Zu effiziente Mitarbeiterin

There are 9 replies in this Thread which has previously been viewed 447 times. The latest Post (November 30, 2023 at 9:32 AM) was by aDarkGod.

  • Man merkt's vielleicht, meine Mitarbeiter treiben mich herum. ūüėČ

    Ich habe eine gute Mitarbeiterin die zu effektiv ist und ich wollte fragen wie ihr damit umgehen w√ľrdet.

    Die Dame wurde vor etwas √ľber 2 Jahren bei uns eingestellt als Teilzeitkraft (20h) und ich muss sagen ich bin sehr zufrieden mit ihr. Vor ca. 1 Jahr hatten wir einen Austritt (Karenz) in ihrer Abteilung einer anderen Teilzeitkraft (20h) und nachdem sich nichts gutes beworben hat, hat sie sich beworben um den Platz in Vollzeit. Also ihre bisherige Aufgaben + den ausgeschriebenen Posten. 30h davon im B√ľro und den Rest Home-Office wegen der fehlenden Betreuung ihres J√ľngsten.
    Offiziell ist ihre Arbeitszeit Mo-Fr von 8-17 Uhr. Im B√ľro ist sie von 8 bis 13 und meist einen Nachmittag in der Woche, also die 30h. Der Rest im Home-Office. In der Home-Office Zeit sollen Aufgaben bearbeitet werden die meistens keine R√ľckfragen ben√∂tigen. Also h√∂ren wir uns in der Home-Office Zeit nie.

    Sie macht ihre Sache gut aber seit gut 3 Monaten merke ich jedoch, dass sie ihre Zeit im Home-Office nicht mehr nutzt/ben√∂tigt. Sie ist so effizient, dass sie ihre Aufgaben in den 30h im B√ľro komplett erledigt bekommt. Die Fehlerquote ist nicht schlechter geworden und es gibt auch selten eine Verz√∂gerung.

    Das bringt mich jetzt in eine komische Situation. Ich möchte niemanden mit mehr Arbeit bestrafen weil sie die gut und schnell macht. Auf der anderen Seite 8h pro Woche verfallen lassen ist bei den aktuellem Gehalt auch nicht geil.


  • Du k√∂nntest ihr vorschlagen, sich ein Beispiel an dir zu nehmen. Und darauf hinweisen, dass du vor dem Team neben ihr auch kein gutes Bild mehr abgibst. Sie soll aufh√∂ren, dich in ihren Schatten zu stellen :-y

    aetsch


    Hast du sie Mal gefragt, was sie in ihrer Zeit im Home Office macht?

    In letzter Zeit, ehrlich gesagt nicht. Das werd ich nachholen vor dem Mitarbeiter-Gespräch.


    Oder ihr einfach eine Stunden Reduktion bei gleichem Gehalt anbieten?

    Das möchte ich ehrlich gesagt nicht.

  • Das m√∂chte ich ehrlich gesagt nicht.

    Ich muss das nicht verstehen.

    Du willst also nach Zeit zahlen statt nach Leistung?
    Wenn die Mitarbeiterin bei der Arbeit bummelt, dann ist das f√ľr dich ok. Wenn sie aber die Arbeit schneller als erwartet und trotzdem gewissenhaft und fehlerfrei schafft, dann st√∂rt dich das?

    In meinen Augen wäre da nur fair, ihr folgende Optionen anzubieten:

    (a) das so laufen lassen, Beschäftigte können nicht immer mit 100% Volldampf fahren
    (b) zusätzliche Aufgaben deligieren mit entsprechend höherem Gehalt
    (c) Stundenzahl reduzieren bei vollem Lohnausgleich mit der Option, die Stundenzahl wieder zu erh√∂hen, sollte das Pensum k√ľnftig in der verk√ľrzten Zeit nicht geschafft werden.


    Oder du fragst mal Zierfischprofi. Der sucht ja immer händeringend gute verlässliche Mitarbeiter. Vielleicht möchte sich die Mitarbeiterin ja beruflich verändern.
    aetsch

    Der letzte Punkt ist zwar ein bisschen ironisch gemeint, hat aber durchaus einen ernst zu nehmenden Aspekt. Gute Mitarbeiter sind oft wechselfreudiger, wenn sie ein besseres Angebot bekommen.

