Auf zu neuen Welten - OTTO

There are 16 replies in this Thread which has previously been viewed 3,704 times. The latest Post (April 19, 2024 at 5:15 PM) was by bauti.

  • Hallo zusammen,

    seit 2 Wochen haben wir eine "neue Welt" betreten - OTTO.de

    Nach 20 Jahren EBAY und 14 Jahren Amazon Erfahrung, muss ich zugeben, man ist doch sehr "eingefahren" in seiner gewohnten Marktplatz-Umgebung.

    Läuft langsam vor sich hin, täglich schon mal 1-2 Bestellungen, das ist doch für die paar Tage ein Anfang :)

    ABER!

    Heute stelle ich beim stöbern im Backend fest, dass Otto die Rechnungen an den Kunden in unserem Namen selber schreibt.

    Wie macht ihr das?

    Ich würde einfach eigene Rechnungen durch unser ERP erstellen lassen, wie bei allen anderen Vorgängen auch. Diese dann wie bei Amazon und Ebay intern buchen und handhaben. Nachdem ich bereits 3 Betriebsprüfungen mit dem ganzen Amazon-Irrsin überstanden habe, ist es mir wirklich wichtig zu jedem Vorgang eine eigene Rechnung zu haben für den Schlagabtausch mit dem Finanzamt :) Meine Prüfer haben sowiese nie verstanden was im "Internet abgeht", dass es bei Otto noch eine Rechnung gibt, schnallen die nie :)

    Falls es hier auch jemand so macht, sendet ihr die Rechnung oder als Beilage im Karton an den Kunden? Nach mir die Sinnflut, hat der Kunde halt 2 unterschiedliche? Oder erstellt ihr eigene, welche der Kunde aber nie sieht? Quasi Rechnung erzeugen, aber dem Kunden nicht übermitteln?

    Dachte Amazon wäre "speziell", doch Otto.de belehrt mich eines besseren, hätte nie gedacht, dass ich mich mal bei EBAY und AMAZON so vertraut fühle :lol2:

    Würde mich über eine Auskunft freuen...


  • ...dass es bei Otto noch eine Rechnung gibt, schnallen die nie :)

    Falls es hier auch jemand so macht, sendet ihr die Rechnung oder als Beilage im Karton an den Kunden? Nach mir die Sinnflut, hat der Kunde halt 2 unterschiedliche? Oder erstellt ihr eigene, welche der Kunde aber nie sieht? Quasi Rechnung erzeugen, aber dem Kunden nicht übermitteln?

    Ich kann nichts zu Otto sagen - aber 2 Rechnungen für einen Vorgang ist Wahnsinn. Damit schuldest du in der Regel 2x die USt. (weil du Rechnungen mit USt. erstellt hast), wenn das nach ein paar Jahren aufgedeckt wird kannst du entweder (zig)tausende Rechnungen korrigieren und/oder die USt. doppelt zahlen, das kann die Firma ruinieren.

    Selbes Thema gibt es übrigens auch bei Amazon, wenn man "Global Listing" Gutschriften von Amazon bekommt, UND trotzdem eigene Rechnungen erstellt (für Ware die Amazon vom FBA Bestand kauft um es int. weiterzuverkaufen).

    -> unbedingt mit dem Steuerberater besprechen und das Problem lösen


  • Ich würde einfach eigene Rechnungen durch unser ERP erstellen lassen, wie bei allen anderen Vorgängen auch.

    Falscher Ablauf!
    OTTO erstellt generell einen Beleg und diese Belegdaten musst du in deine Buchhaltung integrieren.
    Da wird keine zweite Rechnung vom ERP erstellt.

    Womit arbeitest du?
    Plentymarkets und JTL können OTTO Belege importieren.
    Diverse Middlewares wie UNICORN machen das genauso.

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  • Bei Buchhaltung mit Datev wird ein zusätzlicher Beleg generiert, mit dem Vermerk "Rechnungskopie - aus den von XY gelieferten digitalen Daten erstellte Rechnungsnachbildung"

  • So wie Fossi es sagt - Otto erstellt die Rechnung und die können es sich selbst abspeichern/herunterladen. So wie ich es verstanden habe und wir auch so handhaben, legt man gar nichts ins Karton hinein (keine Rechnung, keine Werbung) außer das Produkt und ggf. eine Anleitung für die Retoure.


  • Heute stelle ich beim stöbern im Backend fest, dass Otto die Rechnungen an den Kunden in unserem Namen selber schreibt.

    Wie macht ihr das?

    du (oder die Buchhaltung), legt einen neuen Nummerkreis für die otto-rechnungen an, und bucht sie da rein.
    Die Rechnungen von otto sind alle durchnummeriert, die Gutschriften ebenfalls, und lassen sich sehr gut zuordnen.

  • ich wollte das vor ca. 2 Janren? auch schon mal bei OTTO probieren. Damals scheiterte es daran, dass Otto nicht in der Lage war, eine csv zu importieren (wir haben jede Menge nicht wiederkehrende Einzelartikel aus Markenbereichen).
    da ist es natürlich sinnfrei, jeden Artikel einzeln per klickbunti anlegen zu wollen.
    Noch dazu wo es teilweise so bescheuert war, dass Marken nicht erkannt wurden, wenn z.B. ein leerzeichen zwischen den beiden Worten der Markenbezeichnung steht. (M.Fritz gegen M. Fritz).
    Deshalb nun mal die Frage in die runde: kann Otto mittlerweile nen csv Import? ähnlich wie amazon, auch wenn es da per Excel File geht?
    Oder wie legt Ihr eure Artikel da an?


