Investition in Unternehmensanteile/Unternehmenserweiterung

There are 30 replies in this Thread which has previously been viewed 2,414 times. The latest Post (March 21, 2016 at 8:22 AM) was by Investor.

  • Servus,

    ich habe heute das Thema mit einem Bekannten diskutiert, sicher könnt Ihr Input geben, ich bin dazu etwas verwirrt.

    Szenario:
    Die Person hat Ihren gewerblichen Onlineshop online, läuft, soll aber ausgebaut werden: Neuer Shop, neue, eigene Produkte, eigene Marke etablieren usw.
    Dafür wird Geld gebraucht, sagen wir 50tsd Euro. Das Geld würde Person 2 gerne zur Verfügung stellen, gegen Anteile der „Firma“.
    Der Geldgeber wäre letztlich nicht direkt in die Geschäfte involviert, also kein GbR Kram.

    Die Frage ist vielleicht ziemlich doof, aber wie könnte man sowas anstellen um das ganze Konstrukt auf den Weg zu bringen das es für beide Seiten ein „gutes“ Geschäft ist?

    Wie geht man sowas an? Welche Unternehmensform wäre zwingend notwendig? Wie kann man errechnen wieviel % des Gewerbebetriebs für die Summe abgegeben werden könnte? (Mal davon ausgehend das aktuell keine Ware, kein Kapital besteht)
    Wie machen das die „Löwen“ immer mit Ihrer Rückführung des eingesetzten Kapitals?

    Danke für Input.

    Viele Grüße,
    Christian

  • das würde mit einer gmbh gehen. person 1 ist geschäftsführender gesellschafter, person 2 hat nur einen anteil und arbeitet nicht im unternehmen.

    die beiden sollten ne stunde beim steuerberater investieren.

  • Quote from Investor

    Die Person hat Ihren gewerblichen Onlineshop online, läuft, soll aber ausgebaut werden: Neuer Shop, neue, eigene Produkte, eigene Marke etablieren usw.
    Dafür wird Geld gebraucht, sagen wir 50tsd Euro. Das Geld würde Person 2 gerne zur Verfügung stellen, gegen Anteile der „Firma“.

    Wenn tatsächlich nur 50tsd EUR fehlen und das Unternehmen grundsätzlich läuft dann soll "die Person" zur Hausbank gehen, und einen Kredit über die 50tsd aufnehmen. Hier eine "teure" GMBH zu gründen nur dafür um dieses Mini-Invest regeln zu können wäre viel teurer als die 2% Verzinsung des Kredites. 50.000 sollte sogar mit einem einfachen Rahmen abdeckbar sein..

    Solltest du dich aber um eine Kommastelle vertan haben, und "die Person" hat einen Kapitalbedarf von 500.000 EUR (was besser zur Anforderung passt) dann würde ich gemeinsam mit dem potentiellen Investor zum Steuerberater gehen und Möglichkeiten besprochen.

  • Quote from norwayfishing

    Wenn tatsächlich nur 50tsd EUR fehlen und das Unternehmen grundsätzlich läuft dann soll "die Person" zur Hausbank gehen, und einen Kredit über die 50tsd aufnehmen. Hier eine "teure" GMBH zu gründen nur dafür um dieses Mini-Invest regeln zu können wäre viel teurer als die 2% Verzinsung des Kredites. 50.000 sollte sogar mit einem einfachen Rahmen abdeckbar sein..


    Naja, das Geld kann sich natürlich jeder irgendwo leihen. Bei einer Beteiligung ist ja der Investor aber auch Mitinhaber des Laden´s, in guten wie in schlechten Zeiten. Mit einem Kredit nicht vergleichbar.

    Viele Grüße,
    Christian

  • Quote from Investor

    Naja, das Geld kann sich natürlich jeder irgendwo leihen. Bei einer Beteiligung ist ja der Investor aber auch Mitinhaber des Laden´s, in guten wie in schlechten Zeiten. Mit einem Kredit nicht vergleichbar.

    Wo liegt der Unterschied? Investor sowieso Bank schaun in schlechte Zeiten durch die Finger, für "die Person" ändert sich herzlich wenig. Allerdings hat "die Person" in guten Zeiten viel schönere Zeiten mit Kredit statt Kapitalpartner.

  • Wenns tatsächlich nur um 50k geht dann reicht eine stille Beteiligung am Einzelunternehmen auch aus...

  • Quote from Investor

    Naja, das Geld kann sich natürlich jeder irgendwo leihen. Bei einer Beteiligung ist ja der Investor aber auch Mitinhaber des Laden´s, in guten wie in schlechten Zeiten. Mit einem Kredit nicht vergleichbar.

    Genau. Und die Frage, die sich mir dann immer stellt, ist: wieso will man Anteile für solch kleine Beträge abgeben? Kredit aufnehmen und gut is.
    Eine Firmenbeteiligung bleibt. Das kann doch nicht das Ziel eines Unternehmers sein, wenn es sich nicht um einen Investor handelt, der wirklich Kohle bringt UND einen enormen Mehrwert in irgendeiner anderen Form.

  • Ist der Kreditgeber denn bereit, seine 50.000 gegen stille Firmenanteile zu tauschen? Das kann ja durchaus teuer werden, wenn die Firma den Bach runtergeht.

