Weg von Plenty - Shopware 6 besser?

There are 43 replies in this Thread which has previously been viewed 7,327 times. The latest Post (May 31, 2024 at 7:17 PM) was by SONNENSEGEL.guru.

  • Moin,

    nach meiner Sperrung im Support-Forum steht mein Entschluss fest, von Plenty weg zu gehen. Ich stehe jetzt vor der Entscheidung zurück zu Xanario oder zu Shopware 6 zu gehen. Bei Xanario weiß ich noch nicht, ob die nötigen Schnittstellen existieren. Daher schaue ich mir gerade auch mal Shopware 6 an.

    Die Bewertungen sind ja übelst, ist das wirklich so ein Schrott?

    MfG
    Oliver


  • nach meiner Sperrung im Support-Forum steht mein Entschluss fest, von Plenty weg zu gehen.

    Die Plenty Leute haben wirklich ein Händchen dafür, Kunden zu vergraulen ;)
    Ich würde noch ein paar mal drüber schlafen. Ich habe 2 Migrationen (Plenty -> anderes System -> Plenty) hinter mir, und es war eine Katastrophe.


    Ich stehe jetzt vor der Entscheidung zurück zu Xanario oder zu Shopware 6 zu gehen. Bei Xanario weiß ich noch nicht, ob die nötigen Schnittstellen existieren. Daher schaue ich mir gerade auch mal Shopware 6 an.

    Zu Shopware wird viel gepostet (such einfach mal danach hier im Forum), kleine/mittlere Kunden sind jetzt nicht so begeistert mit der Richtung (alles per Abo, alles teurer) von Shopware 6.

    Xanario höre ich zum ersten Mal. Die Gefahr bei einem eher kleineren/unbekannten Shopsystem ist, dass man erst sehr spät bei der Umsetzung bemerkt, dass zB bestimmte Features im SEO Bereich fehlen, die man eigentlich für selbstverständlich gehalten hat. Sprich wenn alles fertig ist und man noch etwas mit PageSpeed tunen möchte merkt man, dass das mit dem System nicht geht. Xanario musst du offenbar auch selbst in deinem Webspace hosten, sprich du bist für Optimierungen (siehe die never ending "Shopbooster" Story bei Plenty) dann - selbst verantwortlich.

    Die Gefahr beim Wechsel weg von einem System mit starken ERP/Wawi Funktionen wie Plenty: Dass man bestimmte Funktionen für selbstverständlich hält (weil Plenty eben eine mächtige Wawi ist), und man diese Funktionen in einem "Webshop System" nicht oder nur mühsam nachrüsten kann. Da gehts um Dinge wie Rechnungserstellung, USt. Besonderheiten, Fibu Export usw.

    Ich würde empfehlen einen neuen Shop mit neuer Domain aufzumachen (mit dem neuen System), eventuell mit einem Teil des bestehenden Sortiments, und dann mal schauen ob der neue Shop verkauft. Den bestehenden Shop würde ich unverändert lassen, bis sicher ist, dass der neue Shop ein Erfolg ist...

  • Hi Thomas,

    danke für deine Antwort. Plenty kostet mich mit externen Agenturen rund 2000 Euro im Monat. Solange die monatlichen Kosten von Shopware dies nicht überschreiten, sollte es im Rahmen sein. Auch bei Plenty steht ja mit PWA bald ein komplettes Update an = neuer Shop. Und das Chaos bei Plenty war ja die letzten Jahre unerträglich. Es reicht einfach. Mit meiner Sperrung im Forum haben sie es wirklich übertrieben. Eine solche Demütigung kann ich nicht einfach so hinnehmen. Dazu noch jede Woche Fehler, die nie behoben werden. Es gehen gerade so viele von Plenty weg, ich glaube nicht, dass das ohne Auswirkungen bleibt. Es gehen auch Leute, die Jahre lang Plenty verteidigt haben.

    MfG
    Oliver


  • danke für deine Antwort. Plenty kostet mich mit externen Agenturen rund 2000 Euro im Monat. Solange die monatlichen Kosten von Shopware dies nicht überschreiten, sollte es im Rahmen sein. Auch bei Plenty steht ja mit PWA bald ein komplettes Update an = neuer Shop. Und das Chaos bei Plenty war ja die letzten Jahre unerträglich. Es reicht einfach. Mit meiner Sperrung im Forum haben sie es wirklich übertrieben. Eine solche Demütigung kann ich nicht einfach so hinnehmen. Dazu noch jede Woche Fehler, die nie behoben werden. Es gehen gerade so viele von Plenty weg, ich glaube nicht, dass das ohne Auswirkungen bleibt. Es gehen auch Leute, die Jahre lang Plenty verteidigt haben.

