LED Umstellung auf Tageslichtlampen - Welche LM?

There are 7 replies in this Thread which has previously been viewed 3,118 times. The latest Post (December 16, 2021 at 9:45 AM) was by kreien.

  • Umstellung in der Firma auf LED Tageslichtweiß. Allerdings geben die neuen LEDs weniger Licht, das sorgt hier gerade für schlechte Stimmung. Unseren Elektriker wundert es, denn er sagt die LEDs mit 2000lm sind überall - sogar in Friseursalons verbaut. Dass wir das als weniger Licht empfinden ist merkwürdig.

    Ich kann es aber bestätigen, ich finde es auch dunkler als vorher. Daher jetzt zum Test Tageslicht LEDs mit 3300lm und 4000lm gekauft.

    Was habt ihr in Euren Hallen/Werkstätten/Büros so verbaut?

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  • Das lässt sich so pauschal nicht so beantworten, weil bei einer Beleuchtungsplanung diverse lichttechnische und betriebliche Parameter berücksichtigt werden müssen – das war allerdings auch vor der LED-Ära der Fall. Ein elektrotechnischer Durchschnittsfachmann führt die geplante Lichtinstallation aus, ein Planer (ab Meister-Ebene aufwärts) führt die lichttechnischen Berechnungen durch und weist diese im Übrigen auch dem Kunden nach. Ich finde die Art und Weise, wie bei dir das Ganze ausgeführt wird, nicht besonders fachgerecht.

    Es gibt Mindestbeleuchtungsstärken, die nicht unterschritten werden dürfen – diese sind auch in den DGUV-Vorschriften (vormals BGV) angeführt und werden im Rahmen der Gefährdungsbeurteilung von Anlagenbetreiber rechtssicher gemäß BetrSichV dokumentiert. Dann gibt es verschiedene Lichtfarben/Farbtemperaturen (auch bei LEDs), die auch das farbige Sehen beeinflussen. Bei einem Friseur oder einer Zahnarztpraxis gibt es hinsichtlich der Farbwiedergabestufe natürlich ganz andere Anforderungen als in einem Lager, Letztere sich baulich auch höchst unterschiedlich.

    Dann gibt es auch noch eine Komponente, die oft unterschätzt wurde: Menschen weisen in einer Umgebung mit künstlicher Beleuchtung der Lichtfarbe Tageslichtweiß Behaglichkeitsstörungen auf – die Leute fühlen sich unwohl. Deswegen macht man sich da heute mehr Gedanken, die Standardlichtfarbe in Büroumgebungen geht heute in Richtung Neutralweiß. Kannst ja mal ausprobieren, ob du dich dauerhaft in einer Umgebung mit > 5.300 K wohlfühlst.

    Und zu guter Letzt, auch LED-Lampen weisen beim Lichtstrom Serienstreuungen und Degradation in Form vom Lichtstromrückgängen auf, dieses Phänomen gab es auch schon bei Leuchtstofflampen und wird daher als Lichtstromzuschlag in der Lichtplanung vorab berücksichtigt.

  • Das wäre mir neu, also die Ulbricht-Kugel zur Messung ist im Labor unverändert.

    Was mir aber auffällt ist, dass es gerade bei den hohen Wattagen augenscheinlich zu Problemen mit den Sperrschichttemperaturen der Leuchtdiode kommt, so was führt zu geringerer Lebensdauererwartung der LED und Abweichungen von Lichtstrom und Lichtfarbe. Bei so manch einem LED-Leuchtmittel bin ich mittlerweile der festen Überzeugung, dass es eine Gut-Musterserie für Laboranwendungen, Prüfinstitute und Referenzapplikationen gab und danach eine Schlecht-Billigserie in Produktion ging.

    Also, dass die technischen Daten oder Lebensdauerangaben bei LED-Lampen stimmen, kann ich nicht bestätigen. Dabei sind es noch nicht mal nur die Halbleiter, die auffällig werden, sondern auch so diskrete Bauelemente wie SMD-Kondensatoren, die die Umgebungstemperaturen nicht aushalten.

    Ich würde bei jeder Lichtplanung ordentlich Reserve einbauen, die angegebenen technischen Daten werden selten erreicht, von daher könnte man schon sagen, dass der Hersteller bei LEDs anders misst als der Rest der Welt und, so schließt sich der Kreis.

  • Meiner Erfahrung nach, lassen, dass die LED Leuchtmittel nach einer bestimmten Zeit einiges nach.

    Bei der Lichtplanung meines Lagers habe ich berechnet und geplant 600-750 Lux, für einen Packplatz im Lager völlig ausreichend, und ist angelehnt an die BG Vorschriften.

    Nach Installation waren es dann im Schnitt 800 Lux, und ich war sehr zufrieden. Jetzt nach 2 Jahren sind es noch 600 Lux. :gruebel:


  • Meiner Erfahrung nach, lassen, dass die LED Leuchtmittel nach einer bestimmten Zeit einiges nach.

    Das deckt sich mit meiner Erfahrung, und das sind nicht irgendwelche No-Name-China-Böller, sondern Premium-Marken. Erschwerend kommt hinzu, dass die LED-Leuchtmittel der höheren Wattagen selten auf die versprochene Lebensdauer kommen. Meine Erfahrung ist, dass ein Teil < 1.000 h ausfällt und damit unter der Lebensdauererwartung von klassischen Allgebrauchsglühlampen liegt, sowie ein Teil unterhalb der 6.000 h bis 8.000 h von Leuchtstofflampen (= Gasentladungslampen = Niederdruck-Quecksilberdampflampen). Mittlerweile ist für mich die Form der Garantieabwicklung ein wichtiger Baustein bei der Kaufentscheidung von LED-Lampen – diese Qualitätsmängel sind eine traurige Geschichte. Wenn man die LED-Lampen kurz vorm Elektronikschrottcontainer mal öffnet, kommen einem manchmal Lötstellen entgegen … also so beschissen habe ich nicht Mal als 14-Jähriger gelötet. Wobei es das Phänomen der grausigen Verarbeitung auch schon bei den Energiesparlampen gab.

    Kann nur besser werden saufen .

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