Welches Warenwirtschaftssystem eignet sich für Einzelstücke?

There are 13 replies in this Thread which has previously been viewed 3,119 times. The latest Post (February 2, 2024 at 10:23 PM) was by vbc.

  • Hallo,

    ich bekomme meine Lagerhaltung nicht wirklich in den Griff. Ich bin fachfremder Quereinsteiger, und hiermit habe ich wirklich ein Problem.

    Ich suche irgendwas unkompliziertes, wo ich die Inventarnummer eingebe und sofort sehe wo das Produkt liegt und wieviel noch da ist von den wenigen Massenprodukten die ich habe.
    Die Produkte haben eine eindeutige Inventarnummer und sind an verschiedenen Orten gelagert.

    Einkaufspreise muss der Mitarbeiter der damit arbeitet eigentlich nicht sehen. Oder wie ist das bei Euch? Sehen die Mitarbeiter die Einkausfpreise?

    Die Warenorte sind verteilt, ich habe 4 oder 5 verschiedene Plaetze wo Produkte lagern koennen. Ich moechte eigentlich nur sehen was ist wo, und wieviel ist noch da.

    Momentan ist das eine advanced Excelliste mit EK-Preisen, aber die soll der Mitarbeiter nicht sehen und diese Liste beinhaltet auch nicht die Warenorte.

    Dazu muessen Lieferscheine erstellt werden, wenn zb die Ware aus Deutschland in die Reparaturwerkstatt in Italien gebracht wird und von dort wieder zurueck nach D, oder dort im Store bleiben oder im dortigen Lager. Momentan fuellt der Mitarbeiter die Lieferscheine per Hand aus, dauert ewig.

    Ich haette gern uebersichtlich per Mausklick, was ist im Lager in Italien, was ist in der Werkstatt, der itarbeiter der die Eare in Italien von der Werkstatt ins dortige Lager bringt soll denn Warenort aendern usw.

    Wie organisiert man sein Lager? Ich gebe zu dass dies wirklich nicht meine Staerke ist.

    Gruss Anne

  • Du wirst sicher für viele Programme Vorschläge bekommen, aber alle wollen ein Stück deines Kuchens.
    Ich weiß ja nicht, wie groß das alles bei dir ist, entweder halt irgendwas nehmen, was dir hier sicher noch empfohlen wird, oder selbst mal mit z.B. Filemaker auseinandersetzen und dir eine Datenbank im Baukastenprinzip selber machen.

    Funktioniert auch mit Berechtigungen, im Netzwerk usw.

    ICh mache alles, ob RG, Buchhaltung, Lagerverwaltung über selbstgemachte Filemaker Lösungen.


  • Ich suche irgendwas unkompliziertes, wo ich die Inventarnummer eingebe und sofort sehe wo das Produkt liegt und wieviel noch da ist von den wenigen Massenprodukten die ich habe.
    Die Produkte haben eine eindeutige Inventarnummer und sind an verschiedenen Orten gelagert.

    Ich kann dir kein System empfehlen, es gibt sehr sehr viel Auswahl in dem Bereich.

    Es ist sinnvoll wenn du die Funktionen die du benötigst aufschreibst, und dann nach der Reihe System ausprobierst die grob (zB preislich, für die Firmengröße...) passen könnten.

    wichtige Parameter für die Auswahl:

    - Plattform/Netzwerk:
    Reicht eine Software die auf EINEM (Windows-) PC läuft und da die Daten speichert)? Oder hast du mehrere Geräte/Mitarbeiter etc. die mit den Daten gleichzeitig arbeiten müssen?
    Der "modernste" (aber nicht immer beste) Ansatz ist "Cloud Lösung", bei der du die Software im Browser bedienst (egal von wo, egal von welchem Gerät...). Nachteile sind die Bindung an den Anbieter und (meist) das Abo Modell.

    - Schnittstellen:
    Muss die Software mit Marktplätzen, einem Webshop oder einem Buchhaltungsprogramm verbunden werden / Daten austauschen? Schnittstellen sind wohl der wichtigste Punkt bei dieser Art von Software.

    - Dateneingabe:
    In deinem Fall musst du wirklich ausprobieren, wie einfach du Produkte anlegen kannst, da du das ja für jedes Produkt machen musst.
    Systeme können hier sehr komplex sein, Wenn man massenprodukte zB über Marktplätze verkaufen will muss man viele Daten eingeben - das ist in deinem Fall wieder ganz anders.

