Rückgabe-Betrug und Fall auf eBay USA geöffnet

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cartersender
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Rückgabe-Betrug und Fall auf eBay USA geöffnet

Hallo Seller-Gemeinde,

möchte kurz um eure Erfahrung, Meinung oder ggfl. Lösungsansatz bitten. Folgendes ist geschehen:
Ein Käufer (angemeldet in Griechenland/Versand ebenfalls nach Griechenland) kauft bei uns ein iPhone zu 1450,00 EUR.
Als er die Sendung erhält, öffnet er eine Rückgabeanfrage (unmittelbar nach Erhalt der Sendung/gleicher Tag). Als Rückgabegrund
gibt er an - dass ihm der Preis zu teuer ist!? Wir bestätigen die Anfrage und erhalten anschließend vom Käufer eine weitere Nachricht
mit der Paketnummer und natürlich rein vorsorglich :-) Fotos wie der Käufer die Ware in den Karton legt (insgesamt 5 Stück step by step).
Als wir das Paket zurückerhalten haben und es prüften, konnten wir ein iPhone Nachbau (Produktfälschung) im Karton finden. Ich vermute
dem Käufer war nicht bewusst - dass wir genauer hinschauen und auch die IMEI bei WE überprüfen. Von daher hatte er sicherlich die Annahme,
dass dies nicht bemerkt wird.

Wir haben sofort eine Anzeige bei der Polizei gemacht, einen Fall geöffnet und die Fotos der Anzeige im eBay-Fall angehängt. Anschließend haben noch telefonisch Kontakt mit eBay aufgenommen und den Vorgang erklärt. Hier wollte man erneut einen Screenshot der Anzeige, damit man diesen im Fall hinterlegen kann. Der Bearbeiter teilte mir auch mit, dass der Fall von eBay USA bearbeitet wird und ich nun warten soll bis eine Fall-Entscheidung vorliegt. eBay-USA hat ohne weiteres Rückfragen bzw. ohne Beachtung der polizeilichen Anzeige den Fall geschlossen und dem Käufer den Kaufpreis erstattet. Also legte ich jetzt Einspruch ein, diese Vorgehensweise hatte mir eBay vorab schon im Gespräch mitgeteilt. Außerdem teilte man mit, das man in jedem Fall eine Lösung finden wird. Auch will man die Anzeige an die Kollegen in die USA senden, liegt ja eigentlich schon vor :-)? Die versprochene Lösung sieht nun wie folgt aus:

---------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

Guten Tag Herr xxxxxxx,

Die Kollegen vom amerikanischen Support haben mich angeschrieben, dass sie den Einspruch auf der Grundlage unserer Richtlinien abgewiesen haben. Trotz Ihrer sehr schnell vorgelegten polizeilichen Anzeige hierzu (die ich selbst im Auftrag für Sie hinterlegt habe) vertritt man hier folgende Sichtweise: Wir sehen den Originalartikel, den der Käufer erhalten hat, nicht und können daher nicht feststellen, ob sich die Rücksendung in einem anderen Zustand befindet. Die Kulanz ist in diesem Fall leider nicht abgedeckt.

Ich bedaure diese Entscheidung. Eine Prüfung weiterer Einsprüche hierzu kann leider nicht erfolgen.

----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

Ich gehe davon aus, dass wir nicht die einzigen mit solch einem Problem sind. Ich würde mich daher freuen eine Lösung zu finden.
Wenn nicht für diesen Vorgang, zumindest perspektivisch und natürlich auch als Prophylaxe.

vG
Nico


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DINa3
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Re: Rückgabe-Betrug und Fall auf eBay USA geöffnet

diese Aussagen von ebay/PayPal kenne ich und du kannst da nix machen
In der Regel möchte ebay/PayPal auch keine Bilder vom Verpacken/öffnen, weil dies alles manipuliert werden kann
eigentlich hättest du genauso dreist sein müssen wie der Käufer und das falsche handy mit einer Packung Reis (oder sonstigem ähnlichen Gewichtes) ersetzen müssen - dann hättest du dein Geld bekommen zusammen mit der Anzeige gegen Unbekannt.
cartersender
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Re: Rückgabe-Betrug und Fall auf eBay USA geöffnet

Guten Morgen Gemeinde,

wollte mal kurz ein Update geben: Nach langem telefonieren und versuchen es zu klären ist es also definitiv so, dass
einige Länder keinen eigenen Käufer bzw. Verkäuferservice haben und somit eBay USA verantwortlich ist.

