Bondruck unterdrücken wie?

There are 8 replies in this Thread which has previously been viewed 3,835 times. The latest Post (January 14, 2022 at 9:39 PM) was by fonprofi.

  • LaCash läuft jetzt bei uns, leider haben die Programmierer vorschriftsmäßig die Bonausgabe erzwungen, also die Auswahl "ohne Bon" gesperrt. Macht fast nichts: da man auch auf einen WIndows-Standard-Drucker ausdrucken kann, habe ich als solchen den PDFCreator angemeldet. Jetzt geht nach jedem Bonabschluss ein PDF-Fenster auf, und ich kann den Kunden fragen, ob er den Bon will oder nicht. ABER: er hat keine echte Wahl, denn der Bondrucker nimmt keine PDFs. Mh. Mist. Mir ist es auf einem Demo-Rechner irgendwie gelungen, den PDF-Creator zur Ausgabe auf TXT zu kriegen, super. Aber auf dem TSE-Rechner (also der im echten Thekenbetrieb) klappt das nicht, warum auch immer. Der PDFCreator von PDFFORGE bietet die TXT-Ausgabe an, mit automatischem Speichern (Name= Kassenplatz+Zeitstempel), öffnet die Datei automatisch im EDITOR, und dann kann ich wählen... zu schön. Was jetzt? Irgendein anderes Programm, was AUTOMATISCH eine Text-Datein anlegt und auf den Bildschirm holt?

  • Mein Steuerberater und meine Rechtsauffassung sagt, das bei zertifiziertem unverändertem Programm und TSE die Kasse nicht verworfen werden kann. Der unterdrückte Bonausdruck ist eine nachgelagerte Funktion und kann nur zu Stirnrunzeln führen.. hoffe ich... alos bleibe ich hartnäckig, Papier sparen!


  • Was passiert denn mit den Bons, wenn der Kunde den nicht will? Ich vermute ab in den Mülleimer?

    Natürlich! Was denn sonst? Wir sind verpflichtet jeden Kunden einen Kassenzettel anzubieten, 85% wollen ihn nicht. Ich weiße immer gerne darauf hin wer die Bonpflicht wollte und bei wen sich die Leute bedanken dürfen.

  • Durch die Bonpflicht ist mir zum ersten Mal aufgefallen, dass mein Bäcker für jede angefangene kleine Papier-Brötchentüte (Faltenbeutel) 50 ct abrechnet. Das ist bauernschlau, da macht er drei Brötchen in eine kleine Tüte und macht mit der nächsten kleinen Tüte weiter, sodass wir zum Schluss bei 1 € Verpackungskosten sind. Natürlich alles ungefragt und ohne Hinweis im Laden. Und wenn man ihn auf diese Verarschung anspricht, flippt "Türkisch Kollega" völlig aus und labert irgendwas von gesetzlichen Verpflichtungen. Insofern hatte die Bonpflicht, die Herr Bäckereifachverkäuferin¹ nur die erste Zeit durchgehalten hat, für mich was Gutes. Ich kaufe jetzt woanders ein.

    In gewissen Branchen ist die Bonpflicht ausgesprochen unbeliebt, für den Endkunden besteht ohne Beleg keine Möglichkeit der Abrechnungskontrolle und Reklamationsmöglichkeit. Ich würde daher nicht zu hart mit der Bonpflicht ins Gericht gehen.

    Zu deiner Ausgangsfrage: Es gibt zwar eine Belegausgabepflicht, diese kann aber auch elektronisch erfolgen, es muss also nicht ums Verrecken auf Papier sein. Stammkunden kannste auch via E-Mail oder WhatsApp in einem Standard-Dateiformat beglücken, vgl. https://www.haufe.de/finance/buchfu…186_507348.html. Beim REWE gibt es in Zusammenarbeit mit PayBack einen elektronischen Kassenbon als eBon, vgl. https://www.rewe.de/payback/ebon/.

    Will sagen, die Unterdrückung der Papierausgabe muss nicht verwerflich sein und es gibt Use Cases, wo das völlig legitim ist und deswegen würde ich den Softwarehersteller durchaus mal auf diesen Zielkonflikt ansprechen.

    ¹ Kleine Hommage an Helge Schneider: https://www.songtexte.com/songtext/helge…n-1bc209a8.html bzw. https://de.wikipedia.org/wiki/Da_Humm.


  • Also rein theoretisch bist du in Deutschland verpflichtet, dem Kunden einen Bon zu geben. Egal, ob er will oder nicht.

    Die Kasse so zu manipulieren, dass sie den Bondruck unterdrückt, könnte dir bei einer Kassenschau vom Finanzamt Frust bereiten.

    Bonpflicht =/= ausgedruckten Wisch

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