Preisfrage

E-Commerce Steuern - Steuerberater, Buchhaltung, Rechnungswesen, doppelte Buchführung, SKR 03 04
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regenbogen
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Preisfrage

Ein MA erhält einen befristeten Arbeitsvertrag vom 15.03.22 bis 14.03.23.

Wie viel Urlaub steht ihm bei einer 6-Tage-Woche gesetzlich zu?

Nach meinem Verständnis, 24 Tage für 2022 und 5 Tage für 2023


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hkhk
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Re: Preisfrage

kommt er aus einer Beschäftigung mit Urlaubsanspruch?

Wenn nicht, hat er für 2022 30 Tage Anspruch.

für 2023 nach meinem Verständnis 8 Tage
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welpe
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Re: Preisfrage

Warum 24 für 2022?

In Summe hat er doch Gesetzlich nur 24 Urlaubstage Anspruch.

Also 19 2022 und 5 2023.

30 Tage?!

Gesetzlich sind bei einer 6 Tage Woche 24 Urlaubstage.
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hkhk
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Re: Preisfrage

ok, ich bin von 30 ausgegangen. wenn der te seinen Mitarbeitern generell nur 24 Tage gewährt, dann sind es

wenn Arbeitnehmer in 2022 bereits Urlaub aus anderer Beschäftigung hatte:

20 + 6 = 26

wenn vorher ohne Beschäftigung:
24 + 6 = 30
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welpe
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Re: Preisfrage

Hä?

Wenn gesetzlich 24 Tage sind und er fängt erst Mitte März an dann bekommt er doch auch nur anteilig Urlaub. Also 20 Tage. 24 Tage durch 12 (Monate) sind 2 Tage pro Monat.

Also für 2022 19 Tage (9,5 Monate mal 2 Tage)

Für 2023 5 Tage (2,5 Monate mal 2 Tage)

Also in Summe 24 Tage wie als hätte er ein komplettes Jahr gearbeitet (also z.b. 01.01.2022 bis 31.12.2022)
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hkhk
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Re: Preisfrage

welpe hat geschrieben: 25. Jun 2022 08:54 Hä?

Wenn gesetzlich 24 Tage sind und er fängt erst Mitte März an dann bekommt er doch auch nur anteilig Urlaub.
das ist ein Irrglaube.
Daher meine obige Fallunterscheidung.
Fängt der Arbeitnehmer frisch an ohne Urlaubsvorbelastung, dann steht ihm bei Beginn im ersten Halbjahr der volle Jahresurlaub zu.

Allerdings bin ich mir jetzt doch nicht ganz sicher, wie das bei befristeten Arbeitsverhältnissen gesetzlich geregelt ist.
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welpe
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Re: Preisfrage

https://www.clockodo.com/de/lexikon/urlaubsanspruch/

Jiri bekommt einen Jahresvertrag in einer neuen Firma. Am 1. Juni geht es los. Von seinem vorherigen Arbeitsplatz hat er eine Bescheinigung darüber bekommen, dass er seinen Urlaubsanspruch für die Monate Januar bis Mai bereits alle genommen hat. Dieser Anspruch betrug ein Zwölftel des Jahresanspruchs pro Monat. Jiris Urlaubstage in der alten Firma betrugen 30 und somit hatte er Anspruch auf 30 Tage durch zwölf Monate mal fünf Monate gleich 12,5 Tage. Jiri hatte also zweieinhalb Wochen frei, bevor er die neue Stelle antrat.

In der neuen Firma hat er Anspruch auf 28 Tage im Jahr. Diesen erhält er jedoch erst nach sechs Monaten im Unternehmen. So gewinnt er pro Monat, den er dableibt, ein Zwölftel seines Anspruchs, also 2,33 Tage. Diese dürfen nicht abgerundet werden. Jiri sammelt während der Probezeit seine Urlaubstage an, statt sie zwischendurch zu nehmen – er möchte sich beweisen. So hat er am 1. Dezember den vollen Urlaubsanspruch für die sieben Monate im Unternehmen erlangt: 28 Tage durch 12 Monate mal sieben Monate gleich 16,33 Tage. Diese möchte er nun alle im Dezember nehmen, was ihm sein neuer Arbeitgeber gestattet.