    Naja, wenn du für Plenty eine Agentur brauchst (ich habe keine, mache alles selbst) dann wirst du für Shopware auch eine brauchen.

    Wenn du von Plenty weg gehst achte unbedingt genau auf den ERP Bereich / die ERP Funktionen die du benötigst. Bei meinem Wechsel zu einem reinen "Webshop System" musste vieles nachgerüstet werden (Modul um Rechnungen zu erstellen, Modul für ERP usw.) und es war insgesamt VIEL schlechter als das was bei Plenty völlig selbstverständlich funktioniert hat. Und VIEL teurer, weil die Agentur viel herumbasteln musste.

    Sieh dir vielleicht auch JTL an, das wird hier oft als Plenty Alternative genannt, und ist auch im Kern ein ERP, mit Webshop dran (oder anderen Webshops die man anbindet). Mir sagt die Windows-basierte Architektur nicht so zu, aber es wäre wohl einen Blick wert.

    Bei den reinen Webshops könntest du auch einen Blick auf Woocommerce werfen (und Shopify hast du ja schon angesehen).

  • nie gehört dieses Xanario
    Ist ein kleiner Laden und wenn die keine List mehr haben weil kein Umsatz kommt, dann machen die zu und du stehst blöd da

    Geh zu Shopware
    Mit der Community Version wirst du auch glücklich und zufrieden sein


  • Benutzt jemand Magento und kann etwas dazu sagen?

    Einige unsere Kunden nutzen die 1.x bzw. auch die 2.x-Versionen: Krasse Systeme, unfassbar stark anpassbar, entsprechend auch massiv hohe Anforderungen an den Server und die Datenbank dahinter ist mehr als mächtig, d.h. das System ist n.m.E. alles andere als einfach aufzusetzen und zu warten und zu bedienen, weswegen wir in den vergangenen Jahren verstärkt Migrationen u.a. zu Shopware, vor allem aber auch zu Shopify sehen.

    Zurück zum Thema:
    Ist nur der Plentyshop gemeint oder das gesamte ERP-System z.B. mit Logistik, Faktura, Zahlungswesen, u.U. auch Marktplatzanbindungen, Einkaufswesen o.a.? Denn Shopware selbst ersetzt kein ERP, / PIM / Channel-System, dazu wäre u.a. das hier auch schon genannte "Modul" notwendig.

    Meine Neugierde - ich hab' ja selbst auch ein Forum - was da passiert sein muss, wird aber sicher nicht gestillt.
    ;)


  • Benutzt jemand Magento und kann etwas dazu sagen?


    Einige unsere Kunden nutzen die 1.x bzw. auch die 2.x-Versionen: Krasse Systeme, unfassbar stark anpassbar, entsprechend auch massiv hohe Anforderungen an den Server und die Datenbank dahinter ist mehr als mächtig, d.h. das System ist n.m.E. alles andere als einfach aufzusetzen und zu warten und zu bedienen, weswegen wir in den vergangenen Jahren verstärkt Migrationen u.a. zu Shopware, vor allem aber auch zu Shopify sehen.

    Für große Firmen denkbar, mit 2000 EUR pro Monat wird man nicht auskommen, weil die Agenturkosten höher sein werden.
    Und: Es ist KEIN ERP.


    Meine Neugierde - ich hab' ja selbst auch ein Forum - was da passiert sein muss, wird aber sicher nicht gestillt.
    ;)

    Im Plenty Forum werden langjährige Kunden öfters mal "auf Lebenszeit" gesperrt, was etwas ungünstig ist, weil das Forum der Haupt-Supportkanal ist.

    Es trifft dabei Kunden die oft seit Jahren engagiert auf tatsächlich vorhandene Probleme hinweisen, und sich um eine Verbesserung durch Plenty bemühen. Da Plenty Probleme aber oft lange Zeit ignoriert kann es zu einer Situation kommen wo
    1) der Kunde es nicht mehr schafft die Probleme 100% neutral und sachlich zu benennen und
    2) ein Support Mitarbeiter dieses Posting dann als "Polemik" einstuft, und denkt, das sanktionieren zu müssen.

    Da Plenty etwa im letzten Jahr WIRKLICH viel Mist gebaut hat (etwa die Zwangsumstellung der wichtigsten UI auf eine alpha/beta Version, die dann hastig im laufenden Betrieb gefixt wurde, aber immer noch nicht rund läuft) sehe ich die Schuld auf keinen Fall bei Kunden, die nur eine funktionierende Software haben möchten.

