Equipment für Produktfotografie - planlos geht der Plan los

There are 15 replies in this Thread which has previously been viewed 5,373 times. The latest Post (July 26, 2023 at 9:21 PM) was by Krosser87.

  • Hallo,

    aktuell habe ich meine Produkte immer extern fotografieren lassen. Da mir das inzwischen zu aufwändig bzw. langwierig wird, habe ich ab dem 2. Quartal einen Produktfotografen eingestellt.

    Da nun auch eigenes Equipment benötigt wird und ich nicht mit ,,leeren Händen,, in das Gespräch starten will, benötige ich ein paar Tipps.

    Welche Kamera sollte ich kaufen bzw. vorschlagen? Laut meiner Recherche wäre eine Canon 5D wohl ganz gut?
    Welche Objektive sind hier zu empfehlen, die Hälfte meiner Produkte haben die Größe eines 10Cent Stücks alle anderen sind auch mal gut 1,5m*1,5m groß.

    Einen Fotohintergrund aus Vinyl mit 2 Blitzen habe ich noch.

    Viele der Produkte muss man vermutlich aufhängen, gibt es hier entsprechende Unterlagen/Halterungen? Leider konnte ich dazu nichts finden.

    Was sollte der PC für die Nachbearbeitung können, sprich welche Grafikkarte wäre zu empfehlen. Vorgestellt hatte ich mir einen Laptop mit zusätzlichem Bildschirm, da die Nacharbeit auch im Homeoffice erfolgen kann.


    Das ganze Vorhaben soll die nächsten 12 Monate auch so ausgebaut werden, dass man für externe Firmen Produktfotos anbieten kann.

  • Ähm, also wenn das wirklich ein Fotograf ist, solltest du ihm die Möglichkeit bieten, das Equipment nach seinen Anforderungen zu bestellen. Die wissen ja am besten, was Sinn macht. Deine Recherche ersetzt keine Erfahrungswerte und Kenntnisse eines Fotografen.

  • Das ist doch ne tolle Motivation für einen Fotografen, wenn er sich sein Equipment selbst zusammenstellen kann und nicht mit irgendwelchem Quatsch rum improvisieren muss, den ihm der gut meinende Arbeitgeber ohne jegliche Sachkenntnis vor die Nase gesetzt hat.
    Wichtiger als die Kamera ist ohnehin die Beleuchtung.

    Vielleicht kannst du ja bereits vor offiziellem Arbeitsbeginn einen Termin mit ihm ausmachen, wo er sich sein zukünftiges Fotostudio anschauen kann und er sich dann mal vorher überlegt, mit welchem Equipment ihr starten wollt, damit das dann bereitsteht, wenn er anfängt. Man muss ja auch nicht alles gleich beschaffen, sondern kann sich überlegen daß man die einfachen Produkte zuerst fotografiert und dann Schritt für Schritt zusätzliche Ausrüstung für die komplexeren Produkte anschafft.

    Ich hab damals als ich mir mein Fotostudio eingerichtet habe, einen Fotokurs Produktfotografie gemacht und mir dann einfach das Equipment aus dem Fotokurs gekauft. Das hat mich alles in allem fast 7-8.000 EUR gekostet. Am teuersten waren die Blitze und Lichtformer. Geht inzwischen aber günstiger und statt Blitzen nimmt man ggf. LED Leuchten. Damals gabs die leider noch nicht, da hätte man dann 500-1000 Watt Studiolampen benutzt und der Raum wäre in Minuten eine Sauna gewesen.

    Es seid denn ihr wollt irgendwelche Effekte wie Produkte, die ins Wasser platschen mit Tropfen, dann braucht man schnelle Blitze mit kurzer Abbrennzeit.

    Die Anschaffung jetzt sollte gut durchdacht und überlegt sein, dass Budget auch nicht zu knapp kalkuliert. Sonst kauft man zweimal.

  • Die Anschaffung jetzt sollte gut durchdacht und überlegt sein, dass Budget auch nicht zu knapp kalkuliert. Sonst kauft man zweimal.

    Deswegen habe ich nach Erfahrungen gefragt.
    Ich hatte eigentlich auch geschrieben, dass das Ganze mit dem Fotograf besprochen werden soll. Dieses Gespräch ist in ca. 2 Wochen geplant.

    Ich wollte lediglich für mich ein paar Erfahrungen wissen, um eben mitreden zu können und die Vorschläge vom Fotografen bewerten zu können.

  • Achso. Von deiner Seite würde ich als Vorbereitung überlegen welche Produkte fotografiert werden sollen, was ist das größte, was das kleinste Produkt, gibt es schwierigere Produkte z.B. durchsichtige oder Produkte mit spiegelnder Oberfläche usw.

    Und wieviel Zeit planst du pro Bild. Sollen das perfekte Bilder werden mit einem Tag Zeit pro Produkt oder eine große Menge Bilder in kuzer Zeit mit Kompromissen bei der Bildqualität.

    Aber wie gesagt, die Kamera ist gar nicht so das Ding, jede moderne Kamera geht da. Wichtiger ist das Objektiv, bzw. die Objektive, die Beleuchtung, Lichtformer, Softboxen, Diffusor usw..

    Edited once, last by koshop (February 6, 2023 at 5:59 PM).

