Kleinanzeigen - wesentlich (!) höhere Gebühren für gewerbliche Nutzer

There are 27 replies in this Thread which has previously been viewed 7,537 times. The latest Post (June 21, 2024 at 10:51 AM) was by DINa3.

  • Kleinanzeigen verkündet:
    "Liebe Nutzerin,
    lieber Nutzer,

    aktuell können Sie bis zu 50 Anzeigen gebührenfrei einstellen. Wir wollen Sie darüber informieren, dass sich für gewerbliche Nutzer ab dem 22.01.2024 unsere Konditionen ändern. Künftig erheben wir für das Einstellen von mehr als 10 Anzeigen innerhalb von 30 Tagen eine Gebühr von 1,95 € (inkl. MwSt.) pro Anzeige. Sie können weiterhin bis zu 10 Anzeigen gebührenfrei einstellen.
    Mehr zu den neuen Konditionen
    Anzeige Was geschieht mit Ihren aktuellen Anzeigen?
    Ihre aktuellen Anzeigen bleiben bestehen und sie werden nicht gelöscht. Auch für mehr als 10 bestehende Anzeigen fallen keine rückwirkenden Gebühren an. Erst bei Neueinstellung nach Ende der Laufzeit fällt jeweils die Gebühr in Höhe von 1,95 € (inkl. MwSt.) an.

    Bei Fragen erreichen Sie uns unter 030 8109 7976 oder unter folgendem Kontaktformular."

    Das wars dann wohl, bei ebay knallen die Sektkorken.

    Beide Plattformen werden demnächst wohl einen Zuwachs von privaten Konten haben, wobei ich meine, das die Konten als privat geführt werden, aber die abgewickelten Geschäfte schon korrekt versteuert werden.

  • Das ist schon ein Hammer...
    Ich verkaufe auch gewerblich, aber nur nebenberuflich und Kleinkram. Habe viele Anzeigen online, aber wenn ich eine kleine Sache pro Woche verkaufe um wenigstens die AGB-Gebühr zu decken bin ich glücklich. Gewerbe deswegen angemeldet, da ich das hobby mal iwas anzukaufen und zu schauen ob ichs wieder verkauft bekomme in dem richtigen rechtlichen und ehrlichen Rahmen packen wollte. Mit der Erhöhung ist das schon ein heftiger Schlag und wenn ich ehrlich bin ist das dann ein starker Einschnitt. Einzelanzeigen für einen Artikel wirds jetzt nicht mehr geben. Werde mehrer gleichartige Artikel in eine packen. Gebühren zu zahlen sind für die eher hobbymäßigen gewerblichen Verkäufer sicherlich bei vielen ein Nackenschlag.
    Und an ebay trau ich mich nicht ran da ich den verwaltungsaufwand als zu hoch erachte.

  • Da freut man sich gleich.
    Wir hatten mal Kleinanzeigen Pro 700, also 700 Anzeigen für rund 480€ Brutto im Monat. Haben jetzt ganz gekündigt.

    Im Monat haben wir gerade genug verkauft über Kleinanzeigen um die Kosten für Kleinanzeigen wieder reinzubringen. Vor Sommer 23 haben wir 70% unseres Umsatzes über Kleinanzeigen gemacht, seit Sommer 23 Totentanz, keine Ahnung was da los ist.
    Jetzt können wir Kleinanzeigen auch ganz lassen, endlich etwas mehr Entspannung :)

  • Guten Morgen,
    das war abzusehen. "Kleinanzeigen" bzw der Muttkonzern Adevinta hat bis jetzt sehr viel Geld verbrannt. Das ist vermutlich der erste Schritt. Man testet wie wird es angenommen und dann kommt auch noch eine Verkaufsprovision hinzu. Kleinanzeigen ist bei mir ebenfalls seit dem Sommer total tot. Anfang 2023 lief es sehr gut - ich war sogar überrascht. Der grosse Einschnitt kam so August / September. Wie schon früher geschrieben - ich lasse Kleinanzeigen auslaufen. 1,95 hört nicht teuer an - aber da kommen schon einige Beträge zusammen.

  • Nun, heute ist der 22.1.2024, und man kann weiterhin Anzeigen einstellen, ohne dass man darauf hingewiesen wird dass es Geld kosten soll, wahrscheinlich wurde die Lösung softwaretechnisch nicht ausreichend umgesetzt. Sollte Kleinanzeigen das gleiche Berliner Softwarehaus nutzen wie der ehemalige Mutterkonzern überrascht mich das nicht im geringesten.