Der Mitarbeiter vom Concierge-Team sagte mir: Sobald das Paket zugestellt ist, wird -laut eBay USA Richtlinien-
immer Pro Käufer entschieden (Auch eine polizeiliche Anzeige ist für die USA uninteressant)

Abschließend kann man also sagen: Wenn ein Käufer (mit Betrugsvorsatz) aus dem Ausland bestellt und anschließend
irgend etwas wertloses zurück sendet, nimmt eBay via PayPal das Geld, erstattet es dem Käufer und entscheidet somit Pro Käufer.

Es gibt auch keinen anderen Weg da irgendwie zu intervenieren. Alternativ könnte man den Versand ins Ausland ausschließen.
Somit wäre nur noch der deutsche Verkäuferschutz aktiv. Dieser ist aber auch zunehmender geneigt Pro Käufer zu entscheiden bzw.
will man sich heraushalten. Ja so nennt man das :-) heraushalten und dem Käufer sein Geld erstatten.

Insgesamt würde ich mir mehr Bewegung in diesem Thread wünschen. Ich kann mir wirklich schwer vorstellen, dass wir die einzigen mit
solch einem Problem sind.

Wie wird dieses Problem von Euch gelöst (außer mit der Reissack-Methode :D ) Es muss doch Lösungsansätze dafür geben ………….

viele Grüße
Nico
kreien
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Re: Rückgabe-Betrug und Fall auf eBay USA geöffnet

Da es sich um eine Straftat handeln wird, könntest du unter https://www.ic3.gov/default.aspx eine Meldung machen. Danach kannste mal mit dem, dem "Kunden" nächst gelegenen, Police Department Kontakt aufnehmen und dich ganz traurig zeigen und concerned, dass mit der Ware weitere Crimes verübt werden. In US-Kleinstädten macht der Sheriff durchaus auch Hausbesuche und kümmert sich um die kleinen Dinge des Lebens, z. B. sich via Internet Form abwesend melden, sodass die Polizei die Liegenschaft bei Streifenfahrten besonders berücksichtigt.

Wenn du dich traust gegen eBay USA vorzugehen, kannst du beim BBB Better Business Bureau eine Beschwerde einreichen:
https://www.bbb.org/us/ca/san-jose/prof ... complaints

eBay Inc. (USA) nimmt die Sachen dort sehr ernst und antwortet dort sehr ausführlich mit langen Stellungnahmen.
roman
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Re: Rückgabe-Betrug und Fall auf eBay USA geöffnet

cartersender hat geschrieben: 27. Feb 2020 05:52Insgesamt würde ich mir mehr Bewegung in diesem Thread wünschen. Ich kann mir wirklich schwer vorstellen, dass wir die einzigen mit
solch einem Problem sind.
Nein, ihr seit nicht die einzigen.
Kennen wir auch, vor allem in Verbindung mit Frankreich (und einwenig Italien), wobei die Käufernamen oft nicht auf "Ureinwohner" dieser Länder schließen lassen.

Nur was soll ich schreiben? Es kommt zum Glück SEHR selten vor, wobei unser Sortiment auch nicht so wahnsinnig betrugsanfällig ist.