  • Leider ist der Markt an Warenwirtschaftssystemen riesig und sehr unübersichtlich.
    Thomas hat ein paar gute Punkte genannt, ich würde es nur anders formulieren:
    Erstelle zuerst einmal eine übersichtliche und einfache Anforderungsliste mit Stichpunkten, bei Fließtexten übersieht man gern mal was.
    Dann denke auch an die Dinge, die für dich selbstverständlich sind, aber gerade hier im E-Commerce-Umfeld vielleicht nicht selbstverständlich sind. Ein Beispiel: Oft importieren die WaWis die Produktdaten aus einem Online-Shop. Sofern du das nicht benötigst, brauchst du also die Möglichkeit, Produktdaten in der Warenwirtschaft anzulegen. Also muss das Anforderungsprofil auch diese Punkte beinhalten.
    Kommen die Aufträge hingegen aus einem Shop, dann muss gewährleistet sein, dass es eine Schnittstelle gibt und entsprechend müssen die Anforderungen an die Schnittstelle auch klar definiert sein, wie z.B. Import von Produktdaten aus dem Shop, Export von Beständen an den Shop - vereinfacht gesagt.
    Im Anforderungsprofil sollten dann auch die dir wichtigen Sachen stehen, wie etwa:
    - Hinterlegen von Einkaufspreisen (Währung?)
    - Rechte & Rollen-Management, damit die Mitarbeiter die Einkaufspreise aber nicht sehen.
    Dann hast du die Mehrstandortfähigkeit genannt, d.h. auch das muss in die Liste: Und damit ergeben sich für die Anbieter Fragen wie "Und wie kommt der Bestand in Italien in's Lager? Durch eine automatische Umbuchung oder lagern die Mitarbeiter in Italien die Ware mit der Warenwirtschaft selbst wieder ein?"
    Apropos: Dann stellen sich bei solch internationalen Projekten auch Fragen, in welcher Sprache die Warenwirtschaft läuft, ob also 'ne deutsche Oberfläche ausreichend ist oder die Kollegen im Ausland immerhin Englisch sprechen und die WaWi also auch in englisch vorhanden sein muss.

    Und abschließend und ganz wichtig: Definiere ein Budget, also Einmalkosten oder monatliche Kosten, die du ausgeben kannst und möchtest. Und ebenso wichtig: Kannst du selbständig so ein System aufsetzen und konfigurieren und bei Problemen dich damit selbst auseinandersetzen oder brauchst du hier Unterstützung und wenn ja, welches Budget kannst du ausgeben, dass dir jemand hilft?

    Immerhin kann ich unsere Lösung "pixi" ausschließen, also keine Sorge, ich werde und will dir nix verkaufen, da du andere Anforderungen hast, als die, die wir abdecken. Am ehesten, nur aus dem Bauch heraus und ohne wirklich die Details zu kennen, könnten allumfassende ERP wie 'Xentral' oder 'WeClapp' vielleicht etwas für dich sein, wenngleich mein Bauchgefühl mir sagt, dass bei diesen beiden der Funktionsumfang dich wahrscheinlich erschlagen wird.
    Es kann also gut sein, dass viele Empfehlungen, die hier noch ausgesprochen werden, dich funktional erschlagen, aber vielleicht hat hier jemand Tipps zu ganz kleinen und ganz schlanken Warenwirtschaftssystemen, diese sind mir - sorry - leider nicht bekannt.

    Wünsche viel Erfolg mit deinem Vorhaben!
    Chris


  • Und abschließend und ganz wichtig: Definiere ein Budget, also Einmalkosten oder monatliche Kosten, die du ausgeben kannst und möchtest. Und ebenso wichtig: Kannst du selbständig so ein System aufsetzen und konfigurieren und bei Problemen dich damit selbst auseinandersetzen oder brauchst du hier Unterstützung und wenn ja, welches Budget kannst du ausgeben, dass dir jemand hilft?

    Das ist ein wichtiger Punkt.

    Ich werfe als Beispiel mal ODOO* in die Runde: 40EUR/Monat (bei jährlicher Zahlung) für 2 Mitabeiter:
    https://www.odoo.com/de_DE/pricing-plan

    Ist das viel? wenig?

    *Ich habe keine Erfahrung mit ODOO, nur davon gehört, sollte nur mal als Beispiel dienen, was eine (sehr mächtige) Cloud Lösung so kosten kann.

    Ein anderes Beispiel ist Orgamax, das haben wir vor vielen Jahren mal genutzt, als es noch ein Windows Programm war, dürfte jetzt auch in die Cloud gewandert sein:
    https://www.orgamax.de/preise/

    Ich würde solche Systeme mal nach der Reihe testen, typischerweise gibt es einen kostenlosen Test.

  • Odoo ist Imho nichts für Unternehmen die nicht mindestens eine inhouse Python Softwareentwicklerin haben. Ausnahme sind Großkonzerne die das für einige 100.000€ implementieren lassen.