    EDIT: Ein Lob im Mitarbeitergespräch wäre auf jeden Fall anzuraten.
    Mitarbeiter m√∂chten f√ľr ihre Leistung auch eine Wertsch√§tzung bezeugt bekommen. Das motiviert ungemein!
    EIn Lob kann auch mal in eine Sonderzahlung verpackt werden.

    –°–Ľ–į–≤–į –£–ļ—Ä–į—ó–Ĺ—Ė Slawa Ukrajini

    Edited once, last by hkhk (November 30, 2023 at 8:54 AM).

  • Also ich w√ľrde ehrlichgesagt garnichts machen und es im Hinterkopf behalten, wenn mal Sonderaufgaben anfallen.

    Die Frage ist am Ende, wie man es selbst f√ľr sich sieht. Bezahlt man f√ľr reine Arbeitszeit oder bezahlt man f√ľr eine Aufgabe.
    F√ľr mich sind so abgeschlossene Bereiche eine Aufgabe, deren Bearbeitung xxxx ‚ā¨ wert ist.
    Wenn jemand die Aufgabe zur Zufriedenheit erledigt und effizient ist, hat er halt einen besseren Stundenlohn als der, der die Zeit voll ausnutzt und bummelt.

    Solange alles und gut erledigt ist, was erledigt sein soll, w√ľrde ich garnicht erst Anfangen, da irgendwo dran rumzustochern und ggf. nach und nach noch kleine Aufgaben dazu schieben.


  • Ich muss das nicht verstehen.

    Wenn ich die Mitarbeiterin auf 30h reduziere bei gleichem Gehalt w√ľrden, wenn mal mehr Arbeit anf√§llt oder die Mitarbeiterin das Tempo nicht mehr h√§lt, gegeben falls √úberstunden anfallen. Ein schnelles umswitchen zwischen den Stunden ist bei uns nicht so einfach m√∂glich.
    Dann belass ich es lieber so und hab einen Puffer.

    Variante c) hat den Beigeschmack jemanden wieder etwas wegzunehmen.


    Gute Mitarbeiter sind oft wechselfreudiger, wenn sie ein besseres Angebot bekommen.


    Der Punkt ist mir durchaus klar. Wie gesagt ich m√∂chte meine Mitarbeiterin nicht f√ľr gute und schnelle Arbeit bestrafen, dass w√§re Schwachsinn.

    Es wird wohl ein Gleichbleiben der Arbeitszeit & Aufgaben, eine Lohnerhöhung von 10% am Jahresende werden und im Hinterkopf, dass hier Ressourcen frei sind falls notwendig.

    EDIT: Ja nat√ľrlich werd ich sie beim Mitarbeitergesp√§ch loben. Wei√ü ja selber wie demotivierend das sein kann.

    Edited once, last by BiDoubleu (November 30, 2023 at 9:55 AM).

  • Sie daf√ľr zu bestrafen, indem Du ihr mehr Arbeit gibst ohne mehr zu bezahlen, w√§re tats√§chlich einfach nur unfair.
    Das w√ľrde ihr dementsprechend ihre Motivation nehmen und irgendwann hast du eine demotivierte Mitarbeiterin, die sich nach etwas Neuen umschauen wird.

    Ist im Prinzip meine eigene Geschichte.
    Stattdessen habe ich mir dann lieber nebenbei selbständig ein Unternehmen aufgebaut, wo man naturgemäß selbst eher nach Leistung bezahlt wird.

    Biete ihr Stundenreduktion bei gleichem Lohn an.
    Sie wird es dir danken und dadurch noch wohl tatsächlich noch motivierter werden.

    Und ich w√ľrde sie nicht fragen, was sie so im Homeoffice macht.
    Sie k√∂nnte sich in die Ecke gedr√§ngt f√ľhlen, wenn sie tats√§chlich nichts f√ľr die Arbeit macht (weil sie ihre Arbeit eh schon erledigt hat).

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