Schlimmer als der Schaden ist ja noch mehr diese extreme Ungerechtigkeit die durch solche offensichtlichen Betrugsgeschichten verbunden ist.
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Re: Rückgabe-Betrug und Fall auf eBay USA geöffnet

Hat sich in dieser Angelegenheit noch etwas ergeben?
kreien
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Re: Rückgabe-Betrug und Fall auf eBay USA geöffnet

Der Threadersteller war am 27. Februar 2020 das letzte Mal eingeloggt und hat seit Anmeldung auch nur seine zwei Beiträge in diesem Thread gepostet. Es ist eher unwahrscheinlich, dass er hier noch mitliest. Es ist in der Tat schade, dass im Nachgang selten gepostet wird, wie sich etwas entwickelt hat oder was die Lösung war. Das ist aber in vielen Foren ein Phänomen.
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fossi
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Re: Rückgabe-Betrug und Fall auf eBay USA geöffnet

kreien hat geschrieben: 19. Dez 2021 12:40Es ist eher unwahrscheinlich, dass er hier noch mitliest.
Vermutlich handelt er nichtmal mehr. Unter den Registrierungsdaten ist nicht sonderlich viel Aktivität zu erkennen.
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Re: Rückgabe-Betrug und Fall auf eBay USA geöffnet

kreien hat geschrieben: 27. Feb 2020 10:25 Da es sich um eine Straftat handeln wird, könntest du unter https://www.ic3.gov/default.aspx eine Meldung machen. Danach kannste mal mit dem, dem "Kunden" nächst gelegenen, Police Department Kontakt aufnehmen und dich ganz traurig zeigen und concerned, dass mit der Ware weitere Crimes verübt werden. In US-Kleinstädten macht der Sheriff durchaus auch Hausbesuche und kümmert sich um die kleinen Dinge des Lebens, z. B. sich via Internet Form abwesend melden, sodass die Polizei die Liegenschaft bei Streifenfahrten besonders berücksichtigt.

Wenn du dich traust gegen eBay USA vorzugehen, kannst du beim BBB Better Business Bureau eine Beschwerde einreichen:
https://www.bbb.org/us/ca/san-jose/prof ... complaints

eBay Inc. (USA) nimmt die Sachen dort sehr ernst und antwortet dort sehr ausführlich mit langen Stellungnahmen.
Der Käufer kommt doch aus Griechenland. So weit fahren die US Sheriffs sicher nicht.
kreien
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Re: Rückgabe-Betrug und Fall auf eBay USA geöffnet

Ja, dieser Aspekt ist mir vor ca. 22 Monaten leider durchgerutscht – gut, dass das einem aufmerksamen Leser dann doch noch aufgefallen ist.
vv80hd
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Re: Rückgabe-Betrug und Fall auf eBay USA geöffnet

Guten Abend, ich hatte gar nicht mitbekommen, meine Frage den Thread noch mal ein wenig belebt hat, da ich ihn nicht abonniert hatte. Es ist in der Tat schade, dass der Ersteller kein Update in der Sache mehr gepostet hat.