  • danke fuer eure antworten!

    und diese abos nerven ja wirklich langsam. alle wollen ein stueck vom kuchen, das stimmt.
    ich glaube ich mache erstmal so weiter mit excellisten, alles andere ist mir zu kompliziert und passt wahrscheinlich auch nicht.

    ich probiere mal ein paar der vorschlaege aus.

    fuer die rechnungserstellung aus italien habe ich sevdesk, das braucht man aber eigentlich auch nicht. :)

  • Du kannst dir ja mal JTL WaWi anschauen. Die WaWi ansich ist erstmal kostenlos. Da kannst du mit verschiedenen Lagern arbeiten. Benutzer anlegen und Rechte zuordnen, ich glaube, weiss es aber nicht sicher, du kannst Mitarbeitern Preisinformationen ausblenden etc.
    Möglicherweise ist die Lösung zu komplex für das was du hier geschrieben hast, aber es wäre kostenlos, und wichtig, du wärst damit gerüstet für zukünftige Enwicklungen deines Geschäfts. Viele Abläufe lassen sich Abbilden, Workflows könnten interessant sein....

  • Mein erster Gedanke war auch, dass man dies mit jtl abbilden könnte. In der dazugehörigen Lagerverwalltung "packtisch" oder "wms" kann man die nettopreise anzeigen lassen oder auch nicht.

    Die Grundfunktionalität bei jtl ist kostenlos.

    Nur bezüglich der inventarnummer bin ich nicht ganz sicher wie Ihr dies handhabt. Habt Ihr zB. 10 Idente Geräte mir 10 unterschiedlichen Inventarnummern, welche aber die identische EAN und Artikelnummer haben? Dann weiß ich nicht ob das JTL abbildet. Falls nicht könnte man dies aber vielleicht über die Zustände lösen. Also 100 Zustände mit bezeichnung 1-100 anlegen. Damit könntest du auch pro Artikelnummer 100 Geräte einzigartig unterscheidbar machen.


  • Mein erster Gedanke war auch, dass man dies mit jtl abbilden könnte. In der dazugehörigen Lagerverwalltung "packtisch" oder "wms" kann man die nettopreise anzeigen lassen oder auch nicht.

    Die Grundfunktionalität bei jtl ist kostenlos.

    Nur bezüglich der inventarnummer bin ich nicht ganz sicher wie Ihr dies handhabt. Habt Ihr zB. 10 Idente Geräte mir 10 unterschiedlichen Inventarnummern, welche aber die identische EAN und Artikelnummer haben? Dann weiß ich nicht ob das JTL abbildet. Falls nicht könnte man dies aber vielleicht über die Zustände lösen. Also 100 Zustände mit bezeichnung 1-100 anlegen. Damit könntest du auch pro Artikelnummer 100 Geräte einzigartig unterscheidbar machen.

    Wenn du nicht schon hast, installiere dir die WaWi einfach mal zum testen. Im Artikel kannst du z.B. eigene Felder anlegen. Je nachdem wie das im Detail bei dir strukturiert ist. Möglicherweise kannst du die Geräte anlegen und machst Kindartikel um dort die Inventarnummern zu pflegen. Es gibt eine Seriennummerverwaltung, vielleicht passt das? Aber mein Gefühl sagt, schau dir die "eigenen Felder" im Artikel an.
    Ein weiterer Vorteil ist das JTL-Forum, da sind viele Leute die helfen können. Ich habe da schon einiges rausgeholt. Allein schon über das was dort seit vielen Jahren bereits geschrieben wurde.

  • wir haben 1 gerät mit 1 inventarnummer und jedes gerät gibts nur einmal. selbst die seriengeräte haben alle eigene inventarnummern. daher wäre es aufwändig für jedes gerät ein produkt anzulegen. wir haben wenige geräte (ca. 1000 im bestand) und immer wenn das gerät von a nach b gebracht wird müsste der mitarbeiter per hand den warenort ändern. alles sehr nervig

  • ich probiere jtl mal aus, danke fuer den tip. man merkt doch schon die defizite als quereinsteiger :)
    alles aber auch alles von grund auf planen organisieren einrichten. keiner der weiss wie was geht. und so weiter.

  • Also hast du 1000 verschiedene inventarnummern. Du kannst dann die Inventarnummer ja einfach als jtl Artikelnummer verwenden, wenn du nicht verschiedene inventarnummern in einer Artikelnummer zusammenfassen willst. Vermutlich kannst du die nummern per Ameise aus einer csv datei importieren und so vermutlich auch gleich einem Lager zuordnen.

  • Also wenn du vorher mit Excel klar gekommen bist, kann ich meinen Tip nur nochmal wiederholen.
    Zumindest wenn du keine automatisierung für z.b. den Plattform Versand u.a. benötigst.

    Was ich bisher weiß, da ist eine Datenbank schnell mal am Wochenende gebaut.
    Eine Tabelle mit einer Übersicht der Geräte und eine weitere mit den wirklich einzelnen.
    Als Beispiel in der ersten Tabelle iPhone 12 und in der 2. dann jeweils die einzlnen Geräte mit Lagerplatz, Zustand, etc.

    Dort hinterlegt man Lagerplatz, druckt daraus direkt die Lieferscheine, die beim Druck direkt den Lagerplatz ändern und und und.

    Ich habe auch JTL, aber nutze das wirklich nur für den Online Shop, die eigentliche Artikelverwaltung läuft über Filemaker, da ich damit alles exakt so bekomme, wie es für mich perfekt ist.

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