  • Bei 1,95€ je Artikel klingt es für mich so, als wollte kleinanzeigen.de überhaupt keine Gewerblichen mehr haben.
    Zugegeben: so manch ein Dienstleister hat die Plattform in den letzten Jahren regelrecht geflutet und es macht kaum Spaß, dort Angebote durchzuschauen.
    Zumindest bei uns in der Region bestehen die Hälfte der Kleinanzeigen aus Pseudo-Jobangeboten von unzähligen Zeitarbeitsfirmen, die per Software und oft über mehrere Accounts alles zumüllen. Das zumindest kann ja jetzt nur besser werden.

    Die Werbung nervt? Dann unterstütze jetzt das Forum und buche eine PLUS-Mitgliedschaft. Danke! :heart:

  • mmh, ich bin gerade am Überlegen, ob es Sinn machen würde, nebenher ein paar Sachen auf Kleinanzeigen gewerblich einzustellen. Aber mit dieser Newsmeldung ist das im Grunde hinfällig. Mit 50 Artikeln wäre ich wunderbar zurecht gekommen (ich peile etwa 30 Artikel an) aber mit 10 das ist Quatsch.

    1,95€ Gebühr pro Artikel ist heftig, der Verkaufspreis der Sachen die ich im Sinn hatte sind teilweise in diesem Preisrahmen, das lohnt sich nicht und bedeutet dann mehr Aufwand als alles andere.
    Dann eben nicht. Schade.

    Zum Glück gibt es eBay.de

    Was gibt es denn noch für alternative Verkaufsplattformen neben eBay.de die einfach in der Nutzung sind und auch tatsächlich besucht werden? Ich hatte irgendwann mal Quoka, Kalaydo und Hood getestet aber da kam rein garnichts nichts bei rum

  • Ist es bei euch auch, dass Kleinanzeigen seit der Namensänderung massiv an Kundenzuspruch verlorenen hat? Seit Wochen keine einzige Anfrage/Verkauf. Und nun auch noch die Verschlechterung bei den Kosten.

  • Kleinanzeigen läuft schon noch, sofern das eingestellte Zueg entweder eine bekannte Marke und billig (also gebraucht) ist oder aber die langwierig aufgebaute Schar von mehreren Hundert hungrigen Followern permanent anspricht.

    Aber noch viel interessanter als der nun vollzogene Schwenk bei den gewerblichen accounts ist der bereits erkennbare Dreh bei den privaten Accounts:
    Wenn man eingeloggt ist und unter Einstellungen schaut, so gibt es da plötzlich Plätze für Lieferadresse, Rechnungsadresse (ah, kostet dann etwas!), Auszahlungskonto usw., also soll da ein ähnliches System wie bei ebay eingeführt werden.

    Und die neuen Geschäftsbedingungen: Angaben von Tel. oder mail im Text oder im Chat nicht mehr zulässig und und und, alles wie bei ebay.

    Nur dass diesess Kindergatenprogramm überhauptnicht übersichtlich zu verwalten ist.
    Und dann aks gewerblcier Anbieter 1,95 Euro Grundgebühr? Nein, sicherlich nicht. Die hochpreisigen Sachen ja, der niederpreisige Kram dann im Privataccount zusammen mit Tarnware die nie verkauft wird, und das ganze dann korrekt versteuern wäre ein Ausweg.
    Aber mit der Einführung von Gebühren bei den privaten Accounts (siehe oben) bleibt dann auch die Laufkundschaft weg, wie bei ebay.


  • Kleinanzeigen läuft schon noch, sofern das eingestellte Zueg entweder eine bekannte Marke und billig (also gebraucht) ist oder aber die langwierig aufgebaute Schar von mehreren Hundert hungrigen Followern permanent anspricht.

    Aber noch viel interessanter als der nun vollzogene Schwenk bei den gewerblichen accounts ist der bereits erkennbare Dreh bei den privaten Accounts:
    Wenn man eingeloggt ist und unter Einstellungen schaut, so gibt es da plötzlich Plätze für Lieferadresse, Rechnungsadresse (ah, kostet dann etwas!), Auszahlungskonto usw., also soll da ein ähnliches System wie bei ebay eingeführt werden.

    Und die neuen Geschäftsbedingungen: Angaben von Tel. oder mail im Text oder im Chat nicht mehr zulässig und und und, alles wie bei ebay.


    Kommt dann bald auch SIcher bezahlen für Gewerbliche Nutzer? Wenn ich dazu gezwungen werde bin ich ganz weg. Schon 2x Probleme damit gehabt als Verkäufer und jeweils 2 Monate auf mein Geld gewartet.