Ich habe derzeit einen ähnlichen Fall und überlege, was ich machen kann.
Anfang Dezember habe ich ein neues Smartphone (~700€) nach Bulgarien verkauft. Der Käufer hatte sich einen Tag zuvor registriert und demnach noch keine Bewertungen. Ich habe mit ebay telefoniert und mich erkundigt, ob es Auffälligkeiten zu dem Käufer, der Adresse usw. gibt. Dies wurde nach Rücksprache mit einer Fachabteilung verneint, ich könne die Ware versenden. Ich habe dann dennoch den Käufer um einen Beleg für seine Adressdaten gebeten, also z. B. eine Strom- oder Telefonrechnung. Nachdem er sich einen Tag nicht gemeldet hat, habe ich den Kauf abgebrochen. Danach meldete er sich und schickte einen Screenshot eines Kontoauszuges seiner bulgarischen Bank von Ende November mit. Name und Adresse passten, die Buchungspositionen waren per Bildbearbeitungsprogramm mit krakeligen Strichen geschwärzt. Er kaufte dann mit meiner Zustimmung erneut, ich habe das Smartphone versandt und es wurde einige Tage später zugestellt. Wiederum einige Tage später eröffnet der Käufer einen ebay-Streitfall. Das Telefon sei nicht echt, lädt nicht und sei für den Müll. Ich frage über das Portal nach Details und übersende Fotos vom Einkaufsbeleg und der versiegelten Packung, die ich vor dem Versand angefertigt hatte. Der Käufer rührt sich danach nicht mehr.
Nach einigen Tagen übernimmt ebay den Fall und erstattet dem Käufer den vollen Kaufbetrag. Begründung: Der Käufer hat einen Beleg eingereicht, der die erfolgreiche Rücksendung bestätigt. Ich lege umgehend Einspruch gegen die Streifallentscheidung ein und erhalte wenige Stunden später eine Ablehnung. Ich initiiere also einen Rückruf von ebay und schildere den Fall. Die Mitarbeiterin versteht das Problem und wittert ebenfalls einen Käuferschutzmissbrauch. Einen Beleg für den erfolgten Rückversand findet sie im System nicht. Sie will den Fall an die Kollegen von ebay.com weitergeben. Da der Käufer im Ausland sitzt, ist ebay.de nicht für die Entscheidung zuständig. Nach drei Tagen frage ich erneut an. Die Weiterleitung des Falles an ebay.com ist überhaupt nicht erfasst worden und ich gebe erneut alles durch, auch dass ich inzwischen den erhaltenen Kontoauszug des Käufers näher geprüft habe und feststellen musste, dass die abgedruckte IBAN ungültig ist und der Beleg somit gefälscht wurde. Der Mitarbeiter nimmt alles auf und leitet es an die Kollegen von ebay.com weiter. Ich melde den Käufer zudem über das ebay-Seite und schildere meinen Betrugsverdacht kurz. Zwei Tage später schreibt mir eine Mitarbeiterin von ebay.com auf Englisch. Sie bittet um Entschuldigung. Die Kollegen hätten offenbar meine eingereichten Fotos als Beweis dafür herangezogen, dass das Telefon nun wieder bei mir sei. Sie gibt zu verstehen, dass nun klar sei, dass der Käufer das Gerät nicht retourniert hat und gibt einen „Manual Refund Request“ an das Finanzteam weiter, um die Erstattung an mich auszulösen. Ich könne mich nun entspannt zurücklehnen, ich würde in spätestens zehn Tagen weitere Informationen erhalten. Drei Wochen später frage ich erneut bei ebay.de nach. Keiner weiß etwas und ich leite die Nachricht von ebay.com per Mail an den deutschen Support weiter. Tags darauf erhalte ich wieder Post von ebay.com. An der ursprünglichen Entscheidung (zugunsten des Käufers) wird festgehalten, weitere Einsprüche werden nicht mehr bearbeitet.

Die willkürliche Fallentscheidung ist ja bereits bekannt, die neue ZA wirkt Betrügereien auch nicht gerade entgegen. Bei meiner Recherche bin ich auf einige ähnlich gelagerte Fälle gestoßen, aber es schreibt am Ende niemand, wie die Auseinandersetzungen mit ebay ausgegangen sind. Ist hier schon jemand in ähnlichen Fällen gegen ebay oder die Betrüger im Ausland vorgegangen? Wenn ja, wie ging es weiter?
Beim Rückruf durch ebay wurde ich übrigens mit den Worten „vielen Dank, dass Sie bereits 22 Jahre treuer ebay-Kunde sind, wir wissen das sehr zu schätzen“. Ich habe daran allerdings meine Zweifel, wenn einem als Betrüger entlarvten Käufer, der erst einen Tag an Board ist, direkt und ohne auch nur eine halbwegs seriöse Fallprüfung durchgeführt zu haben Recht gegeben wird.

Ich habe jetzt eine Beschwerde an ebay.de geschickt und eine Frist gesetzt. Strafanzeige, Beschwerden bei cssf.lu und ic3.gov folgen.
roman
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Re: Rückgabe-Betrug und Fall auf eBay USA geöffnet

@vv80hd
Kommt mir vieles sehr bekannt vor. In meinen Fällen sind es bei weitem nicht so hohe Warenwerte (üblicherweise max. 150 Euro).
Auch keine vorsätzlichen Betrügereien, sondern eher Bequemlichkeiten der Kunden weil halt dann die Gelegenheit auch mal Diebe macht. Und die Gelegenheit ist bei Ebay-Auslandskäufen extrem gut.