  • Shopware, Prestashop und Magento gehen alle den Weg zu SaaS, monatliche Servicegebühren ganz wie Shopify es vormacht.

    Shopware morph wurde hier im Forum ja schon angerissen
    Prestashop: https://ecommercenews.eu/prestashop-acquired-by-mbe/
    Magento: https://business.adobe.com/products/magen…o-commerce.html

    E-commerce ist kein statisches Betriebsfeld, in dem ein Unternehmer monatlich xxxxxx Euro macht und sich dann darauf ausruht. In Theorie zumindest sollte man mehren und nicht reduzieren.

    Hast einen Shop in Plenty und er läuft nicht so gut, mach dann weitere Shops auf, zur Verfügung stehen Wordpress mit Woocommerce, Thirtybees oder Eolia und auch gibt noch weitere. Jeder Shop hat andere Schwachstellen. Mehr Shops mehr lässt sich rumprobieren.

    Kosten pro Shop: Domain und VPS unter 100 pro Shop pro Jahr, wenn allerdings nicht selbst gemacht, dann kommt eben noch was drauf. Ranken müssen die Shops auch, also geht es dann noch weiter. Mit €2000 bekommt man einen Menge hin.

  • Mein Problem bei Plenty ist nicht, dass der Shop keinen Umsatz macht, sondern dass Plenty mir viel zu viele Probleme macht.

    Und ganz ehrlich, ein neuer zusätzlicher Shop kostet ein Vermögen. Bilder, Content, Arbeitszeit. Locker 50.000 bis 100.000 Euro. Es ist nicht mit einer billigen Installation von der Stange getan, in der dann eh keiner bestellt. Eine Artikelbeschreibung mit Fotos dauert locker ca. 1 Stunde. Dazu müsste ich zusätzliches Personal einstellen, um mir dann selbst mit einem zusätzlichen Shop Konkurrenz zu machen.

    Halte ich für undurchdacht. Denn an Arbeit fehlt es uns auch mit dem einen Shop nicht.


  • Mein Problem bei Plenty ist nicht, dass der Shop keinen Umsatz macht, sondern dass Plenty mir viel zu viele Probleme macht.

    Und ganz ehrlich, ein neuer zusätzlicher Shop kostet ein Vermögen. Bilder, Content, Arbeitszeit. Locker 50.000 bis 100.000 Euro. Es ist nicht mit einer billigen Installation von der Stange getan, in der dann eh keiner bestellt. Eine Artikelbeschreibung mit Fotos dauert locker ca. 1 Stunde. Dazu müsste ich zusätzliches Personal einstellen, um mir dann selbst mit einem zusätzlichen Shop Konkurrenz zu machen.

    Halte ich für undurchdacht. Denn an Arbeit fehlt es uns auch mit dem einen Shop nicht.

    Du willst ja ein völlig neues System, musst also sowohl den ERP Bereich als auch den Webshop Bereich völlig neu einrichten. Und ALLE Inhalte vom alten System ins neue migrieren. Das ist ein riesen Projekt, dauert eventuell 1-2 Jahre und kostet viel Zeit/Geld.

    Die Probleme bei Plenty (aktuell etwa "ups, wir haben ein paar Rechnungsnummern doppelt vergeben") sind zwar lästig, aber doch lösbar. Bei einer Migration auf ein neues System (ERP+Shop!) können VIEL mehr Probleme auftreten.

    Mein Vorschlag war den alten Shop/das ERP zur Risikominimierung vorerst unverändert zu lassen.
    Einen neuen Shop kann man zusätzlich aufbauen (auch mit mehr oder weniger den vorhandenen Inhalten), und dann damit testen, während der alte Shop und das ERP bestehen bleibt.

    Weiters kannst du das Risiko minimieren wenn du NUR einen neuen Shop machst den du an Plenty dran hängst, und Plenty als ERP weiter nutzt.

    Zusätzlicher Shop: Klar, wenn du Inhalte 1:1 übernimmst können duplicate content Probleme auftreten, aber mit DeepL Write oder mit ChatGPT kann man Texte ja relativ schnell umschreiben, damit sie nicht 1:1 gleich sind. Bilder sollten auch kein Problem sein.