    Wir haben ganze 1422 Follower bei Kleinanzeigen, verkaufen trotzdem nix mehr rauchen


  • Kommt dann bald auch SIcher bezahlen für Gewerbliche Nutzer?
    [/quote]


    Der größte und profitabelste Erfolg des derzeitigen Eigentümers von Kleinanzeigen (Adevinta) war und ist die Kleinanzeigenplattform Leboncoin, der absolute Marktführer in Frankreich.

    Die offizielle Strategie von Adevinta besteht darin, eine einzige globale Plattform zu schaffen. Der erste Schritt dieses Plans ist die Integration von Kleinanzeigen und Leboncoin... in diesem Jahr 2024!

    Während die Entwicklung von Kleinanzeigen (Angebot und Nachfrage) für die Nutzer besorgniserregend ist, wächst Leboncoin beständig. Außerdem ist der Zufriedenheitsgrad der Nutzer ebenso unterschiedlich. Ich empfehle einen Blick auf die Bewertungen der beiden Plattformen auf Trustpilot: Kleinanzeigen Bewertung 1,1 (5.211 Bewertungen), Leboncoin Bewertung 4,4 (124.181 Bewertungen).

    Werden gewerbliche Nutzer bald zur Kasse gebeten? Ja, natürlich! Um die Zukunft von Kleinanzeigen zu sehen, muss man sich nur anschauen, was derzeit auf Leboncoin passiert. Beispiel: Wenn ein Gewerbetreibender Bewertungen haben möchte (sonst sind Sie raus!), müssen die Verkäufe über das Zahlungssystem der Plattform abgewickelt werden: Der Verkäufer zahlt zwischen 4% und 7% des Verkaufspreises (je nach Tätigkeit) oder zwischen 6% und 10% mit Zahlungsschutz.

    Die derzeitigen Preise für Profis auf Kleinanzaigen sind ein Klacks im Vergleich zu dem, was bald passieren wird (-o. Schlechte Nachrichten.


  • Ist es bei euch auch, dass Kleinanzeigen seit der Namensänderung massiv an Kundenzuspruch verlorenen hat? Seit Wochen keine einzige Anfrage/Verkauf. Und nun auch noch die Verschlechterung bei den Kosten.

    Das Angebot (Anzahl der neu aufgegebenen Kleinanzeigen) ist seit drei Jahren rückläufig, wird sich aber im Jahr 2024 beschleunigen (siehe Bild).


    Die Nachfrage auf Kleinanzeigenplattformen steht in direktem Zusammenhang mit dem Angebot. Meiner Meinung nach sinkt die Nachfrage - im Gegensatz zu den offiziellen Angaben des Kleinanzeigen-Eigentümers (Adevinta) - viel schneller als das Angebot.

    Warum dieser Verlust an Kleinanzeigen und Nutzern? SCHULDEN. Zwischen Dezember 2020 und Juni 2021 hat Adevinta mehr als 2,5 Milliarden Euro aufgenommen, um Kleinanzeigen und andere eBay-Kleinanzeigenplattformen zu kaufen. Dieser sehr hohe Betrag impliziert eine äußerst aggressive Monetarisierung von Kleinanzeigen; Nutzer (private, gewerbliche und professionelle), direkt (Produkte/Dienstleistungen) oder indirekt (durch den Konsum von Werbung von Dritten) müssen ausgepresst werden, um die NEUEN finanziellen Verpflichtungen des Eigentümers zu erfüllen.

    Und jetzt?

    Es kommt noch schlimmer: Ein neuer Eigentümer will die Kontrolle über Adevinta vor dem 30. Juni 2024 übernehmen; dafür wird er einen fast doppelt so hohen Kredit aufnehmen, nämlich 4,5 Milliarden Euro ... wer wird diese NEUEN Schulden bezahlen? Mehr Druck für die Plattform, für die Nutzer, mehr Implementierungen, mehr technische Fehler, usw.

    Die Preise werden sich ebenso verdoppeln wie die Schulden. Weniger Angebot und weniger Besuche. Eine Frage der Zeit.

  • Lustig, ich habe heute erst drei Anzeigen für ein wenig Billigzeugs aufgegeben. Alle drei Anzeigen habe ich innerhalb von ca. 15 Min erstellt. Die Erste war auch gleich Online, die anderen beiden befunden sich immer noch im Status "Bald Online".
    Normal war das immer Zeugs das einiges an Klicks erhalten hat und auch schnell weg war. Bisher wurde die Online gestellte Anzeige erst 3x betrachtet, normal hätte ich damit gerechnet. In der Vergangenheit hatte ich nach solch einen Zeitraum meist schon 5 Nachrichten, 500 Besuche und einige die das Produkt auf die Merkliste gesetzt haben.
    Meine Bewertungen (Privater Nutzer) sind alle top.