Bei mir war es letztens so (kurz umrissen):
Kunde bestellt ein schwarzes Ausstattungsteil für sein Auto.
Er macht einen Fall auf und sagt dass der Artikel nicht der Beschreibung entspricht.
Bestellt hat er ein schwarzes Teil, geliefert wurde ein graues.
Foto hat er auch in den Konflikt raufgeladen. Darauf sieht man dass er das SCHWARZE Teil bereits eingebaut hat. Da das Teil relativ aufwendig einzubauen ist, würde ein normaler Mensch das nicht einbauen wenn er es ohnehin zurückschicken möchte.
Daher übliche friß oder stirb-Auswahl im Konkflikt: Rücksendelabel zur Verfügung stellen oder gleich erstatten.
Da ich wußte dass er die Ebay-ZA per Paypal speiste, bat ich ihn die Paypal-Rücksendekostenerstattung zu nutzen, damt ich nicht das Label zahlen muß.
Antwort des Kunde: "No, I am protected by Ebay".
OK, also rechtzeitig internationales Label bei DHL gekauft und hochgeladen.
Kunde hat dann, sobald es möglich war, den Konflikt bei Ebay eskaliert.

Was danach geschah war wie aus einem falschen Film (spielte sich alles an einem Vormittag ab):

EBAY: Sie haben keine Label hochgeladen. Sie bekommen noch 3 Tage Nachffrist ein Label hochzuladen.
ICH: Jungs, im Konflikt hängt doch an der richtigen Stelle seit einer Woche das PDF-Label und die Sendungsnummer steht auch im entsprechenden Feld. Der Kunde hat das Paket aber noch gar nicht zur Post gebracht.
EBAY: Sie haben Recht. Wie wir sehen, hat der Kunde bereit zurückgesendet.
ICH: Leute, schaut auf die DHL-Seite, dort steht das der Kunde das Paket noch nichtmal aufgegeben hat.
EBAY: Kunde hat uns informiert dass das DHL-Label gefälscht ist. Wir haben daher eine Erstattung vorgenommen
ICH: Die Echtheit des Labels kann online auf der DHL-Seite inkl. Adressdaten verifiziert werden
EBAY: Danke dass Sie den Erhalt des Artikels bestätigt haben

Habe mit ebay DE dann telefoniert. Die finden das auch voll abstrus können/dürfen aber nix machen. Sobald der Kunde über eine andere Website kauft (COM/UK/IT...) ist für die komplette Abwicklung die dortige Website zuständig. Aber sie geben das weiter und man wird sich bei mir melden (was dann natürlich nie passiert oder mit irgendeine komplett unpassenden Textbaustein).

Eigentlich könnens für die Falllösung auch dressierte Affen hinsetzen. Denn seit Jahren habe ich nicht mehr erlebt dass irgendein Auslands-Ebay einen Fall für mich entschieden hätte, ganz egal wie eindeutig die Sachlage war. Die Fallentscheidungen sind haarsträubend.
So wie oben, wo ich schreibe "das Label kann auf der DHL-Website verifiziert werden" und als Antwort bekommt man "Danke dass Sie den Erhalt der Rücksendung bestätigt haben".

So haarstreubend wie man Deine "Beweisbilder" ebenfalls als Bestätigung für den Eingang der Rücksendung ansah.

Ich glaube, egal was man da macht: Ebay findet immer irgendeine komplett abenteuerliche Argumentation ihre Entscheidungen zu rechtfertigen.

Und wenn man zäh ist und sich auf einen Schriftverkehr einläßt, kommt irgendwann das Eingeständnis dass man falsch gehandelt hat, aber Ebay kann das jetzt nicht mehr ändern da Ebay das Geld vom Käufer nicht mehr zurückfordern kann. Man bekommt aber die Erlaubnis mit dem Kunden die nochmalige Bezahlung zu vereinbaren. HAHA.