  • Deshalb nun mal die Frage in die runde: kann Otto mittlerweile nen csv Import? ähnlich wie amazon, auch wenn es da per Excel File geht?
    Oder wie legt Ihr eure Artikel da an?

    Software mit einer Schnittstelle zum Marktplatz sollte typischerweise auch Artikel anlegen können (zB Plentymarkets).

    Marktplätze haben immer eine API für eben solche Softwareanbindungen, einen csv Import aber nicht unbedingt. Ich denke Amazon ist mit seinen "Flat Files" da eher ein Sonderfall...


  • Deshalb nun mal die Frage in die runde: kann Otto mittlerweile nen csv Import? ähnlich wie amazon, auch wenn es da per Excel File geht?

    Nein, CSV kann Otto nicht.



    Oder wie legt Ihr eure Artikel da an?

    Wir mit Plentymarkets.
    JTL sollte aber inzwischen auch eine Schnittstelle haben.

    Wer aber immer nur alles per Hand bedienen möchte, wird sich halt auf wenige Marktplätze beschränken müssen.
    Für echtes Multichannel brauchts halt eine entsprechende Software dahinter.

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  • ich wünsche mir halt eine Software, die nicht nochmal und nochmal und nochmal paar Prozente möchte. Da erstell ich lieber selber ne entsprechende csv. Weil irgendwann ist dann nix mehr übrig vom Kuchen. Marktplätze, bei denen ich Steuererklärungen im Ausland abgeben muß hab ich bisher gemieden.
    Oder ist das nicht mehr so, dass bereits das Anbieten auf dem ausländischen Marktplatz zur Steuererklärung in ebendiesem Land zwingt, selbst wenn man von Deutschland aus versendet?


  • Oder ist das nicht mehr so, dass bereits das Anbieten auf dem ausländischen Marktplatz zur Steuererklärung in ebendiesem Land zwingt, selbst wenn man von Deutschland aus versendet?

    Das war früher auch nur ab einem gewissen Umsatz pro Land so. Aber nicht der Sitz vom Marktplatz oder das anbieten war relevant, sonder die Lieferadressen der Kunden.

    Seit Jahren ist das anders geregelt...Google mal OSS. Du hast hier auf jeden Fall große Wissenslücken....

  • Für alle, die es interessiert :konfuzius:

    Zahlen nur im Verhältnis korrekt!

    Umsatz:
    EBAY: 100 EURO
    AMAZON: 100 EURO
    EIGENER SHOP: 15 EURO
    OTTO: 1 EURO

    Branche:
    KFZ

    Retouren:
    AMAZON: 0,8%
    EBAY: 0,4%
    EIGENER SHOP: 0,1%
    OTTO: 5%

    Beobachtungszeitraum: 4 Monate

    Buchhaltung: eine Katastrophe, 1000 Rechnungen für eine Auszahlung

    Traffic: 99% aus Goolge Shopping

    Kundschaft fast nur weiblich, ganz toll bei unserem Sortiment 🤣

    Backend OTTO.de läuft einfach mal so 50% nicht

    Also dann mal mein Feedback, bist du in der KFZ Branche und willst richtig viel "Palaber" für Micky Maus Umsatz? Die Kundschaft von deinem eigen Shop durch Google Adds " kanibalisieren"?

    Dann starte bei OTTO durch...

    PS: wenn Retouren auf deine Kosten dich "scharf machen", dann bekommst du was du brauchst.

    Wäre ich nicht schon 20 Jahre im Geschäft, würde ich im Strahl kotzen...

  • Das war früher auch nur ab einem gewissen Umsatz pro Land so. Aber nicht der Sitz vom Marktplatz oder das anbieten war relevant, sonder die Lieferadressen der Kunden.

    Seit Jahren ist das anders geregelt...Google mal OSS. Du hast hier auf jeden Fall große Wissenslücken....

    Nicht so ganz.. OSS bin ich gemeldet, ich dachte aber, das gilt nur, wenn ich z.b. bei ebay oder amazon nur in ebay.de oder amazon.de liste, der Kunde auf dem DE-Portal kauft, sich den Artikel aber nach Italien schicken läßt, weil er da wohnt.

    Wenn ich jetzt direkt bei ebay.it oder amazon.it anbieten würde, mit Versand aus Deutschland...ginge das dann auch über OSS? mein letzter Steuerberater sagte zumindest, sobald ich direkt im Land anbiete, auch wenn ich dort nicht lagere, würde ich eine Umsatzsteuerregistrierung des jeweiligen Landes benötigen. Meinen gerade neuen hab ich noch nicht gefragt, wir haben erstmal genügend damit zu tun, den Mist des "alten" auszubügeln.

    Ist das jetzt (noch) so, oder kann ich auch auf ebay.it anbieten und das über OSS abrechnen, solange ich nicht von Italien aus verschicke?
    (das leidige Thema Verpackung jetzt mal außen vor gelassen)

  • Der Marktplatz ist komplett egal. Ob Amazon.de Amazon.fr Amazon.uk oder ebay.it macht steuerlich keinen Unterschied. Es ist wirklich nur die Kunden Lieferadresse entscheidenden.

    Die Aussage von deinem alten Steuerberater macht keinen Sinn. Wenn du bei Amazon.de ins Impressum schaust steht da übrigens auch ein Adresse in Luxemburg.

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