Kleinunternehmer oder Regelbesteuert? Angst vor Bürokratie?!

E-Commerce Steuern - Steuerberater, Buchhaltung, Rechnungswesen, doppelte Buchführung, SKR 03 04
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MaWe1988
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Kleinunternehmer oder Regelbesteuert? Angst vor Bürokratie?!

Hallo zusammen,

ich habe vor ca. 2-3 Monaten mit dem gewerblichen Handel auf Ebay begonnen.
Eigtl. sollte es nur eine Art 450€ Job der Selbstbestimmt und flexibel ist für mich darstellen.
Daher hatte ich das ganze auch nur als Kleinunternehmer geplant und auch so angemeldet.

Nun ist es (leider oder zum Glück, ich weiss es nicht)so, das es deutlich besser läuft als ich dachte.
Nach 2- 3 Monaten habe ich ca. die Hälfte von dem Umsatz den ich machen "darf"
Ich habe hier Ware liegen, stelle Sie aber noch nicht ein, weil ich angst habe über die Kleinunternehmergrenze zu kommen.
Da ich auch viel Privat ankaufe, wäre für mich die Regelbesteuerung mit viel mehr Aufwand verbunden wenn ich das richtig sehe ? (Differenzbesteuerung)

Nun meine Fragen:
- Sevdesk kann keine Differenzbesteuerung wenn ich richtig informiert bin, wie würde ich sowas dann abbilden ich möchte ungern noch ein Buchhaltungsprogramm dazu nehmen.
- Ist der Bürokratische Aufwand deutlich höher als bei einem Kleinunternehmer oder wird das immer etwas übertrieben bei allem was man so liest?
- Kosten für den Steuerberater würden sich wahrscheinlich auch um ein vielfaches erhöhen?
- was würdet Ihr tun?

Vielen Dank und liebe Grüße


IT-Recht Kanzlei
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dance
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Re: Kleinunternehmer oder Regelbesteuert? Angst vor Bürokratie?!

...deinen bisherigen Businessplan updaten / neu schreiben mit den neueren Umsatzzahlen und zusätzlichen Kosten.
Dann siehst du auf einen Blick, was für dich ertragreicher ist.
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Re: Kleinunternehmer oder Regelbesteuert? Angst vor Bürokratie?!

Schließe mich an dem Vorredner. Viele Leute beginnen priverblich oder als Kleinunternehmer um den "Aufwand" zu reduzieren. Damit handicappen sie sich häufig selbst gehörig, da zu einem die Kleinunternehmerregelung mit ihren 22k kaum Raum für Wachstum bzw. Gewinne lässt und zum anderen der Aufwand für Buchhaltung etc sehr überschaubar ist, sofern man sich einliest bzw. Übung hat.

Sofern Du siehst dass aus den angepeilten 22 k Umsatz auch problemlos 100k oder mehr werden könnten, solltest Du die Chance ergreifen. Mwst ist dann zu zahlen, wird aber auch erstattet.
Da ich hier der selbsternannte Forumsexperte :ironie: für Differenzbesteuerung bin gebe ich dir den Tipp dich unbedingt in die Materie einzulesen. "Gesamtumsatz" und "Zu versteuernder Umsatz" sind nicht dasselbe. Weiterhin lässt die Differenzbesteuerung sehr viele Spielräume, welche in der Regelbesteuerung nicht möglich sind. Also ist da ein doppelter Anreiz um den Schritt über die Kleinunternehmergrenze zu wagen

[Edit: Noch eine Kleinigkeit. Z.b. 3 Monate für 20k Gesamtumsatz verkaufen, und dann 9 Monate aussetzen wird bei Prüfungen hochgerechnet da die Kleinunternehmerregelung nur gilt bei ganzjähriger Tätigkeit. Vorsicht also!]
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koshop
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Re: Kleinunternehmer oder Regelbesteuert? Angst vor Bürokratie?!

Lass dich nie durch vermeintliche Bürokratie vom Wachstum abhalten. Meistens ist es dann doch einfacher als man denkt, wenn man sich damit beschäftigt.