Und natürlich spricht sich das in der Gaunerszene auch herum: Mußte man früher noch Ebay-Accounts hacken etc; so recht es heute dass man bei Ebay einfach ganz offiziell in einem fernen Land etwas bestellt, sagt es sei falsch geliefert worden, dann bekommt man ein kostenloses Rücksendelabel und packt darin einen Ziegelstein ein. Ein paar Tage später hat man sein Geld zurück und bekommt von Ebay noch eine Entschuldigung - und in manchen Fällen - noch einen Einkaufsgutschein oben drauf.

Im oben genannten Fall, der ja inhaltlich schon außergewöhnlich dumm von Ebay abgehandelt wurde, habe ich dann einen Brief an das Beschwerdemanagement (dieses muß Ebay scheinbar aufgrund einer EU-Richtlinie neuerdings unfreiwillig unterhalten) geschrieben. Nach ein paar Wochen wurde die Bearbeitung begonnen und ein paar Minuten später hatte ich mein Geld zurück.

Im wesentlichen hatte ich da einfach den Schriftverkehr zwischen Ebay und mir zitiert, und dieser war in diesem konkreten Fall ja sehr eindeutig, denn das hatte sich gelesen wie ein Script aus der versteckten Kamera.

Aber auf "normalem" Wege, durch die üblichen Ebay-Instanzen, hat man überhaupt keine Chance. Sobald man Verkäufer ist, zieht man hier immer den kürzeren.
Ausgenommen möglicherweise man macht monatlich Millionenumsätze bei Ebay.
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Re: Rückgabe-Betrug und Fall auf eBay USA geöffnet

ihr habt die Angelegenheit über ebay geklärt
es gibt auch den Weg über PayPal
ich habe jetzt keine Auslandserfahrung, aber bei PayPal gibt es die Option Strafanzeige und Sachverständigengutachten
Beides habe ich schon gemacht und habe dann Recht bekommen.
Aber wie gesagt: Streitigkeit innerhalb Deutschland
und dann gibt es noch die Eidesstattliche Versicherung, was ebay sehr hoch bewertet
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Re: Rückgabe-Betrug und Fall auf eBay USA geöffnet

hilft jetzt nicht, aber ich hatte, bevor ich den Versand auf nur DE und CH eingeschränkt hatte, diverse osteuropäische Länder, die immer wieder durch Betrügereien und Verbrechen hier in DE auffallen, vom Versand ausgeschlossen. Dazu zählten u.a. Bulgarien, Rumänien und Albanien. Ja, ist so eine Art Sippenhaft. Aber es schläft sich beruhigter.
Mit USA, Australien, Neuseeland und der Schweiz hatte ich durchwegs immer positive Erfahrungen.
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Ein Leben ohne Amazon ist wie ein Leben ohne Krebsgeschwür.
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Re: Rückgabe-Betrug und Fall auf eBay USA geöffnet


Und wenn man zäh ist und sich auf einen Schriftverkehr einlässt, kommt irgendwann das Eingeständnis, dass man falsch gehandelt hat, aber Ebay kann das jetzt nicht mehr ändern, da Ebay das Geld vom Käufer nicht mehr zurückfordern kann. Man bekommt aber die Erlaubnis, mit dem Kunden die nochmalige Bezahlung zu vereinbaren. HAHA.
Da müsste man im Prinzip Ebay selbst auf Schadenersatz verklagen, da sie entgegen ihrer eigenen Richtlinien gehandelt und damit einen Schaden verursacht haben. Die können sich dann ja selbst beim Käufer das Geld zurückholen.
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Re: Rückgabe-Betrug und Fall auf eBay USA geöffnet

DINa3 hat geschrieben: 14. Jan 2022 04:56 ihr habt die Angelegenheit über ebay geklärt
es gibt auch den Weg über PayPal
Es geht um die neue ZA.
Auch wenn der Kunde Paypal nutzt, hat man als Verkäufer hier keinen Berührungspunkt und kein Verhältnis mit Paypal (da Paypal an Ebay bezahlt und nicht an den Verkäufer).
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Re: Rückgabe-Betrug und Fall auf eBay USA geöffnet

@roman
jetzt ist es ja eh zu spät
aber interessant - ich hatte seit der neuen ZA keinen Fall
allein schon die unterschiedliche Zeit einen Fall zu melden machte PayPal interessant
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