    Die Idee ist etwas funktionierendes neues zu haben, bevor das alte abgeschaltet wird. Vermeide einen Fehler: Plenty kündigen, BEVOR du etwas funktionierendes neues am Laufen hast. Auch nicht mit 1 Jahr Frist kündigen. Denn wenn das mit dem neuen Shop nicht wie erwartet funktioniert stehst du dann dumm da.

  • Xanario sagt mir nix aber das muss nichts heißen, gibt da draußen viele Systeme die im deutschsprachigen Raum noch nicht so bekannt sind.

    Shopware 6 ist mittlerweile ausgereifter als noch zu Beta Zeiten. Support und Entwickler Agentur kosten aber auch schon was, sollte man einplanen.

    Persönlich kann ich sonst noch JTL, Wordpress + Woocommerce, Shopify, Magento und Bigcommerce empfehlen. Das sind alles System bei denen ich positive Erfahrungen mit hatte oder von Kunden weiß, dass sie damit langfristig zufrieden arbeiten konnten. Jedes System hat natürlich seine Stärken und Schwächen, aber mit den o.g. macht man meiner Meinung nach wenig falsch, hat schon einen Grund warum die System erfolgreich sind.

    Zum Thema Plenty: Meiner Meinung nach hat das dort keine Zukunft. Unabhängig von diesem Forum bekomme ich so viele Dinge mit die einfach nicht mehr klar gehen. Plenty ist ja keine 2 Mann Bude, aber das ERP hat Macken ohne Ende, der Shop ist extrem Verbesserungswürdig. Ich sehe hier kein System was man auf 5-10 Jahre nutzt und damit sicher im E-commerce unterwegs ist. (persönliche Meinung)

  • Und ganz ehrlich, ein neuer zusätzlicher Shop kostet ein Vermögen. Bilder, Content, Arbeitszeit. Locker 50.000 bis 100.000 Euro. Es ist nicht mit einer billigen Installation von der Stange getan, in der dann eh keiner bestellt.

    Wenn man die gleichen Keyworte attackiert, sicher.
    Seit wann bringen denn von der Stage Shops kein Geld mehr ein? Und Plenty ist nun ein Avantgarde Super Shop?

    Mobil Technisch gleichen sie alle Shops. Effekte verkaufen zu dem nicht mehr, sondern eher weniger.
    Ein neuer zusätzlicher Shop kostet, aber noch lange kein Vermögen.
    Es gibt keine perfekte Shoplösung, sie muss vor allen den Nutzern gefallen.

  • Olli: Durchatmen! - Lastenheft fertig? - Gründlich (!) prüfen, ob Shopware oder andere Systeme Deine Anforderungen erfüllen, bzw. was noch fehlt und was das kosten könnte. Wenn es zu passen scheint: Testshop erstellen und ALLE Abläufe durchspielen.

    Ein übereilter Wechsel ist nicht zu empfehlen. ;)

  • Moin, vielen Dank für eure Einwürfe. Also wie auch immer, bei Plenty geht es für mich nicht weiter. Plenty wird die Bude vermutlich früher oder später um die Ohren fliegen. Ich bin da schon lange nicht mehr zufrieden und viele langjährige Kunden wechseln gerade.

    Ich habe mich nun für Shopware 6 mit Pickware entschieden und auch eine Plenty-Agentur gefunden, die sowohl Design als auch die Datenübertragung für mich erledigt. Die betreuen beide Systeme, Plenty und auch Shopware.

    Das sollte relativ reibungslos und zügig laufen.

    Wenn ich alleine an den Shopbuilder bei Plenty denke, der alle 5 Minuten abstürzt, an die Warenkorbgeschwindigkeit, an die Ladezeiten im Backend, an die ständigen 404 Fehler, an das fehlerhafte Paypal-Plugin, an die schlechten SEO-Voraussetzungen, an die Core Vitals, an die fehlerhaften Canonical- bzw. Varianten -URLs...

    Das kann ich nicht mehr tolerieren. Und die arrogante Sperrung meines Forumsaccounts war wirklich der berühmte Tropfen.

    Und mit Plenty PWA, dem neuen Shopsystem, wird das Chaos voraussichtlich bald noch größer. Ich erinnere an die Einführung von Ceres. Da wurde man auch auf ein unfertiges System gezwungen.

  • Ich hoffe, Du hast bei der Beauftragung eindeutig festgelegt, dass die URL-Struktur möglich beibehalten werden muss, bzw. das was nicht geht sauber weitergelietet wird? Wenn bei einem kompletten Systemwechsel etwas schief läuft und der neue Shop in den Rankings abschmiert, kommst Du nicht wieder zurück ...

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