Ich dachte mal es sei zu kompliziert mich in Finnland steuerlich zu registrieren und hab dann im Oktober die Lieferung dorthin eingestellt. Im Jahr darauf habe ich mich doch ins Thema reingefuchst und hab mich geärgert. Ein Formular auf Englisch ausfüllen, eine beglaubigte Ausweiskopie und der Käse war gegessen. Fast 10.000 EUR Umsatz verschenkt wegen eines Problems das nur in meinem Kopf existiert hat.
Tony
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Re: Kleinunternehmer oder Regelbesteuert? Angst vor Bürokratie?!

koshop hat geschrieben: 9. Jul 2021 15:12 Lass dich nie durch vermeintliche Bürokratie vom Wachstum abhalten.
Wichtiger Satz.
Den ich mir auch selber immer mal wieder sagen muß.
kreien
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Re: Kleinunternehmer oder Regelbesteuert? Angst vor Bürokratie?!

koshop hat geschrieben: 9. Jul 2021 15:12 Lass dich nie durch vermeintliche Bürokratie vom Wachstum abhalten.
... außer du hast mit SAP oder den Technischen Lieferbedingungen (TL) des Bundesamts für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr (BAAINBw) zu tun. Ich sage nur Zange, schneidend, VDE-isoliert (siehe beigefügte TL 5110-0044, ist ohne Sicherheitseinstufung frei verfügbar, Quelle: http://tl.baainbw.de/AG-Bund/TL/ML_Suche_TL.asp). Natürlich hätte man auch einfach einen Seitenschneider bestellen können, wie dies zig Elektriker und deren Firmen täglich tun, aber es geht natürlich auch anders, und zwar ganz ganz anders.

51100044.pdf
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stbdigital
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Re: Kleinunternehmer oder Regelbesteuert? Angst vor Bürokratie?!

Es ist richtig, dass der Kleinunternehmer für das ganze Jahr gilt. Hier ist aber immer das Gründungsjahr gemeint, starte ich mit dem Gewerbe mitten im Jahr, dann gilt auch nur die Hälfte von 22.000,— Euro. Allerdings kann man natürlich immer im lfd. Jahr wissentlich den Umsatz reduzieren um die Grenze nicht zu überschreiten. Sicherlich ist gerade die Differenzbesteuerung ein wenig komplizierter da es 2 Möglichkeiten gibt diese abzubilden. Allerdings muss man dafür auch kein Physiker sein, ist alles machbar. Hält man ein paar Grundregeln bei der Umsatzsteuer ein, ist auch dies kein Problem. Sollten Sie sich unsicher sein, kaufen Sie sich doch einfach einmal 2 Stunden Beratung bei einem Steuerberater ein, danach sollten Sie wissen ob es sich lohnt das Geschäft größer zu machen oder nicht. Wenn der Verkauf bei Ihnen so gut läuft verstehe ich nur sehr schwer warum Sie eher die Notbremse ziehen anstatt sich beraten zu lassen.
Schöne Grüße von der Terrasse
Stefan Gostomzik
MaWe1988
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Re: Kleinunternehmer oder Regelbesteuert? Angst vor Bürokratie?!

Hi zusammen,

besten Dank für Eure Hilfe schonmal.

ja, das ich es auf die Monate hochrechnen muss weiss ich und habe ich auch im Auge. :-)
Naja ich bin halt ein wenig im Zwiespalt, 22k p,a, ist schon sehr wenig, 50k p.a. wäre glaube ich super für mich als EInzelkämpfer.
Ich möchte ja meinen Hauptjob nicht aufgeben, da er mir auch Spaß macht.
Aktuell investiere ich auch einen überschaubaren Anteil meiner Zeit.
Ca. 1Std. am Abend unter der Woche und am Wochenende Liste ich dann schonmal 4-5 Std. bis in die Nacht hinein Artikel.

Ich handle gewerblich seit Mai, wenn ich nun hochgerechnet unter 22k bleibe bis Monat 01/2022, habe ich dann ab dem 01.01.22 schon die 50k Grenze oder gilt die dann erst nach einem vollen Jahr, also dem 01.05?

Viele Grüße
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Re: Kleinunternehmer oder Regelbesteuert? Angst vor Bürokratie?!

MaWe1988 hat geschrieben: 12. Jul 2021 09:49 Hi zusammen,

besten Dank für Eure Hilfe schonmal.

ja, das ich es auf die Monate hochrechnen muss weiss ich und habe ich auch im Auge. :-)
Naja ich bin halt ein wenig im Zwiespalt, 22k p,a, ist schon sehr wenig, 50k p.a. wäre glaube ich super für mich als EInzelkämpfer.
Ich möchte ja meinen Hauptjob nicht aufgeben, da er mir auch Spaß macht.
Aktuell investiere ich auch einen überschaubaren Anteil meiner Zeit.
Ca. 1Std. am Abend unter der Woche und am Wochenende Liste ich dann schonmal 4-5 Std. bis in die Nacht hinein Artikel.

Ich handle gewerblich seit Mai, wenn ich nun hochgerechnet unter 22k bleibe bis Monat 01/2022, habe ich dann ab dem 01.01.22 schon die 50k Grenze oder gilt die dann erst nach einem vollen Jahr, also dem 01.05?

