Mini-Marktforschung: Was kostet Euch die Überprüfung elektrischer Geräte??

There are 11 replies in this Thread which has previously been viewed 3,965 times. The latest Post (February 10, 2023 at 9:09 AM) was by Lena_1977.

  • <t>Was zahlst Du pro elektrischem ortsveränderlichem Gerät für die Prüfung? (Ohne Reparaturen)</t> 25

    1. <t>Ich lasse nicht prüfen</t> (15) 60%
    2. <t>Mache ich intern</t> (4) 16%
    3. <t>Bis 3€</t> (1) 4%
    4. <t>Bis 4€</t> (2) 8%
    5. <t>Bis 5€</t> (2) 8%
    6. <t>Bis 6€</t> (0) 0%
    7. <t>Bis 7€</t> (0) 0%
    8. <t>Bis 8€</t> (2) 8%
    9. <t>Bis 9€</t> (0) 0%
    10. <t>Bis 10€</t> (0) 0%
    11. <t>Bis 11€</t> (0) 0%
    12. <t>Bis 12€</t> (0) 0%
    13. <t>Bis 13€</t> (0) 0%
    14. <t>Bis 14€</t> (0) 0%
    15. <t>Bis 15€</t> (0) 0%
    16. <t>Bis 16€</t> (0) 0%
    17. <t>Bis 17€</t> (0) 0%
    18. <t>Bis 18€</t> (0) 0%
    19. <t>Über 18€</t> (0) 0%
    20. <t>Sonstiges (Siehe Beitrag)</t> (1) 4%

    Moin moin,
    ich möchte mehr Überprüfungen elektrischer Geräte (nach DGUV 3) verkaufen.
    Daher eine kurze Umfrage, was ihr je Gerät (nicht fest verbaut) zahlt.

    Gerne mit Hinweisen dazu:
    - wie viele Geräte ihr in der Prüfung habt
    - wie das bei euch organisiert wird (läuft der Prüfer von Gerät zu Gerät oder bekommt er alle gebracht? Muss er bei jedem Gerät warten, bis der Mitarbeiter es nicht mehr braucht?)
    - Was ist Euch bei der Dienstleistung oder der Wahl des Dienstleisters wichtig?

    Vielen Dank für Eure Antworten!


  • ich möchte mehr Überprüfungen elektrischer Geräte (nach DGUV 3) verkaufen.
    Daher eine kurze Umfrage, was ihr je Gerät (nicht fest verbaut) zahlt.

    Das lässt sich so pauschal nicht sagen, da dies über einen Rahmenvertrag mit einem externen Arbeitsschutzdienstleister pauschal abgedeckt ist, der auch die sonstigen Begehungen sowie Weiterbildungen zum Brandschutzhelfer, Erste Hilfe und das Betriebsärztliche (Impfungen & Co.) umfasst.

    Quote


    Gerne mit Hinweisen dazu:
    - wie viele Geräte ihr in der Prüfung habt
    - wie das bei euch organisiert wird (läuft der Prüfer von Gerät zu Gerät oder bekommt er alle gebracht? Muss er bei jedem Gerät warten, bis der Mitarbeiter es nicht mehr braucht?)
    - Was ist Euch bei der Dienstleistung oder der Wahl des Dienstleisters wichtig?

    Wir haben ca. 800 ortsveränderliche Geräte in der Wiederholungsprüfung.

    Der Prüfer sucht sich eigenständig die ans Netz angeschlossenen Geräte und prüft diese. Dazu stöpselt er auch Rechner ab und verschiebt die Schreibtischplatten, um an den inneren Leitungskanal zu kommen. Geräte, die darüber hinaus Beachtung finden sollen, werden von den Mitarbeitern auf dem Schreibtisch platziert. An Schränke und Schreibtisch-Container geht der Prüfer nicht.

    Wir sind bei der Prüfung nach DGUV-Vorschrift 3 (vormals BGV A3) bereits durch alle Tiefen gegangen:

    a) Da waren Leute dabei, die nur Stichprobenprüfungen gemacht haben und das völlig in Ordnung fanden,

    b) dann waren elektrotechnisch unterwiesene Personen (EuP) oder solche mit festgelegten Tätigkeiten (EFKffT) dabei, die zur Prüfung nicht die erforderliche Sachkunde aufweisen – das sind nämlich gar keine Elektrofachkräfte. Ich erwarte, dass Prüfungen auf Basis einer Qualifikation gemäß TRBS 1203, d. h. auch, dass nicht jeder Durchschnittselektriker solche Prüfungen ohne nachgewiesene Weiterbildung zum Erhalt der Sachkunde tätig wird. Auch ist wichtig, dass der Prüfer die aktuelle DIN VDE 0100-600 bekannt ist und der sich nicht nur auf das Messen beschränkt.

