht krank.

    Ist doch scheisse. Regt mich tierisch auf. Denn was passiert:

    Weil der Mitarbeiter wegen Ohrenschmerzen arbeitsunfaehig ist, musste der Geselle zwangsurlaub nehmen und ich den Trailer alleine einladen, weils zu schwer war beim Ankuppeln ist der Trailer abgerissen, in Italien das Kabel und Sicherlungsleine abgerissen und ich musste schauen wie das repariert wird um zurueck nach Muenchen zu kommen. Dazu habe ich jetzt "Rueckenschmerzen" vom schweren Heben und musste der gekuendigten MA den letzten Tag an dem sie die Kuendigung erhalten hat freistellen. Dabei sollte sie noch einige Versandvorgaenge erklaeren.

    Was fuer ein Mist nur wegen so einem egoistischen Mitarbeiter.

    Die Mitarbeiterin habe ich rausgeschmissen, fritslos (man muss in Italien 1 Monat Strafgehalt zahlen). Dem Werkstattleiter habe ich gesagt es steht ihm frei sich einen besseren Arbeitgeber zu suchen.

    Nachtrag: ich weiss das ist nicht diplomatisch. Aber Kunden behandeln mich genau so, und andere Vertragspartner. Fressen und gefressen werden. Warum behandeln mich Mitarbeiter ueberhaupt so? Ist doch Frech.

    Also Ohrenschmerzen ist ein perfekter Krankmachgrund, schwer vom Arzt nachzupruefen, perfekt um mal ein paar Tage bezahlt frei zu bekommen.

    Gruss Anne

  • Alles richtig gemacht.
    Raus mit Arbeitnehmern die sich wegen Nichtigkeiten Krank melden.

    Immer befristeten Arbeitsvertrag und so lange Verlängern wie es rechtlich möglich ist!!

  • Dann sind die guten Leute aber recht schnell weg...


    wenn der Lohn stimmt, bleiben die auch.

    Zumal es in Deutschland egal ist ob befristet oder nicht.
    Solange das Unternehmen weniger als zehn Mitarbeitern hat, bekommt man jeden ohne Grund gekündigt.


  • Nicht jeden, gibt auch Schwangere, Schwerbehinderte & Co...

    Und ein befristeter Arbeitsvertrag macht sich schlecht, wenn es um Wohnung, Kredit oder was auch immer geht.

    Dann kann man halt niemanden einstellen der keine Wohnung und kein Geld hat.

    Einen unbefristeten Arbeitsvertrag muss man sich verdienen und sowas klappt nicht mit Krankmeldungen

  • Sowas ist ärgerlich und ich kann dich verstehen.
    Wir handhaben es bei uns so: Es gibt von den verschiedensten Statistikseiten einen Durchschnitt an Arbeitsunfähigkeitstagen im Jahr. An dem orientieren wir uns.
    In Österreich und Deutschland sind das ungefähr 15 Werktage. Alles darunter schau ich mir nicht an. Hat jemand 15 Tage erreicht schau ich drüber was es war. Sind's immer 1 - 3 Tage oder war's was Größeres (z.B. zwei Wochen am Stück). Die 1 - 3 Tage werden beobachtet und sollte es mehr werden kommt ein MA-Gespräch.
    In die Richtung, was ist los, können wir was verbessern das es dir besser geht? Manchmal hilfts, manchmal finden wir wirklich was zum verbessern und ab und zu bringt's nichts.
    Dann sollte man sich trennen.
    Wir hatten den letzten Jahres eine Mitarbeiterin die hat innerhalb von einem Quartal 17 Tage Krankenstand angesammelt. An beiden angesetzten Gesprächsterminen war sie dann ebenfalls krank und am Monatsende (da warens dann 25 Tage) erstaunt warum man sich von ihr trennt.

  • Ich möchte zu bedenken geben, dass auch Großkonzerne an kulturellen Unterschieden krachend gescheitert sind, vgl. DaimlerChrysler oder Walmart in Deutschland.

    Deutsche Arbeitsmoral, deutsches Arbeitsrecht und hiesige Mitarbeiterführung 1:1 – und auch noch remote – auf einen italienischen Standort zu spiegeln, wird nicht zielführend sein – dazu sind die Unterschiede überall auf der Welt zu groß.

  • Wobei es aber seit Corona mehr ist - die Immunität gegen Erkältungen fehlt den Menschen...

    Es verändert sich jedes Jahr aber 2022 warens 14,9 Tage, gefühlt warens 2023 um 20% mehr als das Jahr davor.
    Und es ist nur ein Richtwert bei uns den jeder für sich selbst festlegen kann/soll. 15 Tage (3 Wochen) war's bisher bei uns.

  • So würde ich das auch gerne hier haben, leider sind wir davon noch weit entfernt.
    Je nach Ursache der vielen Fehlzeiten kann das entsprechende Gespräch, richtig geführt, auch zu einer Selbstkündigung des Mitarbeiters führen.

    Bei Mitarbeitern, die Arbeitsunfähigkeit vortäuschen, können folgende Punkte wirken:
    - "Deine Kollegen haben durch Dich Überstunden. Ich habe inzwischen das Problem, dass ich dich keinem Team mehr zuteilen kann - niemand will dich mehr dabeihaben."
    - "Wir machen und groooße Sorgen um Dich und Deinen Zustand."
    - "Wir befürchten, dass Du dem Leistungsdruck in unserem Betrieb nicht gewachsen bist und dass die Arbeit bei uns Deiner Gesundheit schadet."


  • Bei Mitarbeitern, die Arbeitsunfähigkeit vortäuschen, können folgende Punkte wirken:
    - "Deine Kollegen haben durch Dich Überstunden. Ich habe inzwischen das Problem, dass ich dich keinem Team mehr zuteilen kann - niemand will dich mehr dabeihaben."

    Das ist doch aber das Problem des Chefs und nicht des Angestellten 😉

  • Welcher Angestellte kündigt selbst anstatt sich kündigen zu lassen?


    Das habe ich mehrfach gehabt.
    Bei Mitarbeitern, die mit Krankschreibungen Arbeitszeitbetrug begehen (und ich meine wirklich nur diese, nicht tatsächlich Kranke Mitarbeiter).
    Auf die Idee kommen Mitarbeiter selten von alleine - man muss sie schon dazu inspirieren und das Gespräch gezielt dafür einsetzen.

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