Viele Grüße
Die 50k gelten dann einmal für 22. Überschreitest Du die 22 k bis 50 k im Jahr 22 (gehe davon aus dass du 21 gestartet hast und da unter den 22k geblieben bist) wirst Du im Jahr 23 Umsatzsteuererklärungen abgeben müssen. Sofern Du z.b. im Jahr 22 über 50k kommst, dann bist Du auch für 22 Umsatzsteuerpflichtig. Es werden immer volle Geschäftsjahre betrachtet (dass andere sind Voranmeldungen zum vollen Geschäftsjahr)

Wie der StB-Vorredner es beschrieben hat wäre es ratsam ein Beratungsgespräch bei einem StB zu arrangieren (Kosten sind überschaubar. Bei 2 h ca. 150 bis 200 €). Generell ist man bei steuerlichen Fragen gut beraten sich einzulesen (seriöse Literatur) oder Experten zu Rate zu ziehen.
marcibet
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Re: Kleinunternehmer oder Regelbesteuert? Angst vor Bürokratie?!

koshop hat geschrieben: 9. Jul 2021 15:12 Lass dich nie durch vermeintliche Bürokratie vom Wachstum abhalten. Meistens ist es dann doch einfacher als man denkt, wenn man sich damit beschäftigt.

Ich dachte mal es sei zu kompliziert mich in Finnland steuerlich zu registrieren und hab dann im Oktober die Lieferung dorthin eingestellt. Im Jahr darauf habe ich mich doch ins Thema reingefuchst und hab mich geärgert. Ein Formular auf Englisch ausfüllen, eine beglaubigte Ausweiskopie und der Käse war gegessen. Fast 10.000 EUR Umsatz verschenkt wegen eines Problems das nur in meinem Kopf existiert hat.
Grundsätzlich hast du mit deinem ersten Satz recht, gleichzeitig bin ich überzeugt dass 10.000 EUR extra Umsatz nach Finnland wirtschaftlich niemals die steuerliche Registrierung in Finnland rechtfertigen, da hängt dann doch deutlich mehr dran als das ausfüllen eines einzigen Formulars.
roman
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Re: Kleinunternehmer oder Regelbesteuert? Angst vor Bürokratie?!

Ich habe auf die schnelle die Richtlinien der finnischen Finanzbehörden überflogen:

1. Ein finnischer Fiskalvertreter ist scheinbar zwingend notwendig
2. Nachweisdokumente (ich schätze dass damit Gewerbeschein, Gesellschaftervertrag und ähnliches gemeint sein wird) müssen ins finnische/schwedisch übersetzt werden. Babelfish reicht wohl nicht ;-)
3. Optional kann die finnische Steuerbehörde eine Bankbürgschaft verlangen.

Wenn das tatsächlich stimmen, ist @marcibet zuzustimmen. Wenn man nicht grade in Richtung 100% Spanne hat, wäre dieser Aufwand wegen 10.000 Euro Umsatz in keinem Verhältnis. Allein schon ein Fiskalvertreter zockt üblicherweise den einen oder anderen Tausender im Jahr ab (und das, ohne dass er tatsächlich einen Handgriff macht).
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DINa3
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Re: Kleinunternehmer oder Regelbesteuert? Angst vor Bürokratie?!

lerne nur 1 Mal: also gleich zur regulären Besteuerung (du sparst dir viel Kummer)
Differenzbesteuerung: ich wende es seit über 10 Jahren an und nutze immer noch Excel und das lexware büro-easy dazu - weis nicht ob es eine vernünftige Komplett-Software-Lösung gibt
Steuerberater: wenn du tatsächlich einen findest, der sich top mit ebay+amazon auskennt, dann mal testen
In der Regel findest aber keinen und lieferst nur viel geld für wenig Leistung - lieber selber lernen !
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Re: Kleinunternehmer oder Regelbesteuert? Angst vor Bürokratie?!

DINa3 hat geschrieben: 14. Jul 2021 05:56 lerne nur 1 Mal: also gleich zur regulären Besteuerung (du sparst dir viel Kummer)
Differenzbesteuerung: ich wende es seit über 10 Jahren an und nutze immer noch Excel und das lexware büro-easy dazu - weis nicht ob es eine vernünftige Komplett-Software-Lösung gibt
Steuerberater: wenn du tatsächlich einen findest, der sich top mit ebay+amazon auskennt, dann mal testen
In der Regel findest aber keinen und lieferst nur viel geld für wenig Leistung - lieber selber lernen !
Exakt. K. A. warum praktisch alle StB in D abseits von "Einzeldifferenzbesteuerung" völlig überfordert mit DiffBest sind, ist mir ein großes Rätsel und zeichnet ein gutes Bild, vom Kompetenzlevel des durchschnittlichen Steuerberaters in diesem Land.
Weiterhin: Es gibt keine Software die mir bekannt ist, welche Differenzbesteuerung vernünftig verarbeiten kann. Ich selbst nutze Excel und keinen Steuerberater (bin da - zurecht - mißtrauisch und habe häufig das Gefühl die StB reden die kleinsten "Probleme" groß, um "gut beschäftigt zu sein"), bin durch mehrere Steuerprüfungen gekommen (3 "Betriebsprüfungen", mehrere "Anfragen" auch seitens des Zolls innerhalb von 20 Jahren) und bin im "Plus" was dies angeht (mehr zurückerhalten als bezahlt).