  • Hat Kleinanzeigen sich denn gelohnt für den Verkauf von Neuware?

    Meine Erfahrung: Dort ist doch hauptsächlich Klientel unterwegs welches mind. 20-30% unter Listenpreis kaufen will am besten noch günstiger.
    Wir haben Kleinanzeigen über Vielzahl von Accounts genutzt um Retouren, B-Ware usw. problemlos zu verkaufen. Lief eigentlich ganz gut. In letzter Zeit aber vermehrt auf normalen Ebay verkauft, dass läuft entspannter.

    Ich denke viel von diesem Klientel welches auf Kleinanzeigen nach (gebrauchten) Schnappern gesucht hat ist jetzt erstmal auf Temu.com unterwegs... Warum irgendwas auf Kleinanzeigen gebraucht für 20€ kaufen wenn es ähnliches auf Temu neu um 10€ gibt usw.

    War heut mal am DHL Auto da lagen bei ~100 Paketen locker 20+ der orangenen TEMU Paketbeutel drin. Waren nur minimal mehr Amazonpakete zu erkennen, fast pari.


  • Ist es bei euch auch, dass Kleinanzeigen seit der Namensänderung massiv an Kundenzuspruch verlorenen hat? Seit Wochen keine einzige Anfrage/Verkauf. Und nun auch noch die Verschlechterung bei den Kosten.

    Kann ich so nicht bestätigen. Sowohl privat als auch gewerblich ist super viel los, seien es Stellenausschreibungen, Krims-Krams aus dem Keller der weg muss oder Restpostenverkäufe aus dem Lager, Kleinanzeigen ist super aktiv in unserem Segment. Liegt vielleicht auch daran, dass wir in Berlin sitzen und schnell mal jemand was abholen kommt, aber auch an Anfragen generell mangelt es nicht.


  • Meine Erfahrung: Dort ist doch hauptsächlich Klientel unterwegs welches mind. 20-30% unter Listenpreis kaufen will am besten noch günstiger.


    Mein Reden. Neuware lässt sich da nur verschleudern, auf der Plattform sind -auch gewerblich- nur Billigheimer als Kunden unterwegs, treue Geschäftsbeziehungen lassen sich dort bei dieser Klientel quasi nicht aufbauen. B-Ware, Insolvenzware, Betriebsauflösung,oder "unter der Hand Ware" von priverblichen ist das durchgängige Angebot. Wer das loswerden will ist dort richtig.

    Und dort sind Leute "richtig", die nur Geld über Paypal etc. einnehmen, weil dies beim FA (noch?) nicht sichtbar ist., in meinem Segment sogar der dominierende Anbieterkreis. Als seriöser Anbieter mit guter Gebrauchtware und Gewährleistung ist das ein hartes Pflaster dort, geht aber irgendwie.

  • Kleinanzeigen.de – lost in space

    Offensichtlich haben die Besitzer von kleinanzeigen.de bemerkt, dass ihre Plattform nicht mehr funktioniert. Ich bekam einen Anruf von einem Vertriebler der mir „kleinanzeigen PRO“ verkaufen wollte. Ich hatte gehofft, dass sie ihr seltsames Angebot überdacht haben und nun auf realistische Preise setzen, oder mir sogar ein Lockangebot unterbreiten.

    Aber er wollte für 20 Angebote, die ich einstellen darf, 200€/mtl haben. MONATLICH! Also 10€ pro Artikel pro Monat oder auf ein Jahr – 2400€ für 10 Artikel Listungsgebühr.

    Ich habe gefragt, ob das vernünftig klingt, auch weil kleinanzeigen.de seit Monaten nahezu keine Sales mehr generiert. Ich habe den Vergleich zu relevanten Marktplätzen gezogen, was dort die monatlichen Gebühren sind und wie viele Artikel man listen kann und welche Sales dort möglich sind. Klar, es kommen Provisionen hinzu.
    Die Reaktion war sensationell, er hat spontan laut gelacht und gesagt, dass es keinen Sinn macht. Ihm war bis dahin wohl nicht klar, was er da verkaufen soll. Wir hatte noch freundlich getalkt und das war es dann.
    Sicher gibt es Kategorien, wo das Model funktioniert, Autos, Immo?!

    Sehr bedauerlich für diese Plattform. Ich mag sie immer noch, aber da ist einfach nix mehr zu holen.

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