    c) Der letzte Prüfer ist als Elektromeister zwar sicherlich mit der entsprechenden Sachkunde ausgestattet, mich nervt aber kolossal, dass er Thesen in den Raum stellt, die er nicht schlüssig unter Bezugnahme des VDE-Vorschriftenwerks oder des Stands der Technik untermauern kann. Wer ein Gerät pauschal als unsicher deklariert, der muss auch erklären können, warum das so ist. "Ist so", reicht mir nicht (und dem Hersteller, der gerne die Kontaktdaten des Prüfers hätte, auch nicht).

    d) Verschiedene Anbieter haben sich völlig verzettelt, weil sie den Fleiß einer eigenen Inventarisierung aller geprüften Geräte hatten. Das ist eine Sisyphos-Aufgabe, die völlig sinnlos ist, insbesondere, wenn dies auf Raumnummern basiert. Geräte wandern hier massenhaft durch alle Räumen und haben keine "Permanent-Address", auch finden innerhalb der Prüffrist unzählige Zu- und Abgänge statt.

    Was passiert, wenn Leute am Prüfen sind, die keine Ahnung haben, zeigt dieses Beispiel:


    Da wird dann eine batteriebetriebene Uhr, die keine Überschneidungen zum Niederspannungsnetz und der DGUV-Vorschrift 3 hat, mal eben erfolgreich einer Wiederholungsprüfung unterzogen (damals noch nach VBG 4).

  • Man sollte beachten, ist ein betriebliches Elektrogerät brandursächlich und ist keine Dguv Prüfung nachweisbar, soll der Versicherungsschutz flöten gehen.
    So hat mein Berater für arbeitssicherheit heute erzählt.

  • Ja, 8 Euro ist OK. Allerdings kostet die erste Prüfung bei mir 10 Euro inkl. Inventarisierung und großem Prüfprotokoll. Der Prüfling muss ja erst angelegt werden, Seriennummer, Typenbezeichnung, Aufkleber etc.
    Bei der Wiederholungsprüfung, wo man den Prüfcode dann abscannt wird günstiger mit etwa 7,50 netto.

    Zu beachten ist nircht nur die Geräteprüfung nach sondern auch die Anlagenprüfung, Steckdosen, Schaltschränke. Je nach gewerblichen Mietvertrag ist der Mieter für Instandsetzung zuständig. Das machen wir auch, natürlich mit Wärmebildkamera und Messprotokollen.

  • Habe ich doch glatt so eine Benachrichtigung bekommen, also vielleicht noch ergänzend:

    Die wiederkehrende Prüfung elektrischer Anlagen gemäß DGUV Vorschrift 3 (vormals BGV A3 davor BGV A2 davor VBG 4) ist nur ein Baustein einer rechtssicheren Betriebsorganisation und reicht nicht immer aus – die Betriebsgröße ist dabei völlig egal. Es gibt per se kein gerichtsfestes Prüfprotokoll, und die Sachversicherer neigen mittlerweile dazu, selbst in Verwaltungsgebäuden eine Feuerschutzklausel in die Verträge aufzunehmen, die auf Klausel SK 3602 des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft e. V. (GDV) abstellt, vgl. https://www.gdv.de/resource/blob/…-2010--data.pdf, dort S. 38.

    Es bedarf dazu bei der Prüfung einer elektrischen Anlage dann eines richtlinienkonformen Befundscheins, in der Regel gemäß VdS 2229 "Prüfung von elektrischen Anlagen gemäß Klausel 3602 und den Prüfrichtlinien VdS 2871 durch einen VdS-anerkannten Sachverständigen, Befundschein". Diese Befundscheine werden von VdS-anerkannten Sachverständigen ausgestellt, nicht von den DGUV-3-Prüfdienstleistern. Wer versäumt, den (je nach Vertrag oft jährlichen) Befundschein an die Versicherung zu übersenden, stellt diese leistungsfrei – das ist vielen Versicherungsnehmern leider nicht klar.

    Tipp: Einfach mal nach der Ziffernfolge 3602 in den AFB (Allgemeine Bedingungen für die Feuerversicherung) suchen und bitte beherzigen.

    Ich bin dann mal wieder weg, Tschüß :winken:

  • Im Großen und Ganzen ja. Aber kreien hat da eine Expertise, die unsere Meister und Techniker zusammen nicht haben. Und so ein Hinweis wie der hier ist eine Information, die die Branche in ihrer Breite vermutlich erst in ein paar Jahren erreicht, wenn ausreichend viele Betriebe in die Scheiße gegriffen haben.

  • Viele Behindertenwerkstätten haben das angeboten.
    Der Aufwand ist je nach Betrieb schon massiv, mit einem Team von 4-6 Leuten plus Meister meist gut zu schaffen.
    Kostendeckend wahrscheinlich mit Mindestlohn kaum leistbar Prüfung/Barcode/Inventarliste
    Viele haben diesen Betriebszweig auch schon wieder eingestellt.

Participate now!

Don’t have an account yet? Register yourself now and be a part of our community!