Und wenn ich so höre was viele im Jahr an den StB zahlen, habe ich mal locker 50k-100k in diesem Zeitraum gespart wegrenn
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Re: Kleinunternehmer oder Regelbesteuert? Angst vor Bürokratie?!

Hey,
danke für die hilfreichen Posts.
Ja, die größte "Angst" ist eigtl. das Thema Diffenzbesteuerung und das ich deswegen keine Lust mehr habe von Privat zu kaufen.
Vorsteuer ziehen und Umsatzsteuer abführen sollte ja alles recht easy laufen wenn man ein Buchhaltungsprogramm hat.
Bei mir wäre das Sevdesk und dieses Programm kann das soweit ich richtig informiert bin.

Differenzbesteuerung als Excel?
Könnt Ihr mir sagen ob ich das richtig verstehe?
Beispiel:
Ich kaufe von Privat für 500€, 50 Artikel Gebrauchtware
Ich pflege jeden einzelnen Artikel in die Excel und schreibe dann EK und VK in die Spalten daneben.
Die 19% vom GEWINN muss ich dann an das Finanzamt abführen, monatlich oder quartalsweise soweit ich weiss.
Wie führe ich das dann ab, muss ich dem Finanzamt meine Excel zur Verfügung stellen? das verstehe ich noch nicht ganz.

Vielleicht könnt Ihr mir da nochmal helfen.

Liebe Grüße
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dance
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Re: Kleinunternehmer oder Regelbesteuert? Angst vor Bürokratie?!

MaWe1988 hat geschrieben: 15. Jul 2021 10:48 .....Die 19% vom GEWINN muss ich dann an das Finanzamt abführen ...
Meines Wissens nach ist die Differenz zwischen Verkaufs- und Einkaufspreis der Umsatzsteuer zu unterwerfen ist und nicht (nur) vom Gewinn.
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Re: Kleinunternehmer oder Regelbesteuert? Angst vor Bürokratie?!

MaWe1988 hat geschrieben: 15. Jul 2021 10:48 Differenzbesteuerung als Excel?
Könnt Ihr mir sagen ob ich das richtig verstehe?
Beispiel:
Ich kaufe von Privat für 500€, 50 Artikel Gebrauchtware
Ich pflege jeden einzelnen Artikel in die Excel und schreibe dann EK und VK in die Spalten daneben.
Die 19% vom GEWINN muss ich dann an das Finanzamt abführen, monatlich oder quartalsweise soweit ich weiss.
Wie führe ich das dann ab, muss ich dem Finanzamt meine Excel zur Verfügung stellen? das verstehe ich noch nicht ganz.

Vielleicht könnt Ihr mir da nochmal helfen.

Liebe Grüße
Es gibt "Einzeldifferenz" und "Gesamtdifferenz" . Du beschreibst Ersteres und die Einzeldifferenz gilt ab EK 500 € pro Artikel. 50 Artikel für 500 € wären besser mit "Gesamtdifferenz" ... ohne Auflistung jedes einzelnen Artikels für 10 € in diesem Beispiel. Also praktisch "Wareneingang 500 €.

Dem FA werden Steuererklärungen zur Verfügung gestellt, ob diese für das Jahr oder Voranmeldungen sind. Die Excell-Tabelle und auch Bankauszüge etc wollen diese nur im eventuellen Fall einer Betriebsprüfung sehen.

Was Du GEWINN nennst ist die Differenz zwischen Einkauf und Verkauf

beispiel

1000 € die 50 Artikel verkauft
500 € diese 50 Artkel gekauft

wären 500 € Brutto zu versteuern 79,73 €

davon gehen Vost ab die für z.b. ab Strom, Telefon, Ebaykosten, Porto angefallen ist. Also sämtliche bezahlte Vost zb. 29,73 €

Von deinen bisherigen Ausführungen zu schließen wiederhole ich meinen hier schon gegebenen Tipp: Besuch eine StB für 1-2 Stunden und lies dich ein. Wie bei Leroy Sane fehlen hier basics :)
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