  • Wie hier schon geschrieben wurde. Die Kamera ist denke ich nicht so wichtig. Da geht es wohl wirklich hauptsächlich um die Vorliebe vom Fotografen bezüglich der Marke. Vermutlich wird der Fotograf wenn du ihm komplett freie Wahl lässt eine viel zu hochwertige Kamera und Objektive aussuchen. Licht, Beleuchtungsbox usw. kommt halt auch drauf an wie der Fotograf arbeiten will, wir haben was selbstgebasteltes mit Strahler vom Baumarkt für €100,-- (für uns komplett ausreichend) Aber da kann man natürlich auch Zehntausende € ausgeben.

    Die Software ist auch noch ein wichtiger Punkt. Photoshoplizenzen sind ja nicht billig. Wir arbeiten mit Gimp, das ist kostenlos.

  • Habe hier auch nach intensiver Beratung durch einen Profifotografen, der für ein Museum alle Fotografien macht, eine kleine Ausrüstung besorgt:
    ein Sony Alpha 7 erster Serie, hat die volle Auflösung und mit Universalobjektiv 28-80 mm vor 2 Jahren ca, 700 Euro gekostet. Alle weiteren Versionen der Alpha 7 haben nicht relevante Merkmale, die den Preis locker verdreifachen, aber für Fotografie vom Stativ nichts bringen- unnötige Kosten.
    Dazu drei LED-Strahler Nanguang CN-600 SA auf Stativen , je ca. 200 Euro, zwei Deckenstrahler LED a 35 Watt, je ca. 30 Euro, ein gutes Stativ für 200 Euro (Manfrotto) und kostenlose SW Gimp.
    Meine Artikel sind eher 20-60 cm groß, durch die Wahl eines guten Makroobjektivs lässt sich bei deinen kleinen Objekten sicher mehr machen.
    Mehr muss eine Fotoausrüstung füe Webshopfotos nicht kosten.
    Der Fotograf hat in seinem Museum eine absolut vergleichbare Ausrüstung und seine höchstaufgelösten Bilder für die Webseite des Museums haben mich überzeugt!

    Die 4 As bei Amazon: Anlocken, Ausnutzen, Abhängigmachen, Aussaugen.

  • Fotografie, nicht Produktfotografie, ist mein Hobby.
    Eine fertige Ausrüstung würde ich dem Fotografen nicht vor die Nase setzen aber natürlich das Budget besprechen.
    Grundsätzlich aber wird viel auf deine Ansprüche ankommen. Sind das einfache Produkte die nur mit weißem Hintergrund Hintergrund fotografiert werden sollen oder doch eher aufwendigere Szenen wie beispielsweise eine Flasche Wein mit Wassertropfen deren Inhalt gerade in ein Glas eingefüllt wird?

    Auf alle Fälle würde ich deinem (potentiell) zukünftigen Mitarbeiter ein paar Beispielfotos zeigen wie du es gerne haben möchtest.

  • Lass den Fotografen entscheiden welches Equipment er braucht. Ob Canon, Nikon, Sony oder Fuji, jeder hat seine Vorlieben. Ein Makroobjektiv im Abbildungsmassstab 1:1 wirst du mit Sicherheit benötigen. Dann ein gutes Fotozelt mit Lampen, diverse Konstruktionen zum befestigen der Produkte, Software etc … aber das wird er dir dann schon sagen wenn er aus der Branche kommt.

    VG

  • So wie es im Eröffnungsthread formuliert ist, wird ein Produktfotoraf und damit eine gelernte Kraft, die versiert und vielleicht sogar erfahren ist, auf den Posten gesetzt. Sollte das nicht der Fall sein, dann wäre so ein Kurs sicher angebracht.

    Damit würde ich dann aber auch das Vorhaben, in absehbarer Zeit auch für externe Kunden zu arbeiten, als fragwürdig beurteilen. Zum einen, weil es dann jemanden braucht, der in seiner Praxis weit mehr drauf hat als nur Ersatzteile zu fotografieren. Aber auch deshalb, weil es an dem Punkt nicht mehr reicht, mit nur einer Kamera, einem Laptop, einem Lichtsetup aufzuwarten. Sollte da mal was ausfallen, dann braucht es min. für jede dieser Komponenten ein Backup. Nicht zu reden davon, dass es oftmals auch Sinn macht parallel auf zwei Setups zu arbeiten. Siehe z.B. Amazon-Liftings, die neben reinen Produktaufnahmen auch zunehmend Anwendungs- und Lifestyle-Bilder zeigen. Oder auch um weiter arbeiten zu können, auch wenn mal wieder viel zu lang auf das Feedback des Kunden zur Detailabstimmung zu warten, an dessen Aufnahmen man an dem einen Stand gerade arbeitet.
    Grüße vom Raben

  • Soweit steht inzwischen das Setup.
    Es steht noch ein MacBook im Raum... soll wohl für die Bildbearbeitung mit das beste sein.
    Kann das jemand bestätigen, dass hier der Preis zur Leistung passt? Finde 3000€ für einen Laptop schon saftig.

  • Es hat alles geklappt und meine Produktbilder sind zu 60% überarbeitet... ich bin sehr zufrieden, der Umsatz hat sich dadurch merklich verbessert.

    Um den Mitarbeiter langfristig auszulasten, würde ich das ganze jetzt für andere Händler mit anbieten.
    Wer gerne Pilotkunde sein möchte und freigestellte Produktbilder benötigt, kann sich gerne an mich wenden.

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