Leider erleidet Jiri am 15. Dezember eine schlimme Lungenentzündung und wird vom Arzt für drei Wochen krankgeschrieben. So darf Jiri erst am 5. Januar wieder arbeiten und konnte vorher nur zehn von 16,33 Tagen Urlaub nehmen. Bei Krankheit und in Ausnahmefällen aber darf man seine Urlaubstage mit ins neue Jahr nehmen. Jiri nimmt nun die übrigen 6,33 Tage direkt im Anschluss an seine Krankheit und bleibt noch etwas länger als eine Woche zu Hause.

Nun beginnt ein neues Jahr mit neuem Urlaubsanspruch, der laut Vertrag 28 Tage beträgt. Bis einschließlich Mai, dem Ende des Jahresvertrages, sind es 11,66 Tage, also aufgerundet zwölf, denn ab mehr als 0,5 wird aufgerundet. Jiri wartet mit seinem Urlaub und will ihn in den letzten Tagen seines Vertrages nehmen, um Zeit zu haben, sich auf seine neue Arbeitsstelle vorzubereiten, die er bis dahin hoffentlich hat. Im April jedoch kommt sein Arbeitgeber auf ihn zu und bietet ihm an, ein halbes Jahr länger zu bleiben.

Sein Vertrag wird verlängert und damit fällt Jiris Ausscheiden nicht mehr in die erste Jahreshälfte. Für ein Ausscheiden in der zweiten Jahreshälfte sieht das Gesetz keine Zwölftelregel vor. Im Umkehrschluss schließen einige Arbeitgeber und -nehmer daraus, dass der volle Jahresanspruch nun besteht. Das wären für Jiri 28 Tage, obwohl sein Vertrag Ende November ausläuft. Sein Arbeitgeber hat jedoch berechtigt die Zwölftelregel für das laufende Jahr im Vertrag aufgenommen und somit bekommt Jiri seinen Anspruch von 2,33 Tagen für den Dezember nicht mehr. Es bleibt bei 25,66, also aufgerundet 26 Tagen.


Obwohl bei Haufe steht noch ein Zusatz:

Beginnt das Arbeitsverhältnis in der ersten Jahreshälfte und wird die Wartezeit erfüllt, erwirbt der Beschäftigte den gesetzlichen Mindesturlaubsanspruch von 20 Urlaubstagen (bei einer 5-Tage-Woche) gemäß § 3 BUrlG. Ergibt die Zwölftelregelung nach § 26 Abs. 2 Buchst. b TVöD einen geringeren Urlaubsanspruch als es der Mindesturlaubsanspruch nach dem BUrlG vorsieht, so ist die TVöD-Regelung nicht anwendbar (§ 26 Abs. 2 Buchst. b, 2 Halbsatz TVöD).



Also hat er für 2022 in der Tat 24 Tage (da Mindestanspruch gesetzlich und mehr als 6 Monate). Für 2023 sind es aber dann 5 Tage.
regenbogen
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Re: Preisfrage

Gewährt wird der gesetzliche Urlaub, demnach 4 Wochen. MA war vorher selbstständig - also ohne Urlaubsvorbelastung
hkhk hat geschrieben: Fängt der Arbeitnehmer frisch an ohne Urlaubsvorbelastung, dann steht ihm bei Beginn im ersten Halbjahr der volle Jahresurlaub zu.
Das ist auch mein Kenntnisstand. Fängt er im zweiten Halbjahr an, dann steht ihm der Urlaub nur anteilig zu.
Allerdings bin ich mir jetzt doch nicht ganz sicher, wie das bei befristeten Arbeitsverhältnissen gesetzlich geregelt ist.
Genau das sorgt für weitere Verwirrung
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hkhk
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Re: Preisfrage

es werden auch nur volle Monate bei der Urlaubsberechnung berücksichtigt.
Für das Eintrittsjahr irrelevant, ist ja bereits geklärt, dass der MA Anspruch auf vollen Jahresurlaub in 2022 hat.

Für 2023 wären das dann 4 Tage (24 Tage Jahresurlaub bedeuten 2 Tage pro Monat). Ein guter Arbeitgeber darf aber natürlcih gerne auch für die 14 Tage im März noch Urlaub gewähren :)

Laut
https://www.jobrecht.de/urlaubsanspruch/

gilt diese Rechnung auch bei befristeten Beschäftigungsverhältnissen:
Wie viel Urlaub bei befristetem Arbeitsvertrag?

Bei einem befristeten Arbeitsvertrag bestehen die gängigen Urlaubsansprüche seitens des Arbeitnehmers.
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regenbogen
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Re: Preisfrage

Ok, dann lag ich richtig.
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