    Besser wäre doch ein normaler Kredit mit erst einmal ausgesetzter Tilgung und marktüblicher Verzinsung.

  • eine Stille Beteiligung / stille Gesellschaft heißt, dass der Teilhaber keinerlei Einfluss auf das Geschäft hat. Es handelt sich dabei mehr um eine Kapitalanlage.
    Dauer der Teilhaberschaft und andere wichtige Dinge sollten mit einem Fachanwalt besprichen und definiert werden.
    Mir wäre das sowohl als Einzelunternehmer nicht angenehem, weil das so eine Zwitterstellung ist.

    Entweder nehme ich ein privates Darlehen auf oder ich habe einen Teilhaber in der Firma. Bei letzterem sollte aber definiert werden, das die Aufgaben des Teilhabers sind.
    Just my 5 cent.

    2001-2021 Onlinehändler u. Unternehmensberater - jetzt Privatier u. begeisterter RC-Regatta Segler

  • Quote from norwayfishing


    Wo liegt der Unterschied? Investor sowieso Bank schaun in schlechte Zeiten durch die Finger, für "die Person" ändert sich herzlich wenig.

    Der Kredit muss so oder so zurück gezahlt werden. Bei einer Beteiligung ja nicht.

    Quote from Pflanzenshop

    Ist der Kreditgeber denn bereit, seine 50.000 gegen stille Firmenanteile zu tauschen?

    Inwiefern? Im schlechten Fall ist das Geld halt weg?


    Also, normaler Bankkredit wird sich derjenige auch durchrechnen. Mir geht es hier um die Sache der Beteiligung.

    Viele Grüße,
    Christian

  • Quote from dance


    Lies dich mal in das Thema Unternehmensbewertung ein.
    Du wirst überrascht sein, wie relativ wenig ein Onlineshop wert ist.
    http://www.ihk-nordwestfalen.de/wirtschaft/exi…hmensbewertung/

    Prinzipiell ist das ja eher als "Start-up" zu sehen. Der Gründer baut eine neue Marke und eigene Produkte auf, darum geht es mir. Natürlich ist es positiv das schon ein Shop existiert, Domain, Umsätze usw, bei der Investition geht es aber letztlich um die neue Marke.

    Viele Grüße,
    Christian

  • Versteh ich nicht.
    Da hast doch nach Investition in ein bestehendes Unternehmen (Personengeschellschaft) gefragt.
    Und DIESE Personengesellschaft ist doch die Bewertungsgrundlage in Bezug auf %-Anteile am Unternehmen.

    Die Zukunft wirst Du doch nicht alleine finanzieren wollen - oder doch? Dann wäre eine neue Firma (GmbH) das richtige.

    2001-2021 Onlinehändler u. Unternehmensberater - jetzt Privatier u. begeisterter RC-Regatta Segler

  • Quote from dance

    Versteh ich nicht.
    Da hast doch nach Investition in ein bestehendes Unternehmen (Personengeschellschaft) gefragt.
    Und DIESE Personengesellschaft ist doch die Bewertungsgrundlage in Bezug auf %-Anteile am Unternehmen.

    Die Zukunft wirst Du doch nicht alleine finanzieeren wollen - oder doch? Dann wäre eine neue Firma (GmbH) das richtige.

    Ja, das war vielleicht schlecht ausgedrückt.
    Es ist so, der Laden existiert und wirft bsp. 100 tsd Umsatz mit dem normalen Handel von angekauften Waren ab, das macht er dieses Jahr, das macht er auch nächstes Jahr, damit habe ich nix zu tun.
    Mit dem Geld werde neue Produkte zugelassen und hergestellt und später verkauft - das ist der Part der mich interessiert.
    Ich hatte das nur erwähnt, weil eben Onlineshop schon steht und läuft, der Gründer die Erfahrung hat, usw.

    Viele Grüße,
    Christian

  • Bei den Zahlen würde ich niemals als stiller Teilhaber mit 50.000 einsteigen.
    Es sei denn, der Unternehmer gibt dir dingliche Sicherheiten (Eintragung einer Grundschuld, Abtretung Aktien Depot etc.)

    2001-2021 Onlinehändler u. Unternehmensberater - jetzt Privatier u. begeisterter RC-Regatta Segler

  • Quote from dance

    Bei den Zahlen würde ich niemals als stiller Teilhaber mit 50.000 einsteigen.
    Es sei denn, der Unternehmer gibt dir dingliche Sicherheiten (Eintragung einer Grundschuld, Abtretung Aktien Depot etc.)

    Also, den Jahresumsatz habe ich einfach mal so angenommen. Vielleicht ist es mehr oder weniger, das betrifft mich doch aber als Investor auch gar nicht? Oder wie meinst Du das?

    Prinzipiell würde ich mich natürlich auch mit einbringen wenn das gewünscht und notwendig ist, ich weiss aber nicht ob ich dann wirklich von hier aus richtig Mehrwert biete.

    Viele Grüße,
    Christian

  • Dich betrifft der Umsatz / die Gewinnsituation nicht? Aha. Mich würde das brennend interessieren.
    Wie kommst Du sonst zu einen schnellen / guten ROI?

    2001-2021 Onlinehändler u. Unternehmensberater - jetzt Privatier u. begeisterter RC